Die Erklärung meiner Philosophie





Leider muss ich eine betrübliche Mitteilung machen. Die Wissenschaft geht nicht auf: sie kann die ersten und letzten Fragen nicht beantworten, und sie weist auch sonst viele Lücken und Mängel auf. Noch schlimmer: nicht einmal die Mathematik geht auf. Ihr Problem liegt weniger in der Theorie, als vielmehr in der Anwendung (die aber auf die Theorie zurückschlägt) - in Bereichen wie der Biologie, der Psychologie oder der Soziologie. Das heisst: überall dort, wo es nicht um reine Dinge bzw. Objekte geht. Diesen Unterschied müssen wir machen. Einen Stein kann man herumwerfen, wie man will, wenn man keine Fensterscheibe damit trifft, die dann in Brüche geht. Eine Blume aber sagt: behandle mich auf diese Art und Weise, oder ich sterbe. Es ist aber noch komplexer, denn schon die reine Natur und Umwelt, das heisst: das Ganze im Ursprung, setzt uns ja heute Grenzen - seit 1972, mit dem Bericht über die Grenzen des Wachstums. Grenzen, die sich die Menschheit nicht gewöhnt ist, und die sie erst recht abzulegen und hinter sich zu lassen glaubte, als ein Mensch törichterweise sagte, dass Gott tot sei (1882). Was machen wir jetzt? Dass die Religion die Kraft und den Sinn hat, die Welt (noch einmal radikal) zu verändern glauben zwar die religiösen Autoritäten, aber ich halte das - wie bedeutend die Religion auch für mich ist - für eher unwahrscheinlich (die mittelalterliche Theologie hat zu viele Fehler dazu gemacht und die Erneuerungsfreudigkeit ist dazu, aus nachvollziehbaren Gründen, zu gering; es müsste eine ganz neue Theologie entstehen, mit einer überzeugenden sozialen Kraft und Innovation [und das scheint recht schwierig zu sein, denn Religionen gibt es seit Menschengedenken, fast, und trotzdem sind wir in diese heutige Situation geraten]). Die Situation scheint relativ ausweglos. Die Alternativen sind die rechtspopulistische Totalüberwachung (mit den neusten technischen Mitteln von Internet, Smartphone und Künstlicher Intelligenz [KI]) oder das grün-anarchistische Chaos - beide lösen die Probleme dieser Zeit nicht wirklich: weder das ökologische, noch das soziologische (und wenn wir uns vorstellen, dass diese beiden so stark auseinanderstrebenden Kräfte eine gemeinsame politische Basis bilden sollten für die Zukunft, dann wird uns ja fast schwindlig eben [wir sehen nicht die geringsten Ansätze dafür im Moment]). Mein Aufruf geht an die Philosophen und Philosophinnen (denn die anderen haben andere Interessen). Dies ist ein Weckruf an die Philosophie, die wieder einmal eingeschlafen ist: nicht in irgendeinem dogmatischen Schlummer diesmal, sondern in einer tumben bzw. tumb gewordenen Kulturkritik. Helft mit, dieser Welt zu helfen und sie zu retten. Ich bin der erste, der das versucht (bzw. das an die Hand genommen hat [vor rund 30 Jahren]), aber ihr könnt euren Beitrag auch leisten. Die (Kultur-) Kritik hilft uns nicht mehr weiter - wir brauchen jetzt Lösungen, und ich befürchte, dass wir nicht mehr allzu viel Zeit dafür haben werden.

Was passiert da heute eigentlich? Eine kleine Hommage an die Jugend der 1990-er Jahre, die erstmals - was sich seit den späteren 1960-er Jahren und dem 'Ende der Zeit' 1970/71 (als die Sehnsüchte, Wünsche und Träume der Menschen zu Grabe getragen wurden, mit dem Tod von Hendrix, Joplin und Morrison) schon angedeutet hatte (it's after the end of the world, don't you know that yet? [Sun Ra, 1970]) - so richtig in den ganzen Taumel der Spätmoderne, d.h. der heutigen Zeit, vorgestossen ist (mit Love und Street Parade und Tomorrowland [u.v.a.]). Zehn der besten Technosongs: Age of Love (Brainbug Remix, 1990/1998), Dance 2 Trance - We Came In Peace (1990), Electric Universe - One Love (1995), Sheyba - Ganesh (1995), Transwave - Cycles of Life (1995), Three 'n One - Reflect (1996), Adrima - For Love (De Donatis Mix, 1998), Atlantis - Voyager II (1999), Silicone Soul - Right On! (Original Instrumental Version, 2001), E-Mantra - Last Day of the Butterfly (2011). In dieser Zeit liegt eine absolute Hoffnungslosigkeit... die Enttäuschung über die politischen Ideologien, die New-Age-Alternative und überhaupt alles... Post Truth, Fake News und Weak Thought... und alles Böse, Schlechte und Falsche in der Menschheit (Arroganz, Ignoranz, Impertinenz, Inkompetenz, Korruption und Mobbing). Es ist wohl die erste Zeit, in welcher niemand mehr auch nur irgendeinen blassen Schimmer hat, wie es denn eigentlich weitergehen soll, es ist aber auch - und daran denken wir nicht - die erste Zeit, in welcher sich Menschen erstmals überhaupt diese Frage stellten (früher waren einfach Kriege und dann wieder Hoffnung, im ständigen Wechsel, nebst einem allgemeinen wissenschaftlichen und technischen Fortschritt, seit rund 400 Jahren, aber heute kommt dies noch dazu: die allgemeine Verunsicherung in der Friedenszeit [falls es die überhaupt je wieder geben wird, wie man das früher kannte: wir scheinen in einen Zustand hineinzukommen, welcher sich dauerhaft irgendwo zwischen Krieg und Frieden einpendelt, und in welcher versucht wird, den totalen Frieden zu vermeiden, in welcher aber auch der ewige Frieden weiter weggerückt zu sein scheint denn je; es liegt jedoch auch die Möglichkeit zu entscheidenden Veränderungen zum Besseren in dieser Zeit, aber es ist sehr fragwürdig, ob diese - in dieser ganzen heutigen politischen, psychologischen und religiösen Verunsicherung - genützt werden]). Zum Glück habe ich den Christus, die Philosophie und das Spiel - all dies hilft mir weiter, wenn ich daran denke, dass in dieser Zeit eine absolute Hoffnungslosigkeit liegt. Darum bin ich immer guter Dinge - nicht übertrieben, aber so, dass es mir doch immer wieder weiterhilft.


Es folgt die Darstellung meiner Vorschläge zur Erkenntnis und Verbesserung - Meine Philosophie in der kürzest möglichen Form dargestellt.

Das Grundsystem: (Modul 3.0: 'Systematik vom [Da-] Sein' - ein sogenanntes Schichtenmodell, mit fünf Dimensionen): (Da-) Sein*, Leben, Glauben, (Nach-) Denken, Handeln (sowie Gut-Handeln und Nicht-Handeln). (Anmerkung: das Glauben ist hier nicht bloss religiös gemeint, sondern allgemein. Philosophische und psychologische Schichtenmodelle sind bekannt etwa von Aristoteles, Bovillus, Hartmann oder Gebser.) — Das Modell der Weltstruktur (Modul 2.0: 'Die einfache Erkenntnis der zweifachen Dreifachheit'): Sein (Ebene vom reinen Sein [philosophisch bzw. ontologisch]) - Raum / Zeit (Ebene vom Da-Sein [wissenschaftstheoretisch]) - Materie (verdichtete Energie) / Feld (-Energie) / (Freie) Energie (Ebene vom Bewusst-Sein [wissenschaftlich bzw. physikalisch]). Zwischen den drei Ebenen liegen die Wirkung und die Ordnung als initiierende Faktoren. Das Bewusst-Sein meint hier nicht nur das menschliche Bewusst-Sein, sondern bereits sehr frühe Formen von Orientierung, Konzentration und Koordination (welches nach mir die Faktoren des Bewusstseins sind). — Der Begriff des Urprozesses (Modul 1.0): Sein - Gott - Schöpfung - fgefNatur - Welt. (Ich verwende einen Urprozess statt einen Urgrund - in diesem läuft quasi alles gleichzeitig ab [es handelt sich hier nicht um die Ausprägung dieser Begriffe, sondern bloss um deren Initiation] - die Begriffe können letztlich gleichgesetzt werden [dies kann man ableiten von Thomas von Aquino, Plotin, Spinoza und anderen]. In einer unreligiösen Form verwende man bloss den ersten, vierten und fünften Begriff.) — Die Ewigen Menschheitsziele: Wirtschaftsproduktivität, Sozialgerechtigkeit, Umweltverträglichkeit. (Leitet sich ab aus der fünften (d.h. der letzten) Ebene der fünften Dimension der Systematik vom [Da-] Sein. Diese besteht in einer ausgebauten Variante aus fünf Dimensionen, 25 Ebenen und 55 Faktoren [das ist publiziert in meinem ersten Buch (Postmoderne Ontologie, 2003), wenngleich noch ohne eigentliche Spezifizierung der Ewigen Menschheitsziele].)

* Zum Seinsbegriff müsste ich eigentlich sehr viel sagen. Es ist für mich der tiefste Begriff, nicht nur der Philosophie, sondern auch der Religion und der Wissenschaft. Ich kann hier keine Abhandlung über das Sein schreiben. Ich möchte vielleicht nur sagen, dass uns Parmenides, der Begründer der Seinslehre, (mit seinem kurzen Werk, wie es erhalten ist) sehr viel mehr zu sagen hat, als je bisher ein Philosoph erahnen konnte, und dass er von vielen Philosophen der Vergangenheit missinterpretiert wurde (das beginnt schon bei den grössten Grössen der antiken Philosophie, Platon und Aristoteles) - und dies teils mit Absicht (bis heute wird seine Philosophie verunglimpft - warum: das kann ich nicht sagen, vielleicht gerade deswegen, weil seine Wahrheit so tief ist [ist der Mensch nicht ein verdrehtes Wesen?]).

Wie sind die Module miteinander verknüpft? Modul 3.0 ist - wie gesagt - das Grund- oder Hauptsystem. Modul 2.0 erklärt den Zusammenhang von der philosophischen und der physikalischen Welt (oder die Entwicklung vom Sein zum Da-Sein und Bewusst-Sein). Modul 3.0 ist eine weiterführende Beschreibung des Urgrundes als Urprozess (was zeigen soll, was im Innersten der Welt der Fall ist [nach meiner Philosophie, wohlverstanden]).




Relativierungen und Revidierungen. Es gab einen kleinen Knoten bezüglich der esoterischen und der weltpolitischen Auffassungen, den ich inzwischen lösen konnte. In meinem nächsten Buch werde ich - mit einer neuen Formel für die Religion und die Wissenschaft - die fragwürdigen Bereiche besser erklären (die reine Philosophie hat sich kontinuierlich weiterentwickelt - in diesem Bereich habe ich keine Erklärungsprobleme; dagegen muss ich eben besser erklären, in welchem Zusammenhang genau meine religiösen und wissenschaftlichen Ansichten stehen [die Weltpolitik werde ich dabei unter einem wissenschaftlichen Standpunkt betrachten - ich sehe die Politik ja eigentlich als ein Gebiet der Philosophie - traditionell geht es jedoch in der politischen Philosophie eher um Staats- bzw. (Staats-) Strukturfragen, dagegen scheinen weltpolitische Probleme (noch) mehr mit Ökonomie (und Ökologie) zu tun zu haben und gehen somit eher in einen wissenschaftlichen (politologischen) Bereich hinein]).




Natürlich könnte ich noch hunderttausend Dinge schreiben, über die Philosophie, und was im engeren und weiteren Sinn damit zusammenhängt. Aber das tue ich hier nicht, dies soll ja eine kurze Darstellung meiner Philosophie bleiben (siehe oben). Da ich aber immer wieder mal was zu sagen habe, richte ich hier ein Philosophisches Magazin ein, mit Kurzbeiträgen zu verschiedenen Themen.


PHILOSOPHISCHES MAGAZIN.

Von der Wissenschaft der Gerechtigkeit. Ich habe herausgefunden, wie man die Welt tatsächlich verbessern kann. Die Religion macht keine Fortschritte, die (universitäre) Philosophie ist auf Abwegen, die Wissenschaft entwickelt keine Ethik (oder doch?). Es ist wohl so, dass die heutige Veränderung noch immer wesentlich über die Wissenschaft geht (die heutigen Menschen glauben auch der Wissenschaft längst nicht mehr alles, aber die Wissenschaft geniesst doch noch immer die höchste Glaubwürdigkeit [gegenüber etwa der Philosophie oder der Religion (und das natürlich je nicht ohne Grund - die Philosophie hat es mit der Kritik übertrieben, die Religion mit der Absolution, und beide zeigen derzeit wenig Einsicht zur Nachbesserung, während die Wissenschaft doch flexibel genug ist, um auch eigene Fehler der Technik zu anerkennen)]). Wir müssen beweisen, dass Ungerechtigkeit schädlich ist. Dann können - oder müssen - wir das Thema der Sozialgerechtigkeit angehen. Nachdem ich diesen Gedanken hatte, ging ich im Web auf die (Google-) Suche nach 'Ungerechtigkeit bei Tieren' (da ich in den Sozialen Medien schon private Videos - v.a. auf TikTok - gesehen habe, in welchen Hunde auf Ungerechtigkeit recht heftig [auf ihre Besitzer und Besitzerinnen] reagiert haben: vom Anschauen mit grossen Augen über das Anknurren bis zu einem kleinen spielerischen Angriff [bei grösseren Hunden - dass Hunde weggehen, habe ich nicht gesehen, in diesem privaten Umfeld, sie haben immer reagiert]). Und ich wurde fündig und habe ein interessantes (Youtube-) Video zu diesem Thema gefunden. Wie weit ist eigentlich die (Un-) Gerechtigkeitsforschung? Das kann man sehr genau sagen: noch nicht sehr weit, aber sie hat immerhin schon angefangen. [Video - ORF, Juni 2017].

Die Freiheit innerhalb der Grenzen der blossen Vernunft. Eigentlich müsste man heute ein Buch mit diesem Titel schreiben - und dem Zusatz: Eine Antwort an Immanuel Kant. Dieser hatte ja ein Buch publiziert mit dem genüsslichen Titel: "Die Religion innerhalb der Grenzen der blossen Vernunft". Dies als eine Antwort an die Forderung der Abschaffung der Kirche durch Voltaire. Die Deutschen leb(t)en ja im Protestantismus, und Kant stammte aus einer pietistischen Familie. Er wollte den Glauben nicht preisgeben, sondern er wollte ihn - was vielleicht etwa auf dasselbe hinausläuft - der reinen Vernunft unterstellen. Die Freiheit der Liberalisten erweist sich heute als immer problematischer - in verschiedenerlei Hinsicht (v.a. weil sie ja auch immer libertärer aufgefasst wird und nicht mehr ethisch, als eine Freiheit, die dort aufhört, wo die Freiheit des Anderen anfängt). Aber wir wollen den Freiheitsbegriff doch auch nicht preisgeben, und daher sollten wir vielleicht eine ähnliche Schrift verfassen, wie es Kant gegenüber der Religion getan hat. Nun kommt aber der Witz. Kant hat diese Schrift bereits selber geschrieben: es ist die "Kritik der praktischen Vernunft". Kants Philosophie, die ja von der Naturwissenschaft herkam, zielte darauf ab, die naturwissenschaftliche auf eine geisteswissenschaftliche Gedankenebene zu bringen. Und dies führte alles bei ihm zum Kategorischen Imperativ. Das heisst, dass alles, was man tut, immer auch einer allgemeinen Gesetzgebung dienen können sollte, oder anders gesagt: Das Handeln des Menschen sollte immer ethisch sein. Das heisst, dass eben auch die Freiheit der Vernunft untergeordnet wird. Bei Kant soll die Freiheit zum Guten genutzt werden, und das Gute ist bei ihm die Pflicht zur Vernunft. Wieso kennen wir das eigentlich nicht (mehr)? Es könnte daran liegen, dass sich damit die Frage erhebt, wer denn diese Vernunft definiert. Für viele ist es der Staat, und das wollen sie nicht. Bei Kant war es das eigene Nachdenken, und das tönt doch eigentlich sehr vernünftig. Das ist diese so naive und so überzeugende (sokratische bzw. platonische) Ansicht, dass man, wenn man nur genügend über die Dinge nachdenkt, schon irgendwann zu den richtigen Schlüssen kommt (alle). Wenn man Kant so einfach durchschaut und zusammenfasst, wird einer der komplexesten Philosophen der Philosophiegeschichte überhaupt, plötzlich ein ganz vernünftiger Mensch mit einer ewigen Botschaft. (Das ist Philosophie! Und warum konnte er das nicht einfacher sagen? Das kommt vielleicht aus unserer intellektuellen Kultur heraus, in welcher man viele Dinge liest, die komplexer verfasst sind, als es notwendig ist [und man bedenke eben auch, dass Kant von der Naturwissenschaft herkam, denn seine ersten Schriften sind naturwissenschaftliche Schriften - ebenso war das bei Leibniz, dem ersten grossen deutschen Philosophen]). Ist Kant nicht ein wundervoller Philosoph?

Weltregierung: ja oder nein?. Es erstaunt mich immer wieder, wie negativ die Leute (in den Sozialen Medien) gegenüber einer Weltregierung eingestellt sind. Das kommt natürlich von den entsprechenden Verschwörungstheorien. Dort wird gesagt, dass die Eliten eine Weltregierung aufbauen wollen, um die Menschheit total zu überwachen und zu versklaven. So etwas habe ich allerdings sonst noch nie gehört und gesehen. Niemand will eine Weltregierung: weder die Eliten, noch die Verschwörungstheoretiker. Weil alle das Gefühl haben, dass irgendjemand ihnen in ihre miesen Machenschaften hineinreden könnte. Geradezu schon offenen Anarchokapitalismus vertreten heute die Libertären. Garry Davis sprach im 20. Jahrhundert von der derzeit herrschenden Weltanarchie. Das ist wirklich der Fall. Es gibt keine internationalen Regeln, ausser das Völkerrecht, welches immer wieder gebrochen wird und nicht durchgesetzt werden kann. Seit Jahrhundert, wenn nicht Jahrtausenden haben wir diese Weltanarchie, in welcher alle Gebiete der Welt eine Regierung haben, nur die Welt als solches nicht. Das berühmteste Zitat zum Thema stammt von Einstein, der meinte, dass die Menschheit ohne eine Weltregierung keine Chance habe. Doch niemand zitiert das (das ist wie bei Aristoteles, von dem sie die systematische Wissenschaft übernommen haben, während sie seine Ethik einfach nicht beachtet haben). Die Weltanarchie hat uns in zwei Weltkriege geführt und heute stehen wir vor dem dritten - jedenfalls sprechen sie immer wieder davon (also ist es ein Problem): in der Weltpolitik, in den (klassischen) Medien und auf den Seiten der Sozialen Medien. Die heutige Situation scheint mehr oder weniger auswegslos zu sein - ökologisch wie auch soziologisch. Aber noch immer sagen die Leute zur einzigen Alternative, dass sie die schlimmstmögliche Wendung und das grösste Übel sei. Nein, wie befinden uns derzeit auf dem Weg zur schlimmstmöglichen Wendung und zum grössten Übel. Wie können so viele Leute so verblendet heute sein, dass sie glauben, dass nicht die Ordnung die Dinge verbessern würde, sondern das Chaos. Das kann ich überhaupt nicht verstehen, und das macht auf mich einen mehr und mehr geisteskranken Eindruck. Nein: die Alternativen zur herrschenden Weltanarchie ist die Weltregierung. Ich habe das zuerst klar vertreten, bin dann aber in Zweifel geraten, ob so etwas technisch realistisch ist heute. Ich habe dann gesagt, dass dies vielleicht erst in der Zukunft realisierbar sei, heute aber noch nicht. Und die neuste Wendung ist, dass ich den Begriff der Weltregierung vermeide und stattdessen von einer Weltorganisation spreche (das muss nicht unbedingt eine Regierung sein). Wie auch immer: natürlich muss man über die Bedingungen von einer Weltorganisation spreche - das versteht sich ja von selber. Aber die Weltanarchie ist langfristig keine Option mehr. Gerade auch wegen der heutigen Technik. Manche sagen, dies sei ein Grund für die Ablehnung von einer Weltregierung. Das Gegenteil ist der Fall: die Technik wird dann existenbedrohlich für die Menschen, wenn wir nicht endlich anfangen damit, sie besser zu kontrollieren. Ich möchte nicht, dass die Menschheit untergeht, ohne wenigstens den Versuch gewagt zu haben, die ganze Sache ein bisschen besser zu organsieren. Deswegen sage ich: langfristig brauchen wir eine bessere Weltorganisation, und heute müssen wir darüber reden und davon sprechen - denn die Zeit könnte rascher als wir denken verdammt knapp werden. Ich habe keinerlei Vertrauen mehr in die heutigen Weltleader - und das heisst: in die heutige Politik, in diese willkürliche Show von unerwachsenen Menschen, welchen die Masse nachrennt, als würde sie aus den grössten Idioten bestehen (oder als hätten die Leute vor irgendetwas eine riesengrosse Angst, nämlich davor, sich endlich den Problemen dieser Zeit zu stellen).

Von der reinen Philosophie und der wildgewordenen Ordnung. Ob es so etwas wie eine reine Philosophie überhaupt gibt, ist recht umstritten. Meistens werden Denker aus den verschiedensten Gebieten zur Philosophie dazugezählt - ganz einfach, weil ihre Ideen bedeutend sind für die Kultur-, Ideen- und Philosophiegeschichte. Hier geht es aber um reine Philosophen, d.h. breit interessierte Ideentheoretiker, welche eine gewisse durchgehende Logik in ihrer Philosophie erkennen lassen. Es gibt etwa in den USA viele reine Philosophen, die aber nicht allzu breit interessiert sind und/oder wenig bis gar keine durchgehende Logik in ihrer Philosophie erkennen lassen, und es gibt eben auch viele 'Philosophen', die keine reinen Philosophen sind. Das muss übrigens auch nicht unbedingt sein, denn ich zähle mich (natürlich) auch zu diesen. Man kann von den verschiedensten Seiten her etwas in die Philosophie einbringen. Teile meines Werkes könnten als reine Philosophie bezeichnet werden, aber es gibt andere Teile, die in x-andere Gebiete ausschweifen (freilich um wieder zur Philosophie zurückzukehren - d.h. der Kern meiner Philosophie entspricht reiner Philosophie, viel vom Darumherum jedoch nicht). - Macht man eine Liste der reinen Philosophen bzw. versucht man dies, fallen einige bekannte Namen der Philosophiegeschichte hinaus, während einige unbekanntere Namen hineinkommen. - Dies ist meine Liste der vielleicht reinsten Philosophen (in Klammern habe ich jene gesetzt, bei welchen diesbezüglich vielleicht doch auch einige Fragezeichen aufkommen): Parmenides, Empedokles, Sokrates/Platon, Aristoteles, (Pyrrhon v. Elis), (Zenon v. Kition), Cicero, (Seneca), (Plotin), Porphyrios, Boëthius, Averroës, (Abaelard), Thomas v. Aquino, (Berkeley), (Hobbes), Descartes, Spinoza, Leibniz, (Vico), Wolff, Hume, Rousseau, Kant, Fichte, [Von] Berger, Schelling, Hegel, Schopenhauer, (Beneke), Hickock, Trendelenburg, (Weisse), (Michelet), Rosenkranz, Fischer, (Lange), Dilthey, Spir, (Sidgwick), Brentano, (Peirce), Liebmann, Cohen, Bradley, Bosanquet, (Frege), Erdmann, Natorp, Husserl, Creighton, Croce, Urban, (Moore), Scheler, (Gentile), (Litt), Hartmann, Gasset, (Jaspers), (Freyer), Lipps, (Heidegger), Reiner, Gadamer, (Sartre), Merleau-Ponty, (Quine), Davidson, (Chomsky), (Volpi), (Nida-Rümelin), (Hösle) - es gibt namentlich gerade in der deutschen Philosophie vermutlich noch ein paar mehr, aber allzu viele dürften es auch nicht sein (ich werde dem noch weiter nachgehen). In unserer wirren und verwirrenden Zeit dürfte der Typus des reinen Philosophen bald einmal aussterben, wenngleich es nicht ausgeschlossen ist, dass er auch wieder (s)eine Renaissance erleben wird. Kommentieren tue ich diese Liste nicht - sie ist einfach so mal hier gegeben. Für meine eigene Philosophie ist das nicht allzu bedeutend, obwohl ich dadurch auch auf ein paar Philosophen gestossen bin, mit denen ich mich noch ein bisschen mehr beschäftigen möchte - für die Universitätsphilosophie ist das aber sehr bedeutend (und ich muss hier wieder mal die Arbeit für sie machen; dabei haben die heute so viele Leute, welche angestellt sind und Geld verdienen für das [ich bekommen null und nichts dafür, ausser vielleicht dem Ärger, Zorn und Hass der Gesellschaft]). Es ist erstaunlich, wie schwach die Sozial- und erst recht die Umwelttheorie in der reinen Philosophie vertreten ist - es sieht fast so aus, als ob wir damit in etwas gehen, was über der Philosophie steht; ich kann mir das nur damit erklären, dass es sich dabei um Gegenbewegungen zur systemischen Entwicklung handelt: um die Forderung nach einer finalen Einsicht und Erkenntnis der Grenzen der systemischen Entwicklung. Das hat einen schwierigen Stand (in der reinen Philosophie), aber es ist buchstäblich notwendig in unserer Zeit. Der Umweltphilosoph Paul Shepard hat das angedeutet, als er von der Ökologie als einer 'subversiven Wissenschaft' gesprochen hat. Das sind Dinge, die wir begreifen müssen, wenn wir einen Schritt weitermachen wollen, und das ist durchaus angesagt in dieser Zeit - denn wir haben eigentlich keine Zeit mehr zu verlieren. Das Zauberwort, welches ich v.a. in der Philosophie von Gebser sehe (obwohl er in der Liste der reinen Philosophen nicht vertreten ist), ist jenes vom Integralen und von der Integration. Gebser und Brentano sind für mich zwei sehr bedeutende Philosophen (u.a.), von denen man viel zu wenig spricht - Intention und Integration. Ein weiterer interessanter, vernachlässigter Philosoph ist für mich Trendelenburg: er hat zu seiner Zeit festgehalten an einer systemischen Betrachtung der Philosophie, die zu seiner Zeit bereits den ersten Einbruch erlitten hat und in der Folge verlorenging. Heute stehen wir vor einem systemischen Scherbenhaufen (nachdem sich das System in einen Wildwuchs entwickelt hat, welches von der Philosophie nicht mehr begleitet wurde [so dass wir heute das Gefühl haben, dass wir in einem systematischen (technologischen) Dschungel leben, in einer Welt der wildgewordenen Ordnung (und Technik), von welcher niemand mehr weiss, wo sie genau herkommt und wo sie genau hin will]).


Allgemeine Lektüre-Empfehlungen zur Philosophiegeschichte (für diejenigen, die sich etwas tiefer mit der Philosophiegeschichte beschäftigen möchten). Ich empfehle hier nicht einzelne Werke von einzelnen Philosophen, sondern - v.a. für Einsteiger - Bücher zur Philosophiegeschichte: 1. dtv-Atlas zur Philosophie (kurz, übersichtlich), 2. Weischedel und/oder Spierling (biografisch, kurz), 3. Russell, Höffe und/oder Hirt (je relativ kurz und bündig) oder auch Helferich oder Störig (ein kleines bisschen ausführlicher).





-> Meine Lektüreliste -
alle Bücher, die ich gelesen habe: auf- und zuklappen.



Diese Lektüreliste hatte ich lange auf dieser Seite, dann habe ich sie eine Zeit lang herausgenommen, weil ich dachte, dass ich mich damit weder rechtfertigen muss, noch damit angeben möchte, jetzt habe ich sie aber wieder installiert - nachdem mich in den Sozialen Medien jemand ziemlich übel beschimpft hat (wie das halt leider immer wieder mal so vorkommt in den Sozialen Medien), und u.a. meinte, dass ich bloss 'einen auf Philosophie machen' würde. Das ist durchaus nicht der Fall: ich bin tatsächlich Philosoph, und es entspricht meiner Berufung und meiner Arbeit, mich mit Philosophie zu beschäftigen (nicht nur lektüremässig, sondern v.a. auch denkerisch, aber die Lektüre gehört dazu).




[Hintergrundbild: Agnes Martin, Affection, 2001 (im Alter von 89 Jahren), Acrylic and graphite on canvas - eine interessante Malerin, die auch interessante kunst- und lebensphilosophische Texte geschrieben hat.]

Griechische Musik: Ancient Greek Music*, Greek Music, Best of Mikis Theodorakis, Antonis Katinaris - Ti na sou kanei mia kardia (Bithikotsis, Kalatzis, Makedonas). - Gaming in Ancient Greece.

* Nice try - ich weiss nicht, was das genau sein soll, aber es tönt auf jeden Fall gut. Es tönt irgendwie wie die Vermischung von griechischen, keltischen, r&aouml;mischen bzw. romaischen und hardrockischen Rhythmen oder so.






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