Die Erklärung meiner Philosophie




[Die Seite wird derzeit überarbeitet. Diese Seite soll so etwas wie die eigentliche Referenz meiner Philosophie werden bzw. die ultimative Zusammenfassung. Mein Grundsystem stand zwar schon früh in meiner Philosophie fest, trotzdem hat sich das über die Jahrzehnte immer mehr verfeinert und konkretisiert, und daher ist es wichtig eine solche Referenz zu haben. Ich werde dies dann auch in meinem nächsten Buch publizieren, welches ein Wörterbuch meiner Philosophie werden soll.]


Ich beschäftige mich seit rund 30 Jahren mit philosophischen, wissenschaftlichen und religiösen Themen und Fragen. Dabei habe ich mein eigenes philosophisches System entwickelt, welches ich als Systematik vom (Da-) Sein bezeichne. Das gesamte Projekt meiner Philosophie nenne ich (nach meinem ersten Buch): Postmoderne Ontologie*.

* Die Begriffe der Postmoderne und der Ontologie sind zwei sehr unterschiedliche und zwei recht diffizile Begriffe, die teils in der Philosophie auch fast ein bisschen gegensätzlich aufgefasst werden. Der Begriff der Ontologie, welcher oft aufgefasst wird als ein rückwärtsgewandtes, konservatives, ontophilosophisches Denken, welches auf den Ursprung und die schwierigen und schweren und teils spekulativ beantworteten Grundfragen gerichtet ist, stammt aus der Tradition der deutschen Philosophie (vom frühen 17. Jahrhundert - geht aber eigentlich auf die antike griechische Philosophie zurück [Parmenides, Platon, Aristoteles]); in der deutschen Philosophie ist dieser Begriff seit Kant (wenn auch revidiert von Hegel, aber erst recht wieder mit Heidegger) teils ziemlich verpönt heute (ich halte dagegen fest an der vorkantischen Behauptung Wolffs von der Ontologie als erster Philosophie [philosophia prima, sive ontologia]). Der Begriff der Postmoderne, welcher oft aufgefasst wird als ein vorwärtsgewandtes, progressives, kunstorientiertes Denken, in welchem die totale Freiheit und Offenheit des Denkens herrscht, stammt aus der neueren französischen Philosophie und wird oft mit jenem des Poststrukturalismus verwechselt. Dieser entsprach der philosophischen Hauptrichtung im späteren 20. Jahrhundert in Frankreich (Foucault, Deleuze, Derrida und andere), wobei die Poststrukturalisten grössten Teils nicht als postmoderne Philosophen und Philosophinnen bezeichnet werden können (denn reine Strukturkritik bedeutet noch nicht einen Postmodernismus), sondern dies gilt eigentlich alleine für die Philosophie von Lyotard und Welsch (und mir [wobei ich das Integrale im postmodernen Pluralismus betone, aber auch eine wiederum eigenwillige Verbindung zur Handlungspragmatik schaffe]). Meine Philosophie ist stark beeinflusst von der gesamten Philosophiegeschichte - man könnte fast sagen, dass sie der Philosophiegeschichte entspricht; darunter sind praktisch alle bekannten Philosophen (Konfuzius, Laotse, Heraklit, Parmenides, Platon, Aristoteles, Augustinus, Mirandola, Descartes, Spinoza, Locke, Rousseau, Kant, Hegel, Nietzsche, usw. usf., etc. etc.). Besonders natürlich eben von den Postmodernisten (Lyotard, Welsch) und den Seinsphilosophen (Ontologen: Wolff, Heidegger, Jaspers - Existentialisten: Kierkegaard, Marcel, Camus, Sartre, De Beauvoir [das überschneidet sich teils, so ist Jaspers auch ein Existentialist, Sartre auch ein Ontologe - auch viele Schriftsteller können als Existentialisten bezeichnet werden, exemplarisch etwa Dostojewski und vielleicht sogar fast alle Schweizer Schriftsteller der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Frisch (sein Roman 'Homo faber' ist thematisch eigentlich ein Abklatsch des 'Fremden' von Camus), Dürrenmatt, Muschg, Loetscher, Bichsel, Widmer, Dean und andere)]). Dazu kommen ein paar weniger bekannte (oder auch nicht direkt der reinen Philosophie zugeschriebene) Leute wie Jean Gebser, Fritjof Capra oder Rupert Sheldrake [Integralismus, New-Age-Philosophie, Feldtheorie] - weitere Figuren, die ich vielleicht speziell hervorheben möchte, sind etwa: Alexander Bard, Garry Davis, Alexandre Jollien, Agnes Martin, Randall Niles, Haile Selassie, Jason Silva, Rudolf Steiner [wenn auch in einem zwiespältigen Verhältnis (wobei ich natürlich jeden 'Philosophen' und jede 'Philosophin' auch kritisch betrachte*)], Emanuel Swedenborg oder Greta Thunberg [aber es sind letztlich so viele - auch weitere nationale und lokale Grössen, von Paracelsus, Troxler und Küng bis Haller, Einstein oder Hesse]).

* Gegenüber sich selber ist das manchmal recht schwierig. Man tut, was man kann, aber das müssen letztlich die Anderen tun. Ich freue mich natürlich über Unterstützung mehr als über (negative) Kritik, ich weiss aber auch, dass letztlich alles, was Menschen tun und sagen, auch kritisch betrachtet wird (und das ist insbesondere in der Philosophie der Fall, wo man ja gegen die ganze aktuelle und vergangene Philosophie antritt - nicht mit dem Anspruch, diese irgendwie besiegen oder verdrängen zu wollen [ein Eindruck, der manchmal entstehen kann, wenn man sich, nur weil man eine gute Idee gehabt hat, in den ganzen philosophischen Disputationen wiederfindet], sondern einfach nur [s]einen Platz zu finden).

Vorausschicken muss ich den Erklärungen zu meiner Philosophie, dass ich eine spezielle Spezies Philosoph bin, welche heute eher bis sehr rar ist: erstens bin ich ein autodidaktischer Philosoph (fast alle Menschen, die sich heute Philosophen nennen, stammen aus dem philosophischen Bereich der Universität - es hat in der Neuzeit nur wenige ausseruniversitäre Philosophen gegeben, die gross bekannt geworden sind [dazu gehören etwa Böhme (der 'Philosophus Teutonicus'), Spinoza, Voltaire, Rousseau oder Mill (wenige, zwar also, aber: was für welche!)]; ich bin auch in dieser Hinsicht ein Spezialfall, da ich zwar an der Universität Wirtschafts- und Rechtswissenschaften studiert habe, inkl. Soziologie und Statistik, aber das Studium nicht abgeschlossen habe, und von den universitären Arbeitsweisen halte ich im Bereich der Philosophie nicht allzu viel [ich sage: das braucht es vielleicht, oder wahrscheinlich, auch, aber es entspricht nicht meiner Arbeits- und Vorgehensweise]), zweitens bin ich ein systematischer Philosoph (die Systematik gehört nicht zu den Präferenzen der heutigen Universitätsphilosophie - man kann manchmal sogar lesen, Hegel sei der letzte grosse Systematiker gewesen [im früheren 19. Jahrhundert]: das ist zwar nicht ganz richtig, aber entscheidenden Einfluss hatte die systematische Philosophie seither nicht mehr), drittens bin ich ein universalistischer und/oder generalistischer Philosoph (früher hat man diesen Typus als 'Universalgelehrten' bezeichnet, das heisst: ein Philosoph und Forscher, der sich für alle Wissensgebiete interessiert und auch alle Wissensensgebiete in sein Denken einfliessen lässt [das sind heute noch einige mehr als früher, notabene]).

* * * * * Bis hierhin redigiert * * * * *

Wenn ein universitärer Philosoph oder eine universitäre Philosophin mich fragen wärde, was ist denn jetzt das für ein Ding, für eine Sache, für ein Sachverhalt - deine Philosophie? Dann würde ich sagen: meine Philosophie ist die Verbindung von Ontologie und Pragmatik, von Sein, Dasein und Bewusstsein. Hätte ich nur das erste gesagt, hätte er/sie eingehakt und unbequeme Fragen gestellt (die zwar auch beantwortet werden könnten, aber nur mit etwas mehr Aufwand), beim zweiten aber wird er/sie stutzig und hält inne. Denn jetzt wird es für ihn/sie schwieriger als für mich. Was hat Bewusstsein mit Handeln zu tun? Ich komme ihm/ihr zuvor: Handeln ist bewusstes Tun. Ja, klar. Eben - der pragmatische Entscheid füllt im Bewusst-Sein.

Manchmal ist es schon sehr seltsam (in der Philosophie, und überhaupt). Schon in meinem ersten Buch (2003) haben die Begriffe der Sozialgerechtigkeit und der Umweltverträglichkeit eine bedeutende Rolle gespielt, als abschliessende Begriffe auf der letzten Ebene der letzten Dimension meiner Systematik vom (Da-) Sein. Das heisst: als wichtigste Begriffe für das menschliche Handeln. Es hat sich aber erst in den letzten Jahren klar herausgestellt, wie wichtig und bedeutend diese beiden Begriffe in meiner Philosophie wirklich sind, und dass damit die ewigen Ziele der Menschheit definiert sind. Im Jahr 2017 habe ich von einer neuen (und erstmaligen) Ausrichtung der Wissenschaften gesprochen: mit der Ökologie als Führerin der Natur-, Technik- und Ökowissenschaften und der Soziologie als Führerin der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften. Heute erst - als ich Ende August (am 22.8.2025) ein Video zu diesem Thema in den Sozialen Medien drehen wollte - kam ich zur Erkenntnis, dass dies ja die eigentliche Quintessenz meiner gesamten Philosophie ist - diese Ausrichtung der Wissenschaft(en). Ich war einerseits immer auf die Philosophie fixiert und habe andererseits die Religion, die Philosophie und die Wissenschaft gleichwertig betrachtet, aber die positive Quintessenz liegt im (philosophisch-) wissenschaftstheoretischen Schluss bzw. im Schluss der Philosophie auf die Wissenschaft. Dass meine Philosophie damit einen finalen Schluss hat, ist sehr wichtig und bedeutend, weil man damit auch ganz klar sagen kann, worum es da überhaupt und letztlich geht. Das ist nicht selbstverständlich, aber es ist bedeutend. Es geht nicht nur um die Definierung von ewigen Menschheitszielen, sondern es geht um eine neue sozialgerechte und umweltverträgliche Ausrichtung der Wissenschaft(en). Damit treten auch die philosophischen und die religiösen Erwägungen, wie bedeutend sie auch immer sind, etwas in den Hintergrund. Und das hat auch eine praktisch-aktionistische Bedeutung, indem ich mich nämlich fortan auf diesen Schluss konzentrieren werde, wenn es darum geht, aktive Handlungen aus meiner Philosophie abzuleiten.


Ein Nutzer der Sozialen Medien - durchaus auch ein Philosoph - meinte in einem Kommentar zu meinen beiden finalen Begriffen (Sozialgerechtigkeit und Umweltverträglichkeit), dies sei etwas 'dünn'. Er hat nicht begriffen, dass es in der Philosophie gerade darum geht, aus der ganzen Komplexität der Welt heraus ganz einfache, aber sehr treffende Wahrheiten abzuleiten. Das haben alle grossen Philosophen gemacht (abgesehen davon, dass der Zusammenhang dieser Begriffe innerhalb meiner gesamten Philosophie alles andere als dünn ist, aber davon kann man ja in einer kleinen Kommentarspalte in den Sozialen Medien nicht sprechen - es kommt darauf an, wie die Dinge begründet sind). Und er hat auch nicht begriffen, dass ich der erste Philosoph/Mensch bin, der überhaupt von ewigen Menschheitszielen spricht. Dies alleine ist schon bemerkenswert. Und es braucht einigen Mut, sich gegen die grossmächtige heutige Wissenschaft zu stellen, und ihr zu sagen, dass sie sich für die Lösung der Probleme der Zukunft bestimmten Zielbegriffen unterwerfen sollte (diesen Mut zum Neuen und Anderen zeige ich übrigens auch in den Bereichen der Philosophie und Religion). Ich muss hier dazu sagen, dass ich beide Begriffe nicht politisch verstehe oder auffasse: Sozialgerechtigkeit bedeutet Gerechtigkeit gegenüber den Anderen (der Gesellschaft), Umweltverträglichkeit die Verträglichkeit des Menschen gegenüber der Natur - es gibt also für den Menschen ebenso einen Sozial- wie auch einen Naturvertrag.

Letzte Bemerkung zu diesem Thema: Die Zweiteilung der Wissenschaften, welche ursprünglich von Aristoteles stammt, ist unbedingt beizubehalten, da sich um zwei vollkommen verschiedene Wissenschaftsbereiche handelt: einen Bereich mit einer theoretischen Auffassung und einer kausalen Logik (Natur-, Technik- und Ökowissenschaften) und einen Bereich mit einer praktischen Auffassung und einer intentionalen Logik (Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften). Würde man diesen Dualismus aufheben, würde die Wissenschaft als solche zugrunde gehen.

Und schliesslich: Mit Gegenargumenten hat man immer zu rechnen, insbesondere auch mit Skeptizismen und Groteskismen (diese sind beliebt heute bis in die hohe Weltpolitik hinein [siehe: Fake News, Post Truth, Verschwörungstheorien]). Mit solchen kann man jede Philosophie (scheinbar) vernichten: indem man einfach irgendetwas Unsinniges ohne jeglichen logischen Zusammenhang dazu sagt, oder indem man eine grundsätzliche Skepsis gegenüber aller Wahrheit äussert. Einen grundlegenden Skeptizismus, welcher jegliche Wahrheit verleugnet, gibt es in der Philosophie schon seit der Antike - er wurde aber auch bereits in der Antike als alltagsuntauglich verworfen. Trotzdem taucht er in der Philosophie immer wieder auf, bis in die heutige Zeit hinein. Zu verweisen ist auch darauf, dass die Philosophie (nie) bei einem Sokrates stehengeblieben ist, sondern im folgten Platon und Aristoteles, und dann leider auch die Untergangsphilosophien (diese sollten wir in der nächsten Zeit von Beginn an einberechnen). Ebenfalls zu beachten sind Spiritualismen. Das spirituelle Argument geht davon aus, der Mensch alleine aus seinem (eigenen) inneren herausverbessert wird. Wenn dies gesamtgesellschaftlich geschehen könnte, wäre dies schon lange geschehen, denn die Religion versuchen das seit Jahrtausenden (oder geben vor, das zu versuchen - von den ursprünglichen Naturreligionen bis zu den monotheistischen Religionen). Heute haben wir jedoch starke äussere Faktoren wie die Politik und/oder die Ökonomie und/oder die Wissenschaft (u.a.). Eine heutige Philosophie kann nicht mehr auf bloss innere Gründe zielen. Meine Meinung dazu: die Menschheit muss von innen und von aussen her verbessert werden (und verbessert werden muss sie ganz bestimmt, wenn sie den Herausforderungen der Zukunft standhalten will; die Menschheit muss schon deswegen ständig verbessert werden, weil sich die Welt ständig verändert [wenn heute behauptet wird, die Menschen seien immer dieselben gewesen, so ist das natürlich falsch: wenn wir eine Zeitmaschine hätten, könnten wir die Unterschiede sehen]).



Was gibt es noch auf dieser Seite: Vorwort, Eine übersichtliche Darstellung meiner Philosophie (in Punkten von Eins bis Zehn), Inspirationsquellen/Präferenzwerte, Die grössten Irrtümer der Philosophiegeschichte, Meine Bücher und offiziellen Webtexte, Lektüre-Empfehlungen und philosophisches Grund-/Minimalwissen, Meine Lektüre im Lauf der Zeit, Was sich in meinen Büchern wo findet.




Ein Vorwort

Wie soll man die Erklärung der eigenen Philosophie bzw. einer Philosophie überhaupt anfangen? Wie soll man erklären, warum der Mensch überhaupt eine Philosophie hat und braucht, und man selber überhaupt eine eigene Philosophie hat und braucht? Und wie soll man erklären, warum es bedeutend ist, eine Weltphilosophie für die Zukunft zu begründen? Was ist Philosophie überhaupt bzw. denn eigentlich? Viele Leute denken entweder, im negativeren Fall, es sei auf einer Wiese liegen und dumm in den Himmel schauen oder die sinnlose Begründung von unsinnigen Ideologien, oder sie denken, im positiveren Fall, es gehe in der Philosophie v.a. um das Verhalten bzw. darum, den Leuten zu sagen, wie man sich verhalten soll. Dies geschieht in der Ethik und in der sogenannten Lebenshilfephilosophie, aber das ist nur ein Teil der Philosophie. Ich sehe fünf Teilbereiche der Philosophie: Metaphysik, Systematik, Logik, Ethik, Politik. Das dürfte den Meisten dann schon viel zu kompliziert tönen. Da hat es ja auch Fremd- und Fachwörter drin schon, welche die Meisten gar nicht kennen oder ableiten und auslegen können. Wozu benötigen wir die Philosophie? Ich sage heute, weil wir das Gute und das Wahre benötigen. Warum? Gibt es überhaupt noch eine Wahrheit? Und wird man nicht nur ausgenützt, wenn man für das Gute ist? Das sind für mich seltsame Fragen. Natürlich gibt es eine Wahrheit, und wenn der Mensch sie nicht erkennt, wird seine Überlebenschance in der Welt gleich Null sein. Und am Guten besteht auch überhaupt kein Zweifel - denn eine Menschheit, welche dem Bösen, Schlechten und Falschen hinterherläuft, ist letztlich undenkbar. Wir brauchen also das Wahre und das Gute - immer, und immer wieder (weil sich die Welt stets verändert). Und von Zeit zu Zeit gibt es grosse Paradigmenwechsel, bei welchen das Ganze grundsätzlich neu überlegt werden muss. Das ist das, was ich in meiner Philosophie gemacht habe. Es ist (quasi oder eigentlich) alles bereit für einen grossen Paradigmenwechsel. Als ich jemandem erklären sollte, was ich überhaupt mache in der Philosophie, sagte ich, dass ich die Dinge kategorisieren und systematisieren würde, dies würde ich mit allem machen und das gebe dann ein grosses System. Schwer zu begreifen. Aber dann fiel mir eine ganz einfache und anschauliche Erklärung ein. Ich fragte die Person, was es denn im Leben gebe. Es ging einen Moment, bis die Person die Frage akzeptierte, aber dann sagte sie ganz natürlich und klar: es gibt Pflanzen, Tiere und Menschen. Ich sagte: genau, und das entspricht genau der dritten Ebene in der zweiten Dimension meiner Systematik vom (Da-) Sein (der biologische Systematiker und Taxonom Carl von Linné war übrigens, im 18. Jahrhundert, der Erste, welcher das - ganz ausdrücklich - so gesehen hat). Aber fangen wir von vorne an.

Zwischenbilanz meiner Aktivitäten auf den Sozialen Medien. Ich hadere derzeit ein bisschen mit meinen ersten Erfahrungen diesbezüglich. Wie soll man das in Worte fassen? Es gibt da z.B. sicher die Gefahr, von (auch philosophisch) negativistischen und/oder dunkelmagischen Kräften beeinflusst zu werden, oder überhaupt irgendwie mit diesen zu interagieren. [Mehr folgt.]



Eine übersichtliche Darstellung meiner Philosophie

Erstens: Vom (speziellen) Wesen meiner Philosophie. Als universalistischer, generalistischer Philosoph arbeite ich eigentlich immer an der ganzen Philosophie (und über diese hinaus - etwa auch an wissenschaftlichen und religiösen Fragen). So besteht meine Philosophie, obwohl das Grundsystem von Anfang an feststand, aus einer ständigen Weiterentwicklung in allen Bereichen - während die (quasi) offizielle, universitäre heutige Philosophie, in pseudowissenschaftlicher Manier, fast ausschliesslich aus einem Spezialistentum besteht, in welchem bloss Werke zu spezifischen Sachfragen und -themen geschrieben werden (dabei fehlt mir der philosophische Tiefgang ebenso wie die philosophische Weitsicht). Ich denke letztlich, dass es beides braucht, die universitäre und meine Philosophie, eine universalistische, generalistische, holistische und integralistische Philosophie, und dass eine soche ebenfalls eine grosse Bedeutung und eine bedeutende Relevanz besitzt (auch in der heutigen Zeit, und gerade in der heutigen Zeit, wie in allen Zeiten zuvor und danach). Ich habe meine Philosophie in fünf Teilbereiche eingeteilt: Metaphysik, Systematik, Logik, Ethik, Politik. In der Metaphysik, in welcher es um die letzten und wichtigsten Fragen der Philosophie geht, behandle ich (im Sinn und Geist der frühen, antiken Philosophen) v.a. die Frage nach dem Urgrund, welche ich im (Da-) Sein sehe (im parmenideischen Sinn, d.h. nach Parmenides). Auf dieser Basis habe ich eine ontologische Systematik entwickelt: die Systematik vom (Da-) Sein. Systemphilosophie stand im 20. und bisherigen 21. Jahrhundert nicht im Vordergrund der offiziellen Philosophie (sondern wurde von dieser eher bis arg vernachlässigt). Hinter allem steht eine (Welt-) Logik im Zusammenhang der Phänomene dieser Welt, welche ich als (Welt-) Logistik bezeichne. Ich sehe serielle, dialektische und operationale (additive, subtraktive, multiplikative und divisionale sowie komplexere) Bereiche der Logik (die Logik ist die Matrix plus deren Widerstand plus den Widerstand des Widerstands, einfach die Welt, wie sie sich logisch darstellt zu einer bestimmten Zeit, und in allen Zeiten und Welten (natürlich behaupte ich auch und v.a. eine neue Logik, - die Logik ist das, was letztlich hinter aller Philosophie und Welterkenntnis steht). Durch philosophische Skepsis kann aber auch alles in der Welt bestritten werden (diese ist zu überwinden, wenn man zu einer positiven Auffassung in der Philosophie kommen will - es gab nicht nur den kritischen Sokrates, sondern auch den philosophischen Platon und den wissenschaftlichen Aristoteles). In der Ethik unterscheide ich zwischen Ethischen Idealen und einer (praktischen) Lebensmoral. Wir können nicht immer alle Ideale einhalten, sollten sie aber trotzdem hochhalten (weil wir der Menschlichkeit verpflichtet sind: die Menschheit kritisieren, ist in Ordnung, wer aber die Menschheit verdammt, der verdammt letztlich nur sich selber). Halten wir die Ethik nicht hoch, vertreten wir eine Unmoral. Die Politik und ihre Erarbeitung von Gesetzen zielt quasi auf eine kollektive oder gesellschaftliche Moral/Ethik, die wir Jurisprudenz nennen. Das Recht sollte auf dem Grundsatz der Gerechtigkeit beruhen, sonst ist es ungerecht. [Dieser erste Punkt ist in allen Büchern behandelt (in bestimmten Teilen besonders im fünften).]

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Zweitens: Die Systematik vom (Da-) Sein. Diese steht im Zentrum meiner Philosophie. Es handelt sich um ein philosophisches System mit fünf Dimensionen: (Da-) Sein, Leben, Glauben, (Nach-) Denken und Handeln (sowie Gut-Handeln und Nicht-Handeln). Dies entspricht einem sogenannten Schichtenmodell der Entwicklung (wie man es seit Aristoteles in der Philosophie kennt - im Mittelalter etwa bei Carolus Bovillus, in der Neuzeit bei Nicolai Hartmann [oder Jean Gebser]). Die Eigenheiten meines Systems sind die ontologische Grunddimension, die handlungsorientierte bis utilitaristische Zieldimension sowie die Glaubensdimension in der Mitte. Die meisten bisherigen Schichtenmodelle endeten auf der Stufe des reinen Geistes bzw. Denkens: sie gingen nicht von einer ontologischen Basis aus, und sie beinhalteten keine Sphäre des Glaubens (bei mir handelt es sich - im reinen Modell - nicht um eine religiöse, sondern um eine allgemeine Dimension des Glaubens: es gibt ein religiöses Glauben und es gibt ein allgemeines Glauben, und das Glauben steht zwischen dem Leben und dem Denken, nicht das Fühlen, denn dieses spielt sich in der Dimension des Lebens ab; im Sein sind die ontologischen, physikalischen und chemischen Phänomene gegeben, im Leben die biologischen, während die menschlichen, bewusstseinsrelevanten Phänomene den Komplex von Glauben-Denken-Handeln beinhalten). Ich bezeichne mein philosophisches System auch als Grosse Vereinheitlichte Theorie der Philosophie (in Anlehnung an die [angestrebte] Grand Unified Theory in der Physik - ich glaube, dass eine solche Grosse Theorie nur in der Philosophie möglich ist, nicht in einer anderen Wissenschaft [zu dieser Grossen Theorie gehört insbesondere auch der dritte Punkt hier, im Grunde aber meine gesamte Philosophie - modellhaft steht eben v.a. die Systematik vom (Da-) Sein dafür]). [Dieser zweite Punkt ist besonders behandelt im ersten, dritten und fünften Buch; die grundlegenden Erklärungen zur Systematik finden sich im ersten Buch.]

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Drittens: Der (dreifache) Aufbau der Weltrealität. Diesen beschreibe ich in einem Modell, welches ich als Einfache Erkenntnis der zweifachen Dreifachheit bezeichne (in meiner Systematik ist das ganz am Anfang in der Seinsdimension anzusiedeln). Das Modell besteht aus einer Entwicklung in drei Stufen: vom (philosophischen) Sein über die (wissenschaftstheoretische) Raum-Zeit bis zur (physikalischen) Realität aus Materie-Feld-Energie (der Wechsel der Disziplinen ist sehr bedeutend zur Erkenntnis der Entstehung der Welt [dies ist eine philosophisch-physikalische Erklärung: weder die Physik noch die Philosophie alleine können den Anfang der Welt erklären; gegeben ist hier also auch die Grundstruktur einer zukünftigen Physik]). Ich bezeichne diese Entwicklung auch als Weg vom Sein (in der ersten Stufe) über das Dasein (auf der zweiten Stufe) zum Bewusstsein (auf der dritten Stufe). Der Faktor, welcher von der ersten zur zweiten Stufe (also vom Sein zum Dasein) führt ist die Wirkung, der Faktor, welcher von der zweiten zur dritten Stufe (also vom Dasein zum Bewusstsein) führt ist die Ordnung - ich spreche daher auch von einer Welt als Wirkung und Ordnung). In einer Ausdifferenzierung auf der ersten Stufe sehe ich einen Urprozess (Äther-Ewigkeit, Sein-Urgrund, Gott-Bewegung/Schöpfung, Natur-Ursprung, Welt-Dasein-Moment - in diesem ganzen Urprozess ist für mich Gott offenbar [aber man kann es auch rein philosophisch betrachten, ohne einen religiösen Bezug]). Die Systematik vom (Da-) Sein, Die einfache Erkenntnis der zweifachen Dreifachheit, Die Welt als Wirkung und Ordnung und die Erklärung des Urprozesses hängen insofern direkt miteinander zusammen, als wir damit immer eine Ebene tiefer in das eigentliche Weltgeheimnis vordringen. Und dieses Weltgeheimnis ist: Sein vor Nichts, Sein als alles, Sein als Entwicklung. [Dieser dritte Punkt ist besonders behandelt im fünften Buch; einiges dazu wird erst im nächsten Buch publiziert werden.]

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Viertens: Die ewigen Ziele der Menschheit. Als solche sehe ich die Sozialgerechtigkeit und die Umweltverträglichkeit, mit der Ergänzung einer gegebenen oder zu schaffenden Wirtschaftlichkeit bzw. wirtschaftlichen Produktivität (man kann sagen, dass die Wirtschaftlichkeit die Grundlage ist für die beiden Hauptziele, jedoch sollte man nicht sagen, dass diese absolut abhängig davon sind, denn sie gelten auch dann, wenn die wirtschaftliche Produktivität nicht besonders gut ist [d.h. in Zeiten oder an Orten, wo dies der Fall ist (die [Super-] Reichen - oder manche Vertreter derselben - behaupten das Gegenteil, weil sie in solchen Zeiten und an solchen Orten ihr Vermögen schützen wollen, aber es stimmt nicht - es darf keinen Einbruch in diesen Zielen geben, unter gar keinen Umständen: das muss die Grundlage aller kommenden, zukünftigen Menschheit sein, denn die Welt der Zukunft ist aus technologischen Gründen viel zu gefährlich für irgendetwas anderes: wir müssen soziologische bzw. soziologiewissenschaftlich verlässliche Grundlagen schaffen [!]; im Gegensatz zu Spencer gehe ich nicht davon aus, dass man die Ergebnisse der Naturwissenschaften auf die Geisteswissenschaften übertragen kann, im Gegenteil halte ich deren Konzeption für grundverschieden, wenn nicht sogar gegenteilig, was bedeuten würde, dass es in der Soziologie nicht eine Wendung vom Homogenen zum Heterogenen gibt, wie diese behaupten, sondern umgekehrt: eine Wendung vom Heterogenen zum Homogenen, welches den guten Intentionen folgt)]). Diese zwei bis drei Faktoren leiten sich direkt aus der fünften und letzten Ebene der fünften Dimension der Systematik vom (Da-) Sein ab, wie ich sie in meinem ersten Buch grundlegend beschrieben habe. Diese ewigen Ziele haben es an sich, dass sie nie ganz erfüllt werden, und also stets nur angestrebt werden können - schon alleine deswegen, weil sich die Welt ständig verändert; ich glaube aber schon, dass man diesen Zielen allgemein näher kommen kann. Es scheint mir relativ klar zu sein, dass die Menschheit keine Ziele erreichen kann und wird, wenn sie gar keine Ziele hat (wie das in allen Zeiten bis dato der Fall war - mit dem entsprechend schlimmen Chaos in all diesen Zeiten, notabene [die allerschlimmsten Zeiten waren jene, in welchen sie ziellos die grösste Ordnung erreichen wollten]). Diese Ziele sind in demokratischen Staaten demokratisch zu verfolgen. Die Demokratie entscheidet über die Wirtschaftsform, die sozialen Strukturen und die ökologischen Bemühungen. Trotzdem kann man diese Ziele vorgeben. [Dieser vierte Punkt ist besonders behandelt im ersten, dritten und fünften Buch.]

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Fünftens: Die (neue) Ausrichtung der Wissenschaften. Ich kritisiere die Orientierungslosigkeit der heutigen Wissenschaft und deren Technik und schlage demgegenüber eine (neue) Ausrichtung der Wissenschaften vor. Demnach sollen die Natur-, Technik- und Ökowissenschaften ökologisch ausgerichtet werden, während die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften soziologisch ausgerichtet werden sollen. Die aristotelische Zweiteilung muss beibehalten, da die ersteren kausal, die zweiteren aber intentional orientiert sind. Das entspricht einer kleinen (oder grossen) Revolution in den Wissenschaften, welche aufgrund der Forschungsfreiheit die totale Freiheit für sich beanspruchen. Die heutige Zeit und deren Probleme zeigt wohl auf, dass solches keinen Sinn mehr macht. Die Freiheit der Forschung soll beibehalten werden, das System der Wissenschaften aber soll - wie beschrieben - neu ausgerichtet werden (um die heutigen und zukünftigen Probleme besser angehen und die ewigen Ziele der Menschheit besser erfüllen zu können). In der Physik schlage ich ebenfalls eine Neuausrichtung vor, welche in der Aufwertung der Feldtheorie liegt. E=mc2 ist im Grunde nichts anderes als die Grundformel der Allgemeinen Feldtheorie (wie wir mit dieser Formel genau zu rechnen haben, das liegt noch in der Zukunft, notabene). Die Physik hat schon verschiedentlich selber gemerkt, wie bedeutend die Feldtheorie in vielen Bereichen ist, aber sie hat die theoretischen und ideologischen Konsequenzen daraus (noch) nicht gezogen. Wir brauchen in der Zukunft eine Physik, welche von der Grundeinheit des Feldes ausgeht und die Materie und die Energie als Manifestationen des Feldes betrachtet. Ferner habe ich bewiesen, dass man die Mathematik in deren Absolutheitsanspruch widerlegen kann (indem man zeigt, dass 1+1=2 in der biologischen Dimension nicht mehr ohne weiteres immer stimmt, denn ein Mann und eine Frau, also zwei Menschen, können drei Menschen werden, wenn sie ein Kind haben). Das spricht nicht gegen die Mathematik, welche ein hervorragendes Mittel zur Beweisführung in den (Natur-) Wissenschaften bleibt, aber wir müssen das relativieren: die Bedeutung der Mathematik nimmt von der physikalisch-chemischen über die biologische bis zur menschlichen Noo-Sphäre, etwa mit der Psychologie und der Soziologie, stetig ab (in erster Linie deswegen, weil die Phänomene immer komplexer werden - zu komplex schliesslich für die Mathematik beim Menschen und dessen Hervorbringungen; die Mathematik spielt auch in den komplexeren [Geistes-] Wissenschaften eine gewisse Rolle, aber keine dominante [die komplexeste aller Wissenschaften ist jene der Soziologie: hier spielt die Mathematik gegenüber der menschlichen Intention nur noch eine sehr untergeordnete Rolle]). [Dieser fünfte Punkt ist besonders behandelt im dritten und fünften Buch (Teile davon auch im ersten - merke: die Physik ist nicht komplexer als die Soziologie, sondern natürlich ist das Gegenteil der Fall: die Soziologie ist sehr viel komplexer als die Physik)].

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Sechstens: Lebendige Religion und Esoterik der Zukunft. Für mich ist der Christus Jesus das unbestrittene Zentrum der Religion. Der Begriff der Religion ist für mich ein lebendiger Begriff. Ich sehe fünf grosse Religionen (Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus) und zwei grosse Erlöserfiguren (Jesus Christus, Maitreya Buddha). Die verschiedenen Religionen der Welt stehen in Zusammenhang miteinander, daher spreche ich von einem Phänomen der Weltreligion (analog bei: C.W. Morris). Die Erkenntnis der Weltreligion führt zum Gedanken der Ökumene (analog bei: Küng - bei mir geht die Ökumene über das Christentum, und sogar über die Religion hinaus, und betrifft auch philosohische Ideologien; sie bedeutet für mich gegenseitige Verständigung und Toleranzversuch). Die Anerkennung der anderen Religionen bedeutet nicht die Abwertung der eigenen Stammreligion (so bezeichne ich meine Religion bzw. Konfession als christlich-ökumenisch). Daneben vertrete ich eine Esoterik, rund um eine Hauptbetrachtung von der Maitreya-Figur, welche auch in der westlichen Rezeption eine gewisse Rolle spielt - bis in die Philosophie hinein (bedeutend etwa bei Morris, oder auch bei den etwas zwielichtigeren Esoterikern Steiner und Creme [dieser behauptet diese Figur entspreche einer Zusammenfassung von allen in den spezifischen Religionen noch erwarteten grossen Gesandten Gottes [Messias, Paraklet, Mahdi, Kalki, Maitreya] - in diesem Sinn spielt der Name dieser Figur keine zentrale Rolle: sie könnte als grosse Verbindungsfigur aus jeder Religion herauskommen, mit der entsprechenden Wirkung auf die anderen Religionen]). Dieser Bereich hat noch weitere Kreise gezogen, welche ich hier nicht erwähne oder ausführe. Die Esoterik geht sicher über die eigentliche Philosophie und deren Methodik hinaus, trotzdem spielt das eine gewisse Rolle in meiner Philosophie (es steht aber nicht in deren Vordergrund, da es mögliche bzw. erwartbare zukünftige Ereignisse betrifft, die aber bereits in der heutigen Zeit in Vorbereitung sind). Ich bin der Meinung, dass gerade diese zentrale Figur einer kommenden Esoterik von den Menschen vorbereitet werden muss. Sie wird nur dann kommen, wenn die Zeit bereit ist dafür (ein weltliches Drama und Desaster wie bei Jesus Christus, darf es in dieser Form nicht mehr geben, und das werden die Himmelsmächte nicht mehr versuchen). Zu meinen religiösen Ausführungen muss ich dazu sagen, dass ich die Religion nicht in einem rein patriarchalischen Licht sehe und sogar eine Religion für Frauen begründet habe (dazu mehr in meinem nächsten Buch: es geht darum, dass die Töchter Gottes ihren Platz im Himmel eingenommen haben). [Dieser sechste Punkt ist besonders behandelt im ersten, dritten und fünften Buch].

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Siebtens: Bildung und Erziehung in allen (sozialen) Schichten - Familie, Schule, Medien. Ich sehe drei grosse Faktoren in der Bildung und Erziehung: erstens die Familie, zweitens die Schule, drittens die Medien. In der Familie wird der Ansatz der Bildung und der Grundstein der Erziehung der Kinder gelegt, in der Schule folgt die Fortsetzung, mit dem eigentlichen Grundstock sowie einem gewissen Ausgleich, die Medien sind bedeutend für die Orientierungswerte von erwachsenen Personen. Ich bin der Meinung, dass eine grosse Schulreform notwendig ist. Einerseits müsste darin eine bessere und breitere Allgemeinbildung enthalten sein (alle sollten über die grundsätzlichsten Erkenntnisse der verschiedenen Wissenschaften orientiert sein [inkl. Philosophie und Theologie, notabene]). Diese kann in (allerdings gut strukturierten) Ansätzen erfolgen. Die Weiterbildung kann heute weitgehend eigenständig durch das Internet erfolgen, wo das besondere Interesse dafür besteht. Während die Bedeutung der Bildung in der Schule (aus diesem Grund) abnimmt, nimmt die Bedeutung der Erziehung zu (dem ist Rechnung zu tragen - ohne natürlich zu einem alten Stil der Schule zurückzukehren; im Gegenteil bin ich der Meinung, dass Bildung und Erziehung spielerischer vermittelt werden sollten [wie es auch die Reformpädagogik gesehen hat]). Andererseits muss eine (bessere) Schulung in die Demokratie erfolgen. Das Schulwesen in einer Demokratie muss darauf abzielen, demokratische Bürger heranzuziehen (die Demokratie findet nicht nur an der Urne statt, sondern im Volk [das ist sehr wichtig und bedeutend]). Eine gewisse Grundbildung und -erziehung soll allen sozialen Schichten zugute kommen, nicht zuletzt eben in Hinsicht darauf, dass die Bürger in einer Demokratie die verschiedensten Dinge einschätzen und bewerten können müssen (insbesondere natürlich in einer Direkten Demokratie, wo nicht nur gewählt, sondern auch abgestimmt wird). Die (frühe) Elitebildung in Privatschulen (auf den Grundstufen) ist in Frage zu stellen - eine Demokratie besteht eigentlich auf den gleichen Grundwerten aller, in einer gemeinsamen Grundschulung. Die Medien sind ein wichtiger Faktor in der Erwachsenenwelt (inkl. Soziale Medien im Internet) - sie sollten sich bewusst sein, dass sie als Medium zwischen den Ereignissen und dem Publikum stehen (und ebenso auch zwischen den verschiedenen Ereignissen selber - das sind sich die Journalisten und Journalistinnen nicht immer bewusst [ich bin aufgrund der fragwürdigen Qualität der heutigen Medien vom Ex-Journalisten zum Medienkritiker geworden]). Klassische Medien (Radio, Fernsehen, Zeitungen) sollten für alle sozialen Schichten zur Verfügung stehen. [Dieser siebte Punkt ist besonders behandelt im fünften Buch.]

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Achtens: Supranationale Strukturen und die Bewahrung der Nation in der (Welt-) Politik. Ich betrachte eine Weltregierung als notwendig für die Lösung der globalen Probleme. Die Nationen schaffen dies vermutlich nicht (wie sich in der heutigen Zeit bereits zeigt), und es scheint zu risikoreich zu sein, es ihnen zu überlassen. Die Risiken einer solchen Institution sind zu betrachten und zu minimieren - ausgleichend soll auf der lokalen Ebene ein grösserer Spielraum geschaffen werden (auch für soziale Experimente). Die politische Weltstruktur beruht auf einem Aufbau mit fünf Faktoren: Lokales - Regionales - Nationales - Kontinentales - Globales (in jedem Bereich gibt es zuständige Institutionen; die Weltregierung kümmert sich nur um die globalen Probleme - die Welt sollte einen gewissen Ausgleich zwischen Ost und West sowie Süd und Nord herstellen, da aus allem Ungleichgewicht schlechte und schlimme Dinge herauskommen). Das politische Weltsystem sollte organisch und demokratisch zusammenwachsen - ich hoffe, wir haben genug Zeit dafür. Die Nation soll durch die supranationale Organisation nicht geschwächt werden (sie bildet das Zentrum in dieser Struktur). In Europa ist besonders auf die Bedeutung der Europäischen Integration und Union hinzuweisen - diese ist die Grundlage für ein kulturelles europäisches Wiedererwachen (nach den beiden Weltkriegen). Besonders bedeutend ist auch der Blickpunkt auf die Europäische Aufklärung und Vernunft (wobei ich eine Aufklärung gegen alle Seiten hin vertrete). Ideologien sind problematisch geworden - alle (und in einer Demokratie brauchen wir Demokraten: Liberaldemokraten, Christdemokraten, Sozialdemokraten). Die Schweizer Politik ist für mich philosophisch relevant als realexistierendes Musterbeispiel einer Direkten Demokratie: mit ihrem siebenköpfigen Bundesrat, in welchem die bedeutendsten Kräfte der Politik vereint sind, mit dem Vernehmlassungsverfahren bei der Gesetzesbildung sowie einem Referendums- und Initiativrecht für das Volk. [Dieser achte Punkt ist besonders behandelt im fünften Buch.]

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Neuntens: Die Erklärung der Weltordnung. Die Menschheit sollte sich an dem orientieren, was die Menschen wünschen, und das sind: Frieden, Freiheit und Wohlfahrt*. Um den Wünschen der Menschen nachzukommen und die aktuelle Weltanarchie zu überwinden, braucht es eine Weltregierung (wie es auch schon Garry Davis, wenn auch in einer eher kontroversen Art und Weise, gefordert hat) oder eine adäquat verantwortungsvolle Politik der Super- und Weltmächte (von solchem ist derzeit aber wenig bis gar nichts zu sehen, und es deutet wenig bis gar nichts darauf hin, dass einzelne Länder oder Menschen einen Weltfrieden miteinander aushandeln könnten oder wollten). Eine Weltregierung brauchen wir mittlerweilen nicht mehr nur, um grosse Ideale zu verwirklichen, sondern schon nur, um in verschiedenen Bereichen das Schlimmste zu verhindern, sei es im Ökologischen oder auch im Soziologischen (dabei geht es nicht mehr nur um den Schutz von Menschen, sondern sogar bereits auch etwa um den Schutz der Geschichte der Menschen sowie um die Verteidigung der geistigen Werte der Religion, der Philosophie und der Wissenschaft). Im 18. Jahrhundert erschienen die Bücher von Charles Irénée Castel de Saint-Pierre zu einem dauerhaften europäischen Frieden und von Immanuel Kant zu einem ewigen Weltfrieden, worin dieser einen Völkerbund postulierte, welcher nicht wie ein Friedensvertrag nur einen, sondern alle Kriege für immer beenden sollte - dies sollte aber nach Kant (leider) ausdrücklich keine Weltregierung sein (fast alle Politiker - rechts wie links - tun sich schwer mit der Vorstellung, dass nicht nur einzelne Staaten, sondern auch die Welt an und für sich eine Regierung haben sollte). Nach dem Ersten Weltkrieg rief US-Präsident Wilson den Völkerbund tatsächlich ins Leben, doch dieser konnte den Zweiten Weltkrieg (leider) nicht verhindern. Nach diesem wiederum wurden die United Nations gegrüdet, als ein stärkerer Völkerbund, quasi, welche derzeit aber stetig an Bedeutung verlieren und relativ weit hinter jenen zurückhinken, welche die heutige Weltpolitik machen und betreiben. 1963 hatte Haile Selassie vor der UNO gesagt, dass diese Institution überleben müsse, wenn wir überleben wollen, und dass sie mit grosser Autorität ausgestattet werden müsse, was (leider) nicht geschehen ist. Wir stellen heute eine immer grössere Weltanarchie fest. Die aktuelle Weltsituation nach der Miniapokalypse, die wir in den letzten Jahren (2015-2024) erlebt haben (mit islamistischem Terrorismus, rechter Reaktion [Brexit, Trump], grossen Klimademonstrationen, Coronpandemie sowie bedeutenden Kriegen [Russisch-Ukrainischer Krieg, Israel-Palästina-Krieg), und den Folgen und Konsequenzen davon in diesem Jahr (etwa mit dem Zoll- und Handelskrieg zwischen den USA und China, und einer Weltpolitik, welche vollkommen aus dem Ruder zu laufen scheint, u.a. mit dem Austritt der USA [unter Trump], sowohl aus der bedeutendsten Menschenrechtsorganisation, wie auch aus der bedeutendsten Gesundheitsorganisation und aus der bedeutendsten Klimainstitution), regt die Gedanken von einer Weltregierung weiter an und zeigt, wie bedeutend das Thema heute bereit ist. Es ist sogar derzeit in den Medien immer wieder die Rede von einem möglichen Dritten Weltkrieg. Die logische Steigerung in der Sicherheitspolitik nach einem Dritten Weltkrieg wäre vermutlich dann eben... die Weltregierung (denn aller guten Dinge sind drei, aller schlechten aber auch - und nach einem Dritten Weltkrieg müssten sicher ganz drastische Massnahmen ergriffen werden [falls man dann überhaupt noch in der Lage dazu wäre]). Warum nicht vorher daran denken (und die entsprechenden Schritte in die Wege leiten)?

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Zehntens: Vom philosophischen/ontologischen Zeitalter. In meiner kulturtheoretischen Auffassung sehe ich nicht mehr drei grosse Kulturepochen in der Vergangenheit (Antike, Mittelalter, Neuzeit), sondern nur noch zwei: Antiquarium (Antike/Patristik) und Technologikum (Scholastik/Neuzeit). Demgegenüber sehe ich eine neue Epoche vom Ontosophikum, denn nachdem im Antiquarium die Religion regierte. Tatsächlich gilt das auch für die griechische Antike, in welcher die Philosophie begründet wurde!) und im Technologikum die Wissenschaft, ist es in der kommenden Zeit an der Philosophie, den Hauptaspekt zu bilden. Wann diese philosophische Epoche beginnt, kann ich nicht sagen, bloss: dass wir heute schon die Anfänge davon erkennen können - gerade auch in all den seltsamen Dingen, die heute in der Politik schieflaufen, notabene: auch dies zeigt uns, dass es (höchste) Zeit ist für Philosophie. Die Philosophie hat im vergangenen Jahrhundert keinen guten Eindruck gemacht und ihre einstige Funktion als kultureller Innovationsfaktor eingebüsst. Die Philosophie war ihrer Zeit früher immer voraus, während sie heute teils schon relativ arg hinterherläuft (oder sich sogar von jeglichem Bezug zur Gegenwart und Zukunft gelöst hat). Zwischen Kant und der tatsächlichen Entwicklung des Völkerbundes lagen noch rund 125 Jahre, während der kleine Bereich der ökologischen Philosophie praktisch im zeitlichen Einklang mit der politischen Entwicklung verlief. Heute kommt dazu, dass mit der Film-, Computer- und Internettechnik die Literatur insgesamt eine immer geringere Rolle spielt. Es gibt jedenfalls, von der Wahrnehmung her betrachtet, heute nicht nur weniger grosse Philosophen und Philosophinnen, sondern auch weniger grosse Schriftsteller und Schriftstellerinnen. Die Philosophie hält auch nicht mehr Schritt mit den grossen Tech-Entwicklungen wie World Wide Web, Social Media und KI. Es gibt zwar ein paar wenige Philosophen und Philosophinnen, die sich mit diesen Themen auseinandergesetzt haben, aber eine bedeutende Richtung oder ein wahrnehmbares Interesse an diesen Themen hat es bisher nicht gegeben (das erstaunt im Fall der Künstlichen Intelligenz noch viel mehr als bei den früheren Themen, zeigt vielleicht aber, wie weit die heutige Philosophie von der eigentlichen Realität entfernt ist. Die Philosophie spielt in der allgemeinen Wahrnehmung kaum noch eine bedeutende Rolle - eigentlich nicht einmal mehr in intellektuellen und universitären Kreisen. Heidegger (Das Ende der Philosophie und die Aufgabe des Denkens, 1964 - und: 'Nur noch ein Gott kann uns retten') und Sloterdijk (Regeln für den Menschenpark, 1997 - und: 'Können die Philosophen noch unsere Freunde sein?') sprachen gar schon von so etwas wie dem Ende der Philosophie. Es gibt auch etwa (durchaus - im Negativen wie im Positiven - ernstzunehmende und zeittypische) Richtungen von einer minimalen Moral (Adorno, Pietsch), einer kulturellen Dekonstruktion (Derrida, Butler) oder einem schwachen Denken (it. pensiero debole: Vattimo, Rovatti). Ich glaube weder an das Ende der Philosophie, noch an jenes der Religion, vielmehr werden Religion, Philosophie und Wissenschaft - in welcher Form auch immer - stets bedeutende Kulturfaktoren sein und bleiben. Also: kein Ende, sondern ein Neuanfang der Philosophie - mit dem, was Heidegger in diesem Ende fast mystischerweise gesehen hat: der Zusammenführung des Ganzen und der Bestimmung der äussersten Möglichkeiten. [Dieser zehnte Punkt wird besonders behandelt im sechsten Buch.]

Ich glaube, dass dies heute eine sehr besondere Zeit ist, für die Philosophie und überhaupt, eine Zeit, die besondere Möglichkeiten und Chancen bietet - und das möchte ich nicht nur für meine Philosophie in Anspruch nehmen, sondern allen Philosophen und Philosophinnen dieser Zeit sagen.


Und dies...: Von der Anti-Philosophie der letzten Zeit*. Was ist eigentlich das Problem dieser heutigen Philosophie? Warum muss man sich heute so stark mit Anti-Philosophie auseinandersetzen - in der Philosophie? Warum wird man, wenn man etwas Neues zu konstruieren versucht, praktisch bloss nur noch angegriffen von Hedonisten, Narzissten und Egoisten, von Wahrheitsverleugnern und -verdrehern, von Leuten, die nur noch negativ und destruktiv argumentieren? Und dies nicht nur aus einer Ecke des Banalen und/oder der Banausität, und nicht einmal aus der Ecke von einem politischen Extremismus, sondern direkt aus der heutigen Philosophie heraus! Dem möchte ich hier auf den Grund gehen, weil mich dieses Thema persönlich sehr betrifft. Das ganze Problem fängt an mit den Individualisten des 19. Jahrhunderts - dazu kann man Namen nennen wie Schopenhauer, Kirkegaard und Nietzsche, sowie auch etwa Stirner und Mainländer (später Wittgenstein, Derrida und viele mehr); und damit zusammen hängt auch die Frage, warum denn diese Leute überhaupt aufgekommen sind. Wir sehen vorab einmal, dass dies v.a. ein Problem der deutschen Philosophie ist. Wer trat in der deutschen Philosophie vor diesen Leuten auf? Es waren Kant und Hegel, welche die Klassik der deutschen Philosophie begründeten (sowie Goethe und Schiller in der Literatur). Nach der Klassik folgten in der griechischen Antike die hellenistischen Untergangsphilosophien - der Skeptizismus (Wahrheitsverleugnung), der Stoizismus/Stoa (Seelenruhe und Gleichgültigkeit) und der Epikureismus (Lust-und-Laune-Prinzip) - und in der Neuzeit war es nicht anders (ja: 'war'). Man soll mich nicht falsch verstehen: ich schätze alle Philosophen und Philosophinnen als solche, und jeder/jede hat etwas Interessantes zu sagen, aber ich halte nicht Nietzsche für einen heutigen Philosophen oder gar Messias. Er lebte von 1844 bis 1900, und er wusste nichts von unserer heutigen Zeit (oder zumindest nicht genug, als dass man seine Philosophie - oder irgendeine andere - 1:1 auf die heutige Zeit übertragen könnte). Der Grund für das so starke Auftreten der Individualisten in der Philosophie kam von der politischen Situation in Deutschland. Hier hatte sich - anders als in Frankreich (1789) - die Bürgerrevolution gegen den Absolutismus noch nicht durchgesetzt - Kant und Hegel waren geradezu die (vorläufige, philosophische) Spitze von einer Reaktion des Absoluten: Kant mit seinem Kategorischen Imperativ, Hegel mit seiner Erklärung zum Weltgeist. Das war der Weckruf für die Individualisten... und auch für die Kommunisten, notabene. Viele Dinge könnte man dazu sagen, natürlich, z.B. dass in England, wo Locke dann einen Liberalismus entwickelte, Hobbes schon zur Zeit von Cromwell (1651) von einer bürgerlichen Gesellschaft und einem Gesellschaftsvertrag sprach, oder dass Voltaire mit seiner Kirchenkritik als eigentlicher Begründer der modernen Kulturkritik betrachtet werden könnte. Der philosophisches Fokus auf Reaktion und Individualismus, um den es mir in dieser Erklärung hier geht, liegt aber ganz eindeutig in Deutschland. Das ist der Kern der deutschen Philosophie - Kant auf der einen Seite, und Nietzsche auf der anderen Seite: der höchste ethische Satz der Philosophiegeschichte auf der einen Seite und der Vernichter aller Moral auf der anderen Seite. Diese Moralvernichtung, mit welcher wir uns in der heutigen Zeit (philosophisch wie gesellschaftlich) immer noch herumkämpfen, kommt also von der Übermoral in der deutschen Klassik. Nietzsche wendete sich (in der Philosophie) gar nicht unbedingt gegen den lebendigen Gott der Israeliten, sondern gegen den Gott in der Religion von der blossen Vernunft von Kant (hätte er sonst seine Zarathustravorstellung gegen die gesellschaftliche Jesusvorstellung gestellt?). Nietzsche kann man lieben dafür, dass er sich gegen den Aboslutismus seiner Zeit gestellt hat, man kann ihn aber auch hassen dafür, dass er all das so richtig in Gang gesetzt hat, was wir heute Post Truth und Fake News nennen. Wir können das in der Philosophie von Nietzsche sehen, und noch einfacher und klarer in der Philosophie von Wittgenstein. In seinem Tractatus betreibt er eine Anti-Philosophie, die keine Grundlage mehr hat und auch keine Grundlage mehr behauptet. Für Wittgenstein - v.a. für den frühen Wittgenstein - ist die Philosophie ein reines Sprachspiel, wobei er eine sehr seltsame Auffassung vom Spiel hatte (obwohl es die eigentliche Spielphilosophie zu seiner Zeit schon gegeben hat, v.a. bei Groos - aber er interessierte sich nicht dafür [oder wusste nichts davon]): er meinte offenbar, das Spiel sei etwas, worin man tun und lassen kann, was man will. Das ist aber nicht das, was ein Spiel ist. Sondern: ein Spiel hat relativ klare Regeln, und ein Spiel muss allen, die an diesem Spiel teilnehmen, Freude bereiten - sonst ist es kein Spiel (von notorischen Spielverderbern einmal abgesehen). Das Spiel von jungen Hunden, die miteinander herumtollen und/oder -balgen, ist ein Spiel, das 'Spiel', was eine Katze mit einer Maus treibt, ist kein Spiel (in einem spielphilosophischen Sinn [was ist es dann? Es ist eine Kunst: die (zweifelhafte und fragwürdige) Kunst des Ausnützens oder 'Ausspielens' der eigenen Überlegenheit - unsere Sprache stellt uns zuweilen Fallen, in die wir hineintappen können]). Dass Nietzsche heute immer noch eine so bedeutende Rolle spielt, ist erstaunlich, denn seine bedeutendste These 'Gott ist tot' wurde im 20. Jahrhundert von Rastafari ebenso wiederlegt wie von Heidegger (dieser hatte in einem Spiegel-Interview gesagt, dass nur noch ein Gott uns retten könne [gehalten 1966, veröffentlicht 1976] - ich glaube das nicht [denn der Christus hat gesagt: Ihr seid das Licht], aber trotzdem). Andererseits ist es aber auch wiederum nicht erstaunlich, weil nach der Kuturkritik von Voltaire und Nietzsche die Kritische Theorie kam - und der (kritische) Poststrukturalismus. Es gab nach diesem vollkommen übertriebenen Auftreten der Individualisten keinen Grund und Halt mehr für eine positive, konstruktive Philosophie - bis heute nicht (ich habe mir den aber trotzdem genommen, weil ich überzeugt bin, dass die Philosophie heute die Welt retten muss, mit einer positiven, konstruktiven Haltung [wenn es etwas gibt, was diese Welt noch retten kann, dann ist es die Philosophie, denn es war immer die Philosophie, welche die Welt gerettet hat]). In Europa ist die Kritische Philosophie zur vorherrschenden Philosophie geworden, in Amerika ist es die Analytische Philosophie - und aufgrund des Zweiten Weltkriegs und der Stellung der USA in der Welt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat die Analytische Philosophie sozusagen die Weltherrschaft übernommen (in philosophischen Sphären). Ist das denn besser? Von den Resultaten her kommt es etwa auf dasselbe heraus: die heutige Philosophie liefert wenig brauchbare Resultate, wo sie überhaupt die wirklichen Probleme dieser Zeit behandelt. Die Analytische Philosophie funktioniert so, dass alle etwas sagen, und ebenso das Gegenteil davon, und am Ende schaut wenig bis gar nichts dabei heraus. Der populärste Philosophe der US-Philosophie war Rorty, ein kritischer Philosoph, der ebenso vom Ende der Philosophie gesprochen hat wie Heidegger. Die Philosophie ist vom einstigen Kulturmotor zu einer lahmen Ente geworden, für die sich nicht einmal mehr Intellektuelle anderer Disziplinen interessieren. Das ist nicht nur jammerschade, sondern auch sehr gefährlich für die Welt. Sagen wir es so: die heutige Philosophie hat keine Ahnung mehr, wie sie mit den heutigen Problemen und Entwicklungen umgehen soll, und manchmal sieht es leider fast so aus, als ob sie auch eigentlich gar keine Ahnung mehr von irgendetwas haben will. Die (pseudowissenschaftliche) Analytische Philosophie der Sprache, des Geistes und des Bewusstseins ist weder der Sprache noch dem Geist noch dem Bewusstsein wirklich näher gekommen. Nie hatte das geflügelte Wort von Stirner, dass der Geist eigentlich nur Luft sei, mehr Sinn und Bedeutung als in der heutigen Zeit. Oder eben gerade nicht. Die Philosophie wirkt wie gefangen in irgendeinem Luftkreis, aus dem sie irgendwie nicht mehr heraus kommt (während die Wissenschaft rasanter fortschreitet denn je, und die Religion gerade eine Renaissance erlebt). Der Egoismus von Stirner findet heute freilich auch wieder seinen Widerspruch, in Zweigen der Analytischen Philosophie des Bewusstseins (sogenannte Materialisten und Physikalisten [etwa Davidson, Dennett, Fodor, Lewis, Smart sowie Paul and Patricia Churchland]), wo teils die Existenz der Seele bestritten wird. Aber das ist ja am Ende philosophisch fast dasselbe: die Leugnung der Seele und die Behauptung von einem absoluten Egoismus (jedenfalls führt das eine logisch zum anderen, denn in der Seele geht es um die Verbundenheit des Menschen).

* Das ist (bewusst) doppeldeutig. Was heisst das jetzt: last time oder latest time (in Englisch)? Beides. Es ist ja heute von der Endzeit eben auch die Rede, u.v.a., und dies selbst in der Philosophie (u.a. bei Zizek oder Gray - das ist ja ein Thema, welches man noch vor den 2010-er Jahren zuletzt irgendwie in der Philosophie angesiedelt hätte, aber so weit sind wir eben derzeit auch schon: dass die Philosophie uns nicht mehr sagt, wie wir in bessere Zeiten kommen können, sondern praktisch nur noch, wie wir diese Endzeit überleben können [was soll man dazu noch sagen? Wenn selbst die Philosophen und Philosophinnen heute teils bereit zu sein scheinen, alles aufzugeben - da können sie dann wieder das tun, was sie sehr gerne tun: Lebenshilfetipps geben, wie die Psychologen, statt richtige Philosophie machen (was ein bisschen aufwenidger ist)]).

Rorty, z.B., behauptet, es würde keine objektive Grundlage geben für Wahrheit, Bedeutung und Moral (wie ein philosophischer Content-Ersteller sagt). Warum sollte es keine objektive Grundlage geben für Wahrheit, Bedeutung und Moral? Das ist irgendetwas aus der Luft gegriffen, mit einer Stumpfsinnigkeit ohne gleichen. Das hat mit wahrer Philosophie wenig bis gar nichts zu tun. Aber das ist der berümteste Philosoph der US-Philosophie des 20. Jahrhunderts. Eben weil die ganzen Negativisten und Pessimisten das so feiern (und niemand eine klare Kante dagegen hält). Was Rorty macht ist erstens einen Teilskeptizismus behaupten, d.h. er wendet das skeptizistische Argument auf einen Teil der Wirklichkeit an (was natürlich absolut tendenziös ist), und zweitens verleugnet er den Unterschied zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. Die Geisteswissenschaften stehen auf einem anderen Grund und Boden als die Naturwissenschaften: sie gehen von der Intention aus, und nicht von der Kausalität. Die Objektivität ist hier eine andere als in der Physik (wobei Rorty ja auch das bestreitet, eigentlich eben alles, wenn er die Wahrheit als solches verleugnet - er tut aber so, als würde er nicht alles angreifen, sondern nur bestimmte Dinge: die Wahrheit, die Bedeutung und die Moral; das ist ässerst unseriös und unprofessionell). Wenn jemand davon ausgeht, dass es keine Wahrheit gibt, dann ist die philosophische Diskussion an diesem Punkt zu Ende - wie bei den antiken Skeptizisten eben. Dieser Mensch hat dann philosophisch nichts mehr zu sagen. Eine solche Behauptung ist nicht ein Freipass zum Reden (wie bei Rorty und anderen Schwätzern dieser Art), sondern es ist bloss und alleine eine Grundlage zum Schweigen. Was diesen Leuten vollkommen abgeht, das ist irgendeine Form von Logik, die nachvollziehbar wäre (und das ist nicht [wahre] Philosophie). Schwierig ist für mich nicht diese unlogische Philosophie an sich, sondern die Art und Weise, wie die Anhänger dieser Unphilosophen mit einem reden im Internet und überhaupt (indem sie eigentlich alles Schlechte in der Menschheit auf einen loslassen: Ignoranz, Arroganz, Impertinenz, Inkompetenz, Korruption und Mobbing - das ist offenbar das, was aus einer solchen Unphilosophie entsteht [wenn sie zum Reden führt und nicht zum Schweigen]). Dasselbe, oder sehr ähnliches, lässt sich von allen diesen Leuten sagen, die ich oben erwähnt habe, und noch von einigen weiteren. Es ist gut und recht, wenn man zuerst einmal alles gelten lässt (wie ich das - theoretischerweise - versucht habe), aber in der 'realen' Diskussion kommt man davon weg: da scheidet sich die Spreu vom Weizen, quasi (die Anführungszeichen habe ich gemacht, weil ja eigentlich, nach Parmenides, eben alles real ist, aber trotzdem [vielleicht sollten wir vom Reellen und vom Realen sprechen: es ist alles reell, aber nicht alles real, oder so]). Rorty ist letztlich wie einer, der nicht arbeiten will, und dann einfach sagt, dass es gar keine Arbeit geben würde - dass Arbeit objektiv gar nicht beweisbar sei. Dass jemand so etwas sagen kann, wenn er verrückt genug dazu ist, das ist klar. Was ich aber nicht verstehe, ist: dass man so jemanden in der Philosophie und an den Universitäten feiert. Dass Rorty auch für Empathie und Menschenrechte steht, ist f&uumL;r mich (rein philosophisch) zweitrangig. Wie kann man für Empathie und Menschenrechte sein, wenn man gegen die Wahrheit ist? Ebenso gut könnte man dann ja auch für Pflaumen und Zwetschgen sein (oder für Mord und Totschlag - das ist doch, auch menschlich gesehen, reiner Blödsinn [ich vermute, dass diese Art von (Anti-) Philosophie auch politische Gründe hat: es handelt sich hier offenbar um eine Linke, welche die Sozialismus- und Kommunistheorie verlassen hat und damit eben auch eine systematische Form des Denkens (aber wir sehen heute solche Formen der Anti-Philosophie sowohl auf der linken wie auch auf der rechten politischen Seite - das hat letztlich relativ wenig mit Politik zu tun)]). Wenn ich all solches als Schwachsinn bezeichnet, so kommt dieser Ausdruck nicht einmal von mir, sondern von den Vertretern der Antiphilosophie selber: die bedeutendste Richtung der jüngsten Zeit in der italienischen Philosophie heisst nälich (und das ist kein Witz): Pensiero debole, d.h. schwaches Denken (Vatimo, Rovatti) - oder anders gesagt: Schwachsinn.

Und ja: die Logik ist die Welt, und die Welt ist die Logik (aber die ganze Welt, inkl. der Geistes- und der Gotteswelt, denn: alles Seiende ist [nach Parmenides] - kannst du dir vorstellen, wie komplex die Logik wirklich ist?). Wir können nicht irgendeine eine kleine formale Logik aushecken, ein Logikchen, quasi, und meinen, wir hätten damit die Logik der Welt erfasst (oder: wollen sie etwas anderes erfassen als die Logik der Welt? Was denn dann?). Warum braucht denn der Mensch überhaupt Wahrheit und Logik? Zum Überleben. Sie die Ökokrise. Wenn der Mensch von falschen Bedingungen ausgeht, wird er sein Leben auf Erden verwirken. Was braucht er zum Überleben? Logik und Wahrheit. Und dann kommt die ganze Ethik hinzu, die besagt, dass es besser ist, das Gute zu wollen, als das Wahre zu erkennen (Petrarca).

So, nun k&ounml;nnen wir die Dinge zusammenbauen, d.h. sie sind schon zusammengebaut: jetzt können wir den (Zusammen-) Bau erklären. Er besteht aus einem ontologischen Unterbau, inkl. den Sphären der Physik/Chemie und der Biologie, und einem menschlichen/geistigen Überbau, bis zum Handeln des Menschen, und bis zu den Ewigen Menschheitszielen (Sozialgerechtigkeit und Umweltverträglichkeit). Da heute alles politisch gedeutet wird, könnte man sagen, dass der Unterbau rechts ist, der Überbau links - aber es ist falsch, das so zu sehen. Es ist ein unpolitisches Modell. Weder sind Sozialgerechtigkeit und Umweltverträglichkeit rein links zu sehen, noch das Sein und das Seiende rein rechts. Die Idee, welche der Philosophie von Parmenides nachfolgen muss, dass das Sein das Ganze ist, und dass man das ganze Sein betrachten muss, und dass alles gleichwertig ist, weil alles ist (im Ursprung, vor der späteren Wertung durch den Menschen), das ist doch eigentlich eine linke Idee (obwohl wir auch die Holisten und Integralisten nicht links verorten). Ich mache mir keine solchen Gedanken über politische Fragen in meinem philosophischen System. Wenn ich sage, dass Sozialgerechtigkeit und Umweltvertr&aumL;glichkeit die ewigen Menschheitsziele sind, dann ist das eine Botschaft an Linke und Rechte und Mittige und Unpolitische gleichermassen. In meinem System geht es um (Da-) Sein (im Unterbau) und Bewusstsein (im Überbau). Das ist konsisent/kohärent und konsequent. Da kann nicht einfach jemand kommen, der sich um das Ganze überhaupt noch keine richtigen Gedanken gemacht hat, und das einfach so leicht zerpflücken. Manche glauben sie könnten das (mit irgendeinem Scheinargument, oder mit irgendeinem Riesengestürm), aber sie irren sich kolossal. Es geht nicht um ein perfektes oder (in diesem Sinn) absolutes System, sondern um das bestmögliche System, welches man zu dieser Zeit erkennen und aufrichten kann.

Und dies... die Versöhnung mit denen, die das wollen. Am Ende benötigen wir wahrscheinlich beides heute in der Philosophie: eine POSTMODERNE ONTOLOGIE und die UTOBIOGRAPHIE (was ist das? Das ist der Hauptbegriff von Sebastian Neges, einem österreichischen Philosophen - der Begriff besteht aus einer Zusammensetzung aus den Begriffen der Utopie und der Biographie und ist ein «utopischer Selbstentwurf», oder «der Entwurf eines geistigen Lebens, der nicht durch Ideen wie 'Wahrheit', 'Wirklichkeit' oder 'der Welt, wie sie unabhängig von uns ist' begrenzt wird» [Webseite - ich wehre mich ein bisschen, oder recht stark, gegen solche Antihaltungen, wie gesagt (v.a. wenn es mit solchen Behauptungen darum geht, wie es bei manchen der Fall ist, eine positive und konstruktive Philosophie zu stören und zu zerstören [wenn es denn möglich wäre)]), aber natürlich müssen wir fixe und falsche bzw. unzulängliche Wahrheiten*, Wirklichkeiten oder Welten überwinden: wenn dies damit gemeint ist, kann ich das nachvollziehen und verstehen]). Was ich mache, kann man letztlich sogar Entwurf einer Utobiographie der Gesellschaft bzw. der Menschheit bezeichnen (freilich mit einem ontologischen Unterbau eben, welchen der Utobiograph des [Individuellen (für seine Philosophie)] vermutlich wiederum ablehnen würde, und mit einer Betonung der [wahren] Wünsche**, welche der Mensch und die Menschen und die Menschheit haben [wenn wir diesen Gedanken von den Wünschen einbeziehen, haben wir ja aber eben wieder so eine alles begründende Wahrheit, welche der Utobiograph (des Individuellen) nicht wahrhaben will]).

* Ganz wichtig dabei: das muss sich auf vergangene Wahrheiten beziehen, die sich als unzulänglich erwiesen haben, und darf sich nicht auf neu entstehende Philosophien beziehen (die dann quasi im Voraus heruntergemacht werden sollen, ohne dass sie überhaupt eine Chance bekommen, sich zu bewähren). Wenn jene Leute, die da glauben ihre (negativistischen Un-) Philosophen würden die absolute Wahrheit vertreten, und ihnen müsse man absolut folgen (wie Nietzsche, Schopenhauer, Wittgenstein, Derrida, Rorty und andere), dann mit einer gleichen Geisteshaltung ans Werk gehen, wie sie das früher bei Sokrates, Jesus, Hus, Bruno oder Galilei gemacht haben, dann steckt da eben der gleiche oder ein ähnlich falscher Wahn dahinter und das bedeutet dann eben auch all das Schlechte in der Menschheit (ich habe es oben aufgezählt). Es ist ja lustig, dass die grossen Hinterfrager und Alleszermalmer, alles hinterfragen und zermalmen, nur sich selber und die eigenen Philosophen nicht. Und so setzen sie dann plätzlich diese absolut und machen damit genau das, was sie eigentlich nicht möchten (oder behaupten, nicht zu wollen [nämlich: sie versuchen, die Philosophie in ihrem (absolutistischen) Sinn zu begrenzen]).

** Da sagen dann manche schon wieder, die Menschen hätten doch aber verschiedene Wünsche. Ich denke, dass dies v.a. daher kommt, dass sie in verschiedenen Verhältnissen leben, verschiedene Bildungen und Erziehungen hatten und verschiedene Pläne für ihr Privatleben haben. Ich versuche halt auch hier wieder die grosse Idee zu denken, und da hilft uns eine überraschende Person weiter. Aristoteles sagte, das Glück sei das höchste Gut des Menschen. Die minimalistische Malerin Agnes Martin, die auch philosophische Essays schrieb, meinte, dass wir eigentlich das Glück aller Menschen wollen (und auch dasjenige der Tiere). Das muss für meine Philosophie der Massstab sein. (Dieses höchste Glück kann nie erreicht werden, aber wir können und müssen es immer wieder anstreben, um wenigstens einen Teil davon zu erreichen.)

P.S. Über meine philosophische Haltung werde ich diskutieren, über meine wissenschaftliche und religiöse Haltung werde ich - aus je verschiedenen Gründen - nicht diskutieren (ich verweise darauf, dass sie aus meiner Philosophie heraus folgen [sowohl die Ausrichtung der Wissenschaften, wie auch die ökumenische Religion]).

[Ich habe in diesem Text meine (ersten) Erfahrungen in den Sozialen Medien - nach rund anderthalb Monaten (auf sieben verschiedenen Plattformen) - verarbeitet. (Ende August 2025).]

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Inspirationsquellen/Präferenzwerte. Es ist nicht einfach, eine eigene Philosophie aufzustellen und sie dann auch pflegend zu erhalten und auszubessern, wo es notwendig ist. Noch sehr viel schwieriger aber ist es, sie anderen Leuten zu erklären, besonders wenn es eine universalistische und generalistische Theorie ist (was die Leute nicht verstehen: wir sind gewohnt, ideologisch zu denken, das heisst, gewisse Dinge zu akzeptieren und andere nicht, so bilden wir unsere Person, nicht indem wir alles integrieren und gelten lassen [aber die Welt ist nun halt einmal etwas anderes als die Person, und wer Weltphilosophie machen will, der muss sich nach der Welt ausrichten]). Wenn man sich mit allem beschäftigt und alles integriert, hat man paradoxerweise das Problem, dass man bei allem etwas findet, was einem nicht passt. Ich merke das, wenn ich in den Sozialen Medien über Philosophie diskutiere (bzw. Beiträge von anderen kommentiere). Es passt einem dann nicht, dass andere Leute so vieles ausschliessen, was man selber eigentlich integrieren möchte. Es geht also nicht darum, was andere Leute vertreten, sondern: was sie ausschliessen oder heruntermachen, wenn sie das vertreten, was sie vertreten. Eine integrale Theorie zu vertreten, ist relativ einfach, wenn man das für sich selber tut und sich von der Gesellschaft abschottet, aber in der Gesellschaft bzw. in der Diskussion ist das relativ schwierig zu vertreten (soll man andere, mit anderen Ansichten. dann kritisieren oder ganz einfach die andere Meinung gelten lassen?, das ist immer ein schwieriges Abwägen). Aber das ist für mich nun halt einmal Philosophie, und Philosophie ist mir wichtig, Philosophie ist mir sogar zentral wichtig. Zuletzt weiss man dann selber nicht mehr, was einem überhaupt wichtig oder gar am Wichtigsten ist. Daher habe ich hier einmal 15 Philosophen zusammengestellt, die für meine Philosophie besonders inspirierend sind und diese rangiert nach der Wichtigkeit in meiner Philosophie: 1. Jesus - Liebe (christlich [der Christus und die Engel sind das wichtigste überhaupt, letztlich (und daher hier an erster Stelle), und ich meine damit wirklich das, und nicht das, was gewisse Theologen und/oder Kirchen daraus machen (ich weiss ja übrigens auch, wie seltsam das tönt heute, wenn man vom Christus spricht, in einer christologischen Art und Weise, oder von den Engeln sogar, und erst recht in der heutigen kritischen und analytischen und pseudowissenschaftlichen Philosophie, aber: ich spreche hier, auf meinem Platz 1, vom Letzten, und nicht von dem, was gerade so ist und gefüllt, und ich bitte das zu berücksichtigen, wenn man das hier so liest)]), 2. Platon - Das Gute (platonisch [das Gute zu wollen, ist das Beste, was wir tun können]), 3. Gebser - Integralität (integralistisch [das ist der Vorbote der postmodernen Zeit: das Ganze und die Integration ins Ganze (dieser Ansatz stammt ursprüglich von Sri Aurobindo bzw. Aurobindo Ghose)]), 4. Parmenides - Sein (ontologisch [alles ist Sein, und nur das Seiende ist - eine absolut zentrale Erkenntnis: könnte ebenso gut an erster Stelle stehen]), 5. Rousseau - Demokratie (demokratisch [natürlich: das ist moderne Politik, und wir möchten das politische Mit- bis Selbstbestimmungsrecht nicht mehr missen]), 6. Bentham - Nutzen (utilitaristisch [wenn es nichts nützt, ist es nicht viel wert, und die Wohlfahrt der überwiegenden Mehrheit - und wenn möglich sogar aller - ist sehr nützlich (das ist im Utilitarismus eingeschlossen)]) und/oder [Lothar] Schäfer - Benefit (benefitorientiert [statt (nur) profitorientiert - das heisst auch: sozial] und ökologisch), 7. Aristoteles - Wissenschaft (szientifistisch [die Wissenschaft ist nicht alles, aber ohne die Wissenschaft kommen wir heute auch nicht mehr weiter]), 8. Konfuzius - Mitte (bürgerlich [die gute Mitte zu finden, ist immer wieder wichtig - Aristoteles hat das auch vertreten]), 9. Ethik - Kant (ethisch/imperativ [der höchste Satz der Ethik ist zwar nicht immer umsetzbar, aber trotzdem wichtig]), 10. Sheldrake - Morphogene Felder (feldtheoretisch [das ist bedeutend für die Art, wie wir den Grundaufbau der Welt sehen, das ist eine neue naturwissenschaftliche Sichtweise]), 11. Vester - Vernetztheit (vernetzt/interaktiv [die Vernetztheit ist ein bedeutender Faktor für die postmoderne Zeit (siehe auch den Internetphilosophen, Alexander Bard)]), 12. Morris - Weltreligion und/oder Küng - Ökumene (ökumenisch - der Frieden unter den Religionen ist sehr bedeutend für den Weltfrieden, und die Auffassung eines Systems der Weltreligionen kann dazu dienen), 13. Locke - Toleranz (tolerant/liberal [ohne Toleranz ist keine moderne demokratische Gesellschaft möglich, aber wir müssen auch differenzieren können, sonst wird Toleranz zur Ignoranz]), 14. Capra - New Age und/oder Lyotard - Postmoderne (das Bewusstsein von einer erwachenden neuen Zeit ist ein schöner Gedanke, welchen man nicht über- und nicht unterbewerten sollte), 15. Descartes - Rationalismus (rationalistisch [das ist (auch) etwas, was wir heute nicht mehr so sehr mögen und auf das wir trotzdem nicht verzichten können: manchmal müssen wir ganz klar, kühl und rationalistisch denken; immer aber nur so zu denken, wäre/ist furchtbar]; hier auch Spinoza natürlich übrigens [Gott = Natur, das ist ein sehr wichtiger und bedeutender Gedanke, aber auch ein sehr schwieriger und komplexer Gedanke]). Auch eine solche Einschätzung ist schwierig, denn dann heisst es: aha, dies ist für ihn wichtiger als das, oder: warum ist dieses oder jenes nicht in der Liste? Nein, diese Dinge sind alle wichtig (und weitere dazu) - und es kommt immer darauf an, in welchem Kontext sie - und/oder wir - stehen. Vieles gäbe es zu dieser bzw. einer solchen Liste zu sagen, aber ich lasse sie jetzt einmal so stehen.
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Kleine Aufklärung über die grössten Irrtümer der Philosophiegeschichte (zur Berichtigung unserer Universitäten). Erstens: Der inhaltliche Streit zwischen Parmenides und Heraklit. Einen solchen hat es nie gegeben, sondern er wurde später fälschlicherweise von einigen Philosophiehistorikern behauptet. Parmenides hat nie behauptet, es gebe keine Bewegung in der Welt - vielmehr hat er gesprochen von der Vermischung der Dinge (wie sollte eine solche wohl ohne Bewegung zustande kommen??). Ein solcher Streit wird in dessen bis heute an unseren Universitäten und mittlerweilen auch im Internet weitertradiert. Allenfalls könnte er auf Zenon von Elea zurückgehen, einen Schüler von Parmenides, welcher in einem seiner Paradoxa nachgewiesen hat, dass im Moment die Zeit stillsteht (bzw. der Moment und die Ewigkeit identisch sind). Zweitens: Die falsche Ontologie von Platon und Aristoteles. Beide haben - entgegen Parmenides - vom Nichtsteienden gesprochen und dieses auf die selbe Stufe gestellt wie das Seiende. Parmenides hatte gesagt: Nur das Seiende ist, und es gibt kein Nichtseiendes. Sie haben damit moderne Philosophen wie Hegel, Heidegger und Sartre beeinflusst, welche den selben Fehler begangen haben. Drittens: Der Satz 'Gott ist tot' ist ein dummer Satz von einem dummen Menschen - so etwas kann man nicht sagen, zumal es auch überhaupt nicht stimmt. Das Christentum ist keine 'tote Religion'. Nietzsche wollte damit, wie es die Atheisten so liebend gerne tun, ein bisschen die gläubigen Menschen verunsichern. Widerlegt wurde Nietzsche im 20. Jahrhundert von Rastafari («Jah nuh dead»). Aber auch Heidegger sagte in einem Interview, dass nur noch ein Gott uns rette könne. Damit lag er sicher falsch, aber auch dies widerlegt Nietzsche. (Ein anderer Fall eines Scharlatans in der modernen Philosophie ist Wittgenstein - sein Tractatus ist das beste Stück von Anti-Philosophie. Es ist sehr erstaunlich - oder auch nicht? - dass gerade philosophische Scharlatane wie Nietzsche oder Wittgenstein zu den beliebtesten Philosophen in den Sozialen Medien gehören, ebenso etwa die Stoa oder Epikur; von vernünftigen Philosophen wie Parmenides, Locke oder Rousseau ist dagegen kaum die Rede.) Viertens: Das (kartesianische) Leib-Seele-Problem (oder: Krörper-Geist-Problem) ist ein Scheinproblem der (sogenannt) Analytischen Philosophie (sie liebt Scheinprobleme und kreiert sogar selber welche). Die Lösung der Aufhebung des Dualismus liegt (immer!) in der Triade, und das Problem war schon gelöst, bevor es überhaupt aufgetreten ist. Wir finden die LÖsung etwa in der Philosophie von Steiner (Körper, Seele, Geist) oder auch bei Pestalozzi (Hand, Herz, Kopf). Irgendwo habe ich gelesen, dass ägyptische Wanderprediger zur Zeit Jesu diese Dreiheit des Menschen schon vertreten haben sollen; woher das genau stammt, kann jedoch heute wohl nicht mehr gesagt werden. Fünftens: Die Behauptung von einer 'wissenschaftlichen Philosophie' - ebenfalls im Rahmen der (sogenannt) Analytischen Philosophie ist eine irrwitzige Behauptung, die einer Vermischung von gegensätzlichen Dingen entspricht. Religion, Philosophie und Wissenschaft sind drei verschiedene Dinge: es gibt weder eine 'philosophische Religion' (siehe: Kant), noch eine 'wissenschaftliche Philosophie' (und auch keine 'religiöse Wissenschaft' [falls das irgendwann auch noch erhoben werden sollte]). Der Eindruck von einer solchen entsteht an den Universitäten, wo alles verwissenschaftlicht werden soll. Eine wahre bzw. die wahre Philosophie lässt das aber nicht mit sich machen (siehe: meine universalistische und generalistische Philosophie). Natürlich gibt es noch weitere Irrtümer in der Philosophie, aber das sind für mich die grössten und bedeutendsten (häufig ist auch die Verwechslung oder der unkorrekte Gebrauch von Begriffen - insbesondere etwa bei den Begriffen der Vernunft und des Verstandes, die erstmals geklärt wurden von Niklaus von Kues - oder heute auch in meiner Philosophie: Verstand/ratio/analytisch, Vernunft/intellectus/synthetisch). Ein weiterer bedeutender Fehler betrifft das Verhältnis zwischen Religion und Wissenschaft. Hier wird behauptet, im dunklen Mittelalter habe es keine Wissenschaft und Technik gegeben. Das ist nicht wahr, vielmehr wurde bereits im römischen Mittelalter die Wissenschaft, welche von den griechischen Philosophen und den nachfolgenden antiken Wissenschaftlern kam (Aristarchos, Archimedes, Eratosthenes und andere), als solche vernachlässigt. Und im Gegenteil waren es Vertreter des Christentums, welche die Logik und die Wissenschaft wieder belebt haben (teils inspiriert von islamischen und/oder chinesischen Gelehrten): Venerabilis, Sylvester II., Canterbury, Magnus, Grosseteste, Kilwardby, Bacon [Roger], Llullus, Ockham, Buridan und andere (sehr bedeutend für die Entwicklung der neuzeitlichen Wissenschaft war die Einführung des indische-arabischen Zahlensystems). Die Vorstellung von einem allzu dunklen Mittelalter ist die Erfindung von einer ignoranten Renaissance (einer ebenso unzulänglichen Aufklärung entspricht das Zeitalter, welches so genannt wird, wir brauchen heute vielmehr eine Aufkl&aumL;rung gegen alle Seiten hin, wie ich sie in meiner Philosophie vertrete; der Mensch braucht die Religion, die Philosophie und die Wissenschaft, um mit den Problemen der Zukunft zurecht zu kommen [eine ignorante Philosophie und Wissenschaft müssen wir überwinden, ohne den verschiedenen Bereichen ihre Eigenständigkeit zu nehmen]). Gleichermassen könnte man über die grössten Irrtümer in der Interpretation der christlichen Religion sprechen - aber das ist hier nicht ein vordergründiges Thema der Philosophie.





Meine Bücher:


-> Postmoderne Ontologie (2003 - das erste Buch). Mein Erstwerk ist sozusagen mein philosophisches Grundbuch, in welchem meine gesamte, auch spätere Philosophie bereits vorangelegt ist. Die Systematik vom (Da-) Sein - mit den Dimensionen vom (Da-) Sein, vom Leben, vom Glauben, vom (Nach-) Denken und vom Handeln* - ist hier ausführlich dargelegt. Sie bildet das Grundgerüst meiner Philosophie. Dazu gibt es in diesem Buch die breiteste Gedankenübersicht zu anderen Themen, wenngleich einiges später noch etwas besser und reifer ausgearbeitet wurde**. Die bearbeiteten Themen umfassen u.a. die Bereiche der Philosophie, Theologie, Psychologie, Physik, Mathematik, Biologie, Soziologie, Ökonomie, Esoterik, Astrologie. [612 Seiten.]

* Später kam der bedeutende Zusatz dazu: '(sowie Gut-Handeln und Nicht-Handeln)' - das heisst: die Handlungen sollten auf das Gute ausgerichtet sein, und ein bewusstes Nicht-Handeln entspricht ebenfalls einem Handeln.

** Meine Philosophie entspricht ja nicht - wie es in der heutigen spezialisierten Philosophie üblich ist - einer Bücherreihe zu verschiedenen Spezialthemen, sondern einer fortwährenden Weiterentwicklung einer generalistischen und univeralistischen Philosophie (und daher habe ich auch in jedem Buch eine übersichtsmässige Zusammenfassung gegeben vom aufdatierten aktuellen Stand meiner [Gesamt-] Philosophie [so wie ich das auch auf dieser Webseite hier tue - ich finde es erstaunlich, dass die ganzen Klassiker dies nicht gemacht haben: sie erwarten von ihren Lesern und Leserinnen quasi, dass diese jedes ihrer (vielen bis sehr vielen) Bücher lesen müssen, um zu wissen, worum es in ihrer Philosophie genau geht - ich habe das eben immer wieder zusammengefasst, um in jedem Buch auch eine Gesamtdarstellung zu liefern]).

-> Politika 2000+ (2016 - das zweite Buch). In diesem Buch gebe ich Anregungen für die (Schweizer) Politik, anhand eines 13-Punkte-Programms (welches ursprünglich als Parteiprogramm für eine neue Partei gedacht war, welche dann aber - aus gewissen und/oder bestimmten Gründen - nicht gegründet wurde [stattdessen flossen die entsprechenden Ideen in dieses Buch ein]). Zentrale Punkte sind etwa: EU-Beitritt mit Sonderstatus (zum Schutz der Direkten Demokratie), Allgemeine Anerkennung der Sozialen Marktwirtschaft - evtl. mit einer Festlegung des Begriffs in der Bundesverfassung als offizielle Bezeichnung der Wirtschaftsordnung - oder Wahl- und Stimmpflicht für Schweizer sowie Wahl- und Stimmrecht für Ausländer. [124 Seiten.]

-> Vom Sein, vom Wahren und vom Guten (2017 - das dritte Buch). In diesem Buch, welches als mein Hauptwerk deklariert ist, gebe ich einen Überblick über meine Gedanken zur Philosophie, Religion und Wissenschaft. Mit einer Verfeinerung meiner Systematik vom (Da-) Sein (sowie weiteren philosophischen Überlegungen zur Metaphysik, Systematik, Logik, Ethik und Politik), einer Maitreya- und Alpha-Rezeption in der Weltreligion sowie meinen Postulaten von der Soziologie als Führerin der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie der Ökologie als Führerin der Natur-, Technik- und Ökowissenschaften. Meine Philosophie zielt damit letztlich auf eine soziologische und ökologische Ausrichtung in den Wissenschaften. [144 Seiten.]

-> Geschichte der Philosophie (2018 - das vierte Buch). In diesem Buch liefere ich eine Darstellung der Philosophiegeschichte - quasi von der Ur-Idee bis zum Welt-All. Dazwischen liegt ein weites Feld der Menschheits-, Kultur- und Ideengeschichte, oder eben: die Philosophiegeschichte als solche (inkl. Religion und Wissenschaft), gegliedert in die Zeitepochen der Antike, des Mittelalters (Christentum), der Neuzeit (Wissenschaft, 17./ 18. Jh.) sowie deren Moderne: Moderne I (Aufklärung/Liberalismus, 18./19. Jh.), Moderne II (Sozialismus, 19./20. Jh.), Moderne III (oder: Spätmoderne, Existentialismus, 20./21. Jh.). Angeführt ist eine ausführliche Einordnung der Philosophen und Philosophinnen nach Richtungen. [288 Seiten.]

-> Endzeiten und Zwischenwelten (2024 - das fünfte Buch). Dieses Buch habe ich als mein Meisterwerk deklariert - es bildet sozusagen den Abschluss meines philosophischen Projekts. Ich gehe dabei von einer grossen Zeitenwende aus, in welcher wir uns heute befinden, und von einer bedeutenden Ambivalenz, die in dieser heutigen Zeit liegt. In der Bedeutung von verschiedenen Weltzugängen behandle ich Themenbereiche wie Philosophie, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Medien, Schule, Spiel, Kunst und andere, inkl. einer Zeit- und Zukunftsanalyse. Am Ende gehe ich zur Konsolidierung des Christus und Konkretisierung der Bedeutung des Maitreya- und Alpha-Phänomens auch noch einmal in die Bereiche Religion, Esoterik und Magie hinein. [260 Seiten.]

[Weitere Informationen zu meinen Büchern, inkl. Inhaltsangaben: siehe Verlagsseite.]





(Weitere) Offizielle Webtexte:

Brief / Offener Brief an den Bundesrat bezüglich der negativen Wahlbeteiligung seit den späteren 1970-er Jahren. Eine positive Wahlbeteiligung ist für mich eine der Grundlagen und Stützpfeiler einer realexistierenden (Direkten) Demokratie.

Manifest / Philosophisches Manifest - Das Manifest der wahren Philosophie. Das ist eine konzentrierte Zusammenfassung meiner Philosophie in Form eines (Web-) Manifests (aus dem Jahr 2021).

Appell / Appell an die Welt und die Schweiz (oder einfach ein paar Worte zur Güte). Die weltpolitische Lösung und die weiteren Hauptanliegen.



Lektüre-Empfehlungen:

Auch spannend vielleicht? Was empfehle ich, der so viele philosophische Bücher gelesen hat, denn eigentlich als philosophische Lektüre (ausser meinen eigenen Werken natürlich)? Ich werde hier keine Empfehlungen für einzelne philosophische Werke, aus allem Zusammenhang herausgerissen, machen. Was ich aber allen empfehlen kann, sind allgemeine Werke zur Philosophiegeschichte, die man in jedem Fall zuerst lesen sollte (wie ich das persönlich auch gemacht habe). Hier ein paar Tipps in diesem Bereich:

Buckingham, Will & Burnham Douglas (The Philosophy Book: Big Ideas Simply Explained [dt. Das Philosophiebuch], 2011 - ein Buch aus der Big-Ideas-Reihe); Burkard, Franz-Peter & Wiedmann, Franz & Kunzmann, Peter (dtv-Atlas zur Philosophie, 1991 - ideal für den Einstieg: kurz, übersichtlich, auch als kleines Lexikon zu verwenden); Eilenberger, Wolfram ([Trilogie zur jüngeren Philosophiegeschichte im 20. Jh., ohne Gesamttitel: Zeit der Zauberer - Das grosse Jahrzehnt der Philosophie 1919-1929 (Wittgenstein, Benjamin, Cassirer, Heidegger), Feuer der Freiheit - Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten 1933-1943 (De Beauvoir, Arendt, Weil, Rand), Geister der Gegenwart - Die letzten Jahre der Philosophie und der Beginn einer neuen Aufkl&aum;rung 1948-1984 (Adorno, Sontag, Foucault, Feyerabend)], 2018-2024 - erzählerisch, biografisch); Gaarder, Jostein (Sofies verden [dt. Sofies Welt], 1991 - belletristisch); Helferich, Christoph - Geschichte der Philosophie: Von den Anfängen bis zur Gegenwart und Östliches Denken (1985 - mit diesem Buch bin ich, u.a., gross geworden [sehr empfehlenswert]); Hirt, Marco (Geschichte der Philosophie - Von der Ur-Idee zum Welt-All, 2018 - mein Buch zu diesem [wichtigen und bedeutenden] Thema); Hersch, Jeanne (L'étonnement philosophique - De lécole Milet à Karl Jaspers [dt. Das philosophische Staunen - Einblicke in die Geschichte des Denkens], 1981); Höffe, Otfried (Kleine Geschichte der Philosophie, 2001 - relativ kurz und gut lesbar); Lesch, Harald & Vossenkuhl, Wilhelm (Denker des Abendlandes, 2005-2008 [Video-Serie, online verfügbar]); Möller, Peter (Philolex, 2000 - Website, online); Morris, Thomas V. (Philosophy for Dummies [dt. Philosophie für Dummies], 1999 - ein Buch aus der Dummies-Reihe); Nida-Rümelin, Julian & Volpi, Franco (Lexikon der Philosophischen Werke, 1988 - eigentlich ein [ziemlich umfangreiches] Lexikon [was vermutlich nur wenige durchlesen werden ausser mir]); Osborne, Richard E. (Philosophy for Beginners [dt. Philosophie - Eine Bildergeschichte für Einsteiger], 1992 - comicartig); Pradeau, Jean-François (Histoire de la philosophie, 2009 - ein französisches Werk); Precht, Richard David (Geschichte der Philosophie, 2015-2022 - erzählerisch, vier Bände [Erkenne die Welt, Erkenne dich selbst, Sei du selbst, Mache die Welt]); Roderick, Rick (Self under Siege - Philosophy in the 20th Century, 1993 - Vortrags- und Videoreihe, online verfügbar); Ruffing, Reiner (Philosophiegeschichte, 2015 - eine neuere Philosophiegeschichte); Russell, Bertrand (A History of Western Philosophy [dt. Philosophie des Abendlandes - Ihr Zusammenhang mit der politischen und der sozialen Entwicklung, 1946 - ein Klassiker aus dem englischen Sprachraum); Spierling, Volker (Kleine Geschichte der Philosophie - Grosse Denker von der Antike bis zur Gegenwart, 2004 - biografisch); Steenblock, Volker (Kleine Philosophiegeschichte, 2002 - eine neuere Philosophiegeschichte); Steiner, Rudolf (Die Rätsel der Philosophie in ihrer Geschichte als Umriss dargestellt, 1918 - das Philosophiegeschichtsbuch des anthroposophischen Esoterikers [speziell]); Störig, Hans Joachim (Kleine Weltgeschichte der Philosophie, 1950 - mittlerweilen auch ein Klassiker [relativ kurz]); Ueberweg, Friedrich (1863-1866 - ein Klassiker in 40 Bänden); Von Aster, Ernst (Die Geschichte der Philosophie, 1932); Vorländer, Karl (Geschichte der Philosophie, 1903 - ein Klassiker in drei Bänden); Weischedel, Wilhelm (Die philosophische Hintertreppe, 1966 - porträthaft).

Wirklich Interessierten kann ich empfehlen, möglichst viele Bücher über die Philosophiegeschichte zu lesen, um diese aus verschiedenster Perspektive heraus dargestellt zu bekommen (und sich auch immer wieder ein bisschen mit der gesamten Philosophiegeschichte auseinanderzusetzen).

Allgemeine Tipps: 1. dtv-Atlas (kurz, übersichtlich), 2. Weischedel und/oder Spierling (biografisch, kurz), 3. Hirt, Höffe und/oder Russell (je relativ kurz und bündig) oder Helferich (ein kleines bisschen ausführlicher). Natürlich sind alle hier angegebenen Bücher lesenswert, interesssant und gut (und eigentlich ist es gut, mehrere dieser Werke zu lesen und die Geschichte von verschiedener Seite her zu hören [besser ist es allerdings ein Philosophiegeschichtsbuch geselesen zu haben als gar keines]).

(Ferner. Die asiatische Philosophiegeschichte ist in einigen Werken enthalten, in anderen nicht. Speziell zur afrikanischen Philosophiegeschichte [die oft nicht gross erwähnt wurde in den bisherigen Philosophiegeschichtsbüchern]: Kimmerle, Graness, Mudimbe. Zur Geschichte der Philosophinnen gibt es mittlerweilen auch verschiedene Bücher - das bekannteste ist vermutlich jenes von Buxton/Whiting, historisch: Ménage [aus dem 17. Jh.!].)

Darüber hinaus habe ich eigentlich keine besonderen Literaturempfehlungen, aber ich habe mich einmal gefragt, welche Philosophiebücher der westlichen Philosophie ich zuletzt hergeben würde. Dabei ist diese Liste herausgekommen (Bücher zur Philosophiegeschichte sind ausgenommen - meine eigenen Bücher nat&uumL;rlich ebenfalls): Parmenides - Über die Natur, Platon - Der Staat, Aristoteles - Metaphysik, Jean-Jacques Rousseau - Der Gesellschaftsvertrag, Immanuel Kant - Kritik der reinen Vernunft, Georg Wilhelm Friedrich Hegel - Phänomenologie des Geistes, Karl R. Popper - Alles Leben ist Problemlösen, Jean Gebser - Ursprung und Gegenwart (Band 1), Rupert Sheldrake - Das schöpferische Universum, Fritjof Capra - Wendezeit. Dazu kommen meine drei Lieblingsbücher der belletristischen Literatur (aus meiner späteren Jugendzeit): Alfred Andersch - Der Vater eines Mörders, Albert Camus - Der Fremde, Alan Paton - Denn sie sollen getröstet werden.


Was muss man denn nun eigentlich wissen zur Philosophie und deren Geschichte? Dazu ist zuerst einmal zu sagen, dass es das 'man' so nicht gibt. Es gibt Leute, die sich sehr bedeutend mit Philosophie befassen und solche die überhaupt gar nichts davon wissen wollen - und dazwischen gibt es jene, die vielleicht ein bisschen etwas davon möchten wissen, aber nicht allzu viel. Gerade bei diesen eben stellt sich heute die Frage, was muss/soll man denn wissen? Ich habe daher ein paar Namen und Richtungen zusammengestellt, die man kennen sollte (in einem [minimalen] philosophischen Allgemeinwissen).

Philosophisches Grund-/Minimalwissen (zur Einordnung). Westen, Antike, Griechische Philosophie, Vorsokratiker: Thales, Pythagoras, Heraklit, Parmenides, Empedokles, Demokrit, Protagoras (gleichzeitig im Osten: Buddha, Konfuzius, Laotse [evtl. auch Zarathustra]). - Griechische Klassik: Sokrates, Platon (Tugendlehre), Aristoteles (Wissenschaft [Naturphilosophie]). - Hellenismus: Untergangsphilosophien (Skeptizismus, Stoizismus, Epikureismus [Lustprinzip]). - Römische Philosophie. - Jesus Christus. - Mittelalter, Christliche Theologie: Patristik (Augustinus [platonisch] - siehe auch: indische Mathematik), Scholastik (Thomas von Aquino [aristotelisch - initiiert von der muslimischen Philosophie]). - Renaissance, Humanismus. - [1] - Neuzeit, (Neuzeitliche) Wissenschaft: Empirismus, Experimentelle Methodik (Bacon, Locke [Liberalismus], Hume), Rationalismus, Mathematische Beweisführung (Descartes, Spinoza, Leibniz). - [2] - Moderne (der Neuzeit), Aufklärung, Bürgerrevolution/-gesellschaft: Montesquieu, Voltaire, Rousseau. - (Markt-/Volks-) Wirtschaft (Smith). - Deutscher Idealismus: Kant, Hegel. - Individualismus: Schopenhauer, Kierkegaard [Existentialismus], Nietzsche. - [3] - Marxismus. - [4] - [5] - Kritizismus/Kulturkritik (Kritische Theorie in Deutschland, Poststrukturalismus in Frankreich). - Analytische Philosophie der Sprache, des Geistes und des Bewusstseins (im anglophilen Sprachraum [und schliesslich v.a. in den USA]).

Neuzeitliche Wissenschaft: [1] Physik, Astronomie: Kopernikus, Bruno, Kepler. [2] Physik, Mechanik: Galilei, Newton. [3] Biologie: Darwin (Evolutionstheorie). [4] Psychologie: Freud (Tiefenpsychologie, Psychoanalyse). [5] Physik, Quantentheorie und Relativitätstheorie (Einstein).

Es muss darauf hingewiesen, dass man in der Philosophie auch auf viele Spitzfindigkeiten, Tendenziositäten und ganz einfach auch Falschbehauptungen stösst, und manchmal braucht es schon ein bisschen Erfahrung in der Philosophie, um diese auch erkennen zu können. Eine gewisse Gefahr besteht auch darin, alten Philosophien nachzuhängen, indem diese wieder ausgegraben und zu aktuellen Trends erklärt werden. Das ist natürlich Blödsinn, weil die Zeiten aus denen sie stammen ganz andere waren. Das kann einem passieren etwa mit Kant oder Rousseau, mit eigenwilligen Philosophen wie Nietzsche oder Wittgenstein, aber auch etwa mit den hellenistischen Untergangsphilosophien (Skeptizismus, Stoizismus/Stoa, Epukureismus). Es spricht nichts dagegen, sich mit solchen Philosophien im Einzelnen zu beschäftigen, aber Vorsicht davor, wenn einem diese quasi aufgedrängt werden. Demgegenüber bringt es auch nicht viel, sich nur mit den aktuellen Philosophen und Philosophinnen zu beschäftigen und die Tradition zu vernachlässigen oder zu verleugnen. Es ist und bleibt in der Philosophie eben eigentlich immer so: wer auf der Höhe der Zeit sein will, muss selber weiterdenken. Für Leute mit mittlerem oder kleinem Interesse gilt daher: sich am Grundsätzlichen orientieren und viel selber (nach-) denken. Es muss ja nicht jeder/jede eine eigene grosse Philosophie schaffen (eine kleine tut es auch, in den meisten Fällen, aber: do it yourself).








Zwei andere Seiten

Philosophie für Philosophen und Nichtphilosophen

Dies ist eine (sehr) kleine Einführung in die Philosophie allgemein
AKTUELL: Philosophie und KI

Dies ist eine philosophische Auseinandersetzung mit dem Thema der KI von philosophischer Seite her


[Hintergrundbild: Agnes Martin, Affection, 2001 (im Alter von 89 Jahren), Acrylic and graphite on canvas - eine interessante Malerin, die auch interessante kunst- und lebensphilosophische Texte geschrieben hat.]








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