Die Erklärung meiner Philosophie




Da man mir nichts glaubt, habe ich hier etwas von jemandem, dem man vielleicht eher etwas glaubt. Der Mann heisst William Turner (1871-1936), war ein (eher wenig bekannter) irischstämmiger katholischer Bischof und Philosophieprofessor in den USA und hat (aber) eines der bedeutendsten Werke zur Philosophiegeschichte in englischer Sprache geschrieben. Über das Wesen der Philosophie schrieb er folgendes:

«Philosophy does not confine its investigation to one or to several departments of knowledge; it is concerned with the ultimate principles and laws of all things. Every science has for its aim to find the causes of phenomena; philosophy seeks to discover ultimate causes, thus carrying to a higher plane the unifying process begun in the lower sciences. The vastness of the field of inquiry, the difficulty of synthesizing the results of scientific investigation, and the constantly increasing complexity of these results necessitated the gradual development of philosophy. To each generation and to each individual the problems of philosophy present themselves anew.» [William Turner: History of Philosophy, 1903].

Hier die deutsche Übersetzung: «Philosophie beschränkt ihre Untersuchung nicht auf ein oder mehrere Wissensgebiete; sie beschäftigt sich mit den grundlegenden Prinzipien und Gesetzen aller Dinge. Jede Wissenschaft hat das Ziel, die Ursachen von Phänomenen zu finden. Philosophie versucht, die ultimativen Ursachen zu entdecken, und führt so den vereinheitlichenden Prozess, der in den niedrigeren Wissenschaften begonnen wurde, auf eine höhere Ebene. Die Weite des Forschungsfeldes, die Schwierigkeit, die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen zu synthetisieren, und die ständig zunehmende Komplexität dieser Ergebnisse machten die allmähliche Entwicklung der Philosophie notwendig. Für jede Generation und jeden Einzelnen stellen sich die Probleme der Philosophie immer wieder neu.»

Ich ordne das kurz ein. Nachdem Pierre-Simon (de) Laplace im 18./19. von einem wissenschaftlichen Determinismus ausgegangen war, und Auguste Comte in seiner positivistischen Auffassung im 19. Jahrhundert meinte, dass die Religion und die Philosophie durch die Wissenschaft (vollkommen) ersetzen werde, wird hier - am Anfang des 20. Jahrhunderts - die Auffassung vertreten, dass die Philosophie die Wissenschaften durch die Zusammenfassung auf eine höhere Ebene bringt. Man kann gerade die Metaphysik auch als eine tiefere Ebene bezeichnen, jedenfalls aber soll die Philosophie - nach meiner Meinung - die ersten und die letzten Fragen zu klären versuchen, und ferner einen Gesamtzusammenhang zwischen allen Ideologien (der Religion, der Philosophie und der Wissenschaft, letztlich) begründen. Oder mit anderen Worten: wenn die Philosophie das nicht tut (versuchen, die ersten und die letzten Fragen zu klären und einen Gesamtzusammenhang herzustellen), dann tut das niemand. Und das ist ein sehr grosses Problem dieser heutigen Zeit (dass das niemand mehr tut - meiner Meinung nach ist es sogar das Hauptproblem dieser Zeit). Nun gibt es sicher viele Leute (heute), die sagen: wir brauchen keine Philosophie und keinen Intellektualismus, das wird auch sonst gehen. Ich bin der festen Überzeugung, dass das nicht der Fall sein wird. Ich will dabei nicht unbedingt einen übertriebenen Intellektualismus verteidigen, welchen ich zumindest in den bedeutendsten Resultaten meiner Philosophie zu vermeiden versuche (der Prozess dahin - durch das Dickicht der ganzen Philosophie-, Ideen- und Kulturgeschichte hindurch - ist etwas anderes), aber ich verteidige die Bedeutung der Philosophie und deren (Haupt-) Disziplinen (nach mir sind das: Metaphysik, Systematik, Logik, Ethik, Politik).

Die Stimme von Turner ist (vorausgehend) auch eine interessante Gegenposition gegen das später behauptete 'Ende der Philosophie' (Heidegger [1964], Rorty [1972] - inkl. der (schon wieder etwas versöhnlicheren) Frage von Sloterdijk [1999], ob die (alten) Philosophen denn überhaupt noch unsere Freunde sein können [ich würde sagen: es sind schwierige Freunde, aber: ja]).

Es ist gut möglich, dass Turner diese Auffassung so geäussert hat, um Friedrich Nietzsche (1844-1900) und dessen Nihilismus entgegenzutreten. Ein paar Jahre später gab G.K. Chesterton eine religiöse/christliche Antwort auf die Philosophie von Nietzsche, welcher heute derjenige Philosoph ist, der in den Sozialen Medien des Webs mit grossem Abstand am meisten thematisiert und zitiert wird. In meinen jüngeren philosophischen Studien habe ich herausgearbeitet, dass Chesterton (1908), Bergson (1912) und Rawls (1971) drei starke Antworten auf die Philosophie von Nietzsche geliefert haben, die aber bis heute allgemein relativ wenig bekannt sind. Dies hat wiederum zu tun mit der Abnahme der Bedeutung der Philosophie im 20. Jahrhundert. Vielleicht kann man sagen, dass es im 20. Jahrhundert nur noch zwei Philosophen gegeben hat, die eine wirklich grosse und weltweite kulturelle Bedeutung entfaltet haben, und das waren Heidegger und Sartre (mit den anderen französischen Existentialisten vielleicht, Camus und De Beauvoir [natürlich kann man auch etwa Foucault oder Butler ins Feld führen, aber ich denke, dass die Wahrnehmung und Wertschätzung da schon nicht mehr ganz die gleiche ist]). Wie auch immer: Nietzsche bleibt - kritisch betrachtet - so etwas wie die Schlüsselfigur im Verständnis zwischen den alten und den kommenden Zeiten (das zeigt auch die ganze transhumanistische Diskussion heute). Und was ist denn eigentlich mit der aktuellen Philosophie? Diese Frage stelle ich mir eben auch (warum ist sie nicht auf der Höhe dieser Zeit? Es gibt schon ein paar aktuelle Philosophen und Philosophinnen, die über KI- und Genderthemen sprechen - jetzt haben sie endlich wieder Themen! [die Künstliche Intelligenz und der Streit der Geschlechter] - aber das reicht bei weitem nicht aus, um dieser speziellen, komplizierten und diffizilen Zeit gerecht zu werden).

Wir haben ein grosses politisches Problem heute. Extremistische Kräfte auf beiden Seiten des politischen Spektrums behindern eine vernünftige Politik, welche (ausser den üblichen wirtschaftlichen Aufgaben [Sicherung der starken Produktion und gerechten Verteilung der Güter]) nur darin bestehen kann, die ökologische Frage zu beantworten, die gesellschaftlichen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts zu schützen, den gesellschaftlichen Frieden zu wahren und möglichst allen Leuten ein lebenswürdiges Leben zu ermöglichen - das heisst: auf der Höhe dieser Zeit zu sein und die politischen Probleme und Lösungen ernstzunehmen. Wenn sich die Politik in der Sackgasse befindet, sollte sie sich vielleicht überlegen, gewisse Deals einzugehen, um das System nicht zu gefährden (was das gegenseitige Entgegenkommen aller erfordert - falls sich eine radikale Mitte durchsetzen will, kann sie das nur über das Recht tun). Die Aussenpositionen können die Mitte dazu drängen, aktiv zu sein oder zu werden. Es besteht aber die Gefahr, wenn sie über das Ziel hinausschiessen, dass sie das ganze System gefährden. Politik kann nicht darin bestehen, dass es nur noch um einen Kampf der Extrempositionen geht, worunter alles andere zerrieben wird. Das ist nicht Politik - und ebenso wenig ist es die Regierung einer Extremposition. Reine Herrschaft ist keine Politik, sondern Politik ist der Dienst für die Polis. Das heisst: für das Gemeinwesen. Cicero definierte dieses als 'die Ansammlung einer Menge, die in der Anerkennung des Rechtes und der Gemeinsamkeit des Nutzens vereinigt ist'. Alle bedeutsamen politischen Grundwerte sind durch die Philosophie definiert, und die Politik sollte das wissen und kennen, und sie sollte das auch bekanntmachen - ebenso die Schulen, notabene. Man kann keine Demokratie aufziehen oder erhalten, in welcher die Bürger nicht zu Demokraten ausgebildet werden - darum spielten auch Erziehungsfragen am Anfang der demokratischen Entwicklung eine sehr grosse Rolle, und das tun sie heute noch: siehe Comenius, Locke, Rousseau (stark in der Theorie, schwach in der Praxis), Kant (auch dieser mit den üblichen Vorbehalten [etwa bezüglich Rassismus und/oder Genderpositionen*]) - und später v.a. John Dewey (1859-1952). Wir benötigen dringend eine Schulreform, und das ist einer der Punkte, welche dabei zu beachten sind (u.v.a.).

* Wir dürfen jedoch nicht nur Kant dafür verantwortlich machen, denn effektiv hatte die ganze Philosophie - zumindest bis zum 20. Jahrhundert - ein sehr grosses Problem in diesem Bereich: ich meine damit die ganze Problematik mit einer früher weitestgehend rassistischen, antisemitischen und/oder frauenfeindlichen westlichen Kultur und Philosophie (ich habe auch im Osten Beispiele davon gefunden, aber trotzdem). Ich habe einmal eine Liste gemacht der bedeutendsten Philosophen diesbezüglich (d.h. wer in eine oder mehrere dieser Kategorien eingeordnet werden kann), und das war sehr ernüchternd und erschreckend, denn die Frage war am Ende gar nicht mehr, wer auf dieser Liste steht, sondern wer nicht darauf steht (und das waren nur ein paar wenige). Ich plädiere sehr dafür deswegen nicht gleich die gesamte Philosophie zu verwerfen. Es war ein Problem der gesamten westlichen Kultur. Und ich plädiere auch sehr dafür, deswegen nicht gleich die gesamte westliche Kultur zu verwerfen (denn wir würden damit alles aufgeben: die christliche Religion, praktisch die gesamte Philosophie und die neuzeitliche Wissenschaft - dieser Preis ist viel zu hoch!). Das 20. Jahrhundert hat gezeigt, dass der Westen in einem Bewusstseinsprozess steht, der noch lange nicht abgeschlossen ist, in welchem die Fehler der Vergangenheit eingesehen und die Haltung verbessert werden soll - so dass sie schliesslich sogar zu einem Vorbild der Welt werden könnte (ich weiss nicht, ob das wirklich gefragt ist, aber man kann sich das im Westen ja mal so vorstellen). Freilich gibt es heute neue Probleme in diesem Prozess, in der Frage, wie weit Minderheitsinteressen gegenüber Mehrheitsinteressen berücksichtigt werden sollen. Hier muss man aufmerksam bleiben, indem man die Toleranz ebenso hochhält wie auch das Interesse der Mehrheit - eine schwierige Gratwanderung (die auch nicht vonstatten geht, ohne eine gewisse 'Doppelmoral' übrigens [wer aufgrund der menschlichen Schwächen gerade die absolute Unmoral propagiert, weil das (wenn schon) 'ehrlicher' sei, der kann nur vollkommen von Sinnen sein; was ich sagen will: dass Minderheiten auch auf Mehrheit achtgeben sollten (und wer da lacht, der macht gerade in einer Demokratie, die ja normalerweise viel mehr erlaubt als alle anderen Regierungsformen, alles falsch), aber natürlich sollten die Mehrheiten noch viel mehr achtgeben auf die Minderheiten (das ist ja eben auch demokratisch)]). Die Verfehlungen des Westens in der Geschichte vergangener Jahrhunderte ist eines der grossen Probleme unserer heutigen Zeit. Wir müssen irgendwie lernen, damit umzugehen - sowohl die Leute der westlichen Kultur wie auch die Kritiker des Westens. Ich hoffe, dass ich annähernd die richtigen Worte in sehr schwierigen Fragen und Auseinandersetzungen gefunden habe (es ist mir sehr wichtig, diese Dinge zu sagen, aber es ist auch sehr schwierig).

Anmerkung: Das Verrückte bei dieser Thematik, oder eines der verrückten Dinge bei dieser Thematik, ist ja auch, dass sich solche Sachen selten direkt in den Hauptschriften der entsprechenden Philosophen befinden, sondern eher in Nebenwerken oder sogar nur in Nebensätzen (oder auch gar nur in der Biografie). In (m)einer grossangelegten und weitläufigen Lesetätigkeit bin ich - während rund 30 Jahren - nur auf wenige solche Sachen gestossen, die auch im Gesamtkontext mehr oder weniger untergegangen sind: erst durch die Sozialen Medien im Web ist mir das ganze Ausmass dieser Problematik bewusst geworden, und dann habe ich auch angefangen, mich dafür zu interessieren und diese Sachen aufzusuchen.

«Was Philosophie sei und was sie wert sei, ist umstritten. Man erwartet von ihr ausserordentliche Aufschlüsse oder lässt sie als gegenstandsloses Denken gleichgültig beiseite. Man sieht sie mit Scheu als das bedeutende Bemühen ungewöhnlicher Menschen oder verachtet sie als überflüssiges Grü,beln von Trämern. Man hält sie für eine Sache, die jedermann angeht und daher im Grunde einfach und verstehbar sein müsse, oder man hält sie für so schwierig, dass es hoffnungslos sei, sich mit ihr zu beschäftigen. Was unter dem Namen der Philosophie auftritt, liefert in der Tag Beispiele für so entgegengesetzte Beurteilungen. Für einen wissenschaftlichen Menschen ist das Schlimmste, dass die Philosophie gar keine allgemeingültigen Ergebenisse hat. [...] Wer meint, alles zu durchschauen, philosophiert nicht mehr. Wer das Bescheidwissen durch Wissenschaften für Erkenntnis des Seins selbst und im Ganzen nimmt, ist einem Wissenschaftsaberglauben anheimgefallen. Wer nicht mehr staunt, fragt nicht mehr. Wer kein Geheimnis mehr kennt, sucht nicht mehr. Philosophieren kennt mit der Grundscheidung an den Grenzen der Wissenschmöglichkeit die volle Offenheit für das an den Grenzen des Wissens sich unwissbar Zeigende. An diesen Grenzen hört zwar das Erkennen, aber nicht das Denken auf.» [Karl Jaspers: Einführung in die Philosophie - Zwölf Radiovorträge, 1950].

Nun, so umstritten sehe ich die Philosophie (natürlich) nicht (als Philosoph), ich sehe sie höchstens bestritten von Menschen, die sie nicht verstehen (wollen). Mir liegt die Ansicht von Turner näher - aber Jaspers sei hier auch gegeben, damit auch die Klischees zur die Philosophie einen gebührenden Platz haben (nicht unwidersprochen, allerdings). Jaspers Aussagen können in den Kontext einer zeitgenössischen Philosophie gestellt werden, welche Rick Roderick (in seiner Vortragsreihe 'Self under Siege - Philosophy in the 20th Century' [dt. Selbst unter Belagerung - Philosophie im 20. Jahrhundert], im ersten Teil, 'The Masters of Suspicion' [dt. Die Meister des Verdachtes/Misstrauens], 1993 [sehr lesenswert!]), der vielleicht beste Kenner der europäischen Philosophie in der US-Philosophie, als 'deflationary' bezeichnet hat - das heisst: in einem ständigen Niedergang begriffen (Jaspers ist da noch relativ konziliant in seiner Ambivalenz, gegenüber jenen, die einen bedeutenderen Abschied geäussert haben gegenüber der klassischen philosophischen Tradition [siehe oben]). Mein Bestreben besteht ja darin, aus der Philosophiegeschichte eine Philosophie zu machen - und nicht zuerst einmal zu fragen, wie bestritten (und/oder in sich zerstritten) die Philosophie ist (darin liegt für mich die Aufgabe der Aufarbeitung der Philosophie - dass es in der Philosophie 'keine Einmütigkeit des engültig Erkannten' geben kann, wie Jaspers sagt, ist für mich kein Grund, den Mut zu verneinen, das derzeit Bestimmbare zu erwägen).




Meine Philosophie (der Postmodernen Ontologie) in der kürzest möglichen Form dargestellt. Alles weitere dazu findet sich in meinen Büchern - wobei ich besonders auf mein nächstes Buch hinweisen möchte, welches sich derzeit in Bearbeitung befindet (es soll das eigentliche Referenzbuch meiner Philosophie werden [Erscheinung: evtl. noch in diesem und sonst im nächsten Jahr]).

Das Grundsystem (Modul 3.0: 'Systematik vom [Da-] Sein' - ein sogenanntes Schichtenmodell, mit fünf Dimensionen): (Da-) Sein, Leben, Glauben, (Nach-) Denken, Handeln (sowie Gut-Handeln und Nicht-Handeln). (Anmerkung: das Glauben ist hier nicht bloss religiös gemeint, sondern allgemein. Philosophische Schichtenmodelle, die von einer evolutionären Schichtung ausgehen, sind bekannt etwa von Aristoteles, Bovillus, Hartmann sowie Gebser.) — Modell der Weltstruktur (Modul 2.0: 'Die einfache Erkenntnis der zweifachen Dreifachheit'): Sein (Ebene vom reinen Sein [philosophisch bzw. ontologisch]) - Raum / Zeit (Ebene vom Da-Sein [wissenschaftstheoretisch]) - Materie (verdichtete Energie) / Feld (-Energie) / (Freie) Energie (Ebene vom Bewusst-Sein [wissenschaftlich bzw. physikalisch]). Zwischen den drei Ebenen liegen die Wirkung und die Ordnung als initiierende Faktoren in den Übergängen. Das Bewusst-Sein meint hier nicht nur das menschliche Bewusst-Sein, sondern bereits sehr frühe Formen von Orientierung, Konzentration und Koordination (welches nach mir die Faktoren des [Ur-] Bewusstseins sind). — Die Darstellung des Urprozesses (Modul 1.0): Sein - [Nichts - Leere - Äther -] (Geist - Gott - Schöpfung -) Natur - Welt (das wird alles noch genauer erklärt werden). (Ich sehe letztlich im Anfang einen Urprozess statt bloss einen einzigen Urgrund - es handelt sich quasi um einen Prozess (also: eine Entwicklung) wie auch einen Status (also: einen Zustand), was einem Mysterium entspricht (wie etwa bei Parmenides oder Nietzsche: die Bewegung im ewig Gleichen und/oder das ewig Gleiche in der Bewegung); die Kurzformel lautet: Sein - Äther - Geist/Gott - Natur - Welt: diese Begriffe - in einer religiösen und einer unreligiösen Form (je nachdem, ob man den Begriff Geist oder den Begriff Gott verwendet: ich versuche meine Modelle neutral zu halten) - können letztlich gleichgesetzt werden [dies kann man ableiten von Thomas von Aquino, Plotin, Spinoza, der Bibel und anderem]; Kürzestformel: Sein - Gott/Natur - Welt [hier steht dieselbe Logik dahinter). — Die Ewigen Menschheitsziele: Wirtschaftsproduktivität, Sozialgerechtigkeit, Umweltverträglichkeit. (Leitet sich ab aus der fünften (d.h. der letzten) Ebene der fünften Dimension der Systematik vom [Da-] Sein. Diese besteht in einer ausgebauten Variante aus fünf Dimensionen, 25 Ebenen und 55 Faktoren [das ist publiziert in meinem ersten Buch (Postmoderne Ontologie, 2003), wenngleich noch ohne eigentliche Spezifizierung der Ewigen Menschheitsziele].)

Wie sind die Module miteinander verknüpft? Modul 3.0 ist - wie gesagt - das Grund- oder Hauptsystem. Modul 2.0 erklärt den Zusammenhang von der philosophischen und der physikalischen Welt (oder die Entwicklung vom Sein zum Da-Sein - und weiter zum [Ur-] Bewusst-Sein [Orientierung in der Welt (energetisch), Konzentration in der Sache (materiell) und Koordination im Geiste (feldspezifisch)]). Modul 1.0 ist eine weiterführende Beschreibung des Urgrundes als Urprozess (was zeigen soll, was im Innersten der Welt der Fall ist oder was die Welt im Innersten zusammenhält - oder wir könnten auch sagen: was im Äther [siehe: lat. eternus] festgehalten ist).

[P.S. Ich habe alle Zusatzbemerkungen, welche ich dazu gemacht habe, herausgenommen, damit es auf das Allerwesentlichste reduziert ist. Diese betrafen etwa die Erklärung von Begriffen wie 'Sein' oder 'Welt', aber auch die Glaubensache bzw. die Begründung dafür, dass ich das und den Glauben zurück in die Philosophie hole.]







10 Dinge, die wissen musst. Mathematik 1+1 ist nicht immer gleich 2, das heisst: die Mathematik stimmt nicht in allen Fragen, jedenfalls nicht die heutige (klassische) Mathematik.




Allgemeine Lektüre-Empfehlungen zur Philosophiegeschichte (für diejenigen, die sich etwas tiefer mit der Philosophiegeschichte beschäftigen möchten). Ich empfehle hier nicht einzelne Werke von einzelnen Philosophen, sondern - v.a. für Einsteiger - Bücher zur Philosophiegeschichte: 1. dtv-Atlas zur Philosophie (kurz, übersichtlich), 2. Weischedel und/oder Spierling (biografisch, kurz), 3. Russell, Höffe und/oder Hirt (je relativ kurz und bündig) oder auch Helferich oder Störig (ein kleines bisschen ausführlicher [und sehr empfehlenswert ist auch: Jeanne Hersch - sie erklärt v.a. auch die relativ bis sehr komplexen Philosophien von Kant und Hegel sehr gut, für alle, die etwas tiefer in die Philosophie einsteigen möchten; ein Manko dieses Buches besteht darin, dass sie nur einzelne Philosophen vorstellt und andere weglässt (das perfekte Buch zur Philosophiegeschichte gibt es leider nicht, sondern jedes dieser Werke hat seine Vor- und Nachteile, weswegen es empfehlenswert ist, mehrere Bücher zu diesem Thema zu lesen - es gibt aber sicher auch Leute, die sich nur kurz darüber informieren möchten)]).




Meine Liste der 100 bedeutendsten philosophischen Bücher (aufgelistet nach Erscheinungsdatum - Antike bis Jahr 2000): 1. Anaximander - Peri physeos (dt. Über die Natur, Antike [nur ein einziger Satz ist davon erhalten, welcher als erster Satz der (antiken griechischen) Philosophie gilt]); 2. Konfuzius - Daxue (dt. Das Grosse Lernen - Antike); 3. Konfuzius - Lun yu (dt. Gespräche - Antike); 4. Konfuzius - Zhong Yong (dt. Das Buch von Mass und Mitte oder Das Buch der gerechten Mitte - Antike); 5. Laotse - Tao te king (Antike); 6. Parmenides - Peri physeos (dt. Über die Natur - Antike); 7. Mozi - Mozi (Antike); 8. Platon - Phaidon (Antike); 9. Platon - Phaidros (Antike); 10. Platon - Politeia (dt. Der Staat - Antike); 11. Aristoteles - De anima (dt. Über die Seele - Antike); 12. Aristoteles - Ethika Nikomacheia (dt. Nikomachische Ethik - Antike); 13. Aristoteles - Organon (Antike); 14. Aristoteles - Ta meta ta physika (dt. Metaphysik - Antike); 15. Mengzi - Mengzi oder Die Lehren des Mengzi (Antike); 16. Marcus Tullius Cicero - De re publica (dt. Über das Gemeinwesen, 51 v. Chr. ); 17. Marcus Tullius Cicero - De officiis (dt. Von den Pflichten oder Vom pflichtgemässen Handeln, 44 v. Chr. ); 18. Lucius Annaeus Seneca - De vita beata (dt. Vom glücklichen Leben, um 58); 19. Mark Aurel - Ta eis heauton (dt. Selbstbetrachtungen, zw. 170-180); 20. Augustinus von Hippo - De beata vita (dt. Vom glücklichen Leben, 386); 21. Augustinus von Hippo - Confessiones (dt. Bekenntnisse, zw. 397-401); 22. Augustinus von Hippo - De trinitate (dt. Über die Dreieinigkeit, zw. 417 u. 428); 23. Anselm von Canterbury - Monologion (1076); 24. Thomas von Aquino - Summa Theologiae (dt. Summe der Theologie, zw. 1265-1274); 25. Wilhelm von Ockham - Scriptum in librum primum Sententiarum (dt. Scriptum über das erste Buch der Sentenzen, 1317-1318); 26. Francesco Petrarca - De sui ipsius et multorum ignorantia (dt. Über seine und vieler anderer Unwissenheit, um 1370); 27. Nikolaus von Kues - De docta ignorantia (dt. Über die belehrte Unwissenheit, 1440); 28. Giovanni Pico della Mirandola - De hominis dignitate (dt. Über die Würde des Menschen, 1486); 29. Charles de Bouelles (sprich: Bovillus) - De sapiente (1509); 30. Erasmus von Rotterdam - Querela Pacis (dt. Die Klage des Friedens, 1517); 31. Francis Bacon - Novum organum scientiarum (dt. Neues Werkzeug der Wissenschaften, 1620); 32. Johann Amos Comenius - Didactica Magna (dt. Grosse Didaktik, zw. 1627-1638/1657); 33. Galileo Galilei - Dialogo sopra i due massimi sistemi (dt. Dialog über die beiden hauptsächlichsten Weltsysteme, 1632); 34. René Descartes - Discours de la méthode pour bien conduire sa raison et chercher la vérité dans les sciences (dt. Abhandlung über die Methode des richtigen Vernunftgebrauchs und der wissenschaftlichen Wahrheitsforschung, 1637); 35. Galileo Galilei - Discorsi e dimosltrazioni matematiche intorno a due nuove scienze (dt. Unterredungen und mathematische Demonstrationen über zwei neue Wissenszweige, die Mechanik und die Fallgesetze betreffend, 1638); 36. Johann Amos Comenius - Prodromus pansophiae (dt. Vorläufer der Pansophie, 1639); 37. René Descartes - Meditationes de prima philosophia (dt. Meditationen über die Grundlagen der Philosophie, 1641); 38. Thomas Hobbes - Leviathan or the Matter, Forme and Power of a Commonwealth Ecclesiasticall and Civil (dt. Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines kirchlichen und staatlichen Gemeinwesens, 1651); 39. Benedictus Baruch de Spinoza - Ethica, ordine geometrico demonstrata. (dt. Ethik, nach geometrischer Methode dargestellt, 1677); 40. Isaac Newton - Philosophiae Naturalis Principia Mathematica (dt. Die mathematischen Grundlagen der Naturphilosophie, 1687); 41. Gottfried Wilhelm Leibniz - Système nouveau de la nature et de la communication des substances, aussi bien que de l'union qu'il y a entre l'âme et le corps (dt. Neues System der Natur und der Verbindung der Substanzen sowie der Vereinigung zwischen Seele und Körper, 1695); 42. George Berkeley - A treatise concerning the principles of human knowledge (dt. Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis (1710); 43. Gottfried Wilhelm Leibniz - Monadologie (1714); 44. Giambattista Vico - La Scienza Nuova (dt. Neue Wissenschaft, 1725); 45. Christian Wolff - Philosophia prima, sive Ontologia, methodo scientifica pertractata, qua omnis cognitionis humanae principia continentur (dt. Erste Philosophie oder Ontologie, wissenschaftlich bearbeitet, in der alle Grundprinzipien menschlichen Wissens enthalten sind, 1730); 46. David Hume - An Enquiry Concerning Human Understanding (dt. Untersuchung in Betreff des menschlichen Verstandes, 1748); 47. Charles-Louis de Secondat, Baron de La Brède et de Montesquieu (kurz: Montesquieu) - De l'esprit des loix (dt. Vom Geist der Gesetze, 1748); 48. Jean-Jacques Rousseau - Discours sur l'origine et les fondements de l'inégalité parmi les hommes (dt. Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen, 1755); 49. Jean-Jacques Rousseau - Du contrat social ou principes du droit politique (dt. Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes, 1762); 50. Jean-Jacques Rousseau - Émile ou De l'éducation (dt. Emile oder über die Erziehung, 1762); 51. François-Marie Arouet (sprich: Voltaire) - Traité sur la tolérance à l'occasion de la mort de Jean Calas - Traktat über die Toleranz anlässlich des Todes von Jean Calas, 1763); 52. Adam Smith - An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations (dt. Der Wohlstand der Nationen: Eine Untersuchung seiner Natur und seiner Ursachen, 1776); 53. Jeremy Bentham - Introduction to the Principles of Morals and Legislation (dt. Eine Einführung in die Prinzipien der Moral und Gesetzgebung, 1789); 54. Immanuel Kant - Kritik der reinen Vernunft (1781); 55. Immanuel Kant - Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? (1784); 56. Immanuel Kant - Kritik der praktischen Vernunft (1788); 57. Immanuel Kant - Kritik der Urteilskraft (1790); 58. Olympe de Gouges - Déclaration des droits de la femme et de la citoyenne (dt. Die Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin, 1791); 59. Immanuel Kant - Zum ewigen Frieden (1795); 60. Georg Wilhelm Friedrich Hegel (vermutlich) - Das älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus (1796/1797); 61. Georg Wilhelm Friedrich Hegel - Phänomenologie des Geistes (1807); 62. Arthur Schopenhauer - Die Welt als Wille und Vorstellung (1819); 63. Henri de Saint-Simon - Du système industriel (dt. Vom industriellen System, 1820-1822); 64. Sören Kierkegaard - Enten - Eller: Et Livs-Fragment, udgivet af Victor Eremita (dt. Entweder - Oder: Ein Lebensfragment, herausgegeben von Victor Eremita, 1843); 65. Sören Kierkegaard - Begrebet Angest (dt. Der Begriff Angst, 1844); 66. Sören Kierkegaard - Sygdommen til Döden (dt. Die Krankheit zum Tode, 1849); 67. Auguste Comte - Caté ;chisme positiviste, ou Sompammaire exposition de la religion universelle, en onze entretiens systématiques entre une femme et un prêtre de l'humanité (dt. Positivistischer Katechismus oder summarische Darstellung der universellen Religion in elf systematischen Gesprächen zwischen einer Frau und einem Priester der Menschheit, 1852); 68. Hermann Heinrich Gossen - Entwickelung der Gesetze des menschlichen Verkehrs und der daraus fliessenden Regeln für menschliches Handeln (1854); 69. Charles Darwin - On the Origin of Species by Means of Natural Selection, or the Preservation of Favoured Races in the Struggle for Life (dt. Entstehung der Arten im Thier- und Pflanzen-Reich durch natürliche Züchtung, oder Erhaltung der vervollkommneten Rassen im Kampfe um's Daseyn, 1859); 70. John Stuart Mill - On Liberty (dt. Über die Freiheit, 1859); 71. Karl Marx - Das Kapital: Kritik der politischen Ökonomie (1867); 72. Eduard von Hartmann - Philosophie des Unbewussten (1869); 73. Franz Brentano - Psychologie vom empirischen Standpunkt (1874); 74. Henry Sidgwick - The Methods of Ethics (1874); 75. George Henry Lewes - The Problems of Life and Mind (1874-1879); 76. Charles Sanders Pearce - How to Make Our Ideas Clear (1878); 77. Friedrich Nietzsche - Die fröhliche Wissenschaft (1882); 78. Henri Bergson - Essai sur les donées immédiates de la conscience (dt. Zeit und Freiheit: Eine Abhandlung über die unmittelbaren Bewusstseinstatsachen, 1889); 79. Henri Bergson - Matière et mémoire: Essai sur la relation du corps à l'esprit (dt. Materie und Gedächtnis: Essai zur Beziehung zwischen Körper und Geist, 1896); 80. Henri Bergson - L'Évolution créatrice (dt. Schöpferische Entwicklung, 1907); 81. William James - Pragmatism: A New Name for Some Old Ways of Thinking (dt. Der Pragmatismus: Ein neuer Name für alte Denkmethoden, 1907); 82. Edmund Husserl - Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen Philosophie (1913); 83. John Dewey - Democracy and Education: An Introduction to the Philosophy of Education (dt. Demokratie und Erziehung: Eine Einleitung in die philosophische Pädagogik, 1916); 84. Albert Einstein - Die Grundlage der allgemeinen Relativitätstheorie (1916); 85. Martin Heidegger - Sein und Zeit (1927); 86. Louis Lavelle - De l’être (dt. Vom Sein, 1928); 87. Karl Raimund Popper - Logik der Forschung: Zur Erkenntnistheorie der modernen Naturwissenschaft (1934); 88. Nicolai Hartmann - Ontologie (1935-1950); 89. Jean-Paul Sartre - L'être et le néant: Essai d'ontologie phénoménologique (dt. Das Sein und das Nichts: Versuch einer phänomenologischen Ontologie, 1943); 90. Max Horkheimer und Theodor W. Adorno - Dialektik der Aufklärung (1944); 91. John von Neumann und Oskar Morgenstern - Theory of Games and Economic Behavior (dt. Spieltheorie und wirtschaftliches Verhalten, 1944); 92. Jean Gebser - Ursprung und Gegenwart (1949-1953); 93. Ludwig Wittgenstein - Philosophische Untersuchungen (1953 [postum]); 94. Hannah Arendt - The Human Condition (dt. Vita activa oder Vom tätigen Leben, 1958); 95. Martin Heidegger - Das Ende der Philosophie und die Aufgabe des Denkens (aus: Zur Sache des Denkens, 1962-1964); 96. Michel Foucault - Les mots et les choses: Une archéologie des sciences humaines (dt. Die Ordnung der Dinge: Eine Archäologie der Humanwissenschaften, 1966); 97. Aimé Césaire - Discours sur le colonialisme (dt. Über den Kolonialismus, 1968); 98. John Rawls - A Theory of Justice (dt. Eine Theorie der Gerechtigkeit, 1971); 99. Hans Jonas - Das Prinzip Verantwortung: Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation (1979); 100. Jean-François Lyotard - La condition postmoderne (dt. Das postmoderne Wissen, 1979).

Honorable Erwähnungen (relativ viele, aber auch nicht allzu viele - knapp nicht in der Liste der ersten 100 [und/oder sonst irgendwie speziell interessant (es ist wichtig und bedeutend, den Kreis genug weit zu ziehen, aber doch eben auch nicht zu weit]). Thales (kein Werk überliefert - Antike); Anaximenes (kein Werk überliefert - Antike); Xenophanes - Peri physeos (dt. Über die Natur - Antike); Pythagoras (kein Werk überliefert - Antike); Alkmaion (kein Werk überliefert - Antike); Heraklit - Peri physeos (dt. Über die Natur - Antike); Empedokles - Peri physeos (dt. Über die Natur - Antike); Zenon [von Elea] - Über die Natur (nur fragementarisch erhalten - Antike); Anaxagoras - Pery physeos (dt. Über die Natur - nur fragementarisch überliefert - Antike); Protagoras - Aletheia (dt. Wahrheit [verschollen] - Antike); Euklid - Stoicheia (dt. Elemente - Antike); Hermes Trismegistus (mutmasslich) - Corpus Hermeticum (Antike); Titus Lucretius Carus (kurz: Lukrez) - De rerum natura (dt. Über die Natur der Dinge, 1. Jh. v. Chr.); Claudius Ptolemäus - Mathematike Syntaxis (dt. Almagest, zw. 41-148); Diogenes Laertios - Vioi kai gnomai ton en filosofio efdokimisanton (dt. Über das Leben und die Lehren berühmter Philosophen, 3. Jh.); Plotin - Enneaden (dt. Neunheiten, zw. 254-270 [herausgegeben von seinem Schüler Porphyrios]); Anicius Manlius Severinus Boethius (kurz: Boethius) - Consolatio philosophiae (dt. Der Trost der Philosophie, um die Mitte der zwanziger Jahre des 6. Jahrhunderts); Abu Ali al-Husain ibn Abd Allah ibn Sina (sprich: Avicenna) - Kitab al-Shifa (dt. Buch der Genesung, 1027); Abu l-Walid Muhammad ibn Ahmad Ibn Ruschd (sprich: Averroes) - Tahafut at-Tahafut (dt. Die Widersprüche der Widersprüche, 1111); Niccolò Machiavelli - Il Principe (dt. Der Fürst, 1513); Thomas Morus - Utopia (1516); Martin Luther - Von der Freiheit eines Christenmenschen (1520); Nikolaus Kopernikus - De revolutionibus orbium coelestium (dt. Über die Umlaufbahnen der Himmelssphären, 1543); Michel de Montaigne - Essais (1580-1592); Giordano Bruno - De l'infinito universo et mondi (dt. Über die Unendlichkeit des Weltalls und der Welten, 1584); Francis Bacon - Nova Atlantis (dt. Neu-Atlantis, 1627); Christian Thomasius - Einleitung zu der Vernunfft-Lehre (1691); Charles Irénée Castel de Saint-Pierre - Projet pour rendre la paix perpétuelle en Europe (1712); Emanuel Swedenborg - De Coelo et eius mirabilibus, et de inferno (dt. Himmel und Hölle, 1758); Thomas Reid - Inquiry into the Human Mind on the Principles of Common Sense (dt. Untersuchung über den menschlichen Geist, nach den Grundsätzen des gemeinen Menschenverstandes, 1764); Adam Ferguson - An Essay on the History of Civil Society (dt. Versuch über die Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft, 1767); Mary Wollstonecraft - A Vindication of the Rights of Woman (dt. Die Verteidigung der Frauenrechte, 1792); William Godwin - Enquiry concerning Political Justice and its Influence on Modern Morals and Manners (dt. Untersuchung über politische Gerechtigkeit und ihren Einfluss auf moderne Moral und Sitten, 1793) ; Pierre-Simon Laplace - Traité de mécanique céleste (dt. Abhandlung über die Himmelsmechanik, 1798-1825); Johann Gottlieb Fichte - Die Bestimmung des Menschen (1800); Friedrich Wilhelm Joseph Schelling - System des transzendentalen Idealismus (1800); John Dalton - A New System of Chemical Philosophy (dt. Ein neues System des chemischen Theiles der Naturwissenschaft, 1808-1827); Friedrich Adolf Trendelenburg - Logische Untersuchungen (1840); Ludwig Feuerbach - Das Wesen des Christentums (1841); Max Stirner - Der Einzige und sein Eigentum (1845); Herbert Spencer - A System of Synthetic Philosophy (dt. Grundlagen der Philosophie, 1860-1896); Friedrich Ueberweg - Grundriss der Geschichte der Philosophie (seit 1863 [wird überarbeitet - seit 1983 erscheint eine völlige Neubearbeitung, die auf über 40 Bände angelegt ist]); Ernst Haeckel - Generelle Morphologie der Organismen: Allgemeine Grundzüge der organischen Formen-Wissenschaft, mechanisch begründet durch die von Charles Darwin reformirte Descendenz-Theorie (1866); Henry Sidgwick - The Methods of Ethics (dt. Die Methoden der Ethik, 1874); Gottlob Frege - Begriffsschrift, eine der arithmetischen nachgebildete Formelsprache des reinen Denkens (1879); Jean-Marie Guyau - Esquisse d'une morale sans obligation ni sanction (dt. Entwurf einer Moral ohne Verpflichtung und Strafandrohung, 1885); Friedrich Nietzsche - Jenseits von Gut und Böse (1886); Friedrich Nietzsche - Zur Genealogie der Moral (1887); Eduard Bernstein - Die Voraussetzungen des Sozialismus und die Aufgaben der Sozialdemokratie (1899); Maurice Blondel - L'Action: Essai d'une critique de la vie et d'une science de la pratique (dt. Die Handlung: Versuch einer Kritik des Lebens und einer Wissenschaft der Praxis, 1893); Benedetto Croce - Filosofia come Scienza dello Spirito (Philosophie des Geistes, 1902-1917); Max Weber - Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus (1904-1905); George Santayana - The Life of Reason (dt. Das Leben der Vernunft, 1905-1906); Friedrich Nietzsche - Ecce Homo (1888-1889/1908 [posthum]); Bertrand Russell und Alfred North Whitehead - Principia Mathematica (dt. Mathematische Prinzipien, 1910-1913); Eugen Bleuler - Dementia praecox oder Gruppe der Schizophrenien (1911); Ferdinand de Saussure - Cours de linguistique générale (dt. Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft, 1916 [posthum]); Ludwig Wittgenstein: Tractatus Logico-Philosophicus (1921); Hedwig Conrad-Martius - Realontologie (1923); Sigmund Freud - Das Ich und das Es (1923); Jan Christiaan Smuts - Holism and Evolution (dt. Die holistische Welt, 1926); Louis Lavelle - De l'être (dt. Über das Sein, 1928); Max Planck - Das Weltbild der neuen Physik (1929); John Scott Haldane - The Philosophical Basis of Biology (dt. Die philosophischen Grundlagen der Biologie, 1931); Hans Kelsen - Reine Rechtslehre: Einleitung in die rechtswissenschaftliche Problematik (1931); Feng Youlan - Zhongguo zhexue shi xinbian (dt. Neue Geschichte der chinesischen Philosophie, 1934); Gabriel Marcel - Être et avoir (dt. Sein und Haben, 1935); Arthur George Tansley - The Use and Abuse of Vegetational Concepts and Terms (dt. Die Verwendung und der Missbrauch von Vegetationskonzepten und -begriffen, 1935); Mao Tse-tung - Maodun lun (dt. Über den Widerspruch, 1937); Burrhus F. Skinner - The Behavior of Organisms: An Experimental Analysis (1938); Charles W. Morris - Paths of Life: Preface to a World Religion (1942); Gabriel Marcel - Homo viator: Prolégomènes à une métaphysique de l'espérance (1945); Bertrand Russell - A History of Western Philosophy And its connection with Political and Social Circumstances from the Earliest Times to the Present Day (dt. Philosophie des Abendlandes: Ihr Zusammenhang mit der politischen und der sozialen Entwicklung, 1945); Gabriel Marcel - Homo viator. Prolégomènes à une métaphysique de l'espérance (dt. Homo Viator: Philosophie der Hoffnung, 1945); Karl Jaspers - Die Schuldfrage (1946); Georges Lemaître - L'Hypothèse de l'atome primitif (dt. Die Hypothese des Uratoms, 1946); Norbert Wiener - Cybernetics or Control and Communication in the Animal and the Machine (dt. Kybernetik: Regelung und Nachrichtenübertragung im Lebewesen und in der Maschine, 1948); Simone de Beauvoir - Le Deuxième Sexe (dt. Das andere Geschlecht, 1949); Gilbert Ryle - The Concept of Mind (dt. Der Begriff des Geistes, 1949); Albert Camus - L'homme révolté (dt. Der Mensch in der Revolte, 1951); Carl Gustav Jung - Aion: Beiträge zur Symbolik des Selbst (1951); Talcott Parsons - The Social System (dt. Soziales System, 1951); Eugene P. Odum und Howard T. Odum - Fundamentals of Ecology (dt. Grundlagen der Ökologie, 1953); Georg Lukács - Die Zerstörung der Vernunft (1954); Janheinz Jahn - Muntu: Umrisse der neoafrikanischen Kultur (1958); Hans-Georg Gadamer - Wahrheit und Methode (1960); Frantz Fanon - Les damnés de la terre (dt. Die Verdammten dieser Erde, 1961); H.L.A. Hart - The Concept of Law (dt. Der Begriff des Rechts, 1961); Thomas Szasz - The Myth of Mental Illness: Foundations of a Theory of Personal Conduct (dt. Geisteskrankheit - ein moderner Mythos? Grundzüge einer Theorie des persönlichen Verhaltens, 1961); Herbert Marcuse - One-Dimensional Man (dt. Der eindimensionale Mensch, 1964); Alfred Müller-Armack - Wirtschaftsordnung und Wirtschaftspolitik: Studien und Konzepte zur sozialen Marktwirtschaft und zur europäischen Integration (1966); Noam Chomsky - Language and Mind (dt. Sprache und Geist, 1968); Donella und Dennis Meadows und Jay Wright Forrester - The Limits to Growth: A Report for the Club of Rome's Project on the Predicament of Mankind (dt. Die Grenzen des Wachstums: Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit, 1972); Robert Nozick - Anarchy, State, and Utopia (dt. Anarchie Staat Utopia, 1974); Erich Fromm - Haben oder Sein: Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft, 1976); Jeanne Hersch - L'étonnement philosophique: De l'école Milet à Karl Jaspers (dt. Das philosophische Staunen: Einblicke in die Geschichte des Denkens, 1977-1978); Edward Said - Orientalism (dt. Orientalismus, 1978); Rupert Sheldrake - A New Science of Life (dt. Das schöpferische Universum: Die Theorie des morphogenetischen Feldes, 1981); Fritjof Capra - The Turning Point: Science, Society, and the Rising Culture (dt. Wendezeit: Bausteine für ein neues Weltbild, 1982); Niklas Luhmann - Soziale Systeme: Grundriss einer allgemeinen Theorie (1981); Luciano De Crescenzo - Storia della Filosofia Greca (dt. Geschichte der griechischen Philosophie, 1983-1986); Gianni Vattimo und Pier Aldo Rovatti - Il pensiero debole (dt. Das schwache Denken, 1983); Garry Davis - World Government, Ready or Not! (dt. Weltregierung, bereit oder nicht?, 1984); Wolfgang Welsch - Unsere postmoderne Moderne, 1987); Julian Nida-Rümelin und Franco Volpi (u.a.) - Lexikon der philosophischen Werke (1988); Judith Butler - Gender Trouble: Feminism and the Subversion of Identity (dt. Das Unbehagen der Geschlechter, 1990); Hans Küng - Projekt Weltethos (1990); Henry Odera Oruka - Trends in Contemporary African Philosophy (dt. Trends in der zeitgenössischen afrikanischen Philosophie, 1990); Rick Roderick - Self Under Siege / Lecture 1: The Masters of Suspicion (dt. Selbst unter Belagerung / Vortrag 1: Die Meister des Misstrauens, 1993 [Teil einer Vortragsreihe]); Lothar Schäfer - Das Bacon-Projekt: Von der Erkenntnis, Nutzung und Schonung der Natur (1993); Peter Sloterdijk - Sphären (1998-1999 [Bände I und II - Band III erschien 2004 und passt daher nicht mehr ins Konzept dieser Liste (siehe oben)]); Frederic Vester - Die Kunst vernetzt zu denken: Ideen und Werkzeuge für einen neuen Umgang mit Komplexität; Der neue Bericht an den Club of Rome (1999 [basiert auf Werken zwischen den späteren 1960-er und den früheren 1990-er Jahren]).

Dass ich hier auch die (in Bezug auf die Philosophie) allerwichtigsten wissenschaftlichen Werke integriert habe, erklärt sich daraus, dass die Wissenschaften quasi aus der Philosophie heraus entstanden sind. In einer integralen Auffassung müssten sogar alle wissenschaftlichen und theologischen Werke sowie alle übrigen geistesgeschichtlich relevanten Werke der Bestseller- wie der Alternativliteratur - inkl. Belletristik, notabene, wo diese geistesgeschichtliche Relevanz besitzt - zu einer erweiterten Philosophie dazugezählt werden. Das zeigt, wie weit dieses Gebiet ist. Ich spreche mich weder für das eine, noch für das andere aus und versuche (wie meistens) in der Mitte zu stehen: also zwischen einer reinen Philosophie, welche sehr schwierig zu definieren wäre/ist, und der totalen Integration.

Ferner: religiöse Grundschriften (insbesondere: Die Bibel [Lutherbibel, King James Version, Nova Vulgata] und Die Reden des Buddha). Grösstenteils nicht berücksichtigt sind belletristische Bücher, die als 'philosophisch' bezeichnet werden (auch nicht von grossen Schriftstellern und/oder Philosophen [Dostojewski, Nietzsche, Camus]). Dafür habe ich wissenschaftliche Werke berücksichtigt, wenn sie von zentraler Bedeutung sind/waren für die Menschheitskultur. Wiederum sehr zurückhaltend war ich mit der spätmodernen und aktuellen Philosophie, weil ich diesbezüglich auch sehr grosse kritische Vorbehalte habe (dies führt dazu, dass ich mich nicht um die letzte Aktualität bemüht habe und die Liste beim Jahr 2000, also im letzten Jahrhundert, enden lasse). Berücksichtigt habe ich dagegen teils auch Bücher, die nur ganz am Rand oder gar nicht zur philosophischen Literatur gezählt und eher als Pseudo- oder Vulgärphilosophie eingestuft werden (dies gilt insbesondere für sogenannte New-Age-Autoren wie Capra, Vester, Sheldrake). Bücher zur Philosophiegeschichte hätte ich teils gerne in der Hauptliste aufgeführt, aufgrund des Platzmangels habe ich sie letztlich aber dann doch bloss unter den weiteren Erwähnungen aufgeführt. Natürlich könnte die Liste beliebig erweitert werden, und es ist sehr schwierig gewesen, mich hier auf 100 Titel zu beschränken.





-> Meine Lektüreliste -
alle Bücher, die ich gelesen habe: auf- und zuklappen.



Diese Lektüreliste hatte ich lange auf dieser Seite, dann habe ich sie eine Zeit lang herausgenommen, weil ich dachte, dass ich mich damit weder rechtfertigen muss, noch damit angeben möchte, jetzt habe ich sie aber wieder installiert - nachdem mich in den Sozialen Medien jemand ziemlich übel beschimpft hat (wie das halt leider immer wieder mal so vorkommt in den Sozialen Medien), und u.a. meinte, dass ich bloss 'einen auf Philosophie machen' würde. Das ist durchaus nicht der Fall: ich bin tatsächlich Philosoph, und es entspricht meiner Berufung und meiner Arbeit, mich mit Philosophie zu beschäftigen (nicht nur lektüremässig, sondern v.a. auch denkerisch, aber die Lektüre gehört dazu).





[Hintergrundbild: Agnes Martin, Affection, 2001 (im Alter von 89 Jahren), Acrylic and graphite on canvas - eine interessante Malerin, die auch interessante kunst- und lebensphilosophische Texte geschrieben hat.]

Griechische Musik: Ancient Greek Music*, Greek Music, Best of Mikis Theodorakis, Antonis Katinaris - Ti na sou kanei mia kardia (Bithikotsis, Kalatzis, Makedonas). - Gaming in Ancient Greece.

* Nice try - ich weiss nicht, was das genau sein soll, aber es tönt auf jeden Fall gut. Es tönt irgendwie wie die Vermischung von griechischen, keltischen, r&aouml;mischen bzw. romaischen und hardrockischen Rhythmen oder so.






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