Die Internet-/Websaga: Geschichte und Geschichten rund um das Internet/Web...
...nicht nur für Nerds, Geeks & Freaks.
[Diese Seite wird neu konzipiert. Ich habe sie zeitweilig aus dem Netz genommen und stattdessen je eine Seite zu den Sozialen Medien und zur KI gemacht. Diese Seiten werden gestrichen und in die neukonzipierte Internetsagaseite integriert.]
Auf dieser Seite geht es um die Geschichte(n) des Internets, aber ebenso um meine Geschichte(n) mit dem Internet. Hier wird ein bisschen Information und Wissen, aber auch Unterhaltung zum Internet/Web geliefert. Und hier gibt es allgemeine Dinge über das Internet, einige Überraschungen sowie auch ein paar persönliche Erinnerungen.
Was ist das Internet/Web?
Das Internet ist ein weltweiter Verbund von Rechnern (Computern) und Rechnernetzwerken (Computernetzwerken), welches die Nutzung von Internetdiensten wie WWW (World Wide Web, mit den Webseiten [inkl. Social Media]), E-Mail oder WhatsApp (u.a.) ermöglicht (exkl. SMS [die laufen direkt über Mobilfunknetze]). Die Begriffe vom Internet (umgangssprachlich auch: Netz) und vom (World Wide) Web sind nicht synonym. Das Internet bezeichnet den technischen Backbone (das heisst: Leitungen [auch wireless], Gateways, Router, Modems und dergleichen mehr), das Web bezeichnet die Hypertext-Dokumente bzw. Websites und deren Webseiten, welche darauf laufen (ganz kurz: das Internet sind die Kabel, das Web sind die Seiten [der Begriff der Website bezeichnet ein Bündel von Webseiten, welche unter derselben Domain laufen (Webadresse, z.B. https://www.schepart.ch)]). Wir alle brauchen das Internet/Web heute, oft, und immer öfter, aber was wissen wir schon davon? Manche haben vielleicht einen Kurs besucht - wie ich (Webpublisherkurs 2000) - und wissen ein bisschen etwas, viele aber wissen sehr wenig bis gar nichts darüber. Der spätmoderne Homo Sapiens wird immer mehr zum Homo Usator (der anwendende Mensch bzw. der Anwender). Aber auch unter denen, die ein bisschen etwas wissen, gibt es nicht viele, die wirklich viel wissen: also Internetexperten (das bin ich selber nur sehr begrenzt). Das ist eigentlich erstaunlich in der heutigen Zeit. Irgendwie interessieren wir uns für alles heute, was da so im Internet/Web läuft und geht: hier und dort und da - nur für das Internet/Web an sich nicht so sehr.
Von allen wissenschaftlich-technischen Entwicklungen im 20. Jahrhundert sind vermutlich - nebst der Energiegewinnung - jene im Bereich von Verkehr/Transport und von Information/Kommunikation die bedeutendsten für unser heutiges und zukünftiges Leben. In seinem Buch "The Coming of Post-Industrial Society: A Venture in Social Forecasting" (1973) beschrieb der US-Soziologe Daniel Bell die Ablösung des Industriezeitalters durch das kommende Informationszeitalter (d.h. durch ein Zeitalter, in welchem der Dienstleistungsbereich bedeutender wird als der Industriebereich, und darin die Information der bedeutendste und entscheidende Faktor ist [die Wirtschaft spricht von den drei Grundbereichen: Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistung (engl. service, frz. service) - traditionellerweise versteht man unter dem Begriff der Dienstleistung etwa das Transportwesen, das Banken- und Finanzwesen sowie das Versicherungswesen, dazu gehören aber auch alle Tätigkeiten informeller Art (und das ist letztlich eine ganze Menge von Tätigkeiten in unserer Gesellschaft [bis zu Staatsaufgaben wie der Jurisprudenz, oder bis zu den Medien des Journalismus, oder bis zur Wissenschaftspublikation, usw. usf., etc. etc.])]). Heute werden immer neue Industriezeitalter ausgerufen (Industrie 2.0, Industrie 3.0, Industrie 4.0, Industrie 5.0, Industrie 6.0, Industrie 7.0?). Das heisst: die Industrie ist, natürlich, weiterhin sehr bedeutend, und doch können wir dieses angekündigte Informationszeitalter bereits erkennen (erst in seinen Anfängen, notabene!). Und darin spielen das Internet und das Web heute natürlich eine zentrale Rolle.
Ein paar Daten der Vorgeschichte des Webs. Relativ bekannt ist die Erfindung des World Wide Webs von Tim Berners-Lee am CERN (ehemals: Conseil européen pour la recherche nucléaire, heute: European Organization for Nuclear Research) in Genf (entwickelt 1989-1991, vorgestellt 1991). Weniger bekannt ist die Vorgeschichte des Internets*, die mit ersten Versuchen mit dem sogenannten Alohanet an der Universität Hawaii in den früheren 1950-er Jahren begonnen hat, als erster Verbund von PC-ähnlichen Computern (über Radiokanäle). Vom Aufbau eines wirklichen, internetähnlichen Computernetzwerks spricht man allerdings erst mit der Begründung vom Arpanet (ARPA: Advanced Research Project Agency) begonnen hat (initiiert 1966, publiziert 1967, entwickelt 1968-1969, gestartet 1969 [im Jahr der ersten Mondlandung und des Hippie-Konzerts bei Woodstock, notabene (als erstes dieser drei grossen US-Ereignisse in diesem Jahr)], voll funktionsfähig ab 1971). Entwickelt wurde das Arpanet im militärischen Bereich, im Auftrag der US Air Force, unter der Leitung des Massachusetts Institute of Technology und des US-Verteidigungsministeriums. Der Zweck dieses ersten Netzes war die Vernetzung von Computern von Universitäten und Forschungseinrichtungen. Wichtige Namen dazu sind etwa Paul Baran und Donald Watts Davies, welche für die die dezentrale Netzstruktur und die Paketvermittlung (engl. packet switching) stehen, oder auch J.C.R. Licklider und Bob Taylor, die im Zusammenhang mit der Initiierung des Projekts genannt werden müssen. Die ersten bedeutenden Protokolle waren das Netzwerkprotokoll Telnet (Teletype Network [Anwendung]), später erweitert durch TCP/IP (Transmission Control Protocol/Internet Protocol, entwickelt 1973-1981 [Transport/Internet - ab 1983 spricht man, mit der Einführung von TCP/IP im Arpanet, vom Internet]), und das Dateiübertragungsprotokoll FTP (File Transfer Protocol). Heute gibt es rund 500 Netzwerkprotokolle, welche die Basis der Netzkommunikation im Internet bilden; das bekannteste ist das Hypertext Transfer Protocol (HTTP, 1989-1991), welches für die Übertragung von Webseiten verantwortlich ist. Dies alles, das Arpanet (1969), das Internet (1983) und das Web (1991) bauen aufeinander auf.
Das 'Web' ist übrigens auch ein sehr schönes Beispiel für die Existenz von (scheinbar) abstrakten Begriffen. Wer nämlich jegliche abstrakte Begriffe verneint (d.h. nicht greifbare Entitäten wie Gott, die Seele, die Menschheit und ähnliche - es gibt diese Haltung in der Philosophie tatsächlich), der müsste auch das Web verneinen. Es gibt drei Ebenen: der Computer (Hardware), das Betriebssystem und die Programme (Software) und das Web (Webware). Das Web sieht man nicht, jedenfalls nicht direkt - erst recht nicht in Zeiten von Wireless Web. Die Webware geht über die Hardware (Internet) und die Software (WWW-Technologie) hinaus und schafft einen Mehrwert, der alleine durch die Verbundenheit zustande kommt.
Video: How This Guy Invented the World Wide Web. Tim Berners-Lee hat u.a. folgende Sachen erfunden/entwickelt/begründet: das (Web-) Transferprotokoll (Hypertext Transfer Protocol HTTP), die (Web-) Seitenbeschreibungssprache (Hypertext Markup Language HTML), das (Web-) Adresssystem (Uniform Resource Locator URL - der Name wurde allerdings erst später eingeführt), den ersten (Web-) Browser (WorldWideWeb, später umbenannt in Nexus), den ersten Webserver (CERN httpd, unter dem Betriebssystem NeXTStep) und die allererste Webseite; er gründete auch das World Wide Web Consortium (W3C), am Massachusetts Institute of Technology (MIT), und damit die eigentliche Weborganisation (1994; siehe auch Internetorganisationen: Internet Engineering Task Force IETF 1986, Internet Society ISOC 1992, andere) - der Begriff vom Hypertext, welcher im Webbezug so wichtig ist, stammt allerdings von Ted Nelson (1963). Kaum je ist in der Menschheit bis dahin etwas so rasch gewachsen wie das Internet - was man etwa an der Entwicklung der Zahlen der Webseiten sehen kann - 1991: 1, 1992: 10, 1994: 3000, 1997: 1 Mio., 1998: 2 Mio., 2000: 17 Mio., 2014: 1 Mia., heute: rund 1,8 Mia. (davon sollen allerdings nur 200 Mio. aktiv sein, dies alles ohne Gewähr - oft liest man von über einer Billion, aber im US-Englisch steht die Zahl der Billion für die Milliarde in unserem Sprachgebrauch).
Wahrgenommen hat man die weitere Entwicklung des Internets/Webs v.a. durch die Geschichte der Browser (dt. Brauser [dieses Wort hat sich aber bisher nicht wirklich durchgesetzt (vielleicht deswegen, weil brausen und stöbern oder schmökern [engl. to browse] nicht ganz das Gleiche ist?)] - wie: WorldWideWeb bzw. Nexus 1991, NCSA Mosaic 1992, Netscape Navigator 1994, Internet Explorer 1995, Mozilla Firefox 2004, Google Chrome 2008 - nebst anderen wie etwa Opera, Safari, Vivaldi), der Webverzeichnisse/Suchmaschinen (wie: Aliweb 1993, Yahoo 1994, WebCrawler 1994, Lycos 1994, Infoseek 1994, AltaVista 1995, Copernic 1996, Fireball 1996, MetaGer 1996, Google 1998, DuckDuckGo 2008, Bing 2009, Qwant 2013; in Russland: Yandex [1997], in China: Baidu [2000] - Artikel) und - v.a. dann in den 2000-er Jahren - von Social Media (dt. Soziale Medien - wie: Talkomatic 1969 [das war noch lange bevor überhaupt das World Wide Web erfunden wurde], SixDegrees 1997, Friendster 2002, LinkedIn 2003, Myspace 2003, Facebook 2004, Flickr 2004, Reddit 2005, YouTube 2005, Twitter 2006, Tumblr 2007, Pinterest 2009, WhatsApp 2009, Instagram 2010, Snapchat 2011, TikTok 2016); zu erwähnen sind sicher auch die Online-Kaufhäuser und -Marktplätze (wie etwa [inkl. Deutschland und Schweiz]: Amazon 1994 [USA], Ebay 1995 [USA], Otto 1995 [Deutschland], Walmart 1996? [USA], Rakuten 1997 [Japan], Harrods 1998? [Grossbritannien], JD 1998 [China], Alibaba/AliExpress 1999 [China], Ricardo 1999 [Schweiz], Galaxus 2001 [Schweiz], Taobao 2003 [China], Etsy 2005 [USA], Shopify [Kanada], Flipkart 2007 [Indien], Tmall 2008 [China], Zalando 2008 [Deutschland], Tutti 2010 [Schweiz]) sowie die Streaming-Dienste (wie etwa: Netflix 1997, Napster 1999/2002, BitTorrent 2001, Vimeo 2004, Dailymotion 2005, YouTube 2005, MyVideo 2006, Spotify 2006, Hulu 2007, Amazon Prime Video 2014, Paramount+ 2014, Disney+ 2019). Dazu kommt eine Entwicklung der optischen Erscheinung, von anfangs rein textbasierten Seiten zur heutigen Bild- und Multimediaorientierung (letztere ist eigentlich noch gar nicht so ausgeprägt, weil es halt eben einfach aufwendig ist, eigene Filmchen und komplexere Formate zu entwickeln - so bleibt es meist bei Bild und Text sowie vielleicht einer Einbindung eines [eigenen oder fremden] Youtube-Videos).
Wie haben eigentlich die ersten Websites ausgesehen? (Die 1990-er Jahre). Dies ist die allererste Webseite überhaupt, die Tim Berners-Lee ins Web gestellt hat (1991) - vollkommen ohne Bilder, nur Text und (Hyper-) Links. Später kamen dann eben Bilder, GIFs, Animated GIFs, Videos, Games und weitere Sachen dazu. Hier gibt es tonnenweise alte private Websites vom früheren Hoster Geocities (alles in Englisch - aber man kann hier sehen, wie das frühe Web im 20. Jahrhundert etwa so ausgesehen hat). Mit vielen anderen zusammen gehörte ich zu den Webpionieren etwa der zweiten Generation, welche daran glaubten, dass hier ein riesiges, buntes, kreatives, diversifiziertes Wissensnetz von Privatleuten entsteht, die ihre Hobbys und Spezialinteressen mit selber gebastalten Websites vorstellen. Es ist mir wichtig, diesen speziellen Geist des frühen Internets herauszustellen, während sich die Meisten einfach bloss lustig machen über das damalige, veraltete Design (aber da steckte wirklich sehr viel mehr dahinter - und v.a. eben konnten die Leute eben nun plötzlich selber informative und kommunikative Inhalte erstellen!). Der Geist des Silicon Valleys konnte irgendwie ein bisschen überall sein in jener Zeit, und er konnte auch mit praktisch jedem Thema verbunden werden, wie die Themenvielfalt bei den alten privaten Websites zeigt]) - dies alles noch vor der Wikipedia oder in deren Anfangszeiten (die Wikipedia ging am 15. Januar 2001 online). Die Privaten Websites (d.h. Websites, die keinen [oder nur einen kleinen] geschäftlichen Zweck verfolgen und von Hand hergestellt worden sind [später auch mit Webentwicklerprogrammen wie Dreamweaver oder vorgefertigten Templates]) wurden schliesslich in den 2000-er Jahren durch das Aufkommen von Social Media überholt - heute gibt es nur noch wenige neue Private Websites.
* Wenn bei diesen älteren Seiten steht, dass deren Besuch 'Nicht sicher' ist, so kommt das davon, dass sie noch nicht von HTTP auf das neuere, sicherere HTTPS (Hypertext Transfer Protocol Secure) umgestellt haben - das heisst aber nicht, dass der Besuch dieser Seiten grundsätzlich ein Problem darstellt.
Anmerkung: die Bildschirmauflösung war damals kleiner, so dass der Bildschirminhalt deckend war mit der Spaltenbreite (siehe Bild oben - die Themen kamen so zustande, weil ich gerade frisch von einem Webpublisherkurs kam [Netinfo], weil ich mich [damals noch] hobbymässig mit Philosophie, Literatur und Geschichte beschäftigte [Cultus - wobei ich gerade daran war, punkto Philosophie den Sprung in die Berufung und Publikation zu machen] und weil ich einige Jahre als Sportreporter arbeitete [Hall of Fame])]).
Ein bisschen persönliche Nostalgie sei hier auch noch erlaubt bzw. gegeben: hier kann man meine allererste Website einsehen - aus dem Jahr 2001 (also vor rund 25 Jahren!, entwickelt im Jahr 2000 [offline]). Und da hat es tatsächlich sogar noch so zappelige AnimatedGIFs drauf, was damals im Trend lag (und was man heute nicht mehr recht verstehen kann [aber man schauen sich nur einmal die grafische Entwicklung der Videospiele an - es fängt eben alles sehr einfach, erkunderisch und spielerisch an, und entwickelt sich dann zu immer grösserer Komplexität und Perfektion (die auch tatsächlich erreicht werden könnte, wenn sich die Erde nicht stets weiterdrehen würde)]).
Die meisten alten Seiten wurden entweder aufgegeben oder haben sich von einem bestimmten Moment an nicht mehr gross weiterentwickelt - trotzdem hier ein paar Beispiele älterer Websites aus dem Wissens- und Philosophiebereich (vielleicht auch zum Zeigen, dass ich also nicht der einzige internet-/webverrückte Nerd, Geek und Freak aus der damaligen Zeit bin, wobei mein vielfältiges und ebenso breit- wie tiefausgelegtes Interesse in den Bereichen Internet, Philosophie, Spiel und Musik, u.a., wohl schon ziemlich speziell ist, aber item): Anderegg-Web (Jeremy Anderegg), Gleichsatz (Werner G. Petschko), Lesekost (Herbert Huber), Müllerscience (Roland Müller), Philolex (Peter Möller), Philos Website (Unbekannter Betreiber), Philosophiestübchen (Annette Schlemm), Scaruffi (Piero Scaruffi [englisch]), 12 Körbe (Hans Zimmermann). Das war/ist etwa gemeint damit - die Bandbreite an privaten Websites war früher sehr gross, im Wissensbereich wie auch im Hobbybereich (und in der Verbindung von beidem). Ich erinnere mich auch sehr gut noch etwa an Jürgen Patalong - von dessen Website habe ich die HTML-Sprache gelernt, um diese Seite hier zu machen (sein hervorrangender quelltextorientierter HTML-Basiskurs ist leider nicht mehr online). Oder auch an Klaus Oppermann mit seiner liebevoll gestalteten Oppis World Website - u.v.a.: das sind auch Geschichten und Typen des Webs, die leider halt mehr oder weniger verloren- und vergessengehen mit der Zeit. Es gab damals - etwa in den späteren 1990-er und den früheren 2000-er Jahren vermutlich kein tolleres Hobby, als aktiv an diesem World Wide Web herumzubasteln - das ist ja auch immer noch alles handgestrickt hier. Viele dieser privaten Seiten hatten auch Linklisten und/oder Webportale, in welchen man herumstöbern und das Web weiter erkunden konnte (siehe: meine Webportal-Seite).
Mitte der 1990-er Jahren wurde das Internet kommerzialisiert und popularisiert. Die Menschen feierten 1999/2000 - v.a. noch im Fernsehen (!), aber natürlich auch bereits im Web - den grossen Millenniumswechsel (obwohl er offiziell erst Ende 2000 stattfand); und es gab dabei weder einen Weltuntergang, noch eine Religionshysterie (wie sie unsere Religionskritiker prophezeiten oder befürchteten). In den 2000-er Jahren wurde das Web revolutioniert durch Social Media - insbesondere durch Facebook 2004, YouTube 2005 (übernommen von Google 2006) und WhatsApp 2009 (übernommen von Facebook 2014 - das grosse Fressen der kapitalistischen Wirtschaft, und die damit verbundenen Machtkonzentrationen, machte natürlich auch vor dem Internet/Web und Social Media keinen Halt). Am Anfang von diesem Boom steht Mark Zuckerberg, welcher (aus dem etwas seltsam erscheinenden Vorlauf vom Frauenbewertungssystem FaceMash) Facebook entwickelt hat; zuvor war das (im Vergleich) eher noch kleine und unscheinbare MySpace die bedeutendste Social-Media-Plattform. Die Zuckerberg- und Facebookgeschichte wurde sogar bedeutend verfilmt (Trailer: The Social Network [2010 - wichtige Momente, Spiegel-Kritik; die Darstellung Eisenbergs ist mittlerweilen wohl fast bekannter als die echte Erscheinung von Zuckerberg, welcher sich vom Film distanzierte - das Treffen, Private Account: mittlerweilen fühlte sich Zuckberberg als bedeteutendste Persönlichkeit in den Sozialen Medien wohl etwas herausgefordert, sich selber stärker in den Vordergrund zu rücken, was zu einer kleinen Erscheinungsveränderung* führte]). Zuckerberg wurde zur dritten ganz grossen Informatikikone nach oder mit Bill Gates (Microsoft) und Steve Jobs (Apple) - andere hätten es natürlich ebenso verdient, ganz zuvorderst genannt zu werden, wie etwa Tim Berners-Lee (WorldWideWeb), Larry Page (Google) oder Jimmy Wales (Wikipedia), oder auch die eigentlichen oder frühen Internetgrössen wie Licklider, Baran oder Tomlinson (Erfinder der E-Mail).
Man kann vielleicht sagen, dass die vergangenen Webjahrzehnte verschiedene Typen hervorgebracht haben: 1990-er Freaks, Geeks und Nerds, 2000-er User und Networker, 2010-er Influencer, 2020-er ? (Frage: was bedeuten, bringen, machen die Sozialen Medien in den 2020-er Jahren? Bedeutend ist sicher die Politisierung/Polarisierung des Webs [wie der Gesellschaft allgemein], u.a. mit der Übernahme von Twitter durch Elon Musk [2022, heute X] und der Gründung der alternativen Plattform BlueSky [2021] - vielleicht muss man bald von Politfluencern sprechen?). Im Zeitalter von Social Media ging es nicht mehr darum, mehr oder weniger kreative/interessante Websites zu basteln und surfenderweise im ganzen Netz herum zu suchen und zu besuchen, sondern: sich auf einer gemeinsamen Plattform zu treffen und sich dort in einem gegebenen Format auszutauschen, mit allen Vor- und Nachteilen, welche solche Plattformen bieten (einerseits kann man dort Gleichgesinnte finden, andererseits besteht z.B. aber auch die Gefahr von ungewünschten und schwierigen Kontakten). Das Erstellen von eigenen Websites war/ist mühsam und zeitaufwendig: in den Sozialen Medien ist man viel schneller mit dabei und irgendwie mittendrin. Das heisst: es hat mehr (Privat-) Leute motiviert, bei der Weiterentwicklung des Internets/Webs mitzumachen, und das ist doch eigentlich eine sehr gute Sache. Die typischen Nutzer und Nutzerinnen von Social-Media-Websites wie Facebook oder Instagram sollen eher jung, eher weiblich und eher extrovertiert sein. Und... natürlich eher interessiert an aktuellen Trends, an der Kenntnis und Verbreitung von solchen. Facebook ist das Medium der Promis: A-, B- und C-Promis aller Arten und Weisen. In der Frage nach den meistbesuchten und gefollowten Facebook-Websites fallen derzeit Namen wie Cristiano Ronaldo oder Shakira (ja, jeder darf ein Teil vom Kult um diese Stars sein). Sich mit Stars zu verbinden, hat natürlich seinen ganz speziellen Reiz - und das ist ein Teil vom Erfolg von Facebook. Es gibt zwei Seiten von Social Media: die Promi-Seite und die Privat-Seite, von den Interessen im kleinen Kreis, und das ist natürlich noch viel wichtiger. Eine Studie aus dem Jahr 2010 (Social Media Effects, von Tomorrow Focus Media) besagt, dass zu dieser Zeit rund 40% der Internetnutzer sich für Social Media interessierten, 38% dagegen nicht (also etwa gleich viele; das zeigt, dass aktuelle Trends im Web vielleicht immer ein bisschen weniger Leute ansprechen, und trotzdem sehr relevant bleiben in verschiedenerlei Hinsicht). Die Covidzeit zeigte, wie die Sozialen Medien in solchen Krisensituationen umkämpft werden: von Regierungspropaganda ebenso wie von Aktionen von Extremisten.
* Vorsicht vor politischer Propaganda in diesem Video, aber trotzdem. Die Covidpolitik war natürlich eine sehr schwierige Sache. Auf der einen Seite ist es leicht, heute zu sagen, dass die Massnahmen übertrieben waren, auf der anderen Seite gab es doch ernstzunehmende Anzeichen von einer Panik - nicht aufgrund von Desinformation der Regierungen (und nicht einmal aufgrund der doch betächtlichen Opferzahlen), sondern aufgrund der permanenten Überlastung der Spitäler (die ganz offenkundig auf eine solche Situation nicht vorbereitet waren, obwohl Bill Gates davor gewarnt hatte). Niemand weiss, wie die Sache ausgegangen wäre, wenn die Massnahmen nicht getroffen worden wären. So hatten wir zwei schwierige Jahre, im Grunde aber die Pandemie sehr gut überstanden (auch wirtschaftlich - was auf die Ausgewogenheit der Politik hindeutet; dass einige Libertäre Mühe haben mit Staatseingriffen dieser Art ist auch klar, aber wir müssen uns bewusst sein, dass die Freiheit heute nicht mehr der einzige Faktor für solche Entscheidungen sein kann - das wird sich mit den Problemen bezüglich der Umweltverträglichkeit und der Sozialgerechtigkeit weiter zeigen).
P.S. Interessant ist vielleicht auch, dass Zuckerberg hier (offenbar beeinflusst von den Rechtspopulisten) sagt, dass das Buch '1984' von George Orwell nicht unproblematisch sei. Eigentlich war es doch umgekehrt gedacht... Und wie steht es mit 'Animal Farm'? Na ja, da tun sich doch viele Fragen auf heute. Aber nat&uumL;rlich: man kann schon sagen, dass Orwell ein äusserst problematischer Autor ist (und auch H.G. Wells oder Gene Roddenberry, übrigens - man kann vielleicht sagen, dass die Fantasy eher rechte Ansätze hat, die Science Fiction eher linke [wenn man (auch) das politisch sehen will]).
Zu meinem Auftritt in den Sozialen Medien. Ich selber habe die Zeit der Sozialen Medien total verschlafen bzw. verphilosophiert - geschlafen habe ich zwar nicht, aber ich bin quasi steinhart auf meiner Website geblieben (dafür gibt es verschiedene Gründe - auch ein paar negative Erfahrungen im Internet, die mich vorerst einmal bestärkt haben darin, meine sozialen Aktivitäten im Netz nicht auszudehnen). Das hat sich sehr klar geändert im Juli 2025, wo ich mich entschieden habe, den Sozialen Medien nicht weiter fernzubleiben, sondern diese kennenzulernen und mich da selber einzubringen. Ich bin das wohl meiner Sache, d.h. meinem philosophischen Projekt, und der heutigen Zeit schuldig. Als Philosoph hat man es in den Sozialen Medien nicht allzu leicht, denn die Philosophie ist nun nicht gerade ein wirklich populäres Thema auf den entsprechenden Plattformen (die Gründe dafür sind vielfältig und liegen auch an der heutigen Schulbildung, welche die Philosophie nicht gross thematisiert, wie auch an der abgehobenen universitären Elite, die sich in kritizistischen und analytischen Sphären bewegen, welchen der Normalbürger nicht folgen mag [und auch nicht unbedingt folgen muss: die Resultate der heutigen Philosophie sind mager und (selbst in intellektuellen Sphären!) wenig einflussreich - aber interessant ist v.a. die Philosophiegeschichte; und dies natürlich nicht nur mit dem Zitieren alter Denker, wie das in den Sozialen Medien gemacht wird, sondern mit den ganzen Grundkonzepten und ihren Bedeutungen für die Menschheit]). Dass diejenigen, die sich in den Sozialen Medien mit philosophischen Themen und Fragen befasssen v.a. über Philosophen reden, welche zu denjenigen gehören, die ich am stärksten kritisiere (das sind etwa Schopenhauer, Nietzsche, Wittgenstein, Derrida, Rorty oder die hellenistischen Untergangsphilosophien [Skeptizismus (Wahrheitsverleugnung), Stoizismus/Stoa (Seelenruhe und Gleichgültigkeit), Epikureismus (Lust-und-Laune-Prinzip)]), macht die Sache auch nicht gerade einfacher. Ich mache halt ein bisschen mein eigenes Ding, jedenfalls sieht das von aussen so aus, und das ist relativ schwierig auf die Sozialen Medien zu übertragen. Aber ich gebe, wie immer, mein Bestes (und bin auch bereit, mich da noch ein bisschen mehr zu öffnen und noch ein bisschen kreativer zu sein). Ansonsten trifft man da heute unter den denkerischeren und kritischeren Leuten v.a. etwa Mentoren aller Art, Schamanen und Naturheiler, alternative Psychologen, Vertreter der Matrixtheorie und andere Verschwörungstheoretiker und dergleichen mehr (und das sind meistens nicht Leute, mit denen man ernsthaft über Philosophie diskutieren kann - die sind ja weit über Platon und Aristoteles oder auch Kant und Hegel hinaus, denken sie, und wenn man das in Frage stellen möchte, findet man ganz einfach kein Gehör). Ich habe mich entschieden, auf mehreren bzw. recht vielen Plattformen tätig zu sein, wobei TikTok eindeutig im Vordergrund steht. Es ist die dynamischste Plattform, auf welcher man als Neu- und Späteinsteiger die beste Möglichkeit findet für einen regen Austausch, bei welchem sofort Response und Interaktion stattfindet. Auf den anderen Plattformen hat sich teils bereits vieles ein bisschen etabliert, und viele Leute sind gar nicht mehr gross auf der Suche nach neuen Freunden und Followern (und viele Leute sind auch schon ausgestiegen und/oder abgewandert [von den älteren auf neuere Plattformen]). Trotzdem macht es mir viel Spass all diese Plattformen kennenzulernen und meine Möglichkeiten da je auszuloten.
Wie kam ich zur Auswahl der Plattformen? TikTok stellte sich, wie gesagt, rasch als die beste Plattform für mich zu dieser Zeit heraus - ich musste da lernen, Videos zu machen, aber das ging viel besser, als ich das eigentlich dachte. Facebook erscheint mir als die sympathischste aller Plattformen, auf welcher man auch alles machen kann (Texte, Bilder, Videos) - leider hat die Plattform ihren Zenit wohl schon ein bisschen überschritten (falls es kein Facebook-Revival gibt, denn die Jungen gehen heute eher auf dynamischere Plattformen). Warum BlueSky und nicht X? Ich bin - relativ unwissend - auf X eingestiegen: am Anfang kommt man da, wenn man noch keinen eigenen Kreis hat, zuerst einmal in einen Schwall von Elon-Musk-Beweihräucherung und rassistischen Inhalten hinein, was mir dann rasch einmal auf die Nerven ging war. Und so habe ich X aufgegeben und es auf BlueSky versucht, wo es ein bisschen ruhiger ist und ich mich ein bisschen wohler fühle (obwohl ich mich politisch letztlich in der Mitte verorte - weitere Alternativen für textorientierte Plattformen wären etwa Threads oder Mastodon gewesen, aber ich habe mich aus verschiedenen Gründen gegen diese entschieden). Instagram und Youtube waren zuerst v.a. als weitere Speicherungssorte für die TikTok-Videos gedacht - nach und nach werde ich da aber auch je eine eigene Konzeption für diese Plattformen entwickeln. Reddit (Austausch, Wissen, Information) und Flickr (Fotos) sind bisher reine Ergänzungen, und auf PhilPeople, der Plattform für die Philosophen und Philosophinnen, muss ich natürlich auch vertreten sein.
Die neuste Entwicklung ist jene der Künstlichen Intelligenz KI (engl. Artificial Intelligence AI). Ist das überhaupt noch ein Internetphänomen, oder ist das ganz etwas anderes? Das ist natürlich voll ein Internetphänomen, denn die KI bezieht ihr ganzes Hintergrundwissen ja vom Internet. Ist es denkbar, dass sich die KI einmal vom Internet löst, wenn sie all deren Informationen aufgesogen hat, und z.B. über andere, eigene Kanäle mit den Nutzern und Nutzerinnen kommuniziert? Das ist nicht ausgeschlossen. Allerdings würde die KI damit eine wichtige Informationsquelle verlieren. Die Welt entwickelt sich ja stets weiter - und damit auch das Wissen (es muss also weiterhin von der KI bezogen werden können - jedoch ist es ausgeschlossen, dass die KI dies direkt mit ihren Nutzern und Nutzerinnen macht: sie könnte ja diese aktiv befragen und evtl. sogar für Informationen bezahlen [doch das ist alles Zukunftsmusik]). Derzeit steht noch nicht gerade das Internet auf dem Spiel, aber doch immerhin die Sozialen Medien, denn die KI ist natürlich ein ganz neues Phänomen, welches teils gegen die Sozialen Medien gerichtet ist, zumindest bringt sie eine ganz andere Kommunikationsstruktur, nämlich nicht mehr die Kommunikation unter einander (wie sie Alexander Bard, der bedeutendste Internetphilosoph, so schön idealisiert hat), sondern eine Kommunikation von oben nach unten (wie in der alten Welt, quasi, vor dem Internet). Wir haben die Situation, dass neue KIs wie Pilze aus dem Boden schiessen - die Wirtschaft zeigt aber, auch im Internet-Tech-Bereich, dass es immer zu einer gewissen Monopolisierung führt. Ist diese auch im KI-Bereich zu erwarten. Dann könnte - gepaart vielleicht mit weiteren sozio- und ökoproblematischen Fehlentwicklungen - tatsächlich ein dystopisch-autokratisches Problem entstehen. Ich bin jedoch gegen solche Dramatisierungen. Meistens gibt es zu bestimmten Entwicklungen auch Gegenentwicklungen, die alles wieder ein bisschen relativieren. Aber: schauen wir mal. Während mit den Sozialen Medien die Leute quasi hinausgegangen sind ins Netz und dort miteinander kommunziert haben, ziehen sich der KI-Nutzer und die KI-Nutzerin mit ihrem Gerät zurück in den eigenen Bereich. Das könnte, wenn dann die KI z.B. auch eigene Spiele und Unterhaltungen entwickelt, durchaus zu einem gesellschaftlichen Problem werden. Die grosse Zeit der Sozialen Medien scheint auf jeden Fall bereits wieder vorbei zu sein. Der Traum der Verbindung der Menschen ist ausgeträumt (und er hat politisch auch nicht das gebracht, was man sich von ihm erhofft hat, notabene [und auch intellektuell nicht, notabene]): es ist die übergeordnete) KI, die nun das Interesse der Leute an sich zieht und ziehen wird. Vorerst jedenfalls. [Mehr folgt.]
Und dann ist da (wenn wir noch einmal ein bisschen zurückgehen in der Zeit) neben vielem anderen eben noch... das Spielethema. Was hat das Web in diesem Bereich Neues gebracht? Vor allem natürlich die MOGs (Multiplayer Online Games) bzw. MMOGs (aka MMOs, Massively Multiplayer Online Games), MMORPGs (Massively Multiplayer Online Role-Playing Games) oder MOBAs (Multiplayer Online Battle Arena Games). Das sind im Wesentlichen alles Mehrspielerspiele, die man zusammen und/oder gegeneinander online spielt, meist im Browser - viele dieser Spiele werden auch als Browserspiele bezeichnet (d.h. Spiele, die im Browser gespielt werden; die allgemeine Bezeichnung ist natürlich: Onlinespiele, im Gegensatz zu den Offlinespielen [z.B. Downloadspiele, früher auch Sharewarespiele auf CDs - das gehört zu den Sachen, die es bereits nicht mehr gibt - oder auch etwa Spiele, welche das Betriebssystem bereitstellt und natürlich alle übrige Spielesoftware, teils auch Spiele, die man online spielt, aber nicht im Browser]). Was sind die meistgespielten und/oder bedeutendsten Online Games aller bisherigen Zeiten? Eine verbindliche Liste gibt es nicht, aber man kann vielleicht etwa diese Spiele nennen (alphabetisch, ohne Reihenfolge): Apex Legends, Counter-Strike: Global Offensive, Crossfire, DOTA [Defense of the Ancients] 2, Fortnite Battle Royale, Hearthstone, League of Legends, PUBG [aka PUBG: Battlegrounds, PlayerUnknown's Battlegrounds], Team Fortress 2, World of Warcraft. Ich habe nicht viele grosse Onlinespiele gespielt, vielleicht etwa Goalunited oder Hearthstone (beides nicht mehr aktiv), heute bin ich - neben den Schachplattformen, wo ich (zeitweise) auch ein bisschen mitpsiele - noch auf der Board Game Arena, wo man Brettspiele online spielen kann (mit BGA und BGG [Board Game Geek] sind auch die analogen Spieler vernetzt mit dem Internet/Web [abgesehen davon, dass es auch immer mehr analoge Spiele mit einer Appanbindung gibt]). Die Entwicklung der grossen Videospiele ist überhaupt ein bisschen an mir vorbeigegangen (ich schaue mir dazu Onlinevideos an, um mich auf dem Laufenden zu halten, spiele das aber selber eher nicht). Warum? Ich habe meine Spielerfahrungen mit den frühren Arcadegames gemacht (in Spielsalons, nicht zuhause [Space Invaders, Pac-Man, Phoenix, Moon Cresta (aka Eagle), Donkey Kong, Galaga, Pole Position, Track&Field, Tehkan World Cup und andere]); und daher sagte ich mir später, dass ich auf weitere solche Erfahrungen verzichten möchte, insbesondere wollte ich nicht zu viel Zeit im Internet/Web verlieren durch das Spielen, denn ich wollte ja das ganze Web kennenlernen... bis ich dann im Internet auf die Minigames bzw. Flashgames gestossen bin, eine andere interessante Spezialität des Internets/Webs sowie auch die Seiten mit den Retrospielen im Emulatorverfahren (z.B. retrogames.cz, retrogames.cc und andere [hier gibt es die grossen Spaceshooterklassier: Space Invaders, Galaxian, Phoenix, Moon Cresta (aka Eagle), Galaga]). Die beste Website sonst für alte Minigames bzw. Flashgames ist Y8, wozu man allerdings einen Spezialbrowser herunterladen muss. Die meisten Minigames sind relativ harmlos, nicht so dieses: The World's Hardest Game - geht gar nicht? Geht doch! [Wenngleich dieses Video offenkundig gefaked ist; ich habe es bis Level 12 geschafft, bevor ich aufgegeben habe - bist du besser?]). Die Formate für solche Minigames sind etwa: Java (selten), JavaScript (selten), Flash (eingestellt), Shockwave (eingestellt), Unity, HTML5 sowie Silverlight (Microsoft) und QuickTime (Apple) und andere (andere Websites mit Minigames). Seit dem Ende des Flashplayers (2020) und von Shockwave (2017) spielten die Free-Online-Minigames eine immer geringere Rolle, jedoch sind sie dank Ruffle-Flash-Emulator zurückgekehrt (2024 - in der Zwischenzeit hatten ein paar wenige Spieleseiten eigene, downloadbare Flashplayer zur Verfügung gestellt [Y8, Newgrounds, Kongregate])*. Es gibt weitere kleine Spielephänomene im Web, wie etwa diese: Akinator, Drench, Polka Dot Game, Agar.io, Snake.io/Gulper.io (Original: Slither.io), Wordle (deutsch, Skribble.io, andere Sprachen), Gartic Phone, Ultimate Tic-Tac-Toe (Anm. das gewählte Feld gibt immer die nächste Box für den Gegenspieler an) und andere mehr. Ach ja, und warum sind eigentlich so viele Videospiele so brutal? Hier gibt es die Geschichte dahinter (und hier gibt es die ganze Geschichte der Videogames, aber seriös; bekannt ist Irate Gamer [Chris Bores] auch für einen legendären Streit mit Angry Video Game Nerd [AVGN - James Rolfe], dem eigentlichen Star unter den frühen Videogamerezensenten [vor späteren Grössen wie PewDiePie oder Markiplier], in welchen sich auch andere einmischten wie TheArchfiend [Irate Gamer Response] - das war eine sehr seriöse Sache! Und dies: Firmen am Abgrund: Nintendo - Die Spiele-Legende).
* Die alten Flash-Minigames sind zurück (dank Ruffle Flash Emulator)! Meine Top-10: Drifting Afternoon, Galagian, Gandy's Quest, Heart of Tota, Mystery IQ Test, Portal - The Flash Version, Paradox Embrace, Starsky and Hutch Pinball [Tasten: Shift/Ctrl, Arrow down, Space (Play Fullscreen, Esc)], Suma (ein würdiger Klon des Originals [Zuma]), The World's Hardest Game. (Leider nicht gefunden [Shockwave Spiele]: Barnyard Jersey Joyride [V], Bow Master [V - Ersatz: Bow Master Japan, Bow Master Halloween], Creepy Pong [V], Offroad 4x4 [V]) + 150 weitere Spiele + Scooby-Doo-Adventure-Games-Special: The Ghost Pirate Attacks (1-1), Neptune's (1-2), Reef Relief (1-3), Pirate Ship of Fools (1-4), Rivers Rapids Rampage (2-1), Creepy Cave In (2-2), Terror In Tikal (2-3), The Temple of Lost Souls (2-4) + neu: Kart Race 3D
+ Relic Runway + Soccer Physics. [Walkthroughs zu den diversen Spielen gibt's auf Youtube.]
Hier gibt es ein paar weitere spezielle Seiten mit spielerischem und/oder künstlerischem Inhalt: Patatap (auch irgendwie [Web-] Kunst) - drücke einfach eine Taste und schau, was passiert; es würde mich sehr verwundern, wenn nicht auch du dich damit ein bisschen verweilen könntest) oder Erppy (kleines Webflash, gefällig?) oder Zoomquilt (eine weitere Endlosanimation) oder Wavesilk oder Intotime oder Tonematrix. Sicher gibt es noch einige Beispiele mehr - leider aber viel zu wenige (für kreatives, kunstvolles Internet-/Webschaffen - d.h. man könnte eigentlich noch viel mehr machen mit dem Internet/Web als das, was heute gemacht wird, und natürlich ist das Internet/Web insgesamt auch recht kommerziell geworden [was man der Art vieler heutiger Webseiten auch anmerkt - wo ist die Internet-/Webkunst geblieben?? (Was ja auch ein Boom sein könnte/müsste heutzutage - aber die Kunst bzw. das Kunstschaffen steckt vielleicht auch allgemein etwas in der Krise derzeit)]). Wenn man in Google Begriffe wie 'Webkunst', 'Netzkunst', 'webart' oder 'netart' eingibt, erscheint ganz einfach nichts zu diesem Thema. Das Internet hat es bisher verpasst, eine eigene Webkunst zu begrüden und zu pflegen. Das ist doch auch einigermassen erstaunlich. Dabei wären die Möglichkeiten ja eigentlich unbegrenzt (bis zum Ende des Internets, oder so). Der Grund könnte darin liegen, dass das Web eben halt kommerziell geworden bzw. von kommerziellen Angeboten überflutet ist, so dass der andere - freie, künstlerische - Bereich ein bisschen zu kurz kommt (dass das Web so kommerziell geworden ist, erkennt man gar nicht immer und überall sofort, aber es fängt eben schon damit an, dass die Leute ihre Webseiten nicht mehr selber machen, sondern sich auf Plattformen von Techkonzernen bewegen, und es geht da weiter, wo viele Nutzer und Nutzerinnen v.a. ihr eigenes kleines Business bewerben und nicht unbedingt auf einen offenen, freien, spielerischen und künstlerischen Austausch aus sind, usw. usf., etc. etc. - auch die traditionellen Medien sind leider kostenpflichtig geworden [wie paradiesisch war das am Anfang, als noch alles gratis war im Web und man sich gar noch keine Gedanken darüber machte, dass das Web bald diese Kommerzialisierung erfahren würde, allerdings wäre dann vielleicht auch vieles gar nie entwickelt worden (oder viel langsamer)]).
* * * * * [Still unter Konstruktion] * * * * *
P.S. (Exkurs). Das Internet und die Sozialen Medien bringen einem dazu, Dinge zu tun, die man sonst nie tun würde, z.B. habe ich im August 2025 auf TikTok ein Video veröffentlicht, in dem ich eine Liste der Top-10 Philosophen der Philosophiegeschichte (aus meiner Sicht) gegeben habe. Dabei sage ich doch sonst, dass ich jeden Philosphen und jede Philosophin gleichermassen wertschätze. Das war langezeit etwas vom Undenkbarsten für mich - Philosophen und Philosophinnen zu ranken - aber ich habe es gemacht. Und das war/ist die Liste: 1. (Herr oder Frau) Anonymus, 2. Platon, 3. Jesus, 4. Parmenides, 5. Aristoteles, 6. Konfuzius, 7. Spinoza, 8. Cicero, 9. Locke, 10. Descartes. Überraschung: kein Kant und kein Hegel - kein Rousseau, keine Integralisten, Esoteriker oder Feldtheoretiker (die ich doch so gerne mag), auch kein Buddha, kein Sokrates, und auch keine Utilitaristen und Pragmatisten, und auch keine Ökophilosophen oder Ökophilosophinnen. Das hat alles seinen Grund bzw. seine Gründe, aber ich kann das jetzt hier nicht alles erklären. Sicher fällt auf, dass da kein einziger deutscher Philosoph dabei ist! Dabei ist Kant sogar mit Abstand der meistgelesenste Philosoph von mir (das war allerdings vor vielen Jahren, fast an einem Stück). Nun, leider haben wir ja gesehen, wozu die deutsche Philosophie der Vergangenheit geführt hat (und die deutsche Philosophie war nicht unschuldig daran). Es gibt viele Gründe dafür, einige deutschen Philosophen doch zu erwähnen, oder sie eben nicht zu erwähnen. Ich habe sie hier nicht erwähnt - aber die deutsche Philosophie hat in der Zukunft neue Chancen, und ich hoffe, dass sie sie nützen wird (bisher gibt es allerdings keine Anzeichen davon). Die Deutschen sollten endlich einmal ein richtiges Bewusstsein entwickeln. Es wahr: sie haben viel Vergangenheitsbewältigung gemacht, aber das reicht noch lange nicht - sie haben es verpasst bisher, die Dinge zu transformieren, für eine positive Zukunft (auch das Händchenhalten mit den Franzosen, und erst recht mit den Amerikanern, reicht dafür nicht - die Deutschen müssen sich wirklich neu erfinden [Frau Merkel war auf dem Weg dazu, aber sie hat es letztlich auch nicht geschafft], und sie sollten heute anfangen damit). Die beste Idee, welche ein deutscher Philosoph je hatte, war jene des Völkerbundes bei Immanuel Kant - diese Idee stammt jedoch ursprünglich von einem Franzosen: Abbé de Saint Pierre (und Kant hat es versemmelt, diese Idee zu einer Weltregierung auszubauen, ja er meinte sogar ausdrücklich, dass es keine Weltregierung sein soll: das trifft unsere Zeit mitten ins Herz). Hmm, es kann offenbar nicht sein, dass alles bei mir letztlich wieder zur Philosophie zurückführt - zur Liebe zur Sophie.
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