100 Topsongs aus Afrika & A World of Sounds



Man kann Afrika nicht besser erklären als durch die Musik, und man kann die Musik nicht besser erklären als durch Afrika. Oder müssen wir sogar von der Kultur ganz allgemein sprechen (ja: Afrika ist ja durchaus auch die kulturelle Wiege der Menschheit) - wie auch immer... Ich wollte schon immer eine Musikseite machen auf meiner Website - weil ich v.a. mit der Musik und dem Film aufgewachsen bin (natürlich noch vor der Internet/Web- und Handy-Zeit). Die Musik hat mich während meinem ganzen Leben begleitet - und ich habe auch immer wieder versucht, eine Musikseite aufzubauen hier, das Resultat hat mich aber nie so ganz richtig überzeugt. Ich denke, jetzt habe ich den richtigen Ansatz dafür gefunden.

Ich beschäftige mich schon länger mit der afrikanischen Musik (seit einigen Jahren [in dieser Zeit haben sich auch die gegebenen Songs (unten) angesammelt, wobei ich für diese Liste noch einmal so richtig auf die Suche gegangen bin im Internet/Web, denn das soll ja nicht irgendeine Liste sein, sondern: eine richtig gute und interessante Liste, welche sowohl die historisch wie auch die aktuell relevanten Songs aufführt]). Wie ist es dazu gekommen? Ich hatte früher einmal eine längere Reggaephase, in welcher ich mich sehr intensiv mit der Reggaemusik auseinandergesetzt habe (in der ganzen Bandbreite der modernen jamaikanischen Musik). In der Reggaemusik und der Rastaphilosophie wird sehr viel auf Afrika und insbesondere auf Äthiopien verwiesen - da hat es mich irgendwann einmal interessiert, wie denn äthiopische Musik eigentlich klingt (das war eine ziemliche Überraschung, denn diese ist sehr speziell und originell [und ziemlich unbekannt in der westlichen Welt]). Ich habe mich dann weiter interessiert für die ganze Weltmusik, in welcher ich irgendwie besonders bei der afrikanischen Musik hängengeblieben bin. Diese Seite soll ein bisschen zeigen warum, indem hier (fast) die ganze Bandbreite der afrikanischen Musik von früher und heute dargestellt wird (mit 'früher' meine ich in diesem Zusammenhang natürlich nicht ganz früher, sondern die Zeit, seit welcher es Plattenaufnahmen gibt). In einer solchen Liste kann natürlich nicht wirklich die gesamte Bandbreite aufgezeigt werden, sondern nur ein kleiner, aber immerhin doch wohl sehr interessanter Eindruck davon.


Einige werden erstaunt sein über die Vielfalt, welche die afrikanische Musik bietet. Der afrikanische Kontinent ist sehr gross und hat immer wieder viele verschiedene Einflüsse erlebt - so kann sich das erklären (da ist einmal der Haupteinfluss der verschiedenen traditionellen Einflüsse der afrikanischen Kulturen, dann kommt der Einfluss der Europäer und Araber dazu und schliesslich - u.a. - auch noch der Einfluss der überseeischen afrikanischen Communities und deren Musik, u.a. in den USA, in Brasilien, auf Kuba oder Jamaika, aber auch in Frankreich und Grossbritannien, welcher ebenfalls stark auf Afrika zurückwirkt[e]; und schliesslich sind da auch noch die Einwanderer, die aus aller Welt nach Afrika kommen).

P.S. Wir verstehen unter dem Begriff der Weltmusik (engl. World Music) wohl etwas Folkloremässiges oder -ähnliches, welches in der Welt ausserhalb der USA (sowie der anderen grossen aussereuropäischen anglophilen Länder [insbesondere Kanada und Australien]) und Europas liegt. Dieser Begriff ist insofern etwas verwirrlich, als gerade Afrika schon lange - spätestens seit den 1970-er Jahren - eine sehr reiche Musikproduktion hat, die auch immer in regem Austausch stand mit der Musik des Westens und der Welt. Der gebräuchliche Begriff der Weltmusik wurde in den späteren 1980-er Jahren populär und hat in den 2000-er Jahren einiges an Popularität eingebüsst - einerseits wird die Musik der übrigen Welt heute (auch im Zuge des Internets) etwas ernster genommen, andererseits ist das Interesse des Mainstreams an der Musik aus anderen Sphären eigentlich sogar geschwunden; ebenso der ursprüngliche Begriff der Weltmusik, wie er 1905 vom deutschen Musiktheoretiker Georg Capellen eingeführt wurde, von einer 'universalen Metamusik' - obwohl wir im heutigen Pop-, R&B- und HipHop-Mix tatsächlich den (wohl vorübergehenden) Anhauch von so etwas erkennen können (denn auch die Musik verändert sich ja dauernd und immer wieder); dieser ist aber viel weniger 'exotisch' als Capellen meinte, sondern viel eher nach einem heutigen Welt-Mainstream ausgerichtet.

Bild (anklicken für das Video): Emashie, die vermutlich beste Schweizer World-Music-Band, mit Musikern aus der Schweiz, Brasilien, Ghana und Simbabwe (leider aufgelöst Ende 2023 - ich hatte die Chance, sie einmal live zu hören, und es war sehr stimmungsvoll).



Die Liste: 100 Songs der afrikanischen Musik [von früher bis heute]).


1. African Brothers Dance Band International - Akwantifi Wuo (Ghana, Highlife, 1981) [V]
2. Ali Farka Touré feat. Oumou Sangaré - Cherie (Mali, Tuareg/Desert Rock, 2023) [V]
3. Alpha Blondy - Come Back Jesus (Elfenbeinküste, Afroreggae, 1985) [V]
4. Amadou & Mariam - Je pense à toi (Mali, Mali Blues, 1998) [V] (In diesem speziellen Gesangsduo sind beide blind)
5. Amadou Ballake Et Les 5 Consuls - Renouveau (Burkina Faso, Afrofunk/Musique traditionelle, 1970s) [V]
6. Amampondo - Marimba Song (Südafrika, Instrumental [Perkussion], 1995) [V]
7. Américo Brito - Sintado Na Pracinha (Kapverden, Afropop/Funanà, 2003) [V]
8. Amr Diab - Nour El Ain (Ägypten, Arabpop, 1996) [V]
9. Angélique Kidjo - Wombo Lombo (Benin, Afrobeat, 1996) [V]
10. Babatunde Olatunji - Dawn [Idaji] (Nigeria, Instrumental [Perkussion], 2005) [V]
11. Barbara Kanam - Têti (DR Kongo, Afrobeat, 2003) [V]
12. Batsumi - Lishonile (Südafrika, Afrojazz, 1974) [V]
13. Bembeya Jazz National - Ballake (Guinea, Afrojazz/Afropop, 1970s?) [V]
14. Bitori feat. Chando Graciosa - Bitori Nha Bibinha (Kapverden, Funanà, 1997) [V]
15. Black Gerardo - Haridjnan Sörö Mandi (Guinea, Afroreggae, 2012?) [V]
16. Bob Azzam Et Son Orchestre - Mustafa (Ägypten/Frankreich, Chanson/Schlager, 1960) [V]
17. Bongos Ikwue & The Groovies - Still Searching (Nigeria, Afropop/Afroreggae, 1978) [V]
18. Boubacar Traoré - Je chanterai pour toi (Mali, Liedermacher/Mali Blues, 1996) [V]
19. Brenda Fassie - Thola Amadlozi (Südafrika, Afrodisco, 1990) [V]
20. Burna Boy - Anybody (Nigeria, Afrobeat, 2019) [V]
21. Celestine Ukwu & His Philosophers National - Mmefie Adiro Mgbayalu Ama Di (Nigeria, Highlife, 1974) [V]
22. Césaria Évora - Sodade (Kapverden, Schlager/Morna, 1992) [V]
23. Cheb Khaled - Moule el Kouchi (Algerien, Arabpop/Amazigh Music, 1985) [V] (Sein eigentlicher Welthit ist Aïcha, 1996)
24. Chief Stephen Osita Osadebe & His Nigerian Sound Makers - People's Club Odogwu (Nigeria, Highlife, 1977) [V] (Special)
25. Daniel Owino Misiani and Shirati Band - Wuoro Monono (Tansania/Kenia, Benga, 1989) [V]
26. Diblo Dibala - Laissez-passer (DR Kongo, Afrodance/Soukous, 1995) [V]
27. Dji Tafinha feat. Punidor - Mwangolé (Angola, Rap/HipHop, 2010) [V]
28. Dobet Gnahoré feat. Yabongo Lova - Lève-toi (Elfenbeinküste, Afrobeat, 2021) [V]
29. Don'zer - Ovengo (Gabun, Rap, 2022) [V]
30. Ebo Taylor - Heaven (Ghana, Afrofunk/Afrobeat, 1977) [V]
31. El Hachemi Guerouabi - El Bahdja (Algerien, Liedermacher/Chaabi, Dat. unbek.) [V] (live)
32. Ernesto Djédjé - Golozo (Elfenbeinküste, Afropop/Ziglibithy, 1979) [V]
33. E.T. Mensah & His Tempos Band - Yei Ngbewoh (Ghana, Highlife, 1958) [V] (Wird als King des Highlifes bezeichnet)
34. Farafina - Warri (Burkina Faso, Musique traditionelle, 2001) [V] (Afro-Pfingsten-Konzert)
35. Farid al-Atrash - Hebbina Hebbina (Syrien/Ägypten, Klassische Ägyptische Musik, 1974) [V]
36. Fatoumata Diawara feat. Damon Albarn - Nsera [Solomun Remix] (Mali/Grossbritannien, Afrobeat, 2023) [V]
37. Fela Kuti - Confusion (Nigeria, Afrofunk/Afrobeat, 1974) [V] (Gilt als Begründer des Afrobeats)
38. Fireboy DML - Like I Do (Nigeria, Afrobeat, 2019) [V]
39. Floby - Nini Toogo (Burkina Faso, Afrobeat/Takborsé, 2022) [V]
40. Francis Bebey - Ode A L'Afrique (Kamerun/Frankreich, Liedermacher, 1978) [V] (nach einem Gedicht von Bernard Dadié)
41. Freeway - Majita (Südafrika, Disco Funk, 1984) [V]
42. Geoffrey Oryema - Makombo (Uganda, Ballade, 1990) [V]
43. Gétatchèw Kassa - Tezeta [Slow] (Äthiopien, Ethiopian Blues, 1972) [V]
44. Gétatchèw Mékurya - Ambassel (Äthiopien, Instrumental [Saxophon], Dat. unbek.) [V]
45. (Le) Grand Kallé - Indépendance Cha Cha (DR Kongo, Chanson/Schlager, 1960) [V]
46. Hugh Masekela - Grazing in the Grass (Südafrika, Afrojazz, 1968) [V]
47. Ismaël Lô - Jammu Africa (Niger/Senegal, Ballade, 1996) [V]
48. Johnny Clegg & Savuka - Asimbonanga (Südafrika, Afrorock/Ballade, 1987) [V]
49. Koffi Olomide & Papa Wemba - Esakola (DR Kongo, Soukous, 1996) [V]
50. K. Frimpong And His Cubano Fiestas - Kyenkyen Bi Adi M'awu (Ghana, Highlife/Afrofunk, 1976) [V]
51. Ladysmith Black Mambazo - Homeless (Südafrika, A capella/Isicathamiya, 1986) [V]
52. Latifa - Ma Etrohsh Ba'ed (Tunesien, Arab Beat, 2003) [V]
53. Les Espoirs de Coronthie - Forê (Guinea, Musique traditionelle, 2009) [V]
54. Lucky Dube - Remember Me (Südafrika, Afroreggae, 2013) [V]
55. Mafikizolo feat. Uhuru - Khona (Südafrika, Afrobeat/Kwaito, 2013) [V]
56. Magic System - Zouglou Dance (Elfenbeinküste, Zouglou/Coupé-décalé, 2008) [V] (Siehe auch: Bouger Bouger)
57. Mahlahtini and the Mahotella Queens - Kazet (Südafrika, Afropop/Mbaqanga, 1988) [V]
58. Manalemosh Dibo - Gondere (Äthiopien, New Ethiopian Music, 2004) [V]
59. Manu Dibango - Soul Makossa (Kamerun, Afrojazz/Afrofunk, 1972) [V]
60. Marijata - I Walk Alone (Ghana, Afropop/Afrofunk/Afrojazz/Afrosoul, 1976) [V]
61. Mariem Hassan - Haiyu (West-Sahara, Tuareg/Desert Rock, 2017) [V]
62. Mayra Andrade - Seu (Kuba/Kapverden, Morna, 2009) [V]
63. Miriam Makeba - Pata Pata (Südafrika, Afropop/Afrosoul, 1967) [V]
64. Miss Ana - Je suis là (Gabun, Afrobeat, 2023) [V]
65. Mory Kanté - Yeke Yeke (Guinea, Afrobeat/Afrorock/Afrodisco, 1987) [V]
66. Mulatu Astatke - Tezeta (Äthiopien, Afrojazz/Ethiopian Jazz, 1969) [V]
67. Nancy Ajram - Badna Nwalee El Jaw (Ägypten, Arab Beat, 2018) [V]
68. Nimon Toki Lala feat. Nene Tchakou - Ça fait du bien (Togo, Afrodance/Soukous, 1992) [V]
69. Niska feat. MHD - Versus (Frankreich/DR Kongo, Afrobeat, 2018) [V]
70. Oliver De Coque & His Expo'76 - Identity (Nigeria, Highlife, 1980) [V]
71. Orchestra Baobab - Ndéleng Ndéleng (Senegal, Afropop/Mbalax/Son Cubano, 1978) [V]
72. Orchestre Poly-Rythmo de Cotonou - Dis moi la vérité (Benin, Afrofunk/Sato, 1970s) [V]
73. Osibisa - Sunshine Day (Grossbritannien/Ghana/Karibik/Nigeria, Afrorock, 1975) [V]
74. Oudaden - Yani Trjoune (Marokko, Berber/Amazigh Music, 2011) [V]
75. P-Square - Jaiye [Ihe Geme] (Nigeria, Afrobeat, 2022) [V]
76. Rema - Calm Down (Nigeria, Afrobeat, 2022) [V]
77. Rocky Dawuni - African Reggae Fever (Ghana, Afroreggae, 2010) [V]
78. Salif Keïta - La différance (Mali, Mali Blues, 2009) [V]
79. Samara - Paranoia (Tunesien, Rap/HipHop, 2022) [V]
80. Snr. Eddie Donkor & Internationals - Na Who Cause Am (Ghana, Highlife, 1977) [V]
81. Soweto Gospel Choir - Amazing Grace (Südafrika, Afrogospel, Dat. unbek.) [V]
82. Stonebwoy - Into the Future (Senegal, Afrobeat, 2023) [V]
83. (Super) Sweet Talks - Akampanye (Ghana, Highlife/Afrofunk, 1976) [V]
84. Tabu Ley Rochereau & Afrisa International - Mokolo Nakokufa (DR Kongo, Rumba congolaise, ?) [V]
85. Teddy Afro - Atse Tewodros (Äthiopien, New Ethiopian Music, 2017) [V]
86. Tekno - Pana (Nigeria, Afrobeat, 2016) [V]
87. The Bhundu Boys - Une Shuwa here (Simbabwe, Afropop/Jit, 1983) [V]
88. Thomas Mapfumo & The Blacks Unlimited - Mukadzi Wangu (Simbabwe, Chimurenga, 2006) [V]
89. Tiken Jah Fakoly - Plus rien ne m'étonne (Elfenbeinküste, Afroreggae, 2004) [V]
90. Tilahun Gessesse - Selamtaye Yidres (Äthiopien, Ethiopian Jazz/Soul, Dat. unbek.) [V]
91. Tinariwen - Matadjem Yinmixan (Mali-Libyen-Sahara, Tuareg/Desert Rock, 2001) [V] (live)
92. Tiwa Savage - All Over (Nigeria, Afrobeat, 2017) [V]
93. Tony Allen With Afrika 70 - Afrodisco Beat (Nigeria, Afrobeat, 1977) [V]
94. Touré Kunda - Em'ma (Senegal, Afroreggae, 1985) [V]
95. Umm Kulthum - Enta Omri (Ägypten, Klassische Ägyptische Musik, 1964) [V]
96. William Onyeabor - When the Going Is Smooth & Good (Nigeria, Afrodisco/ Afropop, 1985) [V]
97. Wust el Balad - Wust el Balad (Ägypten, Arabic Rock, 2007) [V]
98. Yemi Alade feat. Inoss'B - Lipeka (Nigeria/DR Kongo, Afrobeat, 2023) [V]
99. Youssou N'Dour - Chimes of Freedom (Senegal, Afropop/Mbalax, 1994) [V]
100. 1da Banton - No Wahala (Nigeria, Afrobeat, 2021) [V]


Die Spuren von den Anfängen moderner afrikanischen Musik führen uns v.a. nach Südafrika... Solomon Linda's Original Evening Birds - Mbube (Südafrika, 1939) [V] (der erste Plattenhit der afrikanischen Musik, welcher später zum Welthit wurde [zuerst durch den US-Folksänger Pete Seeger (Wimoweh [1951], dann etwa durch The Tokens [The Lion Sleeps Tonight (1961)], Miriam Makeba [V (mehrere Aufnahmen, erstmals 1960 - diese scheint etwas später gewesen zu sein)], Ladysmith Black Mambazo [V (Dat. unbek.)] oder Tight Fit [V (1982)]). Das Original dieser ersten Aufnahme von afrikanischer Musik hinterlässt einige Fragezeichen und scheint nicht ganz der Qualität zu entsprechen, welche die afrikanische Musik schon zu jener Zeit gehabt hätte (interessant aber: mit welchem Interesse der Song später aufgenommen wurde). Ferner auch: Willard Cele - Penny Whistle Boogie (Südafrika, 1951) [V] (dieser von der US-Boogie-Woogie-Musik beeinflusste Stil gilt als Vorläufer des Pennywhistle Jive [aka Kwela] und trug damit wesentlich bei zur Entwicklung der modernen afrikanischen Musik [siehe auch: Charles Segal]).

Natürlich spielte bei der Entwicklung der modernen afrikanischen Musik v.a. auch die afro-amerikanische Musik aus den USA eine bedeutende Rolle, mit Vertretern wie Scott Joplin, Charley Patton, King Oliver, Robert Johnson, Duke Ellington, Louis Armstrong, Charlie Parker, Miles Davis, Ornette Coleman, Chuck Berry, Sam Cooke, Aretha Franklin, Jimi Hendrix, James Brown, Whitney Houston, u.v.a. Aber auch andere Einflüsse - wie gesagt - etwa aus Kuba, Jamaika oder Brasilien sind bedeutend zu erwähnen. Es gab und gibt in Afrika auch stark an der westlichen Musik orientierter Sound, und darin immer wieder auch verschiedenste interessante länderspezifische Szenen (z.B. Chanson in verschiedenen frankophonen Ländern, Jazz [V], Disco [V] oder House [V], Disco [V] in Südafrika, Funk in Ghana und Nigeria, Reggae in der Elfenbeinküste [V], Rap/HipHop in Gabun [V (Mehr)] - heute natürlich fast allgegenwärtig, in allen Ländern (zu erwähnen sind auch französische Rapper afrikanischer Abstammung wie MC Solaar [Senegal], Gims [DR Kongo], Zoxea [Frankreich], Mokobé [Mali] und andere) - oder Heavy Metal in Ägypten, auf Madagaskar oder in Angola). Selbst die (Europäische) Klassische Musik ist in Afrika präsent - drei Beispiele: Fela Sowande (Nigeria), Justinian Tamusuza (Uganda), Emahoy Tsegué-Maryam Guèbrou (Äthiopien) - ich stelle diese AufnAhme in Bezug zum ersten Hit eines schwarzen Musikers in den USA: Scott Joplin - The Entertrainer (1902) - ebenfalls auf dem Klavier gespielt (das Klavier ist - für manche vielleicht überraschend - eines der bedeutendsten Instrumente der schwarzen Musik in den USA [was auch damit zusammenhängt, dass es vor dem Aufkommen der Juke Boxes das bedeutendste Kneipeninstrument war], u.a. mit grossen Jazz-, Blues-, Boogie-Woogie- sowie Rock'n'Roll- und Soul-/Funk-Pianisten [wie Fats Waller und Art Tatum; Albert Ammons und Meade Lux Lewis; Ray Charles und Champion Jack Dupree; Fats Domino und Little Richard; Stevie Wonder und Herbie Hancock]).


Hier gibt es eine Demonstration der für die afrikanische Musik so wichtigen Polyrhythmik, bedeutend ist auch der Offbeat, mit welchem die Musik sofort ein bisschen verspielter wird und welcher bedeutend in die moderne Musik eingeflossen ist, natürlich - und alles in allem tönt das (mit Balafon und Drums) dann eben irgendwie so. Hier eine faszinierende Dokumentation über die Musik und Kultur eines (bis vor wenigen Jahren) noch ursprünglichen, nomadischen Jäger- und Sammlervolkes im zentralafrikanischen Urwald (Bayakalied, Water Drumming - ein Kinderspiel - siehe auch: Baka/Kamerun, Twa/Ruanda und andere; bei diesen Gesängen könnte es sich um das älteste, komplexere, höhere Kulturgut der Menschheit handeln). Neue Moderne und alte Tradition - nirgendwo in der Welt ist der Spannungsbogen der Kultur grösser als in Afrika.

Schliesslich ist bedeutend auch noch der Trend zu einer neuen, zeitgemässen Gospelmusik in Afrika zu erwähnen - besonders aufgefallen ist mir dabei etwa der nigerianische Sänger Marizu. Die Bewegung ist recht bedeutend. (Interessant zum Christentum in Afrika ist dieser Artikel.)




Politisch hegt Afrika derzeit neue Hoffnungen und Aussichten. Dies kommt v.a. daher, dass grosse Länder in der letzten Zeit stärker in Afrika investiert haben. Europa dagegen droht den Anschluss an diese Entwicklung derzeit leider eher ein bisschen zu verlieren (typisch dafür ist die Kritik an Macron/Frankreich (2021) und - nachdem sich Macron auch von afrikanischen Präsidenten einiges anhören musste und in den Sozialen Medien verunglimpft wurde - der militärische Rückzug der Franzosen [mit dem Versuch einer neuen Politik (2023)]). Afrika zeigt ein gewisses Erwachen und ein neues Selbstverständnis und will sich politisch nicht mehr bevormunden lassen (andererseits habe ich auch das Gefühl, dass die afrikanische Kritik es sich teils auch ein bisschen zu einfach macht in politischen und auch religiösen Fragen [doch wer kann es ihnen verdenken?]). Es ist zu hoffen, dass man beiderseits eine neue und gute Einstellung findet, und dass die wichtige Beziehung zwischen Afrika und Europa nicht versiegt (dazu siehe auch diesen Artikel: Friedens- und Sicherheitspolitik in Afrika: Auf dem Weg in die falsche Richtung?). Das neue afrikanische Selbstverständnis bedeutet natürlich nicht, dass der Kontinent keine Probleme mehr hat. Diese sind trotz des bedeutenden Wachstums, sowohl der Wirtschaft wie der Bevölkerung noch immer vorhanden (wie Entwicklungs-Zusammenarbeit heute aussehen kann, zeigt dieses kleine Beispiel). Derzeit hat Afrika im Vergleich zu den anderen Kontinenten das zweitgrösste Wirtschaftswachstum (hinter Asien) und das grösste Bevölkerungswachstum. Bis 2050 soll sich die afrikanische Bevölkerung verdoppeln - seit 1950 hat sie sich versechsfacht (im Jahr 2036 soll die Bevölkerungswachstumsrate Afrikas erstmals unter 2% fallen). An der Spitze des Städtewachstums stehen Lagos (eine Stadt der Gegensätze, bekannt für ihr üppiges, ausschweifiges und teils auch gefährliches Nachtleben ebenso wie für das Slum auf dem Wasser]), Kinshasa und Kairo. Im Musik- und Filmbereich ist Nigeria derzeit klar führend ('Nollywood'), auch der Afrobeat, wie die heutige afrikanische Musik genannt wird (früher: Afropop), ist mitbedeutend für das neue afrikanische Selbstverständnis (dabei darf nicht vergessen, dass diese Musik aus dem mitunter etwas dekadenten Nachtleben der Megacity Lagos stammt, Einflüsse von R&B und HipHop sind unverkennbar [als Begründer/Erfinder der Stilrichtung gilt Fela Kuti - dessen Sohn Fema eröffnete den New Afrika Shrine, ein legendäres und symbolbehaftetes Open-Air-Konzert und -Tanzlokal]).

Ich finde, es ist gut, wenn wir uns fragen, was wir von Afrika lernen können - ich glaube, es ist eine ganze Menge (was man erst herausfindet, wenn man sich tiefer mit der afrikanischen Kultur [bzw. den afrikanischen Kulturen (um nicht irgendwelchen vorschnellen klischeehaften Stereotypen zu verfallen)] beschäftigt - natürlich genügen dazu ein paar Songs nicht, aber es ist ein Anfang; ich denke, dass sich in der Zukunft viel mehr in Afrika abspielen und entscheiden wird, als wir heute noch denken). Ich glaube aber auch, dass es gut ist, wenn sich Afrika auch nachwievor und weiterhin fragt, was es von uns lernen kann. Mein Traum ist die gemeinsame Entwicklung einer neuen Zukunft, in welcher sämtliche Werte aller Kulturen ausgeschöpft werden, um die bestmögliche Welt zu ermöglichen. Lasst uns in Diskussion bleiben darüber, wie die Welt von morgen genau aussehen soll/wird.




Weltmusik - ein paar Tipps zur Weltmusik (zum Selbergoogeln, je nach Interesse). In der europäischen Musik nimmt historisch/traditionell die Klassische Musik eine bedeutende Stellung ein (Beispiele: Arcangelo Corelli - Concerti Grossi Op.6, 1714; Mieczyslaw Karlowicz - Sinfonie in E-Moll, Op. 7, 'Wiedergeburtssinfonie', 1902*). Die Volksmusik, wie wir sie heute kennen, gibt es im Alpenraum erst etwa seit dem 19. Jahrhundert (klassische Instrumente in der Schweiz etwa: Akkordeon/Handorgel, Violine, Klarinette, Kontrabass, aber auch Zither oder Hackbrett) - derzeit versucht sie teils auch modernere Töne anzuschlagen (Beispiel: Hujässler - Mälchfett, 2007 [V]). Sie dürfte ursprünglich (vermutlich [wie auch etwa die Klezmermusik] von Fahrenden) aus dem Balkanraum stammen. Zuvor sind spätmittelalterliche/renaissancezeitliche (Reigen-) Tänze zu nennen (wie Pavane, Gaillarde, Branle [Frankreich]; in der Schweiz wird v.a. auf die Kuhreigen verwiesen - auch die nordische Volksmusik ist in den 2000-er Jahren in den Vordergrund gerückt - zu bedeutender europäischer Volksmusik gehört auch etwa der irische, schottische und englische Folk). Im 19./20. Jahrhundert kamen nacheinander der Schlager, die Bigband (Beispiel: Jack Hylton & His Orchestra - Sweethearts On Parade [Compilation], Dat. unbek.), die Beatmusik (The Beatles - 1962-1966, 1973 [Rotes Album]; 1967-1970, 1973 [Blaues Album]), der Rock (Beispiele: Canned Heat - Canned Heat, 1967 [USA]; Jethro Tull - Songs From the Wood, 1977; Saga - Worlds Apart, 1981 [Kanada]), die (Euro-) Popmusik (Beispiel: ABBA - The Album, 1977), der New Wave, der Italo Disco, die Eurodance-Musik und die Technomusik auf.

* Kleine Liste meiner Lieblingskomponisten und -komponistinnen der Klassischen Musik (Top-10, nach Lebenszeit): Josquin Desprez (zw. 1450 u. 1455-1521), Arcangelo Corelli (1653-1713), Antonio Vivaldi (1678-1741), Jean-Philippe Rameau (1683-1764), Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Maria Szymanowska (1789-1831), Franz Schubert (1797-1828), Bedrich Smetana (1824-1884), Wassili Sergejewitsch Kalinnikow (1866-1901), Mieczyslaw Karlowicz (1876-1909).

In Nordamerika bildete sich - neben dem Sektor des Entertainments (Beispiel: Dick Haymes & Helen Forrest - The Complete Duets, 1995 [posthum]) - in der ersten Hälfte aus der weissen Country- und Swing- sowie der schwarzen Jazz- (Beispiele: Charlie Parker & Dizzy Gillespie - Bird And Diz, 1950; Miles Davis - Kind of Blue, 1959) und Blues-/R&B-Musik der Rock'n'Roll. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts folgte die US-Musik der europäischen Entwicklung der Rockmusik - nebst etwa Soul, Funk, House. Heute bestimmen HipHop und (Contemporary) R&B weitgehend den Mainstream der Weltmusik. In Mittelamerika stechen zwei Phänomene hervor: die kubanische Musik mit ihren vielen Musikstilen, wie etwa Son, Rumba, Salsa (Beispiel: Buena Vista Social Club - Buena Vista Social Club, 1997) sowie die jamaikanische Musik mit dem Reggae (Beispiel: Bob Marley - Legend, 1984 [posthum] f&uum;r den Roots Reggae, siehe auch The Ethiopians - Train To Skaville: Anthology 1966-1975 [2002] für den Early Reggae und Sizzla Kalonji - The Story Unfolds [2002]); zu nennen ist hier eigentlich die gesamte Bandbreite der modernen jamaikanischen Musik: Mento, Ska, Rocksteady, Reggae, Dancehall. Jamaika ist das einzige Land der Welt, welches es schaffte mit seiner (reichen) Musikproduktion bedeutend in den Mainstream des Westens - sprich: in die europäische und nordamerikanische Musik - einzufliessen (natürlich gibt es auch sehr viele andere Einflüsse, eigentlich von überall her, die aber nicht als so konsequent zu bezeichnen sind wie jener der jamaikanischen Musik). In Südamerika gibt es ebenfalls zwei Phänomene, die herausstechen: die Andenmusik (Beispiel: Los Jairas - Bolivia con Los Jairas, 1968) und der brasilianische Samba (Beispiel: Jorge Ben - Fôrça Bruta [Greatest Hits], 1970; für den Bossa-Nova-Stil: Stan Getz / Joao Gilberto - Getz/Gilberto, 1964).

Im Westen Asiens sprechen wir von Klassischer Arabischer Musik (Beispiel: Sultan's of Al Tarab - Sultan's of Al Tarab [Vol. 3], 1996 [aus Syrien]). In Mittelasien ist neben der Klassischen Indischen Musik u.a. die Sufimusik der Qawwali zu nennen (Beispiel: Nusrat Fateh Ali Khan - Devotional Songs, 1988/92). In Ostasien sprechen wir von der Klassischen Chinesischen Musik (Beispiel: Fu Na - Si Si Ru Kou, ?). Zu den typischen Instrumenten der Klassischen Musik gehören Dizi, Erhu, Guqin, Guzheng oder Pipa. Heute spielen die verschiedenen Popkategorien (nach Ländern) eine bedeutende Rolle in der ostasiatischen Musik (C-Pop [China], T-Pop [Thailand], V-Pop [Vietnam], etc. etc.). In Ozeanien bin ich etwa auf das interessante Phänomen der Pan Pipers auf den Solomon-Inseln gestossen; zu erwähnen ist natürlich auch die Didgeridoo-Musik der Aborigines in Australien.

Zurück zu Afrika: Wir sehen hier in der traditionellen Musik eine besonders grosse Vielfalt von verschiedenen Trommel-/Schlag- (inkl. Balafon, Marimba) sowie Streich-/Zupfinstrumenten. Neben Afropop/-beat, Afrofunk oder Afrojazz spielen in der neueren afrikanischen Musik v.a. auch lateinamerikanische Musikrichtungen eine bedeutende Rolle, wie etwa Rumba (z.B. beim Soukus in der DR Kongo) oder Samba eine bedeutende Rolle. Der heutige Mainstream der afrikanischen Musik wird Afrobeat genannt. Weitere bedeutende Richtungen der afrikanischen Musik sind etwa Kwela (Pennywhistle-Jive, jazzorientiert), Isicathamiya (Zulu-Gesangstradition) oder Mbaqanga (Soweto Jive) in Südafrika sowie die Highlife-Musik (Ghana, Nigeria und Nachbarländer [V]) oder der Mali-Blues (oder auch, etwas weniger bekannt, die nigerianische Juju-Musik oder die Mandé-Musik aus der Elfenbeinküste). Eine interessante Band, die traditionelle und moderne Musik zu vereinen versucht, ist Farafina aus Burkina Faso (Beispiel: Farafina - Kanou, 2001). Miriam Makeba aus Südafrika war vielleicht (neben dem indischen Sitarspieler Ravi Shankar [Beispiel: Ravi Shankar - The Sounds of India, 1958]) so etwas wie der erste grosse Star der Weltmusik überhaupt - Bob Marley ist vielleicht der grösste bis heute. Die in der modernen Musik so bedeutend gewordene Gitarre stammt von der (europäischen) Laute ab: deren Ursprung vermutet man bei der persischen Barbat, der chinesischen Pipa und dem arabischen Oud (sowie der indischen Sitar). Auch die Musik (-geschichte) zeigt an, dass es Zeit ist, die Welt zu betrachten - zumindest in einem intellektuellen Sinn (wo ein solcher noch vorhanden ist).


My All-Time-Top-Ten of Rock/Folk/Pop & Mento/Ska/Rocksteady/Reggae/Ragga + Andere/Verschiedene. Rock/Folk/Pop (10*): ABBA - Move On (1977 - Pop), Barclay James Harvest - Poor Man's Moody Blues (1977 - Soft Rock), Buddy Holly - Peggy Sue (1958 - Rock'n'Roll), Canned Heat - My Time Ain't Long (1970 - Blues Rock), INXS - This Time (1985 - Alternative Rock), Jethro Tull - No Lullaby (1978 - Folk/Progressive Rock), Jimi Hendrix - Somewhere (1968 - Blues Rock), Mountain - Nuntucket Sleighride (1971 - Hard-/Softrock), Saga - Amnesia (1981 - Progressive Rock [Neo-Prog]), Simon & Garfunkel - The Sound of Silence (1964 - Folk). - Mento/Ska/Rocksteady/Reggae/Ragga (10): Anthony Chambers - Jah Foundation (1982 - Roots Reggae), Bob Marley & The Wailers - Natural Mystic (1977 - Roots Reggae), [The] Cimarons - Jah No Dead (1976 - Roots/English Reggae), Hopeton Lewis - [This] Music Got Soul (1967 - Rocksteady), Horace Andy - Problems (1978 - Roots Reggae), Lord Composer - Hill and Gully (1950-er - Mento), [The] Mighty Diamonds - Right Time (1976 - Roots Reggae), Sizzla [Kalonji] - I'm Not Sure [aka I Wonder] (1997 - Dancehall Ragga), The Ethiopians - The Word Is Love (1973 - Early Reggae), The Melodians - Rivers Of Babylon (1970 - Early Reggae). - Andere/Verschiedene (10): Age of Love - The Age of Love [Extended Play] (1990 - Techno [siehe auch: Remix von Charlotte de Witte & Enrico Sangiuliano (2021)]); Arcangelo Corelli - Concerti Grossi Op.6 (Barock Klassik, Italien, 1714); Grigoris Bithikotsis - Ti na sou kanei mia kardia (1970 - World Music [Rebetiko/Griechenland]); Jack Hylton & His Orchestra - Happy Days Are Here Again (1930 - Bigband); Jan & Kjeld - Banjo Boy (1959 - Schlager)**; Josef Stump & Xaver Betschart - Schwyzermuet (zw. 1911-1914 - World Music [Alpenländische Volksmusik/Schweiz])***; Mirage - No More No War [Dance Version] (1985 - Italo Disco [siehe auch: Yayo Disco Mix (2024)]); OutKast [feat. Cee-Lo & Big Gipp from Goodie Mob] - Git Up, Git Out (1994 - HipHop); Stan Getz & João Gilberto - O Grande Amor (1964 - World Music [Bossa Nova/Brasilien]); Willie Dixon - Good Advice (1988 - Blues). Sounds good - so much good sounds in the world!!! Wake up! Cool down. So what?

* Und natürlich alles von Big Country - das ist die eigentliche Lieblingsband meiner (späteren) Jugendzeit. Manchmal ist mir die Band heute etwas näher und manchmal etwas ferner, aber nie vergessen. Tipps: Chance, Ships, Believe In the Small Man (Fan Cover Dissmusic), Eiledon (Basscam Scott Whitley), Rockin' In the Free World (Live at Rockpalast [Original: Neil Young]), Eleanor Rigby (Eclectic Live [Original: The Beatles]), In a Big Country (Cover Cheatahs), Fields of Fire (Live at the Tube), Steeltown (Live at Barrowlands), Mike Peters (Interview Big Country 2011). Thank You, Good Night, Remember: Big Country.

** Die allerste Single in meiner Musikplattensammlung (die heute nur noch klein ist, früher aber einmal viel grösser war) - umringt von Märchen- und Kasperliplatten. Ich habe sie von meinem Vater bekommen, welcher sie (als Vertreter von Volvo Schweiz) auf einer seiner Geschäftsreisen nach Nordeuropa geschenkt bekommen hat.

*** In der Schweizermusik muss man v.a. auf den Mundartrock verweisen (Rumpelstilz/Schmetterding, Züri West, Patent Ochsner) - die kreativste Phase hat aber wohl der Schweizerrap (inkl. Mundartrap) gebracht (Stress, Chlyklass [PVP + Wurzel 5], Mimiks, Nemo - die wahren Perlen sind aber etwas weniger bekannt: Echo & Soul - Willkomme Dähei, Marcus Aurelius feat. Börni - Genau Jetzt, Blaubär - My Life).

Hier gibt es auch ein bisschen beruhigende Musik in verschiedenen Varianten/Themen. Klassische Musik, Ambient (Brian Eno), 432-Hertz-Musik, Nature/Bird Sound, Whales Alive (mit Leonard Nimoy), Spacebient, Finest Jazz (Jimmy Giuffre), Chillout Lounge, Downtempo (entspannt tanzen), Mantra Of Avalokiteshvara.

Und: Last but not least... die schönsten/besten Liebeslieder (nur Songs, in welchen der Begriff 'love' im Titel vorkommt): Al Campbell: Jah Love, Bob Marley: One Love, Buddy Holly: Words of Love, Elvis Presley: Can't Help Falling In Love [oder: Love Me Tender], John Paul Young: Love Is in the Air, Johnny Osbourne - Give a Little Love, Kiss: I Was Made For Loving You, Lionel Richie & Diana Ross: Endless Love, Sizzla: Love Is Always There [oder: Pure Love], The Beatles: All You Need Is Love [oder: Love Me Do], The Ethiopians: The Word Is Love, The O'Jays: Now That We Found Love, Sweet - Love Is Like Oxygen, The Pioneers: The World Needs Love, Whitney Houston: Greatest Love of All [oder: I Will Always Love You] - usw. usf., etc. etc.



Passt nun eben die Musik zur Philosophie oder nicht? Darüber gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Konfuzius [!] sagt: ja, Micius (aka Mo Ti) [!] sagt: nein. Für mich war die Musik immer sehr bedeutend, und ich glaube das passt - in allen Facetten - sehr gut zur heutigen Zeit/Welt. Nur wenige Philosophen machten selber Musik oder interessierten sich wirklich gross dafür (und wenn schon war es Klassische Musik: Nietzsche, Adorno [sie komponierten selber Klassische Musik, die man sich auch im Internet anhören kann]; von den aktuellen Philosophen kenne ich niemanden, der sich zur zeitgenössischen Musik bekennt, so dass dies auch ein Faktor in seiner Philosophie wäre [bei mir ist es ein Faktor]).

Ich frage mich oft, was die Philosophen für Musik hören. Hören sie überhaupt Musik? Hören sie Klassische Musik, Musik von heute, oder was hören sie für Musik? Musik aus den 1900-ern, 1910-ern? 1920-ern? 1930-ern? 1940-ern? 1950-ern? 1960-er? 1970-er? 1980-ern? 1990-ern? 2000-ern? 2010-ern? 2020-ern? Wo auch immer die Philosophen und Philosophinnen musikalisch stehen und/oder steckengeblieben sind - ich sehe nichts, was aus der/ihrer Musik in die heutige Philosophie einfliesst... Nietzsche und Adorno bekannten sich eben noch zur Klassischen Musik, die meisten Anderen bekennen sich zu gar nichts mehr. So weit weg von dieser Zeit?? Oder haben wir heute eine Philosophie, die sich offen gegen die Kunst stellt? Solches hört man zwar (noch) nicht, immer weniger aber eben auch ein Bekenntnis zur (kontemporären) Kunst.

Mein eigenes musikalisches Interesse hatte verschiedene Phasen: 1. Pop (ABBA und Boney M.), 2. Hitparadenmusik, 3. New Wave (inkl. Italo Disco) und Hard Rock, 4. Reggae, 5. World Music, 6. Afrikanische Musik - das ist heute. Aber spätestens seit der zweiten Phase höre ich alles, was gut ist (in allen Genres).

+ Supplément - Special Moments of Music: Sun Ra And His Intergalactic Research Arkestra - It's After the End of the World, Stellaris Gamesoundtrack, Mad Professor & Jah Shaka - New Decade of Dub, Savages - Five Finger Discount, Smooth Jazz Chillout Lounge.
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