SPIELE - Brettspiele, Kartenspiele, Würfelspiele, andere (analog)



Auf dieser Seite gibt es ein paar historische und/oder interessante Videotipps für analoge Spiele - vielleicht ist es keine schlechte Idee, das (analoge) Spielen in dieser Gesellschaft etwas zu fördern. Abgesehen davon, habe ich begonnen, mich persönlich für die Spielewelt zu interessieren und deren Entwicklung zu studieren.



Entwicklung? Ja, es gibt eben - im Schatten quasi fast ein bisschen der enormen Entwicklung der Videogames - diese Entwicklung bei den Brettspielen in den letzten Jahren und Jahrzehnten, von welcher viele Leute noch gar nichts gehört haben. Spiele sind vielleicht nicht mehr das, was sie einmal waren, oder wofür sie von vielen noch immer gehalten werden (Video: Intro To Board Games). Derzeit kann man vermutlich sogar von einem Boom der Brettspiele sprechen (Video: The Board Game Boom Documentary - wie man in diesem Beitrag hört, gibt es auch verschiedene Motivationen zum Spielen).


Was findet sich auf dieser Seite wo? - Sparten: Deckbuilding Card Games DCG, Eisenbahnspiele, Eurogames, Familienspiele (oder: Nice Little Fun Games, 2000-er), Fantasyspiele, Klassiker (vor 20./21. Jh.), Klassiker (20./21. Jh.), Kriegsspiele, Krimispiele, Legacyspiele, Ökospiele, Science-Fiction-Spiele, Sportspiele, Tierspiele, Trading Card Games TCG, Video-Games-Adaptionen, Westernspiele, Wirtschaftsspiele. - Spiele (einzelne): Abalone, Acquire, Agricola, Alaska, Alcazar, Alea iacta est, Archipelago, Arkham Horror, Axis & Allies, Azul, Backgammon, Battleship, Bazaar, Bohnanza, Bridge, Broker, Buccaneer, Camel Up, Carcassonne, Carson City, Catan (aka Die Siedler von Catan), Caverna, Civilization, (Sid Meier's) Civilization, Clue (aka Cluedo), Cosmic Encounter, Cyclades, Dame, Das verrückte Labyrinth, Die Legenden von Andor, Dixit, Dominion, Dungeons & Dragons, Eclipse, El Dorado, Element, Elfer raus, Evolution, Fairy Tile, Forbidden Desert, Forbidden Island, Fortuna, Game of Life (dt. Spiel des Lebens), Gloomhaven, Go, Halma, Hanabi, HeroQuest, Herr der Ringe, Hive, Jaipur, Jassen, Java, King of Tokyo, Kniffel, Kuhhandel, Le Havre, Ligretto, Lost Cities, Löwenherz, Magic: The Gathering, Mastermind, Mensch ärgere dich nicht, Metropolis, Mühle, Ökolopoly, Onirim, Orléans, Pandemic (dt. Pandemie), Pentago, Pictionary, Puerto Rico, Qwirkle, Qwixx, Race for the Galaxy, Railroad Tycoon, Risk (dt. Risiko), Robinson Crusoe, Roll for the Galaxy, Rommé, Santorini, Schach, Scotland Yard, Scrabble, Splendor, Stone Age, Stratego, Survive! (aka Atlantis), Tactics, Tafl, Tak, Talisman, Terra Mystica, Tichu, Tikal, Tobago, Torres, Trivial Pursuit, Ubongo, Uno, Wild Life, Wizard, Woodlands, 4-Gewinnt, 7 Wonders. - Timeline: 1900, 1910, 1920, 1930, 1940, 1950, 1960, 1970, 1980, 1990, 2000, 2010. - Meilensteine: 50 Meilensteine der modernen Brettspielgeschichte.



Klassiker - Ältere Spiele (vor dem 20./21. Jahrhundert erfunden, begründet und/oder herausgegeben - alphabetisch):
  • Alquerque (im Mittelalter beliebtes Strategiespiel, scheint aus dem Mittleren Osten zu stammen [erstmals erwähnt im 10. Jahrhundert; siehe auch: Fanorona (spätere Ableitung in Madagaskar)]).
  • Anagrams (Vorläufer von Wortspielen wie Scrabble [1877 (als Word Making and Taking), 1890 (keine Standardregeln)]).
  • Backgammon (eines der ältesten bekannten Spiele der Welt, welches über 5000-jährig sein soll).
  • Bagh Chal (altes Nationalspiel von Nepal).
  • Black Jack (früher: frz. Vingt et un - Erwähnung bei Cervantes [16./17. Jh.]).
  • Bridge (oder: Contract Bridge - heutiges Contract Bridge seit den 1930-er Jahren, andere Varianten früher]).
  • Dame (engl. Draughts od. Checkers - eines der ältesten bekannten Spiele, welches über 5000-jährig sein soll).
  • Das taktische Kriegsspiel (des Baron von Reiswitz, kurz: Kriegsspiel [im 19. Jahrhundert in Preussen für militärische Zwecke entwickelt]).
  • Domino (Ursprung vermutlich im Alten China).
  • Flohspiel (engl. Tiddledy Winks, 1887 [in den USA, früher in England]).
  • Galgenmännchen (engl. Hangman, 16./17. Jh. in Europa).
  • Gänsespiel (engl. Game of the Goose - gilt als Vorläufer einfachster bzw. moderner Würfel- und Laufspiele [soll in Europa bis ins 15./16. Jh. zurückgehen; ähnlich ist auch das über 3000-jährige ägyptische Spiel Mehen]).
  • Glückshaus (engl. House of Fortune, mittelalterliches Würfel-Brett-Spiel).
  • Go (japanisch [ursprünglich vor über 2500 Jahren in China begründet]).
  • Gomoku (dt. 'Fünf in eine Reihe' - japanisch [geht zurück bis ins erste Jahrtausend] - Varianten: auch: Gobang, Renju).
  • Halma (1883 in den USA erfunden).
  • Hearts (um 1850 - stammt von einer Spielfamilie namens Reversis, welche um 1750 in Spanien populär wurde).
  • Jassen (stammt wie die meisten Kartenspiele vermutlich aus dem Orient - vermutlich im 14. Jh. nach Europa bzw. in den alemannischen Raum gekommen [verwandt: Bézique], beliebteste Spielvarianten: Bieter, Butzer, Coiffeur, Differenzler, Schieber, ferner: Tschau Sepp, Gemsch, Burechrieg).
  • Kartenhaus (erster Weltrekord 1901, aber das Spiel ist natürlich viel älter).
  • Kartenspiele (diverse/weitere, u.v.a.): Baccara (Frankreich/Italien?), Bezique (Frankreich), Blackjack/Twenty-one (unbekannt), Cribbage (England), Doppelkopf (Deutschland), Écarté (Frankreich), Klaberjass (Deutschland), Piquet (Frankreich - ferner: Bézique, Pinochle [dt. Binokel]), Scopa (Italien), Schafkopf (auch: Schaffkopf - Deutschland/Bayern), Whist (England). [Liste bekannter Kartenspiele].
  • Käsekästchen (engl. Dots and Boxes - Pen&Paperspiel aus dem 19. Jh.).
  • Königliches Spiel von Ur (engl. Royal Game of Ur, ältestes bekanntes Brettspiel, ca. 2600 v. Chr. [Regeln nicht genau bekannt, mit einem Spielbrett und Tetraederwürfeln gespielt]).
  • Laufspiel (dies sind die spielerisch einfachsten Brettspiele überhaupt: Vorwärtslaufen auf Feldern, meist von 1-100, mit thematischer grafischer Gestaltung [oft als Reisespiel, z.B. Reise um die Erde (1884 - früher natürlich in den USA [siehe unten])]).
  • Leiterspiel (indisch: Moksha Patam[u], auch: Vaikuntapaali oder Leela [hat grosse Ähnlichkeit mit einem altägyptischen Spiel namens: Hunde und Schakale], engl. Snakes and Ladders [1892 - herausgebracht von F.H. Ayres] od. Chutes and Ladders [USA] diente ursprünglich offenbar als Grundlage einer Meditation über Tugenden und Laster auf dem Weg ins Nirvana).
  • Liubo (altchinesisches Spiel [Regeln nicht ganz genau bekannt]).
  • Lotto bzw. Zahlenlotto (erstmals aufgetreten im 3./2. Jh. in China [Variante: Bingo (Italien, 1530); auch der Begriff vom Lotto stammt natürlich aus Italien]).
  • Ludus latrunculorum (dt. etwa: Spiel der Söldner/Legionäre, altrömisches Strategiesiel [möglicherweise eine Variante des altgriechischen Spiels Petteia]).
  • Mahjong (chinesisch - Legenden zufolge rund 4000-jährig [J.P. Babcock verfasste in den 1920-er Jahren ein Regelwerk und gab dem Spiel den Namen MAH-JONGG]).
  • Mancala (afrikanisch [auch unter vielen anderen Namen, z.B. Kalaha, Oware oder Serata] - zeitlicher Ursprung unbekannt [teils auch in anderen Weltregionen bekannt]).
  • Memory bzw. Pairs (engl. Concentration - ursprünglich vielleicht im 12. Jh. in Japan als Muschelspiel namens Kai-Awase [im modernen Spielbetrieb erst 1959 herausgegeben]).
  • Mikado (das Spiel kam 1936 von Ungarn, wo es Marokko genannt wurde, als Pick-up Sticks in die USA [1888], ist vermutlich aber sehr viel älter [und stammt vermutlich nicht aus Marokko]).
  • Mühle (engl. Nine Men's Morris - älter als 2000 Jahre).
  • Old Maid (auch: Jackass, frz. Vieux garçon, dt. Schwarzer Peter [Kartenspiel, 19. Jh., USA: 1874]).
  • Pachisi (unter vielen regionalen Namen bekannt - deutsch: Mensch ärgere dich nicht [siehe Liste der Spiele im 20./21. Jh. (zuerst in Grossbritannien: Patchesi [1863])]).
  • Poker (modernes Spiel im 19. Jh. in den USA, Vorläufer in Europa wie Poch, Poque oder Primero im 16. Jh. [Turniere oft im Texas Hold'em, andere (u.a.): Five Card Draw, Five/Seven Card Stud, High/Low Chicago]).
  • Puzzle (engl. Jigsaw puzzle, um 1760).
  • Quartett (engl. Happy Families - erstmals 1851 herausgegeben [ähnlich: Go Fish!, ursprünglich: Andare à piscere, dokumentiert im Jahre 1585; der Begriff vom Quartett stammt aus dem 20. Jahrhundert (ndl. kwartet); eine der bedeutendsten frühen Quartett-Spiele ist Authors (1861)]).
  • Reversi (auch: Othello, 1880-er Jahre).
  • Rithmomachie (ein mathematisches mittelalterliches Spiel - wenig bekannt).
  • Rommé (engl. Rummy - Spielprinzip geht zurück auf Conquian [Mexiko], Khanhoo [China] und Mahjong [China]).
  • Roulette (evtl. im 17. Jh. in Italien).
  • Schach (engl. Chess - eingeführt vom Emir von Cordoba 822, als Urschach gilt indes das indische Chaturanga und - etwas später - das iranische Shatranj, spätestens 600 n. Chr., etwa im 10. Jh. im christlichen Europa [Varianten gibt es in vielen ostasiatischen Staaten: Chandraki (Tibet), Chaturanga (Indien), Janggi (Korea), Makruk (Thailand), Ouk Chatrang (Kambodscha), Shatar (Mongolei), Shatranj (Iran), Shogi (Japan), Sittuyin (Myanmar), Xiangqi (China), ferner: Senterej (Äthiopien); andere Spielmodi (u.v.a.): Chess960 oder Schach960 (1996 - entwickelt von Bobby Fischer), Crazyhouse, King of the Hill, Räuber- oder Fressschach, Schachkomposition oder Problemschach, Three-check, Ultima, Vierschach oder Viererschach]).
  • Senet (das älteste bekannte Brettspiel, von welchem die Regeln bekannt sind [Ägypten, rund 3500 v. Chr.]).
  • Skat (um 1820 aus dem Spiel Schafkopf entwickelt [dessen Ursprung ist unbekannt]).
  • Solitaire (dt. Solitär - Brettspiel für eine Person [Frankreich, 1697 oder früher]).
  • Spoons (dt. Schlafmütze, Karten- und Reaktionsspiel mit diversen weiteren Namen [neuere Variante eines älteren Spiels]).
  • Surakarta (altes indonesisches Spiel).
  • Tafl (auch: Wikinger-Schach - Oberbegriff für alte skandinavische Spiele wie Hnefatafl [Skandinavien] oder Tablut [Lappland]; bekannt auch in England [Alea Evangelii] und im keltischen Raum [Ard Ri (Schottland), Brandubh (oder: Fidchell, Irland), Tawlbwrdd (Wales) - weitere Varianten: Halatafl (im deutschsprachigen Raum: Fuchs und Gänse/Schafe, engl. Fox and Geese, ähnliches Spiel: Wolf und Schafe), Kvatrutafl]).
  • Tangram (chinesisches Legespiel - vermutlich zwischen 8.-4. Jh. v. Chr.).
  • Tarot/Tarock/Tarocchi/Taraux (früher ein Kartenspiel, heute werden die Karten v.a. für die Wahrsagerei verwendet).
  • Tic-Tac-Toe (lässt sich bis ins 12. Jh. zurückverfolgen [vermutlich aber ältere Ursprünge in Ägypten bis 1300 v. Chr.] - später: erstes Computerspiel [1950]).
  • Xiangqi (siehe: Schach).
  • Yut (koreanisches Spiel, welches als Vorläufer den indischen Spiels Pachisi gilt).

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Geschichte der Brettspiele. Die Brettspiele (und Würfelspiele) stammen ursprünglich aus dem Raum Ägypten/Mesopotamien (und reichen - belegterweise - bis 3500 v. Chr. zurück), die Kartenspiele dagegen aus China (ihr Ursprung soll zeitgleich mit der Erfindung des Geldes stattgefunden haben - im 11. Jahrhundert). Die Entwicklung der (Brett-) Spiele der Moderne begann (mit einfachen Laufspielen) im früheren 19. Jahrhundert in den USA, welche der bedeutendste Hersteller von Brettspielen blieb (McLoughlin Brothers [1858 - 1920 an MB verkauft], Milton Bradley [heute bekannt als MB, 1860], Parker Brothers [1883]). Bedeutend waren ebenfalls die Spiele, welche in Grossbritannien aus Indien übernommen wurden (Pachisi [1863] und Leiterspiel [1892]). In Deutschland wurde 1883 die Firma Ravensburger begründet.

Wie ich in meinem Buch zur Philosophiegeschichte erwähnte, stammen all die Dinge, welche wir heute zu unserem Vergnügen verwenden, bedeutend aus der Belle-Epoque-Zeit (rund um die Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert [oder weitgefasst: etwa zwischen dem Deutsch-Französischen Krieg (1870/71) und dem Ersten Weltkrieg (1914-1918)]). Jedenfalls erhielten sie in dieser Zeit wesentliche Impulse - u.a. Schallplatte (1887 - von Emil Berliner), Liga-Fussball (organisierter Fussball, 1889 [erster Fussballverein 1857] in England), Filmvorführung (1895 - durch die Gebrüder Lumière) sowie auch der internationale Spitzensport mitsamt den Olympischen Spielen der Neuzeit (1896 - durch Baron de Coubertin). Und eben auch die Entwicklung der modernen Spiele geht - etwa ab 1860 schon - wesentlich auf diese Zeit zurück. Es war eine Zeit, in welcher sich zumindest ein Teil der höheren Schichten und die künstlerische Gilde begannen, sich modern zu fühlen. Natürlich hat es immer schon körperliche Ertüchtigung, Spiele und Musik gegeben, aber die Bedeutung dieser Dinge ist in der modernen Gesellschaft doch beträchtlich gestiegen (inkl. Neuheiten wie Film, Radio und Fernsehen, oder Computer, Internet und Smartphone).

Alte Spieleklassiker. Wie funktioniert das jetzt schon wieder? Online spielen: Backgammon (gegen Computer), Bridge (mit/gegen Computer - Regeln), Checkers/Dame (gegen Computer), Go (gegen Computer - lernen), Halma (gegen Computer), Hnefatafl (gegen Computer oder Login - Regeln), Jassen - Differenzler (gegen Computer oder Login), Mancala (gegen Computer oder Login), Mühle (gegen Computer), Rummy/Rommé (gegen Computer), Schach (gegen Computer - lernen).



Weitere bedeutendere Brettspiele im 19. Jh. (USA):
  • Ben Hur (1890 - antikes Wagenrennen [simpel, aber mal etwas Anderes, als die ewigen Pferderennen]).
  • Bulls and Bears: The Great Wall St. Game (1883 [in diesem Spiel nehmen die bulls and bears - zwei Börsen- bzw. Spekulantenbegriffe für Hausse und Baisse - das Schaf (das Publikum) aus, so dass dies also eher ein kapitalismuskritisches Spiel ist]).
  • Captive Princess (1875 - eigentlich nur ein simples Laufspiel mit Farbenwürfel, aber als eines der ersten Fantasyspiele mit historischem Wert).
  • Chiromagica (1870 - irgendein magisches Frage-/Antwortspiel, mit interessantem Spielfeld).
  • Game of Leap Frog (1855 - Laufspiel mit leichten Strategie-Elementen).
  • Jack and the Beanstalk (1895 - Mischung zwischen Renn- und Kampfspiel: Jack muss das Ziel erreichen, der Riese muss Jack erreichen).
  • Klymo (1892 - Seitenwechsel, Laufspiel mit Farbenwürfel).
  • Monopolist (1885 - eines der ersten kapitalistischen Spiele: anderes Spiel [als Monopoly], selbes Ziel).
  • Peter Coddle's Trip to New York (1890 - eines der ersten massenproduzierten Spiele, obwohl es eigentlich gar kein Spiel war, sondern eher eine reine Belustigung [es ging darum, Sätze mit lustigen Wörtern auszufüllen bezüglich einer Stadtreise eines stadtunkundigen Menschen und so eine lustige Geschichte zusammenzubasteln - historisch nicht uninteressant in der Zeit der Belle Epoque]).
  • Rival Policemen (Gendarm-Spiel mit auffallend grosser Spielbox [1896 - offenbar gab es damals in New York Probleme mit rivalisierenden Polizeieinheiten, was hier thematisiert wurde (sicher interessant: das Spiel als Problemindikator)]).
  • Round the World (bekanntes Spin&Move-Game, bei welchem an einer Drehscheibe gedreht wurde statt gewürfelt [1873 - daher Roll/Spin&Move-Games; siehe auch: Round the World with Nellie Bly (1890)]).
  • The Game of Life (ursprünglich: The Checkered Game of Life, dt. Das Spiel des Lebens - tatsächlich stammt die Urversion dieses Spiels aus dem Jahr 1861! [und war somit wohl eines der ersten Brettspiele im moderneren Sinn]).
  • The Game of District Messenger Boy (eines der ersten kapitalistischen Spiele in den USA [1886]).
  • The Mansion of Happiness (frühes [religiöses] Brettspiel - vermutlich das zweite in den USA herausgegebene Brettspiel [1843]).
  • Traveller's Tour Through the United States (erstes Würfel-Lauf-Reise-Spiel und erstes in den USA herausgegebenes Spiel [1822]).
  • Tri Bang (1888 - ein schön aufgemachtes, simples 3-Gewinnt-Spiel).
  • Waterloo (1895 - Kriegsspiel mit Netzstrukturbrett und Point-to-Point-Movement [siehe auch: Kriegsspiel Junior (1915)])

Kartenspiele:
  • Alice in Wonderland (1898 [Grossbritannien] - mit Tenniels Originalillustrationen; der gleichnamige Fantasyroman von Carroll [1865] lieferte ein beliebtes Kartenspielsujet [erstmals 1882]).
  • Logomachy (1874 - Wörter bilden aus Hand- und Tischkarten).
  • The Game of Mythology (1884 - Kartensammelspiel, welches einem, nach dem Herausgeber, die Hauptfiguren der heidnischen Mythologie näherbringen sollte).
  • Stop Thief (1894 - neu publiziert, als [so Kritiker] Kinderspiel des puren Glücks, unter dem Namen 'Rats!' [2000]).

Die ersten modernen Brettspiele waren durchwegs Laufspiele (engl. Roll&Move Games). Interessant ist in dieser frühen Ära v.a. die Veränderung des Spiel- bzw. Lauffeldes: vom Kreis (bzw. von einer kreisförmigen Schnecke) über die Ellipse zum Rechteck und Quadrat (eine Form, welche die Brettspiele bis in die 1930-er und 1940-er Jahre stark prägte [Monopoly, Buccaneer, Clue, u.a.]). Da der Spielmodus in vielen dieser frühen Spiele derselbe war, unterschieden sie sich qualitätsmässig v.a. durch das besonders schön gestaltete Spielbrett und/oder das besonders interessante und/oder adäquate bzw. passende Thema (es gibt Themen, zu welchen solche Laufspiele besonders gut passen - z.B. in der Darstellung von Zeitlinien, welche dann mit einem gewissen Informations- und Lerneffekt abgeschritten werden - und wiederum andere, zu welchen sie eigentlich gar nicht passen).







Spiele im 20./21. Jahrhundert.

Einstieg/Übersicht. Laufspiele des 19. Jahrhunderts wie 'Travellers' (1822), welches an eine Werbung für US-Tourismus erinnert, oder 'Mansion' (1843), 'Life' (1861) und 'Snakes' (1892) werden als initiale Spiele der modernen Brettspiele betrachtet. Am Anfang des 20. Jahrhunderts standen v.a. zuerst einmal Kartenspiele mit Spezialkartensets wie Spelka (1900), Flinch (1901), Pit (1904), Rook (1906) und Touring (1906), natürlich auch Brettspiele wie 'Landlord' (1904) und Monopoly (1935) in den USA sowie 'Mensch ärgere dich nicht' (1910) in Deutschland/Europa. Als grösste weitere Meilensteine (u.v.a.) gelten vielleicht für die Brettspiele: Risk (1957), Survive (1982) und 'Catan' (1995), ferner vielleicht auch: Pandemic und Pandemic Legacy (2008/2015) sowie Evolution und Evolution Climate (2014/2016). Für die Kartenspiele: 'Magic' (1993) und Dominion (2008) - d.h. Card Trading und Deck Building. Sehr grosse Bedeutung für die Entwicklung der Spiele im späteren 20. Jahrhundert haben natürlich auch Dungeons & Dragons (Fantasy/Rollenspiel, 1974) und Cosmic Encounter (Science Fiction, 1977) - mit diesen Spielen hat eine modernere Spielart überhaupt erst begonnen. Der Bereich der analogen Spiele hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten stark entwickelt und ist, was viele noch gar nicht wissen, zu einem bedeutenden industriellen Betriebssegment im Kultur-, Freizeit- und Unterhaltungsbereich geworden. Auf internationalen Messen wie Gen Con (USA, seit 1968) oder Internationale Spieltage SPIEL in Essen (aka Essen Game Fair - Deutschland, seit 1983: heute die grösste analoge Spielmesse überhaupt) werden die Neuheiten vorgestellt.

50 Meilensteine der modernen Brettspielgeschichte: 1. Traveller's Tour Through the United States (1822 [USA]), 2. Game of Leap Frog (1855 [USA]), 3. The Game of Life (1861 [USA]), 4. The popular Game of Patchesi (dt. Mensch ärgere dich nicht, ind. Pachisi, 1863 [GB]), 5. Snakes & Ladders (dt. Leiterspiel, 1892 [GB]), 6. The Landlord's Game (1904 [USA] - siehe auch: Monopoly [1935 (USA)]), 7. L'Attaque (aka Stratego, 1909 [FRA]), 8. Crusade (1923), 9. Battleship (1930-er [USA]), 10. Cargoes (1934 [USA]), 11. Buccaneer (1938 [GB]), 12. Clue (aka Cluedo, 1948 [GB]), 13. Tactics (1954 [USA]), 14. Risk (dt. Risiko, 1957 [USA]), 15. Diplomacy (1959 [USA]), 16. Broker (dt. Börsenspiel, 1961 [USA]), 17. Acquire (1962 [USA]), 18. Focus (1963 [USA]), 19. Bazaar (1968 [USA]), 20. Mastermind (1971 [ISR/GB]) - ausser Konkurrenz: Dungeons & Dragons (1974 [USA] - kein Brettspiel) - 21. Kingmaker (1974 [GB]), 22. Cosmic Encounter (1977 [USA]), 23. Alcazar (1978 [GB/DE]), 24. Alaska (1979 [GB/DE]), 25. Civilization (1980 [GB]), 26. Ökolopoly (1980 [OE/DE]), 27. Survive! (aka Atlantis, 1982 [USA]), 28. Scotland Yard (1983 [DE]), 29. Metropolis (1984 [USA/DE]), 30. Talisman (1984 [GB]), 31. Das verrückte Labyrinth (1986 [DE]), 32. Arkham Horror (1987 [USA]), 33. HeroQuest (1989 [GB]), 34. Die Siedler von Catan (aka Catan, 1995 [DE]), 35. Löwenherz (1997 [DE]), 36. Torres (1999 [DE]), 37. Tikal (1999 [DE]), 38. Carcassonne (2000 [DE]), 39. Herr der Ringe (2000 [DE]), 40. Hive (2000 [GB]), 41. Java (2000 [DE]), 42. (Sid Meier's) Civilization (2002 [KAN]), 43. Puerto Rico (2002 [DE]), 44. Agricola (2007 [DE]), 45. Le Havre (2008 [DE]), 46. Pandemic (dt. Pandemie, 2008 [USA]), 47. Risk Legacy (2011 [USA]), 48. Archipelago (2012 [FRA]), 49. Die Legenden von Andor (2012 [DE]), 50. Evolution (2014 [USA]). (Dies ist noch keine endgültige Liste, sondern ein Resultat meiner bisherigen, noch relativ kurzen Beschäftigung mit Brettspielen. In eckigen Klammern ist jeweils die Nation des Autors gegeben, nach einem allfälligen Schrägstrich die Nation des Herstellers [falls dies eine andere Nation ist]). Die drei grössten Brettspiele des 20. Jahrhunderts sind vermutlich Monopoly (das eigentliche Spiel des Jahrhunderts [auch wenn manche Kenner- und Expertenspieler es nicht mehr mögen und als veraltet betrachten]), Acquire (das bekannteste Spiel des grössten Spieleautors des Jahrhunderts [Sid Sackson]) und Catan (das Spiel, welches den Boom der Eurogames ausgelöst hat).

Diese Liste ist ein Mix zwischen Klassikern (nach Bekanntheits- und/oder Wirkungsgrad) sowie persönlichem Gutdünken (was auch für die Hauptliste und die Nebenlisten der Seite gilt). Den letzten grossen Schritt sehe ich im Versuch einer realistischeren und trotzdem spielfreudigen Darstellung von natürlichen und kulturellen/sozialen, auch historischen Weltphänomenen (Pandemic, Archipelago, Evolution). Darin liegt auch eine Art spielerische Leichtigkeit im Umgang mit Komplexität. Es sind Simulationen, bei denen aber trotzdem das Spiel im Vordergrund steht - kleine Meisterwerke der Spiele-Kunst. Natürlich sind die entsprechenden Spiele immer in der Zeit ihrer Entstehung zu sehen. Wenn manche Leute heute ältere Spiele als langweilig betrachten, so muss man sagen, dass dies keine faire Einschätzung ist. Das sind ja alles Spiele, welche auf dem Weg waren dazu, die heutigen Spiele zu begründen - und in dieser historischen Reihe haben sie ihre grosse Bedeutung. Ich sage also nicht, dass alle hier angegebenen Spiele jedermann beim Spielen grösste Freude vermitteln würden, sondern: das sind die Spiele, die ich historisch erwähnen würde.

Vielleicht kann man die Geschichte der (Brett-) Spiele bis dato in fünf verschiedene Phasen einteilen, in welchem es je ein Hauptthema gab: 1. Kriegsspiele (grösster Klassiker dazu: Schach - in diese Phase gehören auch Lauf-/Rennspiele [Pachisi/Leiterspiel]), 2. Wirtschaftsspiele (Monopoly [1935]), 3. Themenspiele bzw. (v.a.) Fantasy- und Science-Fiction-Spiele (Dungeons and Dragons [1974] sowie Cosmic Encounter [1977]), 4. Entwicklungsspiele (wie ich sie nenne - typisch mit den Themen Besiedeln/Bauen, Warenproduktion und evtl. auch Konflikte/Kriege - oft ist die Rede von 4X-Spielen [engl. eXplore, eXpand, eXploit, eXterminate - einige Spiele enthalten alle diese Komponenten, andere die meisten davon in mehr oder weniger ausgeprägter Form; das gilt auch für viele Eurogames, z.B. Catan (1995) - typisch für diese ist auch das Worker-Placement]), 5. Kooperative Spiele (ein bedeutendes Thema der Gegenwart und der Zukunft - Pandemie [2008]). Einen bedeutenden Akzent, der - wie mir scheint - noch nicht gebührend aufgenommen wurde, haben auch Spiele wie Pandemic, Archipelago oder Evolution gebracht, in der Art und Weise, wie originell man ein Thema irgendwie realitätsnah in ein Spiel hineinverarbeiten kann, quasi. Wir könnten dies Realitätsspiele nennen, d.h. Spiele, welche eine gewisse Nähe zu Phänomenen der Realität suchen (auch eine Reaktion vielleicht auf die Fantasywelle). Zu allen Zeiten gab es verschiedene Spiele, aber eben vielleicht auch einen häufigsten Spielmodus.

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Spelka (1900). In diesem Kartenspiel geht es weder um Farben noch um Zahlen, sondern um Buchstaben, mit denen Worte gebildet werden. Wie beim späteren Scrabble haben die Buchstaben Werte, welche mit deren Häufigkeit korrespondieren.

Flinch (Kartenspiel, 1901 [V/W]). Ablage-Kartenspiel mit Spezialkartenset. Es sieht ähnlich aus wie Uno und ähnliche, allerdings gibt es bei diesem Spiel keine Farben, sondern nur Nummern. Abgelegt werden die Karten in aufsteigender Reihenfolge aus der Hand oder aus der Reserve oder aus dem speziellen Flinch-Stapel. Dieser besteht aus zehn Karten, und wer ihn zuerst leeren kann, ist der Gewinner des Spiels. (Die Regeln scheinen nicht in allen Ausgaben genau gleich zu sein.)

King's Castle (1902). Brettspiel, welches ein bisschen an Snakes & Ladders erinnert. Hier wird aber der Spieler von einer Startbahn auf Aussenbahnen und wieder zurückgeschickt. Interessant genug für jene Zeit.

The Game of Word Making and Word Taking (1902). Ein weiteres Buchstaben- und Wörterkartenspiel - ähnlich wie Spelka. Dieses Spiel scheint ein bisschen bekannter gewesen zu sein als jenes. Nach jeder Runde werden die Karten neu gemischt und verteilt.

Asalto (aka German Tactics, 1903). Ein im englischsprachigen Raum bekanntes Brettspiel, welches Fox & Geese ähnelt und in Deutschland begründet worden sein soll (als Belagerungs- oder Festungsspiel).

Pit (Kartenspiel/Partyspiel, Parker Brothers, 1904 [V/W]). Ein Handelskartenspiel, in welchem es darum geht, acht verschiedene Güter mit verdeckter Kartenweitergabe so auszutauschen bzw. zu handeln, dass man am Ende alle neun Karten eines Gutes hat (in diesem Fall wird die Spielglocke geläutet). Dazu gibt es eine Bull- und eine Bear-Karte, entsprechend den beiden Börsenbegriffen (Bull entspricht Aufwärtstrend [engl. bull market], Bear Abwärtstrend [bear market]). Das Spiel ist schnell und laut und eignet sich daher als Partyspiel.

The Landlord's Game (1904). Das Spiel wurde von einer Schauspielerin (Lizzie Magie) erfunden. Vorläufer von Monopoly mit der typischen quadratischen Laufpartie (die soziale Seite, welche das Spiel auch hatte, wurde dabei vergessen). [Replica.]

Rook (Kartenspiel, Parker Brothers, 1906 [V/W]). Recht interessantes Stich-Kartenspiel. Der Spieler, welche die höchste Ansage macht, muss diese bestätigen. Das Spezialkartenset besteht aus vier Farben mit den Nummern 1-14, wobei die Nummern 1-4 aus dem Spiel genommen werden. Die Rook-Karte dient als Jokerkarte. Das Set wurde offenbar für religiöse Gruppen entworfen, welche die Standardkarten nicht mochten*; das Spiel wird zuweilen auch Christian Cards oder Missionary Poker genannt.

* Dies könnte - nebst den kommerziellen Gründen, die es natürlich auch gab - auf einen bedeutenden (ersten?) Grund dafür hinweisen, warum überhaupt Spezialkartensets hergestellt wurden. Das Standardkartenset bestand ursprünglich aus den bekannten 52 Karten (ältestes bekanntes Set in Ägypten [Mamluk/Topkapi-Spielkarten]), daneben bildete sich das 32-er Set heraus (etwa bei den französischen oder anderen Kartenblättern). Die Standardkarten waren in gewissen Kreisen v.a. deswegen verpönt, weil sie zuweilen für Geldspiele benutzt wurden (im christlichen Mittelalter war nicht nur das Spielen um Geld verpönt, sondern allgemein auch das Wuchern mit Geld).

Touring (aka Road Trip, 1906). Bemerkenswertes Automobilkartenspiel (weitere Auflagen 1937, 1957, 1965, 2014). Wurde eingestellt, als die Firma Parker Brothers die US-Lizenz für das ähnliche, populärere französische Spiel Mille Bornes (siehe dort [1954]) erwarb.

Pirate and Traveler (1908). Eines der interessantesten Brettspiele jener Zeit. Die Spieler sind entweder alle Reisende oder alle Piraten - als solche können sie einander Karten stehlen. Als Fortbewegungsanzeiger dient eine Drehscheibe (engl. spinner).

L'Attaque (1909). Dieses französische (von einer Frau* erfundene) Spiel ist der Vorläufer von Stratego bzw. jenes ist ein Plagiat von diesem. Auch hier muss mit verdeckten Figuren verschiedener Wertigkeit die gegnerische Flagge erobert werden.

* Diese hiess Hermance Edan (zumindest wurde das Spiel auf diesen Namen patentiert). Eine ähnliche Geschichte also wie beim Monopoly: eine Frau hat es erfunden, ein Mann - in diesem Fall ein niederländischer Händler - hat es Jahrzehnte später neu begründet und gross vermarktet (hier sogar praktisch 1:1).

Mensch ärgere dich nicht (dt. ursprünglich: Marsch raus!, Brettspiel/Würfelspiel, Schmidt Spiele, 1910 [V/W]). Eine (im deutschsprachigen Raum) relevante Version des viel älteren Pachisi-Spiels (siehe oben), welches ursprünglich aus Indien stammt*. Das Spielprinzip gehört zu den heute bekanntesten überhaupt: 2-4 Spieler haben je vier Spielfiguren, mit welchen sie zuerst auf das Spielfeld herauskommen und dann eine Runde absolvieren müssen, um schliesslich mit allen Figuren zum Zielfeld zu gelangen.

* Das uns hier und heute so deutsch und/oder europäisch anmutende Spiel (CH: Eile mit Weile) kommt also ebenso aus Indien wie etwa auch das Leiterspiel (CH: Leiterlispiel, ind. Moksha Patamu [in diesem Spiel geht es ursprünglich um eine spielerische Meditation über Laster, Tugenden und Nirvana]), ebenfalls eines der Grundbrettspiele in Europa - und natürlich auch das Schach. In Grossbritannien wurde das Spiel als Patchesi (1863), Parcheesi - The Game of India oder A backgammon game of India (1867) oder Ludo (1896) eingeführt - in Deutschland und anderen Ländern ohne einen kolonialen Bezug. Eigentlich ist auch Pachisi kein Originalspiel, sondern die einfachere Variante des Spiels Chaupar (oder: Chaupat). Dieses war ein Spiel für die Aristokraten, während Pachisi ein Volksspiel war - heute sind in Indien beide Spiele noch immer gleichermassen beliebt. Für die Europäer ist dieses Spiel vermutlich der moderne Spieleklassiker überhaupt - auch wenn es heute kaum mehr so wahrgenommen wird.

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Little Wars (1913). Nicht eigentlich ein Spiel, sondern ein Regelbuch des berühmten Science-Fiction-Autors H.G. Wells für das Spielen mit Spielzeugsoldaten bzw. Wargaming mit Miniaturen (wegweisend in diesem [hier nur am Rande besprochenen] Bereich).

Spoof (1917). Inka-inspiriertes Kartenspiel. Karten werden weitergegeben, bis ein Spieler ein Set von vier gleichen Karten hat. Dann nimmt er ein Stäbchen in der Mitte des Tischs und die Anderen tun sofort dasselbe (natürlich hat es eins zu wenig).

Uncle Wiggly Board Game (1917). Brettspiel hiess in dieser Zeit noch immer v.a. Leiterspiel. Dies ist ein besonders schön und interessant gestaltetes Spiel (vom Kinderbuchautor Garis [siehe auch: Jack and Jill (1938)]).

Tipp-Kick (Brettspiel/Sportspiel, unbekannt, 1921 [V/W]). Unter den kleineren Tischspielen (kleiner als Fussballkasten [1930-er]*, Eishockeykasten [1932], Billard oder Flipperkasten) ist dieses Spiel eines der dynamischsten. Hier geht es um Mechanik und Geschicklichkeit. Der Spielball zeigt die Farbe des Spielers, welcher an der Reihe mit Passen oder Schiessen ist. Schuss und Torhüterabwehr bringen Spektakel ins Spiel.

* Ist dieses Spiel tatsächlich schon 100 Jahre alt? Tatsächlich, und es ist vermutlich eines der besten kleinen Sportspiele, welche je gemacht wurden. Zu erwähnen sind weitere Fussballspiele wie etwa Subbuteo (1947) - ferner: weitere mechanische (und elektronische) Tischkastenspiele (wie etwa Airhockey, Klask oder Electric [American] Football [1948], und auch etwa das alte Pferderenn- und -wettspiel Escalado [1928 oder 1929 - von einem Schweizer Erfinder - zu diesem Spiel wurden Wetten abgeschlossen, wie auf der richtigen Pferderennbahn]).

Crusade (1923). Eine (simple) Mischung zwischen einem Dame-ähnlichen Strategiespiel, einem Lauf- und einem Kampfspiel. Der Spieler versucht, so viele Ritter wie möglich in das gegnerische Schloss zu bringen. Der Sieger ergibt sich aus einer Punktewertung.

Elfer raus! (Kartenspiel, O. & M. Hausser, 1925 [V/W]). Dies ist eines der bekanntesten Kartenspiele im deutschsprachigen Raum. In anderen Regionen ist es unter anderen Namen bekannt (in England z.B. als Sevens). Das Spielprinzip ist älter. Beim Elfer-raus bestehen 80 Zahlenkarten in vier Farben (je 1-20). Zuerst müssen die Elfer ausgelegt werden, und an diese dann die übrigen Karten angelegt werden. Spieler können Karten aus taktischen Gründen zurückhalten, müssen aber pro Runde mindestens eine Karte ausspielen.

Fang den Hut (auch: Hütchenspiel, engl. Coppit, Brettspiel, Ravensburger, 1927 [V/W]). Das Spiel ist an Pachisi angelehnt. Als Spielfiguren dienen Hütchen, die übereinandergestülpt werden können, womit man andersfarbige Hütchen schnappen kann. Diese gilt es dann nach Hause zu bringen. Gewinner ist - je nach Abmachung - entweder derjenige, der am Ende noch eigene Spielfiguren übrig hat, oder derjenige, der am Meisten Hütchen eingefangen hat.

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Camelot (1930). Interessantes und zu seiner Zeit auch recht populäres Strategiespiel mit Schachfiguren (Bauern und Springern). Erfunden 1880 als Chivalry, neu gestaltet und publiziert von George Parker (von Parker Brothers).

Mau-Mau (Kartenspiel, nicht kommerziell, 1930er [V/W]). Dieses Spiel ist offenbar praktisch gleichzeitig im deutschen Sprachraum (als Mau-Mau) wie im anglophilen Sprachraum (als Eights, später: Crazy Eights) entstanden. Bei diesem einfachen Ablegespiel mit französischen oder deutschen Standardkarten haben einige Zahlenwerte spezielle Effekte: Zwei-Ziehen bei 7, Aussetzen bei 8, Wünschen bei Bube. Bei der vorletzten abgelegten Karte muss jeweils 'Mau' gesagt werden. Dieses Spielprinzip hat einige erfolgreiche Nachahmer* gefunden.

* Dazu gehören etwa (u.v.a. - kommerzielle wie nicht-kommerzielle): Flaps, Kings Reverse, Peanuckle, Switch, Tschau Sepp, Uno, Whot! (weitere Ablegespiele sind etwa auch Rommé [älter], Skip-bo oder Phase 10 [neben den sehr beliebten Ablegespielen gibt es etwa Stich-, Sammel-, Anlege- oder Raubspiele]). Die Regeln sind je leicht verschieden. Sogar beim Standard Mau-Mau gibt es regionale Unterschiede. Eigentlich sind die Regeln sogar frei, d.h. es können eigentlich beliebig auch eigene Regeln begründet werden. Speziell beim (Crazy) Eights, welches mit einem 52-er Standardspiel gespielt wird, ist das freie Ausspielen der Achterkarte, welche - von einem Wunsch begleitet - immer ausgespielt werden kann; dazu gibt es ein paar weitere Spezialregeln mehr als beim Mau-Mau. Eine spezielle Variante davon wird in Afrika gespielt [Zimbabwean Crazy Eights].

Battleship (dt. Schiffe versenken, Paper&Pencil-Spiel/Kriegsspiel, nicht kommerziell, 1930-er [als Plastik-Brettspiel erst 1967 (V/W)]). Schiffe versenken ist heute noch bekannt als Paper&Pencil-Spiel* und wurde ursprünglich auch so vertrieben. Auf Häuschenpapier wird ein 10x10-Häuschen-Spielbrett aufgezeichnet, in welches ein Schlachtschiff (5 Häuschen), ein Kreuzer (4), drei Zerstörer (3) und vier U-Boote (2) aufgezeichnet werden. Der Gegenspieler muss - mit Felderraten bzw. -abfragen - die gegnerischen Schiffe aufspüren und vernichten.

* Ein interessantes Beispiel dafür, wie ein blosses Paper&Pencil-Spiel für den Privatgebrauch zu einem kommerziellen Brettspiel werden kann (mit Racetrack [früher im deutschen Sprachraum schlicht: Autorennen] ist weiter unten ein weiteres solches Beispiel gegeben). Natürlich muss man solche Brettspiele nicht kaufen, sondern: man kann sie eben nach wie vor als blosse Paper&Pencil-Spiele spielen (besonders ideal natürlich auch etwa für Reisende [es gibt mittlerweilen auch recht viele Miniaturausgaben von bekannten Spielen: ein Paper&Pencil-Spiel benötigt aber nicht nur eine kleinere Schachtel, sondern gar keine]). Neben dem Schiffeversenken gibt es auch ein Panzerzerstören als Paper&Pencil-Spiel - hierbei wird mit dem Schreibstift geschnippt, um die Gefährte vorwärts zu bewegen oder zu schiessen (siehe auch, mit etwas anderem Spielprinzip: das Brettspiel Tank Battle [1975]). Sicher gibt es noch viele solche Spiele mehr, von welchen es aber nur wenige über den Privatgebrauch hinaus zu allgemeiner Bekanntheit gebracht haben.

Spades (Kartenspiel, nicht kommerziell, 1930er [V/W]). Ein sehr populäres Spiel im englischsprachigen Raum. In Spades sind die Schaufel- oder Pikkarten immer Trumpf. Der Witz dieses Partnerspiels liegt darin, die eigenen Stiche anzusagen, welche zusammen mit den Stichen des Partners gezählt werden. Gezählt werden die Stiche sowie mit einem speziellen Zählsystem die Differenz zur Ansage. Spiele mit anderen Hauptfarben: Hearts (um 1850), Clubs (2013), Diamonds (2014).

Finance (1932). Dies war der erste Ableger des Landlord-Spiels, welcher eigentlich auch Monopoly hätte heissen sollen. Der Name wurde auf einen gerichtlichen Hinweis hin bezüglich des anderen Monopoly-Spiels (1933) geändert.

Tri-Tactics (1932). Eine Kombination der Spiele Aviation: The Aerial Tactics Game of Attack and Defence (1925), Dover Patrol (1919) und L'Attaque (1909).

(Crossword) Lexicon (1933). Wort-Kartenspiel, bei welchem Buchstabenkarten mit verschiedenen Zahlenwerten zu Wörtern abgelegt werden müssen. Wer zuerst 100 Punkte erreicht, gewinnt das Spiel.

Cargoes (1934). In diesem Spiel rund um Schiffsfrachten steuern die Spieler Häfen in aller Welt an, um Güter zu transportieren. Wer dabei am Meisten Geld macht, gewinnt das Spiel.

Sorry! (1934). Dieses in England begründete Spiel ist in den USA sehr bekannt, ist aber im Grunde eine relativ simple Variante von Pachisi (die einzige spielerische Spezialität ist das Vorwärtsgehen mit Karten [statt mit Würfeln]).

Game of Politics (Brettspiel/Politikspiel, Parker Brothers, 1935 [V/W]). Ein erstaunliches Spiel für seine Zeit, auch wenn es heute praktisch in Vergessenheit geraten ist. Obwohl das Spiel auch auf Kartenglück basiert, gibt es strategische Elemente. Zur gleichen Zeit also: das grosse kapitalistische Spiel Monopoly und dieses erste politische Spiel zur Demokratie. Das eine kennt heute praktisch niemand mehr (ausserhalb der USA sowieso nicht), das andere ist das bekannteste Spiel des 20. Jahrhunderts überhaupt geworden.

Dass es doch ein paar bedeutende und interessante politische Spiele gibt, und eben auch bereits ein so frühes, war eine meiner grössten Überraschungen bei diesem Streifzug durch die aktuelle und vergangene Spielewelt. Natürlich geht es bei praktischen allen bisherigen politischen Spielen, wobei die Konflikt- und Kriegsspiele hier natürlich nicht berücksichtigt sind, um die Wahl des US-Präsidenten - ein Thema, welches in Europa auf keine bedeutende Resonanz stösst (europäische Spiele zu politischen Themen gibt es kaum bis gar nicht [geschweige denn eine adäquate Umsetzung der Direkten Demokratie]). Weitere politische (Wahl-) Spiele: Mr. President (Brettspiel/Politikspiel, 3M, 1967 [V/W] - original eigentlich 1965), Campaign Trail (Brettspiel/Politikspiel, 1983 [V/W] - zur Kennedywahl), Liberté (Brettspiel/Politikspiel, Valley Games, 2001 [V/W]), Double Trouble - 1960: The Making of the President (Brettspiel/Politikspiel, GMT Games, 2007 [V/W - zur Wahl Kennedy/Nixon]). Spätestens seit der US-Wahl 2016 gibt es auch diffamierende politische Spiele (hier ein seltsames Beispiel von Geschichtsfälschung und/oder -verwirrung [aus dem Jahr 2017 (in der Ära von Fake News)]).

Monopoly (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Parker Brothers, 1935* [V/W]). Das Spiel, welches die Brettspiele revolutionierte. Das Spiel des Kapitalismus ist bis heute eines der beliebtesten Familienspiele überhaupt, auch wenn die rein kapitalistische Spielidee** etwas veraltet erscheint. Es ist gradlinig, einfach und klar. Mit seiner Spielfigur muss der Spieler versuchen, Häuser und Hotels auf gekauften Ortskarten zu errichten, um danach bei den anderen Spielern abkassieren zu können. Wer Pleite geht, scheidet aus - übrig bleibt allein der Gewinner.

* Ich habe hier 1935 angegeben, der Zeitpunkt, als Parker Brothers die Vermarktung des Spiels in die Hand genommen hat, und nicht 1933, das Jahr in welchem der zweite (Haupt-) Erfinder Darrow - u.a. (nach Lizzie Magie) - das Spiel patentieren liess. Die Entwicklungs- und Vermarktungsgeschichte des Monopoly-Spiels ist recht komplex (und teilweise sogar undurchschaubar - begleitet auch von Gerichtsverfahren und Auszahlungen [daher ist das hier nicht gegeben: man kann sich im Web darüber informieren]).

** Eine kleine Liste von bedeutenden kapitalistischen Spielen bzw. Wirtschaftsstrategiespielen und/oder -simulationen (u.v.a.): The Landlord's Game (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Economic Game Company, 1904 [V/W]), Finance (oder: The Fascinating Game of Finance, oder: Finance and Fortune - Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Dan Layman, 1932 [V/W]), Cargoes (Brettspiel, Selchow & Righter, 1934 [V/W]), Monopoly (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Parker Brothers, 1935 [siehe: Hauptliste (oben)]), Easy Money (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, MB, 1935 [V/W]), Fortune (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Parker Brothers, 1935 [V/W]), Stock Ticker (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Copp-Clark Publishing, 1937 [V/W]), Auctioneer (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, MB, 1938 [V/W]), Banca (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Einheitsformblatt-Verlag München, 1955 [V/W]), Careers (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, unbekannt, 1955 [V/W]), Broker (dt. Börsenspiel od. Der Aktionär, Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Eigenverlag [Murray/Spencer], 1961 [siehe: Hauptliste]), Acquire (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, 3M, 1962 [siehe: Hauptliste]), Tycoon (Brettspiel, Parker Brothers, 1962 [V/W]), Mine a Million or The Business Game (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Waddingtons, 1965 [V/W]), Bigboss (später: Hallo Boss oder Play Boss, Brettspiel/Wirtschaftsspiel, IWA Rechenschieberfabrik, 1968 [V/W] - Wirtschaftssimulation mit Steuererklärung und Gewerkschaftsvertreter [u.a.]), Venture (Kartenspiel/Wirtschaftsspiel, 3M, 1969 [V/W]), Masterpiece (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Borras Plana SA, 1970 [V/W]), Executive Decision (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, 3M, 1971 [V/W]), Das Millionenspiel (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Schmidt Zwiebeltürme, 1973 [V/W]), Hotel Tycoon (dt. Hotel, Brettspiel/Wirtschaftsspiel, AS Company, 1974 [V/W]), King Oil (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, MB, 1974 [V/W]), Trump: The Game (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, MB, 1989 [V/W]), I'm the Boss (dt. Kohle, Kies & Knete, Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Face2Face Games, 1994 [V/W]), Railroad Tycoon (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Eagle Games, 2005 [V/W]), Wealth of Nations (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, TableStar Games, 2008 [V/W]), Lords of Vegas (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Mayfair Games, 2010 [V/W]), Panic on Wall Street! (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Marabunta, 2011 [V/W]), Las Vegas (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Ravensburger, 2012 [V/W]), London Markets (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Queen Games, 2012 [V/W]), Machi Koro (Kartenspiel/Wirtschaftsspiel, Eigenverlag [Masao Suganuma], 2012 [V/W]), Coal Baron (2013 [V/W]), Global Mogul (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Mayfair Games, 2013 [V/W]), Food Chain Magnate (Brettspiel/Eurogame/Wirtschaftsspiel, Splotter Spellen, 2015 [siehe: Liste Eurogames]), Stockpile (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Nauvoo Games, 2015 [V/W]). Die neueren Beispiele zeigen, dass diese Art von Spielen noch immer ankommen (und vielleicht sogar eher wieder am Kommen sind). Bei all diesen Wirtschafts- oder Finanzspielen bzw. Wirtschaftssimulationen, wie der (seltsame) Fachbegriff heisst, wird eben eigentlich nur das kapitalistische Muster nachgespielt - dabei gäbe es doch gerade in diesem Bereich auch die Möglichkeit andere/neue Muster zu bespielen. Die Spielewelt eignet sich ja eigentlich hervorragend dafür, solche auszutüfteln und vorzustellen, was natürlich aber äusserst selten gemacht wird (die meisten Spiele bewegen sich - immer noch, und scheinbar immer wieder - in den gängigen Mustern [die natürlich auch ihren Reiz haben, notabene, ich möchte hier nur die Möglichkeit des Spiels mit den Innovationen andeuten]).

Die frühen 1930-er Jahre, und insbesondere das Jahr 1935, waren wirklich die Geburtsstunde des moderneren Brettspielzeitalter (tatsächlich v.a. auch mit dem von manchen heute so geschmähten Oldie Monopoly - es war einfach neu... und superdynamisch, notabene, für die damaligen Brettspiele, auf jedem Feld, aktiv und/oder passiv, irgendeine Aktion durchführen zu können bzw. auch bei jedem Feld Entscheidungen treffen zu müssen [natürlich gab es dies eben eigentlich schon beim Landlord-Spiel, aber der kommerzielle Erfolg und die grosse Verbreitung des Spiels kam erst mit Monopoly]).

Ohne Monopoly: im deutschen Osten (in der Deutschen Demokratischen Republik DDR) wurden die Gesellschaftsspiele des Westens, welche dort verboten waren, während des Kalten Krieges von Hand selber nachgebaut.

Whot (Kartenspiel, Storey & Co, 1935 [V/W]). War langezeit ein Klassiker in Grossbritannien und eines der ersten selbständigen Editionen von Ablegespielen im Stil von Mau-Mau (siehe dort). Das Spiel kennt fünf verschiedene Symbole mit unterschiedlichen Zahlkarten sowie die speziellen Whot-Joker-Karten. Die einzelnen Zahlenkarten haben keine besondere Bedeutung, sondern das spezielle Kartensetting ist der Clou des Spiels (speziell: in Afrika mit verschiedenen Zusatzbedeutungen gespielt [Nigerian Whot]).

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Star Reporter (1937). Gute Grafik, dazu einiges Material, simples (Roll&Move-) Spiel (mit ein paar Karten dazu). Ging noch zu jener Zeit, heute veraltet. (Das Spiel ist hier eigentlich erwähnt, weil ich nach Journalistenspielen gesucht und keine gefunden habe.)

Gute Spiele zum Thema des Journalismus und der Medien sind sehr rar. Zu erwähnen gibt es etwa dies: Extra! Extra! (Brettspiel/Medienspiel, Mayfair Games, 2015 [V/W]). Erwähnenswert als frühes Journalismusspiel ist vielleicht auch das Pressefotografenspiel Flash (Brettspiel, Selchow & Righter, 1956 [V/W]).

Buccaneer (Brettspiel, Waddingtons, 1938 [V/W]). Ein relativ einfaches, für die damalige Zeit aber doch sehr interessantes Brettspiel, welches von den 1930-ern bis zu den 1980-ern hergestellt wurde. Piraten steuern eine Schatzinsel an, um Schätze zu bergen und dann in einen sicheren Hafen zu bringen - die Schiffe können einander attackieren. Karten beeinflussen den Spielverlauf. Interessant ist auch das Material (Spielfiguren und Schätze).

Cabby (1938). In diesem recht einzigartigen Taxi-Spiel kann man auch betrügen, um möglichst rasch seine Kunden zu transportieren, muss aber damit rechnen, von einem Polizeiwagen der Gegner verhaftet zu werden.

Scrabble (ursprünglich: Lexiko, Brettspiel/Wortspiel/Legespiel, Eigenverlag [Butts], 1938 [V/W]). Beim bekanntesten Spiel mit Wörtern müssen mit acht gezogenen Buchstaben, die verschiedene Zahlenwerte repräsentieren, möglichst punktstarke Wörter gebildet werden. Die Punkte ergeben sich einerseits aus den Buchstabenzahlenwerten, andererseits aus Spezialfeldern auf dem Spielbrett, über welche die Wörter gelegt werden können. (Erst 1948 kommerziell erfolgreich.)

Speed (1938). Ablege-Kartenspiel, welches als Nachfolger von Whot und Vorgänger von Uno bezeichnet wird. Statt Farben oder Formen gibt es hier Geschwindigkeitsträger (Flugzeuge, Eisenbahnen, Schiffe, Autos, Tiere).

Canasta (Kartenspiel, nicht kommerziell, 1939 [kommerziell: V/W]). Gespielt wird mit einem 52-er Standardspiel und 4 Jokern. Das Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Meldungen (d.h. drei gleichrangige Karten) und Canastas (d.h. sieben gleichrangige Karten) zusammenzustellen. Die Meldungen werden auf dem Tisch ausgelegt. Das Spiel wird beendet durch einfaches Ausgehen (ein gelegtes Canasta und Ablage aller Handkarten) oder Handcanasta. (Einige weitere Regeln komplettieren das Spiel.)

Kniffel (engl. Yahtzee, ursprünglich: Yatzie, Würfelspiel, National Association Service of Toledo, 1940 [V/W]). Eines der beliebtesten reinen Würfelspiele. Mit fünf (Zahlen-) Würfeln müssen verschiedene Kriterien erfüllt werden: einerseits die gängigen Pokerkombinationen, andererseits die reinen Zahlenwerte (bezüglich der einzelnen Würfelziffern). Wenn ein Kriterium erfüllt ist, kann es nicht noch einmal angerechnet werden. Die Gesamtsumme aus allen gewürfelten Kriterien ergibt den Gewinner.

Ethan Allen's All-Star Baseball Game (kurz: All-Star Baseball, 1941). In den USA eines der populärsten Baseballspiele und frühen Sportspiele überhaupt. Besonders interessant vermutlich nur für Sport- bzw. Baseball-Interessierte.

Hex (Brettspiel, Paper&Pencil-Spiel, 1942 [V/W - später kommerziell (1952)]). Dieses Strategiespiel wird auf einem Brett von 11x11 hexagonalen (also: sechseckigen) Feldern gespielt. In diese werden die Spielsteine gelegt, mit dem Ziel, eine Reihe zu bilden, die von einem Ende des Bretts zum anderen führt. Wie auch die Steine gelegt werden, gibt es immer einen Sieger. Ähnliche Spiele: TwixT (Brettspiel/Paper&Pencil-Spiel, 1957 [V/W] - kommerziell durch 3M ab 1961), Quoridor (Brettspiel, Gigamic Games, 1997 [V/W]).

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Stratego (Brettspiel/Kriegsspiel, Smeets & Schippers, 1946 [V/W]). Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen verschiedene Kriegs- und Konfliktspiele auf - neben Stratego etwa Risiko (1957) oder Diplomacy (1959 - siehe je dort). In diesem einfach konzipierten und ruhig zu spielenden Zweispielerspiel muss je in einer Spielfigurenarmee eine Fahne versteckt bzw. verdeckt platziert werden. Wer mit seinen verschiedenartigen Spielfiguren die Fahne des Gegners zuerst aufgespürt und eingenommen hat, gewinnt das Spiel.

Das Spiel hat eine frühere Analogie in einem französischen Spiel namens "L'Attaque" (1909/1910 - vertrieben in Grossbritannien ab 1911 als "Dover Patrol", später auch unter anderen Namen). Ebenfalls aus dieser Spielgruppe stammt das Spiel "Battleship" (siehe oben). Parallelen bestehen auch zum Spiel Baslinda (1890).

Qubic (1947). In diesem 3D-Brettspiel muss auf 64 Feldern eine Viererreihe gebildet werden (in diesem Sinn ein Vorläufer von Vier gewinnt). Das Spiel wurde unter verschiedenen Namen und Verlagen veröffentlicht.

Clue (dt./europ. Cluedo, Brettspiel/Krimispiel, Waddingtons, 1948 [V/W]). Das erste grosse Krimispiel ist ein Klassiker bis heute. Am Anfang des Spiels, in welchem ein Mord aufgeklärt werden muss, werden die Karten des Mörders, der Tatwaffe und des Tatraums in einen geheimen Briefumschlag gelegt. Die übrigen Karten bleiben im Spiel, so dass per Ausschlussverfahren der Inhalt des Briefumschlags herausgefunden werden kann.

Candy Land (1949). Dieses in den USA sehr beliebte Kinderspiel hat zwar ein phantasievolles Brett, ist ansonsten aber ein sehr bzw. zu einfaches Laufspiel. Trotz der anhaltenden Popularität des Spiels habe ich es nicht in die Hauptliste aufgenommen.

Stich- oder Autoquartett bzw. Supertrumpf (Kartenspiel, ASS, 1952 [V/W]). Das Spiel kann auch mit herkömmlichen Karten gespielt werden, viel beliebter sind aber thematische Spezialkartensets mit verschiedenen technischen Werten, die alternativ geboten werden können - anfangs mit Automotiven (daher: Autoquartett - später diverse). Es gilt dabei immer die höhere gegen die tiefere Karte auszustechen, bis ein Spieler keine Karten mehr hat. Im englischen Sprachraum: Top Trumps (dt. Supertrumpf, vorher Ace Trumps).

Mille Bornes (Kartenspiel, Winning Moves, 1954 [V/W]). In diesem französischen Kartenspiel, welches im deutschen Sprachraum kaum bekannt ist, im englischsprachigen Raum aber recht populär war, wird ein Rennspiel gespielt. Mit einer Grünlichtkarte kann man herauskommen, um dann Meilenkarten verschiedener Quantität zu legen. Weitere Karten stören die Aktionen oder verstärken sie. Siehe auch: Touring (Kartenspiel, Wallie Dorr Company, 1906 [V/W]).

Tactics (Brettspiel/Kriegsspiel, Avalon Hill, 1954 [V/W]). Gilt als das erste Konfliktsimulationsspiel (modernerer Art, laut BoardGameGeek: 'the first cardboard-counter commercial board wargame'). Viele spätere, komplexere Spiele bauen auf diesem einfachen Spiel auf, welches für die damalige Zeit ein erstaunliches Spiel war. Eine Besonderheit des Spiels liegt darin, dass die eine Partei einen Anfangsvorteil besitzt. Siehe auch: Tactics II (Brettspiel/Kriegsspiel, Avalon Hill, 1958 [V/W]).

* (Kleine Übersicht über die Kriegsspiele.) Der Bereich der Kriegsspiele ist ein schwieriger Bereich: einerseits spielen sie noch immer eine bedeutende Rolle in der Brettspielwelt, andererseits ist es auch nachvollziehbar, warum sich dieses Genre v.a. in den USA grosser Beliebtheit erfreut, weniger dagegen in Europa und noch viel weniger speziell im deutschsprachigen Raum. Das hat natürlich alles mit der gegebenen Konstellation nach dem Zweiten Weltkrieg zu tun (wie sie sich in all den Spielen zum Zweiten Weltkrieg widerspiegelt). Interessant ist dagegen, dass die Komplexität der Strategie-Elemente von Kriegsspielen sich in anderen Genres manifestiert hat - insbesondere im Genre von Fantasy und Science Fiction (die Erfinder vom legendären Rollenspiel Dungeons & Dragons hatten reichliche Erfahrung mit Kriegsspielen). Daraus kann indirekt (über diese anderen Bereiche [die Kriege verschoben sich quasi in der Brettspielwelt - zumindest für einige Zeit - von realen Schlachtfeldern in dunkle Verliese und ferne Zeiten, quasi]) und direkt (über ein wenig grosses Interesse an Kriegsspielen in Europa) die Entwicklung der Eurogames erklärt werden, die strategisch und komplex sind (also genau jene Elemente enthalten, die ursprünglich aus den Kriegsspielen gekommen sind). Eine kurze Liste von erwähnenswerten Kriegs- und Konfliktspielen könnte etwa beinhalten (u.v.a.): Battleship (dt. Schiffe versenken, Paper&Pencil-Spiel/Kriegsspiel, nicht kommerziell, 1930-er [siehe: Hauptliste]), Conflict (Brettspiel/Kriegsspiel, Parker Brothers, 1940 [V/W]), Dog-Fight (Brettspiel/Kriegsspiel, Parker Brothers, 1940 [V/W]), Stratego (Brettspiel/Kriegsspiel, Smeets & Schippers, 1946 [siehe: Hauptliste]), Tactics (Brettspiel/Kriegsspiel, Avalon Hill, 1954 [siehe: Hauptliste (oben)]), Risk (dt. Risiko, Brettspiel/Kriegsspiel, Hasbro, 1957 [siehe: Hauptliste]), Gettysburg (Brettspiel/Kriegsspiel, The Avalon Hill Game Co, 1958 [V/W]), Diplomacy (Brettspiel, Eigenverlag [Calhamer], 1959 [siehe: Hauptliste]), Chancellorsville (Brettspiel/Kriegsspiel, Avalon Hill, 1961 [V/W]), D-Day (Brettspiel/Kriegsspiel, Avalon Hill, 1961 [V/W]), Broadside (Brettspiel/Kriegsspiel, MB, 1962 [V/W]), Dogfight (Brettspiel, MB, 1962 [V/W]), Kingmaker (Brettspiel/Kriegsspiel, PhilMar Ltd., 1974 [V/W]), Tank Battle (Brettspiel/Kriegsspiel, MB, 1975 [V/W]), Axis & Allies (Brettspiel/Kriegsspiel, Nova Game Designs, 1981 [siehe: Hauptliste]), The Civil War (Brettspiel/Kriegsspiel, Victory Games, 1983 [V/W]), Supremacy (Brettspiel/Kriegsspiel, Supremacy Games, 1984 [V/W]), Successors (Brettspiel/Kriegsspiel, Decision Games, 1993 [V/W]), We the People (Brettspiel/Kriegsspiel, Avalon Hill, 1993 [V/W]), Hannibal: Rome vs. Carthage (Brettspiel/Kriegsspiel, Valley Games Inc., 1996 [V/W]), Hammer of the Scots (Brettspiel/Kriegsspiel, Columbia Games, 2002 [V/W]), Attack! (Brettspiel, Kriegsspiel, Eagle-Gryphon Games, 2003 [V/W]), Memoir '44 (Brettspiel/Kriegsspiel, Days of Wonder, 2004 [V/W]), Conquest of the Empire (Brettspiel/Kriegsspiel, Eagle-Gryphon Games, 2005 [V/W]), Twilight Struggle (Brettspiel/Kriegsspiel, GMT Games, 2005 [V/W]), Commands & Colors: Ancients (Brettspiel/Kriegsspiel, GMT Games, 2006 [V/W]), Duel in the Dark (Brettspiel/Kriegsspiel, Pilot Games, 2007 [V/W]), Tide of Iron (Brettspiel/Kriegsspiel, Fantasy Flight Games, 2007 [V/W]), Manoeuvre (Brettspiel/Kriegsspiel, GMT Games, 2008 [V/W]), D-Day at Omaha Beach (Brettspiel/Kriegsspiel, Decision Games, 2009 [V/W]), Liberty Roads (Brettspiel/Kriegsspiel, Hexasim, 2009 [V/W]), Commands & Colors: Napoleonics (Brettspiel/Kriegsspiel, GMT Games, 2010 [V/W]), Julius Caesar (Brettspiel/Kriegsspiel, Columbia Games, 2010 [V/W]), Band of Brothers: Screaming Eagles (2011 [V/W]), Polis: Fight for the Hegemony (Brettspiel/Eurogame, Asylum Games, 2012 [siehe: Liste Eurogames]), Wing Leader: Victories 1940-1942 (Brettspiel/Kriegsspiel, GMT Games, 2015 [V/W] - siehe auch Wing Leader: Supremacy 1943-1945 [2016]).

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Perquackey (Würfelspiel/Wortspiel, Cardinal Industries, 1956 [V/W]). Das Spiel werden die Meisten irgendwie kennen - es findet sich etwa in manchen Multispielesets - den Namen wohl eher die Wenigsten. Bei diesem Spiel wird (in der Originalversion) mit zehn Buchstabenwürfeln gewürfelt. In einer vorbestimmten Zeit, welche durch eine Sanduhr vorgegeben ist (oder selber bestimmt wird), müssen die Spieler dann möglichst lange und möglichst viele Wörter aus den gegebenen Buchstaben machen. Siehe auch (identisch): Spill & Spell (1956).

Risk (dt. Risiko, Brettspiel/Kriegsspiel, Hasbro, 1957 [V/W]). In diesem imperialistischen Spiel geht es um nichts weniger als die militärische Weltdominanz. Jeder Spieler versucht mit seiner Armee so viele Territorien in der Welt zu gewinnen wie möglich. Ein eher veraltetes (Spiele-) Thema - das Spiel geniesst aber immer noch grosse Beliebtheit. Die klassischen Themen gehen der Spielewelt nicht aus (Laufspiele, Rennspiele, Kampfspiele, Kriegsspiele*, Wirtschaftsspiele).

Diplomacy (Brettspiel, Eigenverlag [Calhamer], 1959 [V/W]). Als Spielkarte dient eine alte Europakarte (das Spiel findet im Vorfeld des Ersten Weltkriegs statt). In Europa ringen sieben Grossmächte, welche durch die Spieler repräsentiert werden, um die Vorherrschaft. Das Ziel des Spiels besteht darin, mindestens 18 von 34 Versorgungszentren zu kontrollieren. Die Züge der Spieler werden gleichzeitig ausgeführt, wobei die Unterstützung durch Mitspieler notwendig ist und daher (durch geschickte Diplomatie) gesucht wird.

Malefiz (engl. auch: Barricade, Brettspiel, Ravensburger, 1959 [V/W]). Eigentlich ein Retrospiel, welches ein abgewandeltes Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel ist. Jeder Spieler hat fünf Spielfiguren, mit denen er in einer Art Bergbesteigung das Zielfeld erreichen und/oder gegnerische Spielfiguren behindern kann (entweder als Erster oder als erste Gruppe); zudem gibt es auch zusätzliche Sperrsteine. Das Spiel wurde v.a. deswegen bekannt, weil es den Weg in die allgemeine Ravensburger-Spielbox gefunden hat.

Dutch Blitz (1960). Schnelles Ablege-Kartenspiel, welches dem späteren Ligretto und früheren Spielen wie Nertz, Canfield oder Demon (1890-er?) ähnlich ist. Das Spiel wurde populär unter den Amish People und anderen christlichen Gruppen.

Game of Life (dt. Das Spiel des Lebens, Brettspiel/Wirtschaftsspiel, MB, 1960 [V/W]). Dies ist die moderne US-Ausgabe des Spiels - die deutsche Ausgabe erschien erst 1980 (das Spiel ist ursprünglich jedoch viel älter [siehe: Liste der früheren Jahrhunderte]). In diesem Spiel kann man in die Schule gehen, heiraten, Kinder haben, Karriere machen, ein Haus bauen und vieles mehr. Für manche mag ein (solch materialistisches) Spiel des Lebens eher seltsam erscheinen, aber es gibt noch viel seltsamere Spiele.

Kimbo (1960). Einigermassen interessante Abwandlung des Pachisi-Spiels auf einem offenen Brett, in welchem zusätzlich Zäune bestehen, die verschoben werden können. (Noch immer war das Pachisi-Thema aktuell.)

Racetrack (oder: Autorennspiel, Paper&Pencil-Spiel/Rennspiel, 1960-er oder früher [V/W - als Brettspiel unter verschiedenen Namen weiterentwickelt*]). Auf Häuschenpapier wird eine Rennstrecke mit mehreren Kurven aufgezeichnet. Spieler 1 beginnt auf der Startlinie, indem er ein Häuschen geradeaus oder quer fährt. Im Verlauf des Rennens kann das Tempo beliebig - immer nur um ein zusätzliches Häuschen - erhöht werden. Vorsicht vor den Kurven! Auf der Strecke können zusätzlich Hindernisse platziert werden.

*(Kleine Übersicht über die Rennspiele.) Dieses Spiel ursprünglich unter dem Namen: Formula Dé (Brettspiel/Rennspiel, Eurogames, 1991 [V/W]), weitere: Huggin' The Rail (Brettspiel/Rennspiel, Selchow & Righter, 1948 [V/W]), Formula 1 (Brettspiel/Rennspiel, Brohm-Parker, 1962 [V/W]), Autodromo (Brettspiel/Rennspiel, Clementoni, 1970 [V/W]), Daytona 500 (Brettspiel/Rennspiel, MB, 1990 [V/W]), Top Race (Brettspiel/Rennspiel, ASS Altenburger Spielkarten, 1996 [V/W]), oder auch: Das Motorsportspiel (1995), Rallyman (2009). Vor den Autorennspielen gab es eine Vielzahl einfachster Pferderennspiele (als Laufspiele auf verschiedenen Bahnen), welche den Beginn der Rennspiele innerhalb der Brettspiele repräsentieren - wie etwa diese (spätere) Luxusausgabe: TurfMaster (Brettspiel, AZA Spiele, 1998 [V/W]); zu den bekanntesten Pferderennspielen gehören auch etwa Long Shot, in einer älteren (Brettspiel/Rennspiel, Parker Brothers, 1962 [V/W]) und einer neueren Ausgabe (Brettspiel/Rennspiel, Swan Panasia Co., 2009 [V/W]) sowie Win, Place & Show (Brettspiel, 3M, 1966 [V/W]). Zu den ersten Grössen dieses Genres gehören vielleicht Minoru (Brettspiel/Rennspiel, John Jaques of London, 1910 [V/W]) und Manifesto (Brettspiel/Rennspiel, John Jaques of London, 1911 [V/W]). Die einfachsten Pferderennspiele sind reine Würfel- und Laufspiele, die interessanter gemachten sind mit Wettspielen verbunden. Sie gehörten mit dem Leiterspiel und Mensch-ärgere-dich-nicht - sowie Schach, Mühle, Dame (u.a.) - teils zur Standardaustattung von allgemeinen Spielesets. Spezielle Rennspiele (nach demselben Grundmuster) sind etwa Regatta (Brettspiel/Rennspiel, 3M, 1967 [V/W] - Bootrennen [Ausgabe 2010]), Um Reifenbreite (Brettspiel/Rennspiel, unbekannt, 1979 [V/W] - Radrennen), Ave Caesar (Brettspiel/Rennspiel, Asmodee, 1989 [V/W] - Antikes Wagenrennen), Billabong (aka High Tail It!, Brettspiel/Rennspiel, franjos, 1995 [siehe: Hauptliste] - Känguruhrennen), Mississippi Queen (Brettspiel/Rennspiel, Goldsieber Spiele, 1997 [V/W] - Mississippi-Raddampfer-Rennen), Snow Tails (Brettspiel/Rennspiel, Fragor Games, 2008 [V/W - Hundeschlittenrennen), Camel Up (Brettspiel/Rennspiel, Eggertspiele, 2014 [siehe: Hauptliste] - Kamelrennen), Rallyman (Brettspiel/Rennspiel, Rallyman, 2009 [V/W] - Rallyrennen), Leader 1: Hell of the North (Brettspiel/Sportspiel, Ghenos Games, 2011 [V/W - Radrennen]).

Broker (dt. Das Börsenspiel [CH: Der Aktionär], Brettspiel/Wirtschaftsspiel, Eigenverlag [Murray/Spencer], 1961 [V/W]). Ob thematisch nun originell oder nicht: das relativ einfache Börsenspiel gehörte zu seiner Zeit zu den beliebtesten und einflussreichsten Brettspielen. Die Spieler streiten sich um vier verschiedene Aktien. Der Kurs der Aktien wird durch Aktions- und Risikokarten beeinflusst. Der Spieler versucht, die Kurse der eigenen Aktien in die Höhe zu treiben und jene der Gegner in die Tiefe fallen zu lassen.

Acquire (Brettspiel/Wirtschaftsspiel, 3M, 1962 [V/W]). Mehr als eines von zahlreichen Wirtschaftsspielen, welche etwa von den 1930-er bis in die 1970-er Jahre den bedeutendsten Einzelbereich der Spielewelt ausmachten. In diesem Spiel von Sid Sackson werden Hotels gebaut und (aus den sieben vorhandenen Marken) Hotelketten begründet, indem auch die Hotels der Gegenspieler übernommen werden können. Der Mechanismus ist für ein damaliges Wirtschaftsspiel bemerkenswert.

Focus (aka Domination, 1963). Ein abstraktes Strategiespiel, dessen Grundidee auf einem Stapeleffekt beruht (so dass nicht nur in die Breite, sondern auch in die Höhe gespielt wird). Leicht zu erlernen, schwer zu beherrschen.

Wild Life (Brettspiel, Carlit, 1964 [V/W]). Das bestbekannte Schweizer Spiel ist bis heute eines der bedeutendsten Tierspiele überhaupt. Es wurde mit der Unterstützung des World Wildlife Found WWF entwickelt. Durch Tierefangen oder -einkaufen sollen die Spieler als Zoobesitzer mit Nachzuchtprogamme in Zoos bedrohte Tierarten in der ganzen Welt erhalten. Das Spielprinzip basiert auf einer Mischung zwischen konventionellen Reise-Lauf-Spielen und Monopoly.

Tiere sind ein beliebtes Sujet für Spiele aller Art. Hier ein paar der beliebtesten Spiele mit Tieren: Hare & Tortoise (dt. Hase und Igel, Brettspiel, Intellect Games, 1974 [siehe: Hauptliste]), Känguruh (Brettspiel, franjos, 1974, später: Mahé [2014 - V/W]), Frogger (Brettspiel/Video-Game-Adaption, MB 1981 [siehe: Liste Videogame-Adaptionen]), Kuhhandel (engl. You're Bluffing!, Kartenspiel, Ravensburger, 1985 [siehe: Hauptliste]), Billabong (aka High Tail It!, Brettspiel/Rennspiel, franjos, 1995 [siehe: Hauptliste]), Hive (Brettspiel, Gen42 Games, 2001 [V/W]), Zooloretto (Brettspiel, Abacusspiele, 2007 [V/W]), Fauna (Brettspiel, HUCH!, 2008 [V/W]), Takenoko (Brettspiel, Bombyx/Matagot, 2011 [V/W]), Drecksau (Kartenspiel, Kosmos, 2012 [V/W]), Mice and Mystics (Brettspiel/Fantasyspiel, Plaid Hat Games, 2012 [siehe: Liste Fantasygames]), Myrmes (Brettspiel/Eurogame, Ystari Games, 2012 [siehe: Liste Eurogames]), Salmon Run (Brettspiel/Naturspiel, Eagle-Gryphon Games, 2013 [V/W]), Camel Up (Brettspiel/Rennspiel/Familienspiel, Eggertspiele, 2014 [siehe: Hauptliste]), Evolution (Brettspiel/Naturspiel, North Star Games, 2014 [siehe: Hauptliste]), Kerala: The Way of the Elephant (Brettspiel, Kosmos, 2016 [V/W]), Rescue Polar Bears (Brettspiel, Boxed Lightning, 2016 [V/W]), Tembo (Kartenspiel/Naturspiel, Nürnberger-Spielkarten-Verlag, 2017 [V/W]). Die Quantität an wirklich guten Tierspielen ist denn doch eher enttäuschend - das Thema wird auch oft missbraucht für Spiele von schlechterer Qualität. Bedeutend ist es natürlich aber auch in reinen Kinderspielen, die hier nicht aufgeführt sind. (Obwohl ich hier eine Liste von Tierspielen anführe, sind die Spiele in der Hauptliste nicht als solche bezeichnet - in dieser habe ich den Begriff von Naturspielen verwendet, für Spiele, welche echte Naturphänomene simulieren.)

Booby Trap (1965). Ein mechanisches Spiel, in welchem die Spielteile in einen Rahmen eingespannt werden, woraus dann die Teile herausgenommen werden müssen, ohne dass sich der Rahmen bewegt.

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Le Mot le plus long (1966). Das erste Spiel der französischen TV-Show 'Des chiffres et des lettres' - eine der erfolgreichsten Spielshows der Welt (seit 1965). Es deckte aber nur den sprachlichen Aspekt der Show ab, die aus einem Wort- und einem Rechenspiel* besteht.

* Bei dieser TV-Show treten zwei Kandidatinnen oder Kandidaten gegeneinander an. Beim Wortspiel (Le Mot le plus long) zieht der Kandidat oder die Kandidatin acht Buchstaben, wobei immer zwischen Vokal oder Konsonant ausgewählt werden kann. Aus diesen acht Buchstaben muss dann das längstmögliche Wort gebildet werden. Beim Rechenspiel (Le Compte est bon) bekommen die Spieler sechs Zahlen (aus den Ziffern 1-9 sowie 10, 25, 50, 75 und 100) und müssen daraus eine Rechnung aufstellen, welche möglichst nahe an ein gegebenes dreistelliges Resultat herankommt. Spiele, welche sowohl das Wort- wie auch das Rechenspiel beinhalten, kamen 1986, 1995 (je von Jeux Nathan) und 1999 (von Ravensburger) heraus.

Siege (1966). Schach-inspiriertes, aber eigenständiges Strategiespiel, in welchem vier Reiter (Springer) ein Schloss mit Verteidigern angreifen. Die Angreifer versuchen, den Kommandanten der Verteidiger zu erwischen, die Verteidiger müssen alle Angreifer eliminieren.


Skip-Bo (1967). Kommerzielle Variante des Ablege-Kartenspiels Spite and Malice. Ähnelt einem kompetitiven Mehrspieler-Solitaire. Die Karten müssen auf vier Spielstapeln in der Mitte des Tisches abgelegt werden.

Astro-Blitz (1968). Ein Strategiespiel, welches von einem verrückten Wissenschaftler erfunden worden sein und das Beste von Schach, Checkers/Dame und Chinese Checkers vereinigen soll. Spaciges 1968-er Game.

Bazaar (Brettspiel, 3M, 1968 [V/W]). Ein Spiel von Sid Sackson. Wie der Titel besagt, ist dies ein (abstraktes) Handelsspiel. Gehandelt werden Münzen, um bestimmte Kombinationen von Münzen zu erreichen. Die Münzen erhält man durch einen Würfel mit entsprechenden Symbolen oder eben durch das Handeln. Das Handeln von Spielteilen wurde später etwa in den Eurogames sehr bedeutend (daher ist dieses Spiel ein bedeutender Vorläufer von moderneren Spielen).

Mastermind (Brettspiel/Kombinationsspiel, Invicta, 1971 [V/W]). In diesem Kombinationsspielklassiker steckt Spieler 1 verdeckt vier Stifte verschiedener Farben als Code, welchen Spieler 2 in zwölf Versuchen erraten muss (sowohl bezüglich der Farbe wie des genauen Platzes). Dabei helfen ihm Signalstifte, die anzeigen, ob die Farben und Positionen seines Rateversuchs stimmen. Mehr und mehr wird das Raten zum Kombinieren. Nach jeder Spielrunde werden die Plätze getauscht: Spieler 2 wird Stecker, Spieler 1 Rater.

Uno (Kartenspiel, Eigenverlag [Merle Robbins], 1971 [V/W]). Uno ist ein Ablegespiel im bekannten Mau-Mau-Muster, allerdings mit eigenen Spezialkarten, welche die speziellen Zahlenkarten ersetzen - mit den gleichen Funktionen, die man bereits von anderen Spielen dieser Art kennt. Eine eigene Spielidee ist also hier eigentlich gar nicht gegeben, trotzdem ist dies eines der populärsten Kartenspiel geworden (das geht nicht mit allen Spielen, mit diesem aber offenbar ziemlich gut [das nächste neue Mau-Mau-Spiel kommt bestimmt]).

Boggle (Wortspiel, Alga, 1972 [V/W]). Ein einfaches Wortspiel. Die Buchstabenwürfel werden in einem Schüttelbecher geschüttelt. So wie die Würfel dann liegen, können wie benützt werden, um damit Wörter zu bilden. Für gültige Wörter müssen sich die Buchstaben berühren. Innerhalb von drei Minuten, die mit einer Sanduhr ablaufen, müssen möglichst viele Wörter gefunden werden. Die Erstlancierung 1972 war nicht sehr erfolgreich, erst 1976 kam der kommerzielle Erfolg. 2012: Neulancierung mit Redesign und Super Big Boggle.)

The Ungame (1972). Dies ist ein nicht-kompetitives Spiel - also (im Sinn des Humors jener Zeit) ein Unspiel. In diesem (Un-) Spiel geht es darum, (animiert durch Fragekarten) miteinander zu sprechen, einander zuzuhören und mehr übereinander zu erfahren.

Waterworks (dt. Leg das Rohr, 1972). Ein Kartenspiel, bei welchem ein Rohr von bestimmter Länge vom Ventil bis zum Auslauf ausgelegt werden muss. Dabei gilt es, das eigene Rohr zu legen und jenes des Gegners zu sabotieren.

Anti-Monopoly (1973). Ursprünglich fing dieses Spiel in einer Monopolistenausgangslage an und sollte dann zum freien Wettbewerb führen. In der zweiten, gängigeren Version darf der Spieler wählen, ob er als Monopolist oder als 'freier Unternehmer' auftreten will.

Downfall (dt. Slotter, 1973). Dies ist ein recht populäres mechanisches Spiel, bei welchem die Spielsteine durch das Drehen von fünf Rädern nach unten befördert werden.

Pentominos (1973). Die Veröffentlichung des Spiels als Zweispielervariante geht auf den Pentomino-Begriff eines Mathematikers zurück (1954). Bezeichnet sind damit Spielteile, die aus fünf Quadraten* bestehen (und hier in eine bestimmte Form einzufügen sind).

* Quadratisch aufgebaute Spielteile (Polyominos - Monomino, Domino [siehe: Domino-Spiel als Ursprung dieser ganzen Begriffsgruppe], Tromino, Tetromino, Pentomino, Hexomino, Heptomino, Oktomino, Nonomino, Dekomino, Undekomino, Dodekomino, usw. usf., etc. etc.) sind fortan immer wieder als Spielteile aufgetaucht, etwa bei Tetris (1985 [Videogame - später: verschiedene Brettspielvarianten]), Blokus (2000) oder Ubongo (2003).

Dungeons & Dragons (Pen&Paper-Rollenspiel/Fantasy-Role-Playing-Spiel, Tactical Studies Rules/Wizards of the Coast, 1974 [V/W]). Dieses Spiel begründete das Genre des Pen&Paper-Rollenspiels, in welchem - von gewissen Grundregeln und festgelegten Rollen ausgehend - rein aus der Phantasie heraus mit Kugelschreiber und Papier Fantasyabenteuer kreiert werden - später erweitert durch allerlei Spielmaterial (der Vorgänger heisst "Chainmail" [1971], in dessen Fantasy-Erweiterung). Das Spielprinzip spricht vermutlich nicht jedermann an.

Wie wird dieses Pen&Paper-Rollenspiel gespielt? Dieses Video erklärt dies. Weitere/andere Pen&Paper-Rollenspiele sind hier nicht gegeben (wie etwa Travellers [1977], Gamma World [1978], GURPS [1986], Shadowrun [1989], Savage Worlds [2003], Pathfinder [2009], Starfinder [2017], u.v.a. [auch Franchises wie Star Trek, The Marvel Universe, The Lord of the Rings]) - das sind ja eigentlich und ursprünglich nicht Brettspiele, sondern eben gerade Spiele ohne Brett. Dungeons & Dragons war aber so bedeutend für die ganze Spielewelt und auch für die Brettspielwelt, dass ich es sogar unter die 30 Meilensteine der Brettspiele eingeordnet habe (quasi als Spiel mit einem imaginären Brett). Die Abstraktion des Spiels vom Brett in die reine Phantasie war vermutlich der Hauptschritt zur Herausbildung von ganz neuen Arten von Brettspielen, wie sie danach folgen sollten. Dieses Spiel gilt auch als Beginn des heutigen Fantasybooms, welcher - von der Literatur von J.R.R. Tolkien ausgehend (mit "Der Herr der Ringe", 1954/55) - mit den Star-Wars-Filmen (ab 1977) weiter angeregt wurde (bedeutend in dieser Entwicklung bzw. Popularisierung des Themas sind natürlich auch Disneyfilme wie "Fantasia" [1940] oder "Die Hexe und der Zauberer" [1963] u.a. - und ferner auch etwa die Geschichte von Alice im Wunderland, sowohl in der Literatur [1865] wie im Film [1951], oder auch Gullivers Reisen [1726 - ursprünglich waren diese frühen Fantasygeschichten, wie auch die Science Fiction (vgl. Voltaire) als Satire für Erwachsene gedacht], und natürlich auch die ganzen noch früheren Märchengeschichten, die ja auch in einer Art Fantasyland spielen.) Die (heutige, eher dunkle) Fantasywelt* hat natürlich ihren Ursprung in der Märchen- und Horrorliteratur (zwei völlig verschiedene Fantasywelten, welche das Furchtbare einerseits nur andeutet, andererseits aber bewusst übertreibt). Sie ist ja eigentlich das Pendant oder der Ersatz für die alte Märchenwelt, eigentlich für Erwachsene und doch an Kinder gerichtet - und alles noch ein bisschen verrückter und extremer: vom anmutigen bis kitschigen elfenhaften Zauber bis zum schrecklichen blutrünstigen, monster- und zombieorientierten Horror (wobei letzterer heute in gewissen Sparten der Kultur natürlich die klare Überhand hat, und dazu gehört vermutlich auch die Spielewelt, insbesondere natürlich die Online-Spielewelt).]).

* Eine kleine Liste von bedeutenden Fantasyspielen (u.a.): Dungeons & Dragons (Pen&Paper-Rollenspiel/Fantasy-Role-Playing-Spiel, Tactical Studies Rules/Wizards of the Coast, 1974 [siehe: Hauptliste (oben)]), Dungeon! (Brettspiel/Fantasyspiel, ASS Altenburger Spielkarten, 1975 [V/W]), Magic Realm (Brettspiel/Fantasyspiel, Avalon Hill, 1979 [V/W]), Wizard's Quest (dt. Marnon, Brettspiel/Fantasyspiel, Avalon Hill, 1979 [V/W]), DragonQuest (Fantasy-Role-Playing-Spiel, Simulations Publications, 1980 [V/W]), Hero (Brettspiel/Fantasyspiel, Yaquinto, 1980 [V/W]), Talisman (Brettspiel/Fantasyspiel, Games Workshop, 1983 [siehe: Hauptliste]), Drakborgen (engl. DungeonQuest, dt. Drachenhorst, Brettspiel/Fantasyspiel, Alga, 1985 [V/W]), Chill: Black Morn Manor (dt. Höllenhaus, Brettspiel/Fantasyspiel, Pacesetter, 1985 [V/W]), The Warlock of Firetop Mountain (dt. Der Hexenmeister vom flammenden Berg, Brettspiel/Fantasyspiel, Games Workshop, 1986 [V/W] - ursprünglich 1981 als Gamebook**), The Talisman Dungeon (Brettspiel/Fantasyspiel, Games Workshop, 1987 [V/W]), HeroQuest (Brettspiel/Fantasyspiel, MB, 1989 [siehe: Hauptliste]), Key to the Kingdom (Brettspiel/Fantasyspiel, AS Company, 1990 [V/W]), Dark World (dt. Das schwarze Auge, Brettspiel/Fantasyspiel, AS Company, 1992 [V/W]), Dragon Quest (Brettspiel/Fantasyspiel, TSR 1992 [V/W]), Dragon Strike (Brettspiel/Fantasyspiel, TSR, 1993 [V/W]), Magic: The Gathering (Kartenspiel/Fantasyspiel, Wizards of the Coast, 1993 [siehe: Hauptliste]), WarhammerQuest (Brettspiel/Fantasyspiel, Games Workshop Ltd., 1995 [V/W]), Elfenland (Brettspiel/Fantasyspiel, Amigo, 1998 [V/W] - siehe auch: Elfenroads [2015]), Herr der Ringe (engl. Lord of the Rings, Brettspiel/Fantasyspiel, Kosmos, 2000 [siehe: Hauptliste]), Drakon (Brettspiel/Fantasyspiel, Fantasy Flight Games, 2001 [V/W]), Cave Troll (Brettspiel/Fantasyspiel, Fantasy Flight Games, 2002 [V/W]), Drachenland (engl. Dragonland, Brettspiel, Ravensburger, 2002 [V/W]), Prophecy (Brettspiel/Fantasyspiel, Altar Games, 2002 [V/W]), A Game of Thrones (Brettspiel/Fantasyspiel, Fantasy Flight Games, 2003 [V/W]), Dungeons & Dragons: The Fantasy Adventure Board Game (Brettspiel/Fantasyspiel, Parker Games, 2003 [V/W]), Blue Moon (Kartenspiel/Fantasyspiel, Kosmos, 2004 [V/W]), Dungeon Twister (Brettspiel/Fantasyspiel, Pro Ludo, 2004 [V/W]), Heroscape Master Set: Rise of the Valkyrie (Brettspiel, MB, 2004 [V/W]), Runebound (Brettspiel/Fantasyspiel, Fantasy Flight Games, 2004 [V/W]), War of the Ring (Brettspiel/Fantasyspiel, Ares Games, 2004 [V/W] - Zweite Ausgabe: 2012), Descent: Journeys in the Dark (Brettspiel/Fantasyspiel, Fantasy Flight Games, 2005 [V/W]), World of Warcraft: The Board Game (Brettspiel/Fantasyspiel, Fantasy Flight Games, 2005 [V/W]), Battlelore (Brettspiel/Fanasyspiel, Days of Wonder, 2006 [V/W]), Celtica (Brettspiel/Fantasyspiel, Ravensburger, 2006 [V/W]), Dreamblade (Brettspiel/Fantasyspiel, Wizards of the Coast, 2006 [V/W]), World of Warcraft Trading Card Game (Kartenspiel/Fantasyspiel, Upper Deck Entertainment, 2006 [V/W]), Ghost Stories (Brettspiel/Fantasyspiel, Repos Production, 2008 [V/W]), Dungeon Lords (Brettspiel/Fantasyspiel, Czech Games Edition, 2009 [siehe Liste: Eurogames]), Middle-Earth Quest (Brettspiel/Fantasyspiel, Fantasy Flight Games, 2009 [V/W]), Small World (Brettspiel/Fantasyspiel, Days of Wonder, 2009 [V/W]), Summoner Wars (Brettspiel/Fantasyspiel, Plaid Hat Games, 2009 [V/W]), Thunderstone (Kartenspiel/Fantasyspiel, Alderac Entertainment Group, 2009 [V/W]), Defenders of the Realm (Brettspiel/Fantasyspiel, Eagle-Gryphon Games, 2010 [V/W]), Drachenherz (engl. Dragonheart, Fantasy Flight Games, 2010 [V/W]), Horus Heresy (Brettspiel/Fantasyspiel, Fantasy Flight Games, 2010 [V/W]), Runewars (Brettspiel/Fantasyspiel, Fantasy Flight Games, 2010 [V/W]), Dungeon Fighter (Brettspiel/Fantasyspiel, Cranio Creations, 2011 [V/W]), Dungeon Run (Brettspiel/Fantasyspiel, Plaid Hat Games, 2011 [V/W]), Mage Knight Board Game (Brettspiel/Fantasyspiel, WizKids, 2011 [V/W]), Super Dungeon Explore (Brettspiel/Fantasyspiel, Ninja Division, 2011 [V/W]), Claustrophobia (Brettspiel/Fantasyspiel, Asmodee, 2009 [V/W]), Die Legenden von Andor (engl. Legends of Andor, Brettspiel/Fantasyspiel, Kosmos, 2012 [siehe: Liste Eurogames]), Dungeon Command: Curse of Undeath (Brettspiel/Fantasyspiel, Wizards of the Coast, 2012 [V/W]), Mage Wars Arena (Brettspiel/Fantasyspiel, Arcane Wonders, 2012 [V/W]), Mice and Mystics (Brettspiel/Fantasyspiel, Plaid Hat Games, 2012 [V/W]), The Dwarves (Brettspiel/Fantasyspiel, Pegasus Spiele, 2012 [V/W]), Wiz War [eighth edition] (Brettspiel/Fantasyspiel, Fantasy Flight Games, 2012 [V/W - siehe auch Grundspiel: Wiz-War (1983)]), Arcadia Quest (Brettspiel/Eurogame/Fantasyspiel, CMON Limited, 2014 [V/W]), Blue Moon Legends (Brettspiel/Fantasyspiel, Fantasy Flight Games, 2014 [V/W]), Dragon's Hoard (Kartenspiel/Fantasyspiel, Mortensen Games, 2014 [V/W]), Dungeon Dice (Brettspiel/Fantasyspiel, Golden Games, 2014 [V/W]), Hyperborea (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Asterion Press, 2014 [V/W]), Blood Rage (Brettspiel/Fantasyspiel, CMON Limited, 2015 [V/W]), Champions of Midgard (Brettspiel/Fantasyspiel, Grey Fox Games, 2015 [V, W]), Cthulhu Wars (Brettspiel/Fantasyspiel, Petersen Games, 2015 [V/W]), Dungeon Saga: Dwarf King's Quest (Brettspiel/Fantasyspiel, Mantic Games, 2015 [V/W]), Mistfall (Kartenspiel/Fantasyspiel, NSKN Games, 2015 [V/W]), WarhammerQuest: The Adventure Card Game (Kartenspiel/Fantasyspiel, Fantasy Flight Games, 2015 [V/W]), Conan (Brettspiel/Fantasyspiel, Monolith, 2016 [V/W]), One Deck Dungeon (Kartenspiel/Fantasyspiel, Asmadi Games, 2016 [V/W]), Tyrants of the Underdark (Brettspiel/Fantasyspiel, Wizards of the Coast, 2016 [V/W]), Ethnos (Brettspiel/Fantasyspiel, Spaghetti Western Games, 2017 [V/W]), Gloomhaven (Brettspiel/Fantasyspiel, Cephalofair Games, 2017 [V/W]), Gnomes and Associates (Brettspiel/Fantasyspiel, Happy Games Factory, 2017 [V/W]), Lord of Hellas (Brettspiel/Fantasyspiel, Awaken Realms, 2017 [V/W]), Sword & Sorcery (Brettspiel/Fantasyspiel, Ares Games/Gremlin Project, 2017 [V/W]), Dungeon Alliance (Brettspiel/Fantasyspiel, Quixotic Games, 2018 [V/W - Nachtrag zum Video]), Thunderstone Quest (Brettspiel/Fantasyspiel, Alderac Entertainment Group, 2018 [V/W]).

** Sogenannte Spielbücher (engl. game books) waren in den 1980-er Jahren populär - quasi als Zwischenschritt zwischen Role-Playing Games und Boardgames im Fantasybereich (oder als weitere Spielmöglichkeit in diesem Bereich). Es handelt sich dabei um interaktive Bücher, bei denen der Leser nach einem Abschnitt verschiedene Möglichkeiten hat, die Geschichte fortzusetzen. The Warlock of Firetop Mountain - hier als Brettspiel gegeben - war 1981 das erste solche Gamebook. Die Idee dazu stammt vermutlich von textbasierten Computergames wie Zork (1980).

Ich habe zu diesem Bereich auch ein paar interessante Vorläufer (und frühe Begleiter) gefunden: Dark Shadow (Brettspiel/Fantasyspiel, Whitman, 1968 [V/W]), Creature Castle (Brettspiel/Fantasyspiel, Western Publishing Company, 1975 [V/W]), Game of Dracula (Brettspiel/Fantasyspiel, Waddingtons, 1977 [V/W]). Dies zeigt: es gab schon vor den 1980-er Jahren ein paar interessante und lustige Boardgames mehr als jene, die wir hier kennen (dies aber eher nur in den USA [diese Spiele kamen damals noch gar nicht bis nach Europa]). Ferner dieses international wenig bekannte italienische Spiel, welches auch eine Art früher Dungeon Crawler ist: Robin Hood (Brettspiel/Fantasyspiel, Clementoni, 1974 [V/W]). Dieses Spiel ist vermutlich auch eines der besten Spiele mit Disneyfiguren, ansonsten sind die Disneyspiele natürlich mehr oder weniger Trash (aus dem sehr grossen Potenzial wurde im Spielebereich fast nichts gemacht - Franchise bedeutete am Anfang die Lizenz dafür, ein schlechtes Produkt mit einem guten Namen verkaufen zu dürfen - das hat sich heute teilweise geändert). P.S. Eines der lustigsten und interessantesten neueren Monsterspiele ist vielleicht Good Help (Brettspiel, [V/W]).

Eigentlich müsste man die heutige Fantasy unterteilen in verschiedene Gebiete, z.B. Fairy, Dark, Wizard und Weird Fantasy. Das wird aber eigentlich nicht gemacht, sonderrn es wird noch immer alles in den selben Topf geworfen, in welchem die Dark Fantasy - zumindest quantitativ - stark überwiegt. Sicher ist (aus Gründen, die hier nicht analysiert werden), dass Fantasy in der Spielewelt mehr im Trend liegt denn je (jedoch nicht ganz im Mainstream, sondern ein bisschen abseits davon).

Ich habe mich - obwohl es heute recht schwierig zu trennen ist - in dieser Kategorie v.a. an Fantasyspiele und weniger an Horrorspiele gehalten, welche auch in diesen Bereich gehören würden (mit Titeln wie Werewolf [Kartenspiel, unbekannt, 1986 (V/W - siehe auch Ultimate Werewolf [2008, im Video])], Arkham Horror [Brettspiel/Horrorspiel, Fantasy Flight Games, 1987 (siehe: Hauptliste)], The Fury of Dracula [Brettspiel/Horrorspiel, Shadow Games and Fantasy, 1987 (V/W - hier in einer späteren Ausgabe)], Dead of Winter [Brettspiel/Horrorspiel, Simulation Design, 1989 (V/W)], Doom - The Boardgame [Brettspiel, Fantasy Flight Games, 2004 (V/W)], Mansions of Madness [dt. Villen des Wahnsinns, Brettspiel/Horrorspiel, Fantasy Flight Games, 2011 (V/W)], The Elder Sign [dt. Das ältere Zeichen, Fantasy Flight Games, 2011 (V/W)], Zombicide [Brettspiel/Horrorspiel, CMON Limited, 2012 (V/W)], Eldritch Horror [Brettspiel/Horrorspiel, Fantasy Flight Games, 2013 (V/W)] - u.v.a.).

Hare & Tortoise (dt. Hase und Igel, Brettspiel, Intellect Games, 1974 [V/W]). Das Spiel wurde in England als 'Hare & Tortoise' begründet (Hase und Schildkröte - der Titel stammt von einer Fabel von Aesop). Ein für diese Zeit recht originelles Laufspiel, welches ohne Würfel auskommt und einige Strategie-Elemente besitzt. Karotten und Salat geben dem Hasen Kraft, um vorwärts zu kommen, gewitzt wie der Igel muss er aber sein, um Vorräte anzuschaffen. Erstes Spiel des Jahres (1979).

Känguruh (1974). Ein Laufspiel mit Stapeleffekt von Alex Randolph. Ähnliche, verwandte, gleiche Spiele: Die heisse Schlacht um das kalte Buffet (1990), Monsterfressen (1998) und Mahé (2014). [Siehe: Liste Tierspiele.]

Kingmaker (1974). Recht interessantes (britisches Konflikt- und Kriegs-) Spiel bezüglich der Entwicklung von komplexeren Brettspielen. Thema sind die Rosenkriege (englische Thronfolgekriege im 15. Jahrhundert [siehe: Liste Kriegsspiele]).

Connect Four (dt. Vier gewinnt, Brettspiel, MB, 1974 [V/W]). Sehr einfaches Spielprinzip. In einen senkrecht stehenden Plastikrahmen werden Spielsteine eingeführt, mit welchen horizontale, vertikale und diagonale Reihen gebildet werden können. Dabei gilt es bei diesem Zweispielerspiel mit den eigenen Steinen eine Viererreihe zu bilden. Wer das zuerst schafft, ist der Gewinner. (Das Spiel wurde mittlerweilen durchgerechnet, so dass Gewinner- und Verliererstrategien eindeutig vorausgesagt werden können.)

Breakout! - The great escape game (1975). Interessantes, kleines Kärtchenlege-, Labyrinth- und Blockierspiel, von welchem manche vermutlich zurecht sagen, dass es seiner Zeit ein bisschen voraus war.

Wheel of Fortune (dt. Glücksrad, 1975). Das Brettspiel zur gleichnamigen (US-) TV-Show hatte eine bedeutende Fangemeinde und erlebte verschiedenste Sonderauflagen. In diesem Spiel geht es darum, durch einzeln aufgedeckte Buchstaben Sätze zu erraten.

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Cosmic Encounter (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Eon, 1977 [V/W]). Dies ist der Klassiker der Science-Fiction-Brettspiele*. Das Weltraum-Konfliktspiel, in welchem es darum geht, im Gebiet der Gegenspieler Kolonien zu errichten. Die Spieler verkörpern eine von bis zu 100 verschiedenen Alienrassen. Eine Schicksalskarte sagt vor jedem Zug, welchen Gegner man angreifen muss. Die anderen Spieler können diesen Angriff unterstützen oder nicht (doch auch der Angegriffene kann Bündnisse schliessen).

* Science Fiction und Fantasy sind vermutlich die bedeutendsten Spezialthemen der gegenwärtigen Kultur (sowohl in der Spiele- wie auch etwa in der Filmwelt oder in der Literatur und in der Musik) - ein Vergangenheits- und ein Zukunftsthema, quasi (wobei in beiden Themen sehr viele kriegerische Momente umgesetzt werden, so dass sie u.a. auch als Ersatz der alten Kriegs- und Kampfspiele dienen). Beide Bereiche sprechen v.a. spezielle Fans dieser Bereiche an - sagen wir: Freaks und Geeks - haben sich aber teils auch im erweiterten Mainstream etabliert.

Tom Vasel vergleicht die letzten drei Ausgaben von Cosmic Encounter (Fantasy Flight Games [aktuell - im Video oben gegeben], Avalon Hill, Mayfair Games). Und hier gibt es ein französisches Video über das ursprüngliche Spiel (Eon).

Dieses Spiel ist übrigens in verschiedenerlei Hinsicht bemerkenswert für seine Zeit. Es steht sozusagen für eine erste grosse Alternative gegenüber den bis dahin herkömmlichen Würfel-, Lauf- und/oder Geld-Spielen. Dies ist ein ganz anderes Spiel, in welchem auch kooperative Elemente eine Rolle spielen (auch wenn es letztlich auch hier immer noch um Welt- bzw. Weltraumdominanz geht). Noch Trivial Pursuit (1981) packte das Wissensthema in das alte Würfel- und Laufmuster, hier dagegen war bereits etwas Neues am Kommen.

Eine kleine Liste von bedeutenden Science-Fiction-Spiele (u.a.): Astron (1954 [V/W]), Star Trek Game (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, 1967 [V/W]), Cosmic Encounter (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Eon, 1977 [siehe: Hauptliste (oben)]), Ogre (Brettspiel/Science-Fiction-Game, Steve Jackson Games, 1977 [V/W]), Star Trek Game (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, MB, 1979 [V/W]), Space Opera (Science-Fiction-Role-Playing-Spiel, Fantasy Games Unlimited, 1980 [V/W]), Dune (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Parker Brothers, 1984 [V/W]), SolarQuest (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Universal Games, 1986 [V/W]), Merchant of Venus (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Avalon Hill, 1988 [V/W]), Space Crusade (aka Starquest, Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, MB, 1990 [V/W]), The Omega Virus (Brettspiel/Science-Fiction-Fantasy, MB, 1992 [V/W]), Robo Rally (Brettspiel/Roboterspiel, Wizards of the Coast, 1994 [V/W]), Twilight Imperium (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Fantasy Flight Games, 1997 [V/W]), Star Wars: Rebellion (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, LucasArts, 1998 [V/W]), Andromeda (Brettspiel/Science-Fantasy-Spiel, Abacusspiele, 1999 [V/W]), Star Wars: The Queen's Gambit (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Avalon Hill Games, 2000 [V/W] - interessante Mischung aus Boardgame und Tabletop-Miniaturen-Game), Star Wars: Epic Duels (Brettspiele/Science-Fiction-Spiele, MB, 2002 [V/W]), Battlestations (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Gorilla Games, 2004 [V (2nd Ed.)/W]), Mission: Red Planet (dt. Aufbruch zum Roten Planeten, Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Asmodee, 2005 [V/W]), Galaxy Trucker (Brettspiel/Science-Fiction-Games, Czech Games Edition, 2007 [V/W]), Race for the Galaxy (Kartenspiel, Rio Grande Games, 2007 [siehe: Hauptliste Roll for the Galaxy]), StarCraft: The Board Game (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Fantasy Flight Games, 2007 [V/W]), Battlestar Galactica: The Board Game (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Fantasy Flight Games, 2008 [V/W]), Space Alert (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Czech Games Edition, 2008 [V/W]), Alien Frontiers (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Clever Mojo Games, 2010 [V/W]), Earth Reborn (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Z-Man-Games, 2010 [V/W]), High Frontier (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Sierra Madre Games, 2010 [V/W]), Ascending Empires (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Z-Man Games, 2011 [V/W]), Battleship Galaxies (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Hasbro, 2011 [V/W]), Eclipse - New Dawn for the Galaxy (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Lautapelit.fi, 2011 [V/W]), Star Trek: Fleet Captains (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, WizKids, 2011 [V/W]), Among the Stars (Kartenspiel/Science-Fiction-Spiel, Artipia Games, 2012 [V/W]), Battle Beyond Space (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Z-Man Games, 2012 [V/W]), Empires of the Void (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Red Raven Games, 2012 [V/W]), Star Trek: Catan (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Myfair Games, 2012 [V/W]), Firefly: The Game (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Gale Force Nine, 2013 [V/W]), Quantum (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Funforge, 2013 [V/W]), Star Realms (Kartenspiel/Science-Fiction-Spiel, White Wizard Games, 2013 [V/W - meist englisch angeboten, die deutsche Version ist schwieriger erhältlich]), Star Wars: Imperial Assault (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Fantasy Flight Games, 2014 [V/W]), Roll for the Galaxy (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel/Siedlungsspiel, Rio Grande Games, 2014 [siehe Hauptliste]), The Battle at Kemble's Cascade (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Z-Man Games, 2014 [V/W]), New Dawn (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Artipia Games, 2014 [V/W]), Xia: Legends of a Drift System (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Far Off Games, 2014 [V/W]), Apocalypse Chaos (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Z-Man Games, 2015 [V/W]), Exoplanets (Brettspiel, Greater Than Games, 2015 [V/W]), Forbidden Stars (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Fantasy Flight Games, 2015 [V/W]), Star Wars: Armada (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Fantasy Flight Games, 2015 [V/W]), Centauri Saga (2016 [V/W]), Cry Havoc (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Portal Games, 2016 [V/W]), Not Alone (Kartenspiel/Science-Fiction-Spiel, Corax Games, 2016 [V/W]), Star Trek: Ascendancy (Brettspiele, Gale Force Nine, 2016 [V/W]), Star Trek: Frontiers (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, WizKids, 2016 [V/W]), Gaia Project (Brettspiel, Feuerland Spiele, 2017 [V/W]), Anachrony (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Mindclash Games, 2017 [V/W]), Project: Elite (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Artipia Games, 2017 [V/W]).

The Royal Game of Ur (1977). Die moderne Ausgabe des ältesten bekannten Brettspiels der Welt (obwohl die ursprünglichen Regeln, glaube ich, gar nicht allzu genau bekannt sind - fast alle alten Spiele haben heute auch moderne Ausgaben).

Alcazar (Brettspiel, Kosmos, 1978 [V/W]). Kleines, leichtes und unscheinbares Strategiespiel auf einem mittelalterlichen Burgenspielbrett, in welchem entweder die gegnerische Ritterfigur eingeschlossen oder deren Eck- bzw. Ausgangsfeld besetzt werden muss. Auch ein kleiner Vorläufer der Eurogames - der (damalige) Clou ist die Aktionsauswahl des Spielers pro Zug: er kann entweder mit seinem Ritter ein Feld vorrücken oder aber ein Mauerteil verschieben.

Anmerkung: Autor dieses Spiels ist ein selbst bei BoardGameGeek schlecht dokumentierter Spieleautor namens Martin Davison - ein britischer Jazzmusiker, welcher nebenbei auch Spiele erfunden hat (und dieses Spiel im Ravensburger Verlag veröffentlicht hat). Sein international bekantestes Spiel ist Rubik's Magic Strategy Game. Ist es ein Zufall, dass Wolfgang Kramer seine Big-Boss-Erweiterung auch Alcazar nannte? In einem Video hörte ich - es war von Chris Prysock (Game Nite, The Board Game Boom [Short Documentary]) - dass die Wende zu den Eurogames in deutschen Spielen der 1970-er Jahre stattgefunden hat. (Hier gibt es eine ganze Reihe davon zu erkunden (erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang vielleicht auch Spiele wie etwa Rancher [1970], Expedition [1970], Käpt'n und Pirat [1972] oder Das Millionenspiel [1973]). Eigenartig ferner: wie in den späteren 1970-er und früheren 1980-er Jahren britische Autoren wichtige und entscheidende Spiele herausgaben (Davison [Alcazar], Solomon [Alaska], Tresham [Civilization]). Die bekanntesten britischen Spiele sind vielleicht Buccaneer, Cluedo und Kingmaker sowie die beiden Kult-Fantasyspiele HeroQuest und Talisman (alles von sonst eher unbekannten Spieleautoren, die fast nur aufgrund dieses einen Spiels bekannt oder eben nicht sehr bekannt sind [Bull, Pratt, McNeil, Baker, Harris (Schottland) - im 19. Jahrhundert ist Grossbritannien v.a. bekannt durch die grossen Adaptionen indischer Spiele (Pachisi, Snakes & Ladders)]).

Class Struggle (1978). So etwas wie das kommunistische Monopoly - ein typisches Anti-Monopoly-Spiel jener Zeit (mitproduziert von Avalon Hill [also einem grossen Spielehersteller (bekannt für Kriegsspiele)]). Siehe auch: Provopoli (1972).

Pente (1978). Kleines Strategiespiel, bei welchem Fünf (grch. pente) in einer Reihe gewinnt - zwei eingeschlossene Spielsteine werden ausgeschlossen. Eine einfache Variante von Gomoku, auf einem Go-Brett.

Alaska (Brettspiel, Ravensburger, 1979 [V/W]). Auch dieses Spiel gehört zu den Vorläufern der Eurogames. Es stammt vom britischen Spieleautor Eric W. Solomon. In diesem Legespiel sind 56 Container auf einer Insel, die langsam vom Eis eingeschlossen wird, zurückgeblieben. Vier verschiedene Firmen versuchen, die Container zu holen, solange das Eis hält. Eine Spielrunde wird in drei Aktionsphasen durchgeführt (Eisplättchen legen, Ereigniskarte ziehen und drei Bewegungspunkte verbrauchen).

The Mad Magazine Game (1979). Hatte einen gewissen Kultstatus wie das entsprechende satirische Magazin. Ein monopoly-ähnliches Spiel, wobei die verrückten Spielziele oft dem Gegenteil von Monopoly entsprechen. Siehe auch: Spy vs Spy (1986).

Touché (1979). Kombination von einem strategischen Brettspiel und einem Kartenspiel. Mit dem Ablegen der Handkarten müssen durch die Spielfiguren bestimmte Muster auf dem Brett erfüllt werden.

Can't Stop (Brettspiel, Parker Brothers, 1980 [V/W]). In diesem Spiel, wird nur gewürfelt und gelaufen, sonst nichts (keine Karten, keine Phantasie) - und trotzdem ist das heute noch, wie die Neuauflagen zeigen, recht interessant, auch wenn die alten Spiele mit dem reinen Roll&Move-Mechanismus v.a. unter jüngeren Spielen als veraltet gelten. (Doch die frühen 1980-er Jahre gehören eben immer noch in die Ära der Laufspiele - das zeigen auch die folgenden beiden Spiele [wie auch einige Nachzügler].)

Civilization (Brettspiel, Hartland Trefoil, 1980 [V/W]). Dieses Spiel stammt vom britischen Autor Tresham, und es ist der Vorläufer aller moderneren Siedlungs- und Handelsspiele. Es entspricht auch dem Umbruch von Kriegs- auf Friedensspiele: wer länger Krieg führt, verliert hier im Vergleich zu friedlicheren Spielern. Das Spiel spielt in einer erweiterten östlichen Mittelmeerregion. Siehe auch: Advanced Civilization (1991), Mega Civilization (2015).

Grass (1980). Dieses Kartenspiel bekommt hier eine Erwähnung, weil es eine Zeit lang ein bedeutendes und bekanntes Szenespiel der sogenannten Alternativen war. Darüber hinaus ist es allerdings nicht gekommen.

Ökolopoly (1980). Ein Spiel des Wissenschaftlers und kybernetischen Vulgärphilosophen Vester, welches die Zusammenhänge zwischen Politik, Wirtschaft und Ökologie aufzeigen soll. Als Einspielerspiel konzipiert (daher eher eine Simulation).

Natürlich ist auch die Ökologie ein bedeutendes Thema - überall eigentlich, und natürlich auch in der Spielewelt. Hierzu ist zu sagen, dass bei allem Goodwill ein ganz grosses Ökologiespiel noch immer fehlt (und dass die meisten ökologischen Spiele - aber nicht alle - in kleinen Verlagen erschienen sind [und vom rein spielerischen Aspekt her meist einiges zu wünschen übriglassen]). Die Anfänge in den 1970-er Jahren brachte Spiele, welche kaum erwähnenswert sind (Ecology: Game of Man and Nature [1970], Extinction: The Game of Ecology [1970], Play Ecology [1977]) - immerhin aber bemerkenswert, dass dies zu jenem Zeitpunkt - vor dem Erscheinen des Club-of-Rom-Berichts über die Grenzen des Wachstums 1972 - bereits ein Thema in der Spielewelt war (umso erstaunlich aber dann, wie wenig nachher dazu gekommen ist). Ein paar Spiele, die man hier erwähnen kann, gibt es aber doch: Öko (Brettspiel/Ökospiel, Aktuell-Spiele-Verlag, 1980 [V/W]), Ökolopoly (Brettspiel/Ökospiel, Ravensburger, 1980 [V/W]), Eine-Welt-Spiel (Brettspiel/Weltwirtschaftsspiel, 1985 [V/W]), Umweltprofi (Brettspiel/Ökospiel, Piatnik, 1988 [V/W]), Rette unsere Welt (Brettspiel/Ökospiel, Huki, 1990 [V/W]), Schützt unsere Erde (Brettspiel/Ökospiel, Klee, 1990 [V/W]), Das Umweltspiel (Brettspiel/Ökospiel, Ökotopia, 1991 [V/W]), Spiel des Friedens (Brettspiel/Friedensspiel, Schmidt Spiele, 1993 [V/W]), R-Öko (Kartenspiel, Amigo, 2003 [V/W]), Terra (Brettspiel/Ökospiel, Days of Wonder, 2003 [V/W]), Energie 21 (Brettspiel/Ökospiel, Spieltrieb, 2004 [V/W]), Keep Cool (Brettspiel/Ökospiel, Spieltrieb, 2004 [V/W]), Industrial Waste (Brettspiel/Eurogame, Hans im Glück, 2001 [V/W]), Der blaue Kristall (Brettspiel/Ökospiel, Spieltrieb, 2011 [V/W]), Game of Energy (Brettspiel/Ökospiel, Nimex Games, 2017 [V/W]). Spiele wie Öko, Ökolopoly oder Eine-Welt-Spiel werden heute (vermutlich nicht zu unrecht) streng bewertet - man vergisst dabei aber, wie schwierig es in den 1980-er Jahren war, komplexe Mechanismen in ein Spiel einzubauen. Dies waren (zumindest im deutschsprachigen Raum) die ersten Spiele, welche das überhaupt versucht haben! (Mit mässigem Erfolg. Etwas besser ist dies freilich bereits dem Spiel Civilization gelungen [siehe oben, oder auch dem Spiel Kingmaker (1974!)] - das erste Schlüsselspiel zwischen den älteren und den moderneren Spielen [welches bereits das Thema von Catan und vielen Eurogames vorausnimmt, notabene].)

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Axis & Allies (Brettspiel/Kriegsspiel, Nova Game Designs, 1981 [V/W]). Dies ist ein bedeutender Kriegsspielklassiker. Typischerweise für das Genre ist der Zweite Weltkrieg und auch eine bestimmte Phase dieses Krieges - hier: im Frühjahr 1942 - das Thema dieses Spiels. Das Deutsche Reich befindet sich in seiner grössten Ausdehnung und von dieser Ausgangslage aus wird der Zweite Weltkrieg nun quasi zu Ende gespielt (die thematische Vorgabe ist typisch für neuere Kriegsspiele).

Sagaland (engl. Enchanted Forest, Brettspiel/Märchenspiel/Familien- und Kinderspiel [ab 6 J.], Ravensburger, 1981 [V/W]). In diesem Spiel von Randolph sucht der König von Sagaland seinen Nachfolger, welcher drei spezielle Dinge in seinem Wald finden muss. Diese (Märchen-) Dinge befinden sich unter Spielbäumen, die sich der Spieler merken muss. Eine nette kleine Würfel-Lauf-Spielidee, in welcher die Spieler auch versuchen, sich gegenseitig bei der Suche zu behindern.

Trivial Pursuit (Brettspiel/Wissensspiel, Horn Abbot, 1981 [V/W]). Das bekannteste und beliebteste Wissensspiel* bis dato. Gestellt werden Fragen auf Fragekarten aus sechs verschiedenen Wissensgebieten. Auf speziellen Wissenssteinfeldern erhält man Wissenssteine (offiziell heissen sie: Purtings), mit welchen die Spielfigur aufgefüllt wird. Hat man von jedem Wissensgebiet einen Wissensstein gesammelt, kann man die Spielfigur ins Ziel führen und, wenn man auch die Masterfrage im Ziel richtig beantwortet, das Spiel gewinnen.

* (Kleiner Beitrag zu den Wissensspielen.) Der Bereich der Wissensspiele ist - trotz dem grossen Erfolg von Trivial Pursuit, oder auch etwa einem gewissen Erfolg von I.Q. 2000 (dt. Spiel des Wissens, Brettspiel/Wissensspiel, MB, 1984 [V/W]) - durchzogen von vielen Spielen zu Spiel- und Quizshows, die eher von kurzlebiger Natur sind, weil sie nach dem Ende einer Show nicht mehr besonders interessant sind. Ein paar wenige Beispiele (u.v.a.): Who Wants To Be A Millionaire (dt. Wer wird Millionär?, Brettspiel/Wissensspiel, [V/W]), The Chase (dt. Gefragt - gejagt, Brettspiel/Wissensspiel, Ideal, 2012 [V/W]), Quizduell (Brettspiel/Wissensspiel, Ravensburger, 2014 [V/W]). Ob es wirklich interessant ist, ein Brettspiel zu einem Format zu spielen, welches man schon hundertmal im Fernsehen gesehen und/oder im Internet gespielt hat, ist die andere Frage. In den 1960-er Jahren könnte dieses Bedürfnis grösser gewesen sein als heute (trotzdem ist natürlich auch die bereits vorhandene - mediale - Resonanz von etwas ein vielvorgebrachter Grund, um ein Spiel davon zu präsentieren - das gehört zum ganzen bzw. üblichen Marketing, daher sind das auch in einem gewissen Sinn Marketing-Games [teils auch Franchise-Games (d.h. jemand lehnt sich den guten Marketingnamen von etwas aus, um daraus etwas anderes zu machen)]).

Continuo (1982). Ein abstraktes Strategie-Teilchenlegespiel mit einem gewissen Kultstatus unter seinen Anhängern - es gibt sogar Weltmeisterschaften. Das Spiel wird ebenfalls an den Mind Sports Olympiad MSO* gespielt.

In verschiedenen älteren und neueren Spielen gibt es Weltmeisterschaften und/oder grössere Turniere. Seit 1997 wird jährlich die Mind Sports Olympiad MSO ausgetragen - gespielt werden alte und neuere abstrakte Strategiespiele: Abalone, Backgammon, Boku, Bridge, Continuo, Cribbage, Dame, Entropy, Kamisado, Lines of Action LOA, Mastermind, Othello, Pacru, Poker, Schach, Shogi, Sudoku, TwixT, Xiangqi. Seit 2008 werden zudem vierjährlich die World Mind Sports Games WMSG ausgetragen - Spiele: Bridge, Dame, Go, Mahjong, Poker, Schach, Xiangqi. Schach ist (erst seit 1999 [obwohl die Schachresultate schon seit viel längerer Zeit in den Medien unter den Sportresultaten erscheinen]) vom Internationalen Olympischen Komitee als Sportart anerkannt, ebenso seit 1998 auch Bridge (2002 sogar Demonstrationssportart bei den Olympischen Winterspielen). Während also die Abgrenzung von Spielen und Sportarten brüchiger geworden ist, scheint die Organisation des wettkampfmässigen Spielen erst im Aufbau begriffen zu sein oder zu werden.

Donkey Kong (1982). Eine von wenigen Adaptionen früher bzw. simpler Videogames, welche für eine solche Liste überhaupt in Frage kommt. Es gibt einige solche Adaptionen, wovon die meisten aber mehr oder weniger im Bereich des Trashs einzuordnen sind.

Kleine Liste der frühen Videogames-Adaptionen [1980-er Jahre]): Frogger (Brettspiel/Video-Game-Adaption, MB 1981 [V/W]), Donkey Kong (Brettspiel/Video-Game-Adaption [ab 7 J.], MB, 1982 [V/W]), Pac-Man (Brettspiel/Video-Game-Adaption, MB, 1982 [V/W]), Centipede (Brettspiel/Video-Game-Adaption, MB, 1983 [V/W]), Defender (Brettspiel/Video-Game-Adaption, MB, 1983 [V/W]), Q*bert (Brettspiel/Video-Game-Adaption, Parker Brothers, 1983 [V/W]), Turbo (Brettspiel/Video-Game-Adaption, MB, 1983 [V/W]), The Legend of Zelda (Brettspiel/Video-Game-Adaption, MB, 1988 [V/W]), Super Mario Bros. (Brettspiel/Video-Game-Adaption, MB, 1988 [V/W]), Tetris (Brettspiel/Video-Game-Adaption, MB, 1989 [V/W]), Tetris (Brettspiel/Video-Game-Adaption, Tomy, 1989 [V/W - Tetris erschien in 3D-Versionen 2003 (Tetris Tower 3D) und 2011 (Tetris Link)]). Von Space Invaders gibt es aus dieser Zeit nur eine Version, welche (1981 [W]) im britischen Magazin The Gamer erschien, nicht aber verlagsmässig publiziert wurde. Die Spiele von MB sind in diesem Bereich interessanter als jene von Parker Brothers (Joust [1983], Pole Position [1983]). Erwähnenswert ist vielleicht - später - auch Escape: The Curse of the Temple (dt. Escape - Der Fluch des Tempels, Brettspiel, Queen Games, 2012 [V/W]), vielleicht die interessanteste Umsetzung des Escape-Themas. Und im Android-Game-Modus auch das thematisch verwandte Spiel Temple Run: Danger Chase [Brettspiel, Spin Masters, 2012 (V/W)]). Auch interessant ist vermutlich das Spiel Bejeweled (Brettspiel, Hasbro, 2013 [V/W]). Nicht weil die Umsetzung besonders gut gelungen ist, sondern: weil das 3-Gewinnt-Prinzip neben Jump&Run zu den bedeutendsten Spielprinzipien gehört, welche vom Videogenre selber herausgebracht worden sind. Die Umsetzung von alten Videogames ist durchaus noch nicht vorbei, wie dieses Spiel zeigt: Whacky Wit (Brettspiel/Video-Game-Adaption, Spielquader, 2013 [V/W]). Auch Mega-Man (d.h. Mega-Man: The Boardgame, Brettspiel/Video-Game-Adaption, Jasco Games, 2016 [V/W]) ist in den 2010-er Jahren zurückgekehrt, und dies ist vermutlich nicht das Schlechteste der Retro-Videogames-Spiele.

Sequence (1982). Kartenspiel, bei welchem durch ein Spielbrett vorgegebene Kartenreihen erfüllt werden müssen - beliebt in den USA. In unseren Breitengraden nicht bekannt.

Survive! (Brettspiel, Parker Brothers, 1982 - verbesserte Version: Escape from Atlantis [dt. Atlantis, 1986 (V/W)]). Während die Insel Atlantis langsam untergeht, muss deren Bevölkerung in Booten oder schwimmend über die See ans Festland gebracht werden. Die Rettungsaktion wird unterstützt durch Delfine und gestört durch Haie, Kraken/Wale und Seeungeheuer. Originelles Spiel, in welchem aber ein gut mögliches Kooperationsspiel verpasst wurde.

In verschiedenerlei Hinsicht ein bemerkenswertes Spiel - siehe auch Survive: Space Attack (Brettspiel/Science-Fiction-Spiel, Stronghold Games, 2015 [V/W]). Nicht nur deswegen, weil es Ansätze zu einem kooperativen Spiel zeigt. Wenn man bedeutende Zwischenstücke zwischen Monopoly und anderen alten Spielen sowie den neueren Spielen sucht (oder auch: zwischen den alten US- und den neuen Eurogames), dann wird man um dieses Spiel nicht herumkommen. Auch rein optisch ist das sehr deutlich: mit den hexagonalen Teilen* ist dieses Spiel sogar als klarer Vorläufer von Catan (und den folgenden Eurogames) erkennbar. Aber Survive! ist ein Spezialfall, denn obwohl es einige neue Mechanismen einführte, und dazu auch einen gewissen Abenteuercharakter vermitteln wollte, welcher auch zuerst entwickelt werden musste (von Monopoly und Cargoes - den grossen kapitalistischen Abenteuern - über Buccaneer bis Survive!), basiert es trotzdem weiterhin auf sehr viel Würfel- und Spielglück.

* Hexagonal eingeteilte Spielfelder stammen ursprünglich aus Kriegsspielen. Diese wurden lange Zeit zumindest teils auf Schachbrettern gespielt (angefangen beim preussischen Kriegsspiel im frühen 19. Jahrhundert). Noch bei Conflict (Parker Brothers, 1940) sieht das Spielbrett in der Ausgabe von 1960 schachbrettähnlich aus. Gettysburg (1958) erschien - wie Tactics II (1958) - mit quadratischen, aber gleichfarbigen Feldern (wie Conflict in der Originalausgabe), wechselte aber 1961 zu hexagonalen Feldern und 1964 zurück zu quadratischen. Im selben Jahr erschienen ebenfalls D-Day (1961) und Chancellorsville (1961) mit hexagonalen Feldern. Fast alle erwähnten Spiele stammen von Avalon Hill, welches also diese heute so bedeutende hexagonale Spieleinteilung im Jahr 1961 hervorgebracht hat.

LCR (bzw. Left Center Right, 1983). Was nach einem politischen Spiel tönt ist aber kein solches, sondern ein äusserst simples Würfelspiel - ohne jegliche Strategie, nur pures Würfelglück. Kann trotzdem Spass machen.

Scotland Yard (Brettspiel/Krimispiel, Ravensburger, 1983 [V/W]). Das zweite grosse Krimispiel nach Cluedo. Hier spielt ein Mitspieler den flüchtigen Verbrecher Mister X in London. Die übrigen Spieler sind Detektive/Bobbys, welche Mister X aufspüren und festnehmen müssen. Dieser macht seine Züge - laufend, per Taxi, Bus oder U-Bahn - im Gegensatz zu den Detektiven verdeckt. Er muss aber angeben, welches Verkehrsmittel er benützt. Nachfolgespiel: Mister X (2009).

Krimispiele sind inzwischen eine feste Grösse in der Spielewelt. Als Klassiker sind in diesem Bereich etwa zu nennen: Clue (dt./europ. Cluedo, Brettspiel/Krimispiel, Waddingtons, 1948 [siehe: Hauptliste]), Ideal's Famous Mystery Classic (Brettspielserie mit Fu Manchu's Hidden Hoard [1967], Murder on the Orient Express [1967], The Case of the Elusive Assassin [1967], And Then There Were None [1968]), Sleuth (Brettspiel/Krimispiel, 3M, 1971 [V/W]), Conspiracy (Brettspiel/Krimispiel, Gibsons, 1973 [V/W]), 221B Baker Street: The Master Detective Game (Brettspiel/Krimispiel, Gammon Games, 1975 [V/W]), Sherlock Holmes Consulting Detective: Jack the Ripper & West End Adventures (Brettspiel/Kriminspiel, Sleuth Publications, 1981 [V/W]), Scotland Yard (Brettspiel/Krimispiel, Ravensburger, 1983 [siehe: Hauptliste] - siehe auch: Mister X [2009]), Heimlich & Co. (engl. Top Secret Spies, Brettspiel/Krimispiel, Ravensburger, 1984 [V/W] - das erste Spiel übrigens mit der berühmten und seither oft verwendeten Kramerleiste [einer Punktestandleiste rund um das Spielfeld]), Inkognito (Brettspiel/Krimispiel, MB, 1988 [V/W]). Batman: Gotham City Mystery (Brettspiel, Mattel, 2003 [V/W]) ist vermutlich in verschiedener Hinsicht eines der originellsten Krimispiele. Interessante, neurerer Klassiker sind vielleicht Betrayal at House on the Hill (Brettspiel/Krimispiel, Avalon Hill, 2004 [V/W]) oder Mr. Jack (Brettspiel/Krimispiel, Hurrican, 2006 [V/W]).

Zu dieser Kategorie der Krimispielen gehören natürlich auch etwa Spy-, Mafia- oder Piraten-Games. Codenames (Kartenspiel, Czech Games Edition, 2015 [V/W]) ist ein sehr beliebtes Partyspiel. Eines der besten Mafia-Spiele ist vermutlich Bootleggers (Brettspiel/Krimispiel, Eagle-Gryphon Games, 2004 [V/W]) - und auch das verrückte Ca$h 'n Gun$ (Brettspiel/Krimispiel, Repos Production, 2005 [V/W]): das Spiel, in welchem alle Spieler gleichzeitig Spielpistolen aufeinander richten. Interessant sind vielleicht auch die Piratenspiele Merchants & Marauders (Brettspiel, Z-Man Game, 2010 [V/W]), Black Fleet (Brettspiel/Piratenspiel, Space Cowboys, 2014 [V/W]) oder Sea of Clouds (Kartenspiel, Iello, 2016 [V/W]). Immerhin war ja auch eines der ersten moderneren Spiele ein Piratenspiel (Bucaneer [1938]). Oder: ehrenhaft räubern - mit Robin Hood im... Sherwood Forest (Brettspiel, Eggertspiele, 2009 [V/W])?

(Kleiner Beitrag über die Geschichte der kooperativen Spiele.) Die Geschichte der kooperativen Spiele ist sehr interessant (auch wenn wir uns dabei mit dunklen Fantasy- und Horrorspielen beschäftigen müssen). Wie schon bei Survive im Vorjahr finden wir auch bei Scotland Yard (und in ähnlicher Weise auch bei The Fury of Dracula [1987]) Ansätze zu einem kooperativen Spiel. Bei Survive mussten Menschen gerettet werden, doch im Grunde spielte da trotzdem jeder für sich und gegen alle Anderen (leicht hätte das vom Thema her aber in ein kooperatives oder semi-kooperatives Spiel - d.h. entweder einer gewinnt oder alle verlieren bzw. alle arbeiten gemeinsam am Selben und trotzdem kann nur einer gewinnen - umgewandelt werden können). Hier spielen alle Anderen gegen einen (Bösen), d.h. für die Mehrheit ist es ein kooperatives Spiel, für den Bösewicht aber ein Survivalspiel (ein ganz spezieller Spielmechanismus also). Einige weitere Spiele können in diese Vorstufen von kooperativen Spielen eingeteilt werden (wie etwa Arkham Horror [Brettspiel/Horrorspiel, Fantasy Flight Games, 1987 (siehe: Liste Horrorspiele) - fast ein kooperatives Spiel, in welchem die Spieler aber gegenüber dem Spiel und einer dunklen Macht, die in diesem Spiel die Regie führt, eine seltsam passive Rolle einnehmen (es spielen zwar alle Spieler an der selben Sache, letztlich spielt aber doch jeder für sich alleine)], Herr der Ringe [2000, siehe: Hauptliste - hier tritt eine Dummy-Figur (gegen die Spieler) auf], Shadows Over Camelot [Brettspiel, Days of Wonder, 2005 (V/W) - unter gewissen Umständen ein kooperatives Spiel möglich, in den meisten Fällen ergibt sich aber ein kompetitives Spiel]). Es verging aber noch einige Zeit, bis das grosse kooperative Spiel kam: Pandemic (2008, vgl. auch Betrayal at House on the Hill [2004 - in diesem Spiel beginnen die Spieler als Gruppe, welche gemeinsam ein Spukhaus erkundet, die dann aber in Helden und einen Verräter gespalten wird (auch hier entsteht also eine ähnliche Situation wie bei Scotland Yard)]). Bemerkenswert ist in dieser Reihe von frühen Ansätzen zu kooperativen Spielen in den früheren 1980-er Jahren natürlich auch Ökolopoly (1980), welches zwar eigentlich als Solospiel konzipiert ist, aber auch in Gruppen gespielt werden kann, in welchen eine basisdemokratische Entscheidfindung angestrebt wird (umgekehrt kann man sagen, dass die kooperativen Spiele fast immer auch als Solospiele gespielt werden können!). Eine neue Variante ist zielt darauf, im selben Spiel eine kompetitive und eine kooperative Variante anzubieten (z.B. bei Dungeon Alliance [2018]). Weitere bedeutendere kooperative Spiele: Descent: Journeys in the Dark (2005), Battlestar Galactica: The Board Game (2008), Space Alert (2008), Forbidden Island (2010), Elder Sign (2011), Mansions of Madness (2011), Sentinels of the Multiverse (2011), Legends of Andor (2012), Escape: The Curse of the Temple (2012), Freedom: The Underground Railroad (2012), Mice and Mystics (2012), Robinson Crusoe: Adventures on the Cursed Island (2012), Forbidden Desert (2013), Dead of Winter: A Cross Roads Game (2014), Star Wars: Imperial Assault (2014), Mysterium (2015), T.I.M.E Stories (2015), Zombicide: Black Plague (2015), Mech vs. Minions (2016), Gloomhaven (2017), Magic Maze (2017), Spirit Island (2017). Das sind nur einige der bekanntesten kooperativen Spiele der letzten Zeit - der Kooperativ-Mechanismus ist gross im Trend derzeit. Die Links zu diesen Spielen finden sich in den verschiedenen Themenlisten.

Talisman (Brettspiel/Fantasyspiel, Games Workshop, 1983 [V/W]). Fantasyspiel mit Kultstatus, welches Brett-, Karten- und Rollenspielcharakter vereinigt. Durch das Bestehen von Abenteuern steigen die Spielfiguren in ihren Fähigkeiten auf. Die Abenteuer sind gegeben durch entsprechende Abenteuerkarten. Die Spieler müssen sich von der äusseren über die mittlere in die innere Region (für welche ein Talisman benötigt wird) vortasten. Dort kann das Spiel (noch einmal) verschiedene Wendungen nehmen. Siehe auch: Talisman City (1989).

Mit den Fantasyspielen und insbesondere mit diesem Spiel begann das bis heute sehr beliebte Spiel mit den Erweiterungen in allen Brettspielbereichen. Bereits der zweiten Ausgabe (1985) wurden verschiedene Erweiterungen angeführt: Talisman Expansion Set (1986), Talisman The Adventure (1986), Talisman Dungeon (1987), Talisman Timescape (1988), Talisman City (1989), Talisman Dragons (1993). Zur dritten Ausgabe (1994) gab es drei Erweiterungen (alle im White-Dwarf-Magazin, einem Spezialheft für Games Workshops und Miniaturen der Firma Citadel Miniatures Limited), zur vierten Ausgabe (2008) erschienen insgesamt 14 Erweiterungen (zwischen 2008-2016).

Balderdash (1984). In diesem recht beliebten Spiel müssen schwierige Fragen beantwortet werden. Hier gewinnt nicht die richtige Antwort, sondern jene, welche die Spieler als die richtige Antwort bewerten.

Metropolis (Brettspiel, Ravensburger, 1984 [V/W]). Gebäude bauen in einer rasch wachsenden Stadt - für möglichst viele Punkte und eine möglichst grosse Lebensqualität. Dieses Spiel von Sid Sackson ist bedeutend sowohl als Weiterentwicklung der Ökospiele - obwohl es nicht direkt ein Ökospiel ist (besonders wenn man auch die grosszügige Verwendung von Plastikmaterial berücksichtigt [damals offenbar noch kein allzu grosses Problem]) - sowie v.a. auch als (weiterer) Vorläufer der Eurogames.

Es gibt letztlich viele erwähnenswerte Spiele im Übergang von den älteren Spielen zu den moderneren Spielen und Eurogames - einige habe ich auf dieser Seite erwähnt Ein für die moderne Spielewelt sehr bedeutender Umbruch, daher habe ich dies hier an verschiedenen Stellen angegeben. Obwohl Metropolis, wie gesagt, historisch von Bedeutung ist, scheint es fast vollkommen vergessen zu sein - ich habe jedenfalls keine einzige Videorezension dazu gefunden (was selten ist heute bei einem Spiel von dieser Bedeutung). Eine Rolle mag dabei auch spielen, dass keine englischsprachige Edition davon besteht (die Erstausgabe, welche die einzige Ausgabe ist, wurde in deutsch, französisch, italienisch und niederländisch herausgegeben). Metropolis spielt sich ohne Würfel und ist damit eines der ersten modernen Cardboardgames (eigentlich ein anderer Begriff für Eurogame [nicht zu vergessen ist etwa Kingmaker oder Civilization - die frühen Übergänge von Kriegs- zu Kulturspielen (zwei englische Spiele, notabene, wobei Civilization auch im deutschsprachigen Raum herausgekommen ist, Kingmaker, glaube ich, nicht)]). Die Karten fallen allerdings nicht direkt an den Spieler, sondern sie kommen in eine Auslage, wo sie vom Spieler gewählt werden, um dann direkt auf die Ablage zu kommen - sie bezeichnen potentielle Teilchen- bzw. Gebäudelegeplätze, die auf dem Brett durch Chips vertreten sind. Ein besonderer Mechanismus also, welcher später - glaube ich - nicht wiederholt wurde. Obwohl keine Würfel im Spiel sind, spielt der Zufall hier - neben der Strategie - trotzdem eine Rolle, indem die Kartenauslage von sehr wichtiger Bedeutung für den Spielerfolg ist. Es ist also eine Kombination von Strategie und Glück. Summa summarum: Sid Sackson ist nicht nur der erste Star unter den Spieleautoren, und der bedeutendste US-Spieldesigner bis dato, sondern auch der Vater der Eurogames!

Wizard (1984). Beliebtes, einfaches Stich-Kartenspiel mit Ansage der Stiche. Das originelle Kartenset ist mit Fantasyfiguren bestückt, welche jedoch für das Spielgeschehen eigentlich gar keine Bedeutung haben.

Kuhhandel (engl. You're Bluffing!, Kartenspiel/Familien- und Kinderspiel [ab 10 J.], Ravensburger, 1985 [V/W]). Bei Kuhhandel geht es um das Kaufen bzw. bei einer Aktion ersteigern und das Handeln von (Bauernhof-) Tieren (welches nach bestimmten Regeln abläuft). Wenn alle Tiere in Quartetten verteilt sind, werden die Punkte der gesammelten Quartette zusammengezählt. Siehe auch: Kuhhandel - Das Brettspiel (engl. Bidder Up!, Brettspiel, Ravensburger, 2016 [V/W]).

Phase 10 (1985). Recht beliebtes, einfaches mau-mau-ähnliches Kartenspiel, jedoch nicht ganz über alle Zweifel erhaben (einen totalen Verriss gab es bei Tom Vasel [was bei ihm manchmal noch andere (manchmal unbekannte) Gründe hat, aber item]).

Pictionary (Ratespiel/Zeichnungsspiel/Partyspiel, Angel Games, 1985 [V/W]). Ein Spiel, bei welchem gezeichnete Begriffe erraten werden müssen. Das Spielprinzip ist etwa bekannt aus der deutschen TV-Show Die Montagsmaler (1974-1996). Ursprünglich geht das Begriffe-Erraten auf frühere Jahrhunderte zurück (Charade - mit gestenhaften Worterklärungen). Verwandte Spiele: Taboo (1989 - mit Umschreibung der Worte), Activity (1990).

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Das verrückte Labyrinth (Brettspiel/Familien- und Kinderspiel [ab 8 J.], Ravensburger, 1986 [V/W]). Das Spielfeld besteht aus ausgelegten Labyrinthkarten. Das Labyrinth beinhaltet Gänge und Gegenstände. Geheimniskarten, welche der Spieler zieht, geben das nächste Ziel an. Der Spieler schiebt je eine neue Labyrinthkarte ein, womit sich das Labyrinth stets verändert, dann darf er seine Spielfigur so weit ziehen, wie er möchte. Es gilt alle Geheimniskarten durchzuspielen. Siehe auch: Das Labyrinth der Meister (1991).

Fireball Island (Brettspiel, MB, 1986 [V/W]). Sehr speziell gemachtes (3D-) Spiel. Der Spieler spielt einen Abenteuerer, welcher auf einer abenteuerlichen Insel, auf dem Berg von Vul-Kar, einen Diamanten holen und dann die Insel möglichst rasch verlassen muss. Ein einfaches Würfel- und Laufspiel, welches durch Karten, Feuerbälle, die den Spielweg herunterrollen, und spezielle Regeln zu einem ganz besonderen Spiel gemacht wird. (Das Spiel wurde im deutschsprachigen Raum nicht herausgegeben.)

Dieses Genre bezeichne ich als Material-Spiele, in welchem das verwendete Material ([weit] über Brett, Figuren, Tokens, Würfel und Karten) hinausgeht (und oft wichtiger ist als das eigentliche Spiel). Eine andere Erwähnung gibt es für Curse of the Idol (Brettspiele, MB, 1990 [V/W]). Es gibt nicht viele interessante solche Material-Games - das meiste in diesem Bereich ist mehr oder weniger grosser Trash. Eines der verrücktesten dieser Spiele ist vermutlich It from the Pit (Brettspiel/Materialspiel, MB, 1992 [V/W]). Vermutlich (immerhin) die originellste Art der Überwindung der Langweiligkeit einfachster, alter Laufspiele. Ein weiteres solches Spiel ist Forbidden Bridge (Brettspiel, MB, 1992 [V/W]). Auch das Spiel Bermuda Triangle (Brettspiel, MB, 1975 [V/W]) kam mit einer grossen Spielbox daher und definierte sich über das Spielmaterial: ein Hurrikan im Bermuda-Dreieck. Ebenfalls in dieses Genre gehören Spiele mit ausgeprägtem Karton-Art-Work, auch als 3D-Spiele bezeichnet (z.B. Ghost Castle [aka Which Witch?, 1970], Robin Hood [1974], The Real Ghostbusters Game [1986], Scooby-doo! Haunted House 3D Board Game [2007]). Solche Spiele werden heute meist schlecht bewertet, aber sie gehören zur Brettspielgeschichte dazu. In Europa sind diese US-Spiele nicht bekannt. Dieses Spiel findet sich auf erstaunlich vielen alten US-Erinnerungs- und Lieblingsspielelisten und wird auch bis heute hergestellt: Hungry Hungry Hippos (Brettspiel/Materialspiel, Hasbro, 1966 [V/W]). Eine ähnliche Grösse ist auch etwa Screwball Scramble (Brettspiel, Tomy, 1980 [V/W] - hier eine spätere Ausgabe [Screwball Scramble Maze Game]). Weitere Spitzen von Materialspielen finden sich bei Spielen wie Battleground: Crossbows & Catapults War Chest Starter Set (Brettspiel, Famosa, 2007 [V/W]). Spiel oder Spielzeug? Das Spiel mit Plastikfiguren war in den 1970-er Jahren bedeutend (v.a. mit Westernthemen) und erhielt mit den Fantasy- und Science-Fiction-Themen neuen Auftrieb. Das Spiel mit solchen Figuren wurde hier quasi in ein Brettspiel verpackt, welches sogar bei BoardGameGeek als solches gelistet ist und bewertet wird. Fantasy und Spielwirklichkeit gingen bei diesem Spiel relativ weit auseinander. Spass scheint es trotzdem gemacht zu haben. Dass Materialspiele auch in den 2000-er Jahre keineswegs out sind, bewies nicht nur die Rückkehr der Hippos, sondern auch etwa das Kinderspiel Fast Food (2009). Ebenfalls eine gewisse Rolle spielte das Spiel mit der Elektronik bei gewissen Materialspielen (z.B. Electronic Battleship [1977], Stop Thief [1979], Dallas [1981], Dark Tower [1981], Lost Treasure [1982] u.a.).

Arkham Horror (Brettspiel/Horrorspiel, Fantasy Flight Games, 1987 [V/W - Neuauflage 2005]). Kultiges, komplexes Spiel aus der Phantasiewelt des Horrorschriftstellers H. P. Lovecraft. Das Spiel gilt als eines der ersten kooperativen Spiele. Die Spieler sind Monsterjäger, welche in der fiktiven Stadt Arkham versuchen die Tore zu Anderen Welten zu schliessen, durch welche Monster in die Stadt kommen. Das Spiel ist verloren, wenn zu viele Monster hineinkommen oder gar einer der Grossen Alten erwacht.

Mit Eldritch Horror erschien 2013 ein vereinfachtes Nachfolgespiel. Hier gibt es einen Vergleich der beiden Spiele. In einem solchen Fall gilt es zu sagen, dass die Neuerung oft - zumindest kurzfristig - beliebter wird als das alte Spiel. Dagegen sind oft im neuen Spiel typische Elemente des Grundspiels abgebaut (was jenes auch überhaupt erst bekannt gemacht hat - z.B. gehört die ganze nebelhafte Komplexität des text- und geschichtenreichen Spiels eben bei Arkham Horror mit dazu [und die Vereinfachung nimmt dem Spiel seinen eigentlichen bzw. ursprünglichen Charakter]). Es macht also zuweilen einen relativ grossen Unterschied, ob man ein Spiel aus seinem aktuellen Anlass oder aus seinem historischen Bezug heraus betrachtet.

Warhammer 40k (1987). Eines der bekanntesten, wenn nicht das bekannteste Tabletop-Spiel (Spiele, bei welchen die vielen Miniaturen fast eine bedeutendere Rolle spielen als das Spiel selber - diese gehören am Rande ebenfalls in den Brettspielbereich).

Abalone (Brettspiel, Abalone Games, 1988 [V/W]). Das sechseckige Spielfeld hat 61 Lücken, in welche in der Grundstellung je 14 weisse und schwarze Spielkugeln gesetzt werden. Diese können um eine, zwei oder drei Einheiten verschoben werden. In Reihen können Kugeln des Gegenspielers dann verschoben werden, wenn man eine grössere Anzahl von Kugeln in derselben Reihe hat (wobei die Zahl Drei die höchste Nummer repräsentiert). Das Ziel ist es, die Kugeln des Gegners aus dem Spielfeld zu drängen.


Ligretto (ursprünglich: Legretto, Kartenspiel/Reaktionsspiel, Rosengarten Spiele, 1988 [V/W]). Die Regeln dieses Ablegespiels sind sehr einfach, es geht in diesem Spiel auch oder sogar v.a. um Geschwindigkeit, da alle ihre Karten gleichzeitig ablegen können (Vorfahren: Rasender Teufel [1927], Dutch Blitz [1960]). Die 40 Karten in vier Farben werden je von 1-10 ausgelegt. Wenn ein Spieler den eigenen Stapel mit zehn Karten ausgespielt hat, ist das Spiel vorbei - gewonnen hat nun derjenigen, der die meisten Karten ausspielen konnte.

HeroQuest (Brettspiel/Fantasyspiel, MB, 1989 [V/W]). Auch eines dieser kultigen Fantasyspiele (wenn nicht das kultigste überhaupt - gilt als Vater der Dungeon-Crawler-Spiele). Der Spieler spielt eine Heldenfigur, welche Verliese nach Schätzen durchsucht und gegen Monster kämpft. Bemerkenswert sind in diesem Spiel auch und v.a. die gut gemachten Spielfiguren bzw. Miniaturen, welche man bemalen kann. Die Regeln sind vergleichsweise (zu ähnlichen Fantasyspielen) eher einfach.

Astrotime (1990). Ein Spiel, in welchem es um Astrologie und Persönlichkeit geht. Eigentlich eine spannende Idee, die aber nicht den gewünschten Erfolg brachte. (Vielleicht war hier sogar etwas zu wenig Astrologie im Spiel.)

Monopoly Junior (1990). Einer der ersten Klassiker*, von welchem eine Spezialausgabe für Kinder herausgegeben wurde - mittlerweilen gibt es von vielen, v.a. auch neueren Klassikern spezielle Kinderausgaben (im Stil von X Junior oder Mein erstes X).

* Tatsächlich gab es (laut der Spieleliste von BoardGameGeek) einige Spiele, die noch früher mit einer Kinderversion unterwegs waren: Junior Trivia (bzw. Trivial Pursuit, 1983), Wheel of Fortune Game Junior Edition (1987), Junior Dingbats (1988), Pictionary Junior (1988), Win, Lose or Draw Junior (1988), Adverteasing Junior (1989), Outburst Junior (1989), Scattergories Junior (1989), ..., ferner: My First Uno (1991), usw. usf., etc. etc.

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Hedbanz [for Adults/for Kids] (1991). Eigentlich: Headbands. Beliebtes Partyspiel in den USA. Begrifferaten nach Täfelchen, welche die Spieler an einem Band auf dem Kopf tragen (Personen, Orte, Objekte).

History of the World (aka Empire, 1991). Kultursimulationsspiel über den Aufstieg und Fall verschiedener Völker - von den Anfängen der Zivilisation bis zum Vorabend des Ersten Weltkriegs (ähnlich wie die Civilization-Spiele).

Tichu (Kartenspiel, Fata Morgana, 1991 [V/W]). Variante der ostasiatischen Kletterspiele (engl. Climbing Games [wie Zehng Fen, Zheng Shangyou oder Choh Dai Di]). Diese Spiele werden in Ostasien mit französischen Karten gespielt, Tichu liefert ein eigenes Kartenset. Hier geht es darum, höhere Karten oder Kartenkombinationen auszulegen (daher: Climbing Games). Die erste ausgelegte Kombination gilt für die ganze Stichrunde, welche solange dauert, bis nicht mehr überstochen werden kann. Dazu gibt es Spezialkarten/-regeln.

Magic: The Gathering (Kartenspiel/Fantasyspiel, Wizards of the Coast, 1993 [V/W]). Dies ist ein sogenanntes Trading Card Game* (TCG, oder auch: Collectible Card Game CCG, dt. Sammelkartenspiel), in welchem jeder Spieler sein eigenes Kartendeck** besitzt. Ziel des Spiels ist es, im Duell der Zauberer die Lebenspunkte des Gegners von 20 auf 0 zu reduzieren. Dazu gibt es Kreaturen für Angriffe sowie Zaubersprüche für diverse Interaktionen. Die Ressource Mana wird benötigt, um die Aktionskarten ausspielen zu können.

* Das Fantasy-Kampf-Spiel hatte eine grosse Zahl von Folgespielen ähnlichen Stils. Kaum eine andere Spielvariante hatte in den letzten Jahren so viele Veröffentlichungen wie diese modernen Strategie-Kartenspiele (Trading- bzw. Collectible-Card-Games TCGs bzw. CCGs [je: Spieler stellt sein Deck, aus einer gekauften und getauschten Sammlung von Karten, vor dem Spiel selber zusammen] und Deck-Building-Games [Deck wird während des Spiels zusammengestellt und optimiert]). Dazu gehören u.v.a.) Spiele wie Magic: The Gathering (Kartenspiel/TCG/Fantasyspiel, Wizards of the Coast, 1993 [siehe: Hauptliste (oben)]), OverPower (Kartenspiel/TCG, Fleer/Skybox, 1995 [V/W]), Netrunner (Kartenspiel/TCG, Wizards of the Coast, 1996 [V/W] - siehe auch: Android Netrunner [Kartenspiel/TCG, Fantasy Flight Games, 2012 [V/W] - ein Living Card Game LCG (eine Art CCG mit fixen, für alle erhältlichen Kartensets [ohne teure und schwierig erhältliche Raritäten - eine Neulancierung der TCGs])]), Pokémon Trading Card Game (Kartenspiel/TCG, The Pokémon Company International, 1996 [V/W]), Yu-Gi-Oh! Trading Card Game (Kartenspiel/TCG, Konami, 1999 [V/W]), World of Warcraft Trading Card Game (Kartenspiel/TCG, Cryptozoic Entertainment, 2006 [V/W]), Chaotic (Kartenspiel/TCG, 4Kids Entertainment, 2007 [V/W]), Dominion (Kartenspiel/DCG, Rio Grande Games, 2008 [siehe: Hauptliste] - Start der Deck-Building-Games), Thunderstone (Kartenspiel/DCG, Alderac Entertainment Group, 2009 [siehe: Liste Science-Fiction-Games]), Ascension: Deckbuilding Game (Kartenspiel/DCG, Stone Blade Entertainment, 2010 [V/W]), Core Worlds (Kartenspiel/DCG, Stronghold Games, 2011 [V/W]), Eminent Domain (Kartenspiel/DCG, Tasty Minstrel Games, 2011 [V/W]), Legendary: A Marvel Deck Building Game (Kartenspiel/DCG, Upper Deck Entertainment, 2012 [V/W]), Star Realms (Kartenspiel/DCG, 2013 [siehe: Liste Science-Fiction-Games]), Hearthstone (2014 [nur online - mittlerweilen besteht auch bereits eine Vielzahl blosser Onlinespiele in diesem Genre]), Legendary Encounters: An Alien Deck Building Game (Kartenspiel/DCG, Upper Deck Entertainment, 2014 [V/W]), Harry Potter: Hogwarts Battle (Kartenspiel/DCG, USAopoly, 2016 [V/W]). Der Reiz dieser Spiele liegt in einem relativ einfachen Kampfprinzip und einer Vielzahl von grafisch interessant gemachten Karten.

** Der Reiz von Trading Card Games besteht nicht nur im Spielen selber, sondern auch im Sammeln der Karten zur Zusammenstellung des eigenen Decks (durch Kauf oder Handeln). Von Magic soll es im Jahr 2013 rund 14'000 verschiedene Karten gegeben haben. Der Kartentext von neuen Karten kann die Grundregeln überformen, so dass ein sich ständig weiterentwickelndes Spiel entsteht. (Dies entspricht eigentlich bereits dem Grundgedanken der später aufgekommenen Legacy-Spiele.)

Big Boss (Brettspiel, Kosmos, 1994 [V/W]). In diesem Spiel werden Unternehmen gebaut. Bei Erweiterungen derselben in die Höhe und Breite erhalten die Spieler Einnahmen. Wer mehr Geld hat, gewinnt das Spiel. Es geht aber nicht nur um Geld, sondern auch um Macht: werden Unternehmen verbunden, gibt es Machtkämpfe. (Ein weiterer Vorläufer der Eurogames, welcher explizit an Sid Sacksons Acquire angelehnt ist.) Siehe auch die Erweiterung: Alcazar (Brettspiel, Kosmos, 2009 [V/W]).

Sharp Shooters (1994). Ein moderneres Würfelspiel, in welchem je nach gespielter Karte verschiedene Würfelbilder-Vorgaben erreicht werden müssen, wofür es Chips gibt. Wer mehr Chips gewinnen kann, gewinnt das Spiel.

6 nimmt! (engl. Take 6, Kartenspiel, Amigo, 1994 [V/W]). Es tönt wie eines der üblichen Ablegespiele und ist auch ein Ablegespiel, allerdings ein spezielles. Hier geht es nicht darum, möglichst viele, sondern möglichst wenige Punkte - das sind hier Hornochsen - zu machen. In zehn Runden wird je eine Handkarte abgelegt. Wird die Zahl fünf bei einer Ablegereihe überschritten, muss der entsprechende Spieler diese Punkte nehmen, und ebenfalls wenn er zu keiner Reihe eine höhere Karte hat (dann muss er eine Reihe nach seiner Wahl nehmen).

Billabong (aka High Tail It!, Brettspiel/Rennspiel, franjos, 1995 [V/W]). Einfaches Rennspiel mit Spassfaktor. Das Spiel kommt aus Australien, und natürlich geht es dabei um Känguruhs. Diese können entweder in jede Richtung ein Feld ziehen oder andere Känguruhs überspringen. Wer zuerst alle seine fünf Känguruhs im Ziel hat, gewinnt das Rennen. Verwandtes Spiel: Kangaroo - The Jumping Game (dt. Känguruh, Eigenverlag [Flagg], 1977 [V/W]).

Catan - Das Spiel (ursprünglich: Die Siedler von Catan, Brettspiel/Eurogame/Siedlungsspiel, Kosmos, 1995 [V/W]). Der grosse Siedlungsspieleklassiker von Klaus Teuber (mit Erweiterungen, Nachfolgern, elektronischen Spielen oder auch sogar einem Roman). Nachdem die Rohstofferträge ausgewürfelt wurden, können die Spieler anfangen, ihre Siedlungen auf- und auszubauen. Wer zuerst zehn Siegpunkte errungen hat (für Siedlungs- und Städtebau, Handelsstrassen und Rittermacht sowie auch durch Spielkarten), gewinnt das Spiel.

Eine kleine Liste von (mehr oder weniger typischen*, aber auch unterschiedlichen) bedeutenden Eurogames (von europäischen Herstellern - inkl. ein paar eher untypischen, aber interessanten Würfel-Eurogames [u.a.]): Catan - Das Spiel (Brettspiel/Eurogame/Siedlungsspiel, Kosmos, 1995 [siehe: Hauptliste (oben)]), El Grande (Brettspiel/Eurogame, Hans im Glück, 1995 [V/W]), Euphrat und Tigris (Brettspiel/Eurogame, Hans im Glück, 1997 [V/W]), Löwenherz (Brettspiel/Eurogame, Goldsieber, 1997 [siehe: Hauptliste]), Elfenland (Brettspiel/Eurogame, Amigo, 1998 [V/W]), Tikal (Brettspiel/Eurogame, Ravensburger, 1999 [siehe: Hauptliste]), Torres (Brettspiel, F.X. Schmid, 1999 [siehe: Hauptliste]), Vinci (Eurogame, Descartes Editeur, 1999 [V/W] - Erweiterung: Small World [2009]), Carcassonne (Legespiel/Eurogame/Siedlungsspiel, Hans im Glück Verlag, 2000 [siehe: Hauptliste]), Java (Brettspiel/Legespiel/Eurogame/Siedlungsspiel, Ravensburger, 2000 [siehe: Hauptliste]), Puerto Rico (Brettspiel/Eurogame, alea/Ravensburger, 2002 [siehe: Hauptliste]), Alhambra (Brettspiel/Eurogame, Queen Games, 2003 [V/W]), Funkenschlag (engl. Power Grid, Brettspiel/Eurogame, 2F-Spiele, 2004 - ursprünglich: 2001 [V/W]), Neuland (Brettspiel/Eurogame, Eggertspiele, 2004 [V/W]), Antike (2005 [V/W]), Fjords (Brettspiel/Eurogame, Hans im Glück, 2005 [V/W]), Louis XIV (Brettspiel/Eurogame, Ravensburger, 2005 [V/W]), Imperial (Brettspiel/Eurogame, PD-Verlag, 2006 [V/W]), Taluva (Brettspiel/Eurogame, Hans im Glück, 2006 [siehe: Hauptliste]), Agricola (Brettspiel/Eurogame, Lookout Games, 2007 [siehe: Hauptliste]), Colosseum (Brettspiel/Eurogame, Tasty Minstrel Games, 2007 [V/W]), Hamburgum (Brettspiel/Eurogame, PD-Verlag, 2007 [V/W]), Jamaica (Brettspiel/Eurogame, GameWorks SàRL, 2007 [V/W]), Kingsburg (Brettspiel/Eurogame, Stratelibri, 2007 [V/W] - laut Rahdo das erste oder erste bekannte Spiel, welches den Worker-Placement-Mechanismus mit Würfeln kombinierte), Giants (Brettspiel/Eurogame, Matagot, 2008 [V/W]), Le Havre (Brettspiel/Eurogame, Lookout Games, 2008 [siehe: Hauptliste]), Stone Age (Brettspiel/Eurogame, Hans im Glück, 2008 [siehe: Hauptliste]), Toledo (Brettspiel/Eurogame, Kosmos, 2008 [V/W]), Dungeon Lords (Brettspiel/Eurogame/Fantasyspiel, Czech Games Edition, 2009 [V/W]), Egizia (Brettspiel/Eurogame, Hans im Glück, 2009 [V/W]), Stronghold (Brettspiel/Eurogame, Portal Games, 2009 [V/W]), Troyes (Brettspiel/Eurogame, Pearl Games, 2010 [V/W]), Vinhos (Brettspiel/Eurogame, What's Your Game?, 2010 [V/W]), 7 Wonders (Brettspiel/Eurogame, Repos Production, 2010 [siehe: Hauptliste]), Die Burgen von Burgund (Brettspiel/Eurogame, Ravensburger 2011 [V/W]), Drum Roll (Brettspiel/Eurogame, Artipia Games, 2011 [siehe: Hauptliste]), Helvetia (Brettspiel/Eurogame, Kosmos, 2011 [V/W]), Fortuna (Brettspiel/Eurogame, The Game Master, 2011 [siehe: Hauptlistte]), Kingdom Builder (Brettspiel/Eurogame, Queen Games, 2011 [V/W]), Archipelago (Brettspiel/Eurogame, Ludically, 2012 [siehe: Hauptliste]), Die Legenden von Andor (engl. Legends of Andor, Brettspiel/Eurogame, Kosmos, 2012 [siehe: Hauptliste]), Myrmes (Brettspiel/Eurogame, Ystari Games, 2012 [V/W]), Terra Mystica (Brettspiel/Eurogame/Fantasyspiel, Feuerland Spiele, 2012 [siehe: Hauptliste]), Polis: Fight for the Hegemony (Brettspiel/Eurogame, Asylum Games, 2012 [V/W]), Brügge (engl. Bruges, Brettspiel/Eurogame, Hans im Glück, 2013 [V/W]), Bruxelles 1893 (Brettspiel/Eurospiel, Pearl Games, 2013 [V/W]), Caverna: The Cave Farmers (Brettspiel/Eurogame, Lookout Games, 2013 [siehe: Hauptliste]), Citrus (Brettspiel/Eurogame, dlp games, 2013 [V/W]), Concordia (Brettspiel/Eurogames, PD-Verlag, 2013 [V/W]), Viticulture (Brettspiel/Eurogame, Stonemaier Games, 2013 [V/W]), AquaSphere (Brettspiel/Eurogame, 2014 [V/W]), Fields of Arle (Brettspiel/Eurogames, Feuerland Spiele, 2014 [V/W]), Historia (Brettspiel/Eurogame, Giochix.it, 2014 [V/W]), Imperial Settlers (Brettspiel/Eurogame, Portal Games, 2014 [V/W]), Istanbul (Brettspiel/Eurogame, Pegasus Spiele, 2014 [V/W]), Mangrovia (Brettspiel/Eurogame, Zoch Verlag, 2014 [V/W]), Orléans (Brettspiel/Eurogame, dlp games, 2014 [siehe: Hauptliste]), Panamax (Brettspiel/Eurogame, MES Aboardgames, 2014 [V/W]), Realm of Wonder (Brettspiel/Fantasyspiel, Mindwarrior Games, 2014 [V/W]), Die Alchemisten (Brettspiel/Eurogame, Czech Games Edition, 2015 [V/W]), Die Reisen des Marco Polo (Brettspiel, Hans im Glück, 2015 [V/W]), Food Chain Magnate (Brettspiel/Eurogame/Wirtschaftsspiel, Splotter Spellen, 2015 [V/W]), Mombasa (Brettspiel/Eurogame, Eggertspiele, 2015 [V/W]), Ein Fest für Odin (engl. A Feast for Odin, Brettspiel/Eurogame, Feuerland Spiele, 2016 [V/W]), Imhotep (Brettspiel/Eurogame, Kosmos, 2016 [V/W]), Scythe (Brettspiel/Eurogame, Stonemaier Games, 2016 [V/W]), Terraforming Mars (Brettspiel/Eurogame/Science-Fiction-Spiel, FryxGames, 2016 [V/W]), Ulm (Brettspiel/Eurogame, HUCH!, 2016 [V/W]), Clans of Caledonia (Brettspiel/Eurogame, Karma Games, 2017 [V/W]), Lisboa (Brettspiel/Eurogame, Eagle-Gryphon Games, 2017 [V/W]), Majesty: Deine Krone, Dein Königreich (engl. Majesty: For the Realm, Brettspiel/Eurogame, Hans im Glück, 2017 [V/W]), Merlin (Brettspiel/Eurogame, Queen Games, 2017 [V/W]), Rajas of the Ganges (Brettspiel/Eurogame, HUCH!, 2017 [V/W]), Coimbra (Brettspiel/Eurogame, Eggertspiele, 2018 [V/W]), Lowlands (Brettspiel/Eurogames, Feuerland Spiele, 2018 [V/W]). In den letzten Jahren sind die Themen etwas vielfältiger geworden, was auch daran liegt, dass sich immer mehr Autoren ausserhalb Deutschlands in diesem Bereich etablieren (und daher auch immer mehr europäische Verlage dazukommen, welche innerhalb der Eurogames auch Neuerungen einzubringen versuchen).

P.S. Auch ein paar neuere US-Verlage haben verschiedenste Eurogames gemacht (hier nicht aufgelistet, z.B. Z-Man Games, Eagle-Gryphon Games, Rio Grande Games, aber auch Fantasy Flight Games und v.a. Mayfair Games [z.B. The Dutch Golden Age (Brettspiel/Eurogame [USA], Mayfair Games, 2008 [V/W]), Grand Hotel Austria (Brettspiel/Eurogame [USA], Mayfair Games, 2011 [V/W]) oder Urbania (Brettspiel/Eurogame [USA], Mayfair Games, 2012 [V/W]) oder auch Tasty Minstrel Games [z.B. Belfort (Brettspiel/Eurogame [USA], Tasty Minstrel Games, 2011 [V/W]), u.a.]). Ferner kommen weitere eurogames-ähnliche Spiele auch aus Japan (z.B. von Okazu Brand: Yokohama [Brettspiel/Eurogame (Japan)], Okazu Brand, 2016 [V/W]). In den 2000-er Jahren sind auch die US-Spiele komplexer und thematisch vielfältiger geworden (ausserhalb des beliebten Fantasy- und Science-Fiction-Themas). Natürlich gibt es auch Zusammenarbeit, z.B. zwischen europäischen Autoren und US-Verlagen, hier ein typisches Beispiel für ein US-Eurogame: Clockwork Wars (Brettspiel, Eagle-Gryphon Games, 2015 [V/W]). Es gibt weitere solche Beispiele. Neu sind ebenfalls internationale Publizisten wie Days of Wonder, die in den USA ebenso wie in Europa beheimatet sind und ebenfalls (leichtere) Eurogames produzieren (z.B. The River [Brettspiel/Eurogame, Days of Wonder, 2018 (V/W)]).

* Was ist eigentlich ein typisches Eurogame? Das typischste Eurogame wäre eines, welches natürlich aus Europa kommt. Es hätte viel Holzmaterial, aber nicht so auffälliges wie bei den US-Games, sondern alles sehr schlicht gestaltet. Das Spielfeld wäre sehr ansprechend und grafisch schön gestaltet, fast schon artistisch aufgemacht (wenn auch in dezenten Farben gehalten). Spielteile würden während des Spiels auf dem Spielfeld abgelegt, so dass dieses veränderlich ist. Es würde ohne Würfel gespielt. Von zentraler Bedeutung wären viele strategische Entscheidungen in jeder Runde, wobei auch in jeder Runde mehrere Aktionen ausgeführt werden könnten. Der Glücksfaktor würde so gut wie möglich ausgeschaltet werden, sondern die besseren Spielentscheidungen sollen den Gewinner erbringen. Das Thema des Spiels wäre ein historisches, im Mittelalter angesiedeltes Thema, in welchem es um Warenherstellung und -handel sowie Worker-Placement geht. Das Spiel würde den Namen einer europäischen Stadt oder Region tragen bzw. dies im Namen beinhalten. Nicht alle Eurogames beinhalten alle diese Faktoren, die meisten aber einige davon (während es natürlich auch viele Spiele aus Europa gibt, die man eher nicht als typische Eurogames bezeichnet und dagegen ein paar Spiele auch aus der übrigen Welt, meist aus den USA, welche zu dieser Kategorie dazu gezählt werden könnten).

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Chess960 (dt. Schach-960, 1996). Von den vielen Schachvarianten ist diese mit den vertauschten Figuren auf der letzten Reihe vermutlich die berühmteste im 20. Jahrhundert (erfunden von Bobby Fischer, einem der grössten Weltmeister der Schachgeschichte).

Pokémon Trading Card Game (1996). Sehr beliebtes Trading-Card-Game - und auch deshalb erwähnenswert, weil (u.a.) damit die Japaner vom digitalen in den analogen Spielebereich vorgedrungen sind.

Bohnanza (Kartenspiel, Amigo, 1997 [V/W]). Die Spieler können mit ihren Bohnen-Karten zwei Bohnenfelder begründen, in welchen sie Bohnen sähen und ernten können. Die Handkarten können nicht geändert werden, sondern unwillkommene Karten müssen bewirtschaftet oder getauscht werden. Der Name des Spiels kommt vom Wort Bohne und vom Wort Bonanza (spanisch: Glücksfall, Goldgrube, unerwartet grosser Gewinn - siehe auch: Western-TV-Serie). Vermutlich das lustigste Kartenspiel überhaupt.

Eines der Spiele mit den meisten und v.a. auch lustigsten Erweiterungen: Erweiterungs-Set (1997), La Isla Bohnita (1998), Al Cabohne (2000), High Bohn (2001), Mutabohn (2001), Ladybohn (2002), Bohnaparte (2003), Dschinghis Bohn (2003), Telebohn (2004), Rabohnzel (2005), Kannibohne (2006), Bohnröschen (2007), Fan-Edition (2007), Auf der schwäb'schen Eisenbohn (2008), Bohnedikt (2009), Bohnanza - Fun & Easy (2010), Mutterböhnchen (2010), Bohn Camillo (2011), Bohniläum (2012), Sissi! Die Bohnenkaiserin (2013), Mein erstes Bohnanza (2015), Bohnanza: Das Duell (2016), Bohnedikt (2016), 20 Jahre (2017). - Verwandte Spiele: Space Beans (1999), Bohn Hansa (2002), Bohniversum (2006), Bohnkick (2006), Würfel-Bohnanza (2012). So werden gewisse Spiele heute über viele Jahre im Gespräch (bzw. im Spiel) gehalten. Das Spiel mit den meisten Erweiterungen ist natürlich... Monopoly.

Löwenherz (Brettspiel/Eurogame, Goldsieber, 1997 [V/W]). Catan-Autor Teuber legte mit Löwenherz gleich noch ein sehr interessantes Spiel nach, welches als Zwischenglied zwischen Catan und den folgenden Eurogames gesehen werden kann. Es geht in diesem Spiel um Gebietserweiterung- und -kontrolle, wobei das Spiel durch Kartenaktionen beeinflusst wird. Berge und Städte geben Extrapunkte. Siehe auch: Löwenherz - Der König kehrt zurück (engl. Domaine, Brettspiel, Kosmos, 2003 [V/W]).

Dumm gelaufen! (1998). Relativ originelles und lustiges Kartenspiel, bei welchem sogenannte Murphy-Karten ansagen, was man genau zu erfüllen hat. Und ja: manchmal läuft es eben nicht ganz wie gewünscht.

Lost Cities (Kartenspiel, Kosmos, 1999 [V/W]). Dieses Spiel von Knizia gehört mittlerweilen zu den Klassikern der Kartenspiele. Es ist ein relativ einfaches Ablegespiel, in welchem grundsätzlich auf fünf Ablagemöglichkeiten (bzw. Expeditionen) in aufsteigender Reihenfolge (Expeditions-) Karten zwischen 1-10 abgelegt werden müssen, wobei der Wert der Ablage über 20 Punkte sein muss, um keine negativen Punkte zu erhalten. Durch Wettkarten kann die Punktewertung verfielfacht werden.

Millennium: Das Jahrtausendspiel (1999). Kaum beachtet, aber dagewesen - allzu viel mehr auch wiederum nicht. Zu jeder Dekade gibt es eine Persönlichkeit, und wer im Verlauf des Spiels die meisten noch in Erinnerung hat, gewinnt das Spiel.

Tikal (Brettspiel/Eurogame, Ravensburger, 1999 [V/W]). In diesem Spiel von Kramer/Kiessling sind Archäologen auf der Suche nach verborgenen Schätzen in Tikal, einer antiken Maya-Stadt. Die Spielfiguren bewegen sich auf ausgespielten Spielteilen. Wird ein Vulkanteil ausgespielt, gibt es eine Punktewertung. Sehr interessante Weiterentwicklung der Eurogames: eine Mischung aus Eurogame, Legespiel, Laufspiel und Adventuregame. Siehe auch: Tikal II (Brettspiel, GameWorks SàRL, 2010 [V/W]).

Torres (Brettspiel, F.X. Schmid, 1999 [V/W]). Ein weiteres Spiel von Kramer/Kiessling auf deren Höhepunkt. Ein strategisches Spiel, bei welchem Türme gebaut, die von Rittern in Beschlag genommen werden. Je höher und grösser die Burgen sind, desto mehr Punkte gibt es dafür. Königsburgern bringen noch mehr Punkte. Pro Runde gibt es fünf Aktionspunkte, die beliebig eingesetzt werden können. Wer nach drei Phasen die meisten Siegpunkte hat, gewinnt das Spiel.

Vinci (1999). Dies ist ein relativ gut gelungener Versuch, die komplexen Zivilisationsspiele - im Stil von Civilization - in die Form eines leichteren Eurogames zu bringen. (Siehe: Liste Eurogames). Erweiterung: Small World (eigenständiges Spiel).

Blokus (2000). Vielfach ausgezeichnetes Spiel, in welchem die Spieler versuchen, alle ihre quadratisch aufgebauten Spielteile auf dem Spielfeld auszulegen und die anderen Spieler zu blockieren.

Carcassonne (Legespiel/Eurogame, Hans im Glück Verlag, 2000 [V/W]). Sicher eines der Spiele mit den besten allgemeinen Rezensionen in den 2000-er Jahren - ein Spiel für jedermann, quasi (jung wie alt, weiblich und männlich, spielversiert und nicht, usw. usf., etc. etc.). Mit ausgelegten Kärtchen wird eine mittelalterliche Landschaft mit Wiesen, Strassen, Städten und Klöstern ausgelegt. Die Erbauung der Objekte ergibt bestimmte Punkte nach bestimmten Regeln. Wer die meisten Punkte holt, hat gewonnen.

Herr der Ringe (engl. Lord of the Rings, Brettspiel/Fantasyspiel, Kosmos, 2000 [V/W]). Dieses Spiel von Reiner Knizia ist vor der grossen Filmserie und dem Boom des Themas herausgekommen! Die Spieler schlüpfen in die Rollen von Hobbits, die vom Auenland bis zum Schicksalsberg gelangen, um dort den One-Ring des dunklen Lord Sauron zu zerstören. Ein bedeutender Klassiker, v.a. in der Geschichte der kooperativen Spiele (auch wenn Sauron hier als Dummy-Figur auftritt).

Java (Brettspiel/Legespiel/Eurogame/Siedlungsspiel, Ravensburger, 2000 [V/W]). Dies ist das mittlere Spiel einer Trilogie (mit Tikal und Mexica - die Spiele dieser sogenannten Masken-Trilogie sind unabhängig voneinander). Der Spieler baut Städte, welche er durch Paläste kontrollieren kann (was die Möglichkeit schafft, Festivals zu veranstalten). Der Clou des Spiels ist hier, dass nicht nur in die Breite, sondern auch in die Höhe gebaut werden kann. Arg unterbewertet* - (wie Tikal) ein echter Klassiker.

* Diese Unterbewertung hat ihre Gründe. Das Spiel gehört - wie erwähnt - in eine Reihe, in welcher das erste Spiel (Tikal) 1999 mit dem Deutschen Spielepreis ausgezeichnet worden ist, während Java (von denselben Autoren) im Jahr 2001 nur den 9. Rang (!) in dieser Wertung erreichte (das dritte Spiel der Masken-Reihe, Mexica, schaffte 2002 dann immerhin wieder den Sprung auf Rang 5, obwohl es deutlich das am wenigsten bedeutende Spiel dieser Reihe ist). Im selben Jahr erschien das hochkotierte Carcassonne, mit teils erstaunlich ähnlichen (je von Tikal - und im Fall von Carcassonne auch vom früheren Spiel Löwenherz - abgewandelten) Mechanismen, welches den Deutschen Spielepreis 2001 abräumte. Die Unterbewertung im Schatten von Tikal und Carcassonne in Deutschland und Europa führte auch zu einer eher geringen Beachtung in Amerika. Ich sehe die drei Spiele (Tikal, Java, Carcassonne) auf der selben Klassikerstufe - eigentlich müsste man sie zusammen nennen. Sie bilden sozusagen nach Catan die zweite Welle der Eurogames, während die dritte sich dann durch einen noch deutlichen höheren Komplexitätsgrad auszeichnete (etwa mit Agricola, u.v.a.). Das dritte Spiel der grossen Masken-Serie sei hier ebenfalls angeführt (auch wenn es vermutlich das schwächste der drei Spiele ist [und nicht ein allzu typisches Eurospiel, notabene]): Mexica (Brettspiel/Eurogame, Ravensburger, 2002 [V/W]).

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Dvonn (2001). Ein weiteres Spiel für die Liebhaber von abstrakten Strategiespielen - vielleicht aber nicht allzu viel mehr. Es ist schwieriger geworden mit solchen Spielen wirklich herauszuragen. Gut designed, mit ringförmigen Spielfiguren und Stapeleffekt.


Hive (Brettspiel, Gen42 Games, 2001 [V/W]). Sehr spezielles Strategiespiel, in welchem es um Insekten geht. Dass einige Spieler dieses Spiel mit der Qualität von Schach vergleichen, ist schon erstaunlich. Natürlich kann man darüber verschiedener Meinung sein, aber dies ist sicher eines der interessantesten neueren Strategiespiele. Die Hauptfigur ist hier die Bienenkönigin. Beide Spieler versuchen mit verschiedenen Insekten, welche verschiedene Spielzüge machen können, die gegnerische Bienenkönigin einzuschliessen.

Les loups-garous de Thiercelieux (dt. Die Werwölfe von Düsterwald, 2001). Kommunikatives Bluff-Kartenspiel, in welchem die Bürger Werwölfe enttarnen müssen, die das Dorf bedrohen. Die neueren Versionen sind unter dem Titel 'Werwölfe' bekannt.

Munchkin (2001). Ein Kartenspiel, welches die subkulturelle Szene des Fantasy-Rollenspiels parodiert (wie es so schön heisst). Es basiert auf dem Buch "The Munchkin's Guide to Powergaming" (1999).

Arimaa (2002). Ein indisch-amerikanischer Informatiker wollte damit ein Spiel auf einer schachbrettähnlichen Unterlage kreieren, in welchem der Computer den Menschen nicht so leicht schlagen kann (2015 war der Computer dann aber doch besser).

(Sid Meier's) Civilization (Brettspiel/Eurogame [USA-Kanada]/Siedlungsspiel, Eagle Games, 2002 [V/W]). Entdecken, Entwickeln, Expandieren, Auslöschen - ein typisches, sehr ausführliches Siedlungsspiel. Der Spieler wählt eines der verschiedenen (realen bzw. historischen) Völker, womit vorgegeben ist, auf welche Art und Weise bzw. durch welchen Faktor er das Spiel gewinnen kann. Ziel des Spiels ist es, grösstmögliche militärische oder kulturelle oder wissenschaftliche Stärke zu erreichen. Das Spiel bietet viel Material und dauert recht lange.

Nicht zu verwechseln mit dem Spiel: Civilization (Brettspiel, Hartland Trefoil, 1980 [siehe: Hauptliste]). Dieses Spiel gilt zusammen mit dem Computer-Strategie- und -Kriegsspiel Empire (1977) (hier: Amiga-Version) als direkte Vorlage für Sid Meier's Civilization, in der Folge entstanden ebenfalls einige ähnlich gelagerte Spiele, die teils im Weltraum spielen (Colonization, Master of Orion, Alpha Centauri, Civilization: Call to Power, Age of Empires, Galactic Civilizations, Rise of Nations). Die Siedlungsspiele kann man allgemeiner auch in die Kategorie der Simulations- und/oder Managementspiele einteilen. Diese Spiele, die alle diese Faktoren enthalten (Simulation, Management, Siedlung) stammen aus früheren (Kriegs- und Eroberungs-) Strategiespielen, wobei hier die reine Kriegssituation durch Kultur-, Entwicklungs- und Technologiefaktoren erweitert wurden.

Puerto Rico (Brettspiel/Eurogame, alea/Ravensburger, 2002 [V/W]). Langzeitnummer-1 in der BoardGameGeek-Topliste: und einer der Vorläufer (wenn nicht sogar der bedeutendste Vorläufer) der neueren komplexen und aktionsreichen Eurogames. Der Spieler legt Plantagen zur Produktion von Mais, Indigo, Zucker, Tabak und Kaffee an, verkauft die produzierten Waren und verschifft sie in die sogenannte alte Welt. Scheinbar ist der Kolonialhintergrund für die Popularität des Spiels nicht hinderlich.

Ubongo (aka Pyramidens Portar, Brettspiel, Kärnan/Kosmos, 2003 [V/W]). Beliebtes Logikspiel, welches aus zwei Teilen besteht. Beim ersten Teil müssen je drei Bauteilchen in einer bestimmten Form untergebracht werden (dies erinnert an Tetris und Pentomino). Wer zuerst fertig ist, kann sich im zweiten Teil Siegpunkte in Form von Edelsteinen zulegen. Dazu muss der Spieler seine Spielfigur auf dem Siegpunktbrett möglichst gut positionieren. (Der afrikanische Bezug, welcher hier hergestellt wird, richtet sich nach der Grafik des Spiels.)

Fire & Axe: A Viking Saga (aka Viking Fury, Brettspiel, Ragnar Brothers, 2004 [V/W]). Die Erwähnung ist vielleicht nicht zwingend, trotzdem ein Spiel, welches meiner Meinung nach aufgrund seiner Ausführung eine bedeutendere Erwähnung verdient hat. Ein Handels-, Siedlungs-, Konflikt- und Kriegsspiel mit Wikingerthema, welches ein bisschen anders daher kommt als die üblichen Eurogames (es ist auch ein US-Spiel, oder: eine gelungene Mischung aus einem Euro- und US-Game).

Jambo (2004). Recht interessantes Kartenspiel bezüglich der Entwicklung der Kartenspiele zu dieser Zeit. Pro Runde sind je fünf Aktionen möglich, für welche Aktionstokens eingelöst werden müssen. Das Ziel ist es, möglichst viele Goldtokens zu gewinnen.

Keep Cool (2004). Eines von wenigen ernstzunehmenden Spielen mit dem Thema der Ökologie (Thema: Klimaerwärmung [Keep-Cool-Website]). Gemacht von Wissenschaftlern, in der Spielewelt aber nicht allzu gross aufgefallen.

Neuland (2004). Wer solide, ursprüngliche Eurogames mag, hat damit ein catan-ähnliches Spiel gefunden, welches fast niemand kennt. Vielleicht eben darum, weil es Catan zu ähnlich sah (gut zehn Jahre später - aber: trotzdem interessant).

Tumblin-Dice (2004). Bei diesem Würfelspiel kommt es nicht nur darauf an, gut zu würfeln, sondern auch, die Würfel auf dem vorgegebenen Terrain möglichst gut zu platzieren. Ein Würfelspiel mit physikalischem Effekt also.

Pentago (Brettspiel, Mindtwister, 2005 [V/W] - Kunststoffversion von Kosmos 2007). Dies ist eigentlich ein verrücktes Gomoku bzw. 'Fünf in eine Reihe' (jap. Gomoku narabe, kor. Omok, chin. Wuziqi). Auf einem Brett von 6x6 Feldern muss waagrecht, senkrecht oder diagonal eine Fünferreihe gebildet werden. Das Verrückte dabei ist, dass das Spielfeld aus vier Quadranten besteht, welche nach jedem Spielzug von demjenigen Spieler, welcher den Zug ausgeführt hat, gedreht werden, so dass sich die Spielsituation ständig komplett verändert.

Railroad Tycoon: The Boardgame (aka Railways of the World, Eagle-Gryphon Games, Brettspiel/ Eisenbahnspiel, 2005 [V/W]). Vermutlich eines der besten (von vielen) Eisenbahnspielen. Es ist eine Franchise vom Computerspiel Sid Meier's Railroad Tycoon (1990), basiert aber auch auf der Reihe der Eisenbahnspiele vom US-Spieleautor Martin Wallace (Steam: Rails to Riches [2009], Age of Steam [2002] - Vergleich der Eisenbahnspiele von Wallace). Es gilt Städte mit Eisenbahnen zu verbinden, um Güter zu transportieren.

Das Eisenbahnthema ist erstaunlich bedeutend in der Brettspielwelt. Hier gibt es ein paar interessante Eisenbahnspiele: 1830: Railways & Robber Barons (Brettspiel/Eisenbahnspiel, Avalon Hill, 1986 [V/W]), 1825: Unit 1 (Brettspiel/Eisenbahnspiel, Hartland Trefoil, 1995 [V/W]), Metro (Brettspiel/Eisenbahnspiel, Queen Games, 1997 [V/W]), Ticket to Ride (dt. Zug um Zug, Brettspiel/Eisenbahnspiel, Days of Wonder, 2004 [V/W]), Railroad Tycoon: The Boardgame (aka Railways of the World, Eagle-Gryphon Games, Brettspiel/ Eisenbahnspiel, 2005 [siehe: Hauptliste (oben)]), Dark Horse (Brettspiel/Eisenbahnspiel, Knight Works, 2012 [V/W]), Snowdonia (Brettspiel/Eisenbahnspiel, Surprised Stare Games, 2012 [V/W]), Trains (Kartenspiel/Eisenbahnspiel, Okazu Brand, 2012 [V/W]), Russian Railroads (Brettspiel/Eisenbahnspiel, Hans im Glück, 2013 [V/W]), Game of Trains (Kartenspiel/Eisenbahnspiel, Brain Games, 2015 [V/W]).

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Qwirkle (Legespiel, MindWare, 2006 [V/W]). In diesem Legespiel werden Holzklötzchen mit verschiedenen Symbolen und Farben so ausgelegt, dass dabei horizontale und vertikale Symbolreihen gebildet werden. Was ebenso genial wie einfach aussieht, ist im Grunde eine geniale und einfache Kombination aus Mustern von den (Lege-) Spielen Domino und Scrabble. Trotzdem ist dieses Spiel, welches auch als Spiel des Jahres ausgezeichnet wurde (2011), unterhaltsam - und auch als einfaches Kinder-, Familien- und Reisespiel geeignet.

Taluva (Brettspiel, Hans im Glück, 2006 [V/W]). Vermutlich das einfachste und leichteste Eurogame überhaupt. Gerade aus diesem Grund aber hier erwähnt, und da es sich auch sehr leicht spielt. Es weist Züge von Java auf (bzw. ist eigentlich fast direkt von diesem abgeleitet [was nur wenige gemerkt haben, weil das Spiel Java nicht allzu populär ist]), ist aber leichter gehalten. Auf einer vulkanischen Insel wird auf neuem Land gebaut, wer auf der dritten Ebene (in der Höhe) angekommen ist, gewinnt Punkte.

Some more nice little fun games, oder: es gibt immer noch interessante, kleine Familienspiele (um 2000-er bis dato [inkl. Abenteuerspiele (im Indiana-Jones-Stil, welche meistens in diese Kategorie der eher leichteren Spiele hineinpassen)]): Kahuna (Brettspiel, Kosmos, 1998 [V/W]), Ubongo (aka Pyramidens Portar, Brettspiel, Kärnan/Kosmos, 2003 [siehe: Hauptliste]), Manila (Brettspiel, Zoch Verlag, 2005 [V/W]), Zooloretto (Brettspiel, Abacusspiele, 2007 [V/W]), Journey to the Center of the Earth (Brettspiel, 999 Games, 2008 [V/W]), Alea Iacta Est (Würfelspiel, Ravensburger, 2009 [siehe: Hauptliste]), Ablaze! (Brettspiel, Mayfair Games, 2010 [V/W]), Bakong (Brettspiel, Asmodee, 2009 [V/W]), Bridge Troll (Brettspiel, Pegasus Spiele, 2009 [V/W]), The Adventurers: The Temple of Chac (Brettspiel/Abenteuerspiel, Dust Games, 2009 [V/W]), Bangkok Klongs (Brettspiel, dlp games, 2010 [siehe: Hauptliste]), Mondo (Brettspiel, Pegasus Spiele, 2011 [V/W]), Takenoko (Brettspiel, Bombyx/Matagot, 2011 [siehe: Liste Tierspiele]), The Adventurers: The Pyramid of Horus (Brettspiel/Abenteuerspiel, Dust Games, 2011 [V/W]), Eight-Minute Empire (Brettspiel, Red Raven Games, 2012 [V/W]), Temple Run: Danger Chase (Brettspiel/Abenteuerspiel, Spin Masters, 2012 [siehe: Liste Adaptionen Videogames]), The Curse of the Temple (dt. Escape - Der Fluch des Tempels, Brettspiel/Abenteuerspiel, Queen Games, 2012 [siehe: Liste Adaptionen Videogames]), Le Petit Prince: Fabrique-moi une Planète (dt. Der Kleine Prinz: Mein Zuhause ist zu klein, Brettspiel/Kinderspiel [ab 8 J.], Asmodee, 2013 [siehe: Hauptliste]), Origin (Brettspiel, Matagot, 2013 [V/W]), Floating Market (Brettspiel, Eagle-Gryphon Games, 2015 [V/W]), Karuba (Brettspiel, Haba, 2015 [V/W]), Cool am Pool (Würfelspiel, Piatnik, 2016 [V/W]), Dream Islands (Brettspiel, Schmidt Spiele, 2016 [siehe: Hauptliste]), Kingdomino (Brettspiel, Blue Orange, 2016 [V/W]), Sail Away (Brettspiel, Mattel, 2016 [V/W]), Cartagena (Brettspiel, Piatnik, 2017 [V/W]), Fairy Tile (Brettspiel/Märchenspiel, Iello, 2018 [siehe: Hauptliste]), Reef (Brettspiel, Next Move Games, 2018 [V/W]). Diese Kategorie ist nicht so klar umrissen: einfache Spiele, die Freude machen (und ein kleines Gegengewicht schaffen zu den vielen immer komplizierter werdenden Kenner- und Expertenspielen).

Agricola (Brettspiel/Eurogame, Lookout Games, 2007 [V/W]). Bedeutender Klassiker der sogenannten Eurogames. Ein typisches Managementspiel. Gemäss dem Titel geht es in diesem Spiel um Bodenbewirtschaftung (und Viehzucht): der Spieler bewirtschaftet einen Bauernhof, indem er mit Materialien und Tieren arbeitet und diese bestmöglich nützt. In einer Spielrunde konkurrieren die Spieler um verschiedene Aktionsmöglichkeiten. Das Ziel ist die Vergrösserung des Bauernhofs, ohne Ressourcen zu verschwenden.

Im Herbst des selben Jahres kam fast zur selben Zeit das erste Spiel der bekannten Videospielserie Farm Frenzy heraus, welches einen Boom von Bauernhofsimulationsspielen im Web auslöste (inkl. dem erfolgreichsten Schweizer Computerspiel Famring Simulator oder Landwirtschafts-Simulator [Videogameserie, ab 2008]). Es gibt allerdings ein früheres, relativ unbekanntes Bauernhof-Brettspiel: The Farming Game (Brettspiel, Weekend Farmer Company, 1979 [V/W]). Interessant ist auch das noch ältere, sinngemäss benannte Spiel Farm Management (Brettspiel, Big Top Games, 1962 [V/W]). Weitere kleinere (spielerisch eher unbedeutende) Bauernhofspiele wie Fun on the Farm (1947) oder MacDonald's Farm Game (1948 - siehe auch: Old Macdonald: The Farmyard Round-up Game [1987]) sind in diesem Zusammenhang in der US-Nachkriegszeit thematisch zu erwähnen. Wir haben hier also auch einen interessanten Vergleich zwischen früheren US-Games und einem relativ aktuellen Eurogame zum selben Thema. Natürlich spielten Ackerbau und Viehzucht schon bei den Siedlungsspielen eine gewisse Rolle (typischerweise im Spiel Catan). Vielleicht ein interessanter Exkurs, weil das Farming eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung der Eurogames spielt.

Biblios (ursprünglich: Scripts and Scribes, Kartenspiel, Dr. Finn's Games, 2007 [V/W]). Die Spieler verkörpern hier Klosteräbte und versuchen als solche, die beste Bibliothek mit heiligen und verbotenen Büchern anzureichern und die anderen Äbte und Klöster zu übertrumpfen. Während sie dies tun, beeinflussen sogenannte Kirchenkarten die Wertung. Wer in den meisten Büchersorten die Punktemehrheit hat, ist der Sieger des Spiels. Siehe auch: Biblios Dice (Würfelspiel, Dr. Finn's Games, 2015 [V/W]).

Im Gegensatz zur Philosophie (siehe unten) ist die (christliche) Religion in der Spielewelt viel besser vertreten, als man gemeinhin denkt. Zum Beispiel mit dem noch unverdächtigeren Apostelspiel Comissioned (Brettspiel, Chara Games, 2016 [V/W]). Auch zu erwähnen ist das mittelalterliche Städtespiel Hamburgum (Brettspiel/Eurogame, PD-Verlag, 2007 [siehe: Liste Eurogames]), in welchem ebenfalls die Kirchen im Vordergrund stehen. Wer es gerne ein bisschen verdächtiger hat, dem könnte man vielleicht eher das Spiel 'Heaven & Ale' (Brettspiel, Eggertspiele, 2017 [V/W]) empfehlen, wo es darum geht ein himmlisches Bier zu brauen. Oder natürlich auch: The Name of the Rose (Brettspiel, Ravensburger, 2008 [V/W]). Wer sucht, findet noch einige weitere Spiele mit religiösen Themen - von den vielen biblischen Geschichten bis zu christlichen Hardcore-Spielen - z.B. The Journey to Bethlehem (Brettspiel, Parker Brothers, 1923 [V/W]), Ten Commandments Bible Game [Brettspiel, Cadaco, 1960 (V/W)], Bible Challenge [Brettspiel, Eigenverlag, 1984 (V/W)], The Journeys of Paul [Brettspiel, Cactus Game Design, 1990 (V/W)], Ora et Labora [Brettspiel, Lookout Games, 2011 (V/W)], Ark & Noah [Brettspieler, Placentia Games, 2012 (V/W)], Noah [Brettspiel, Bombyx, 2012 (V/W)], Wisdom of Solomon [Brettspiel, Funhill Games, 2012 (V/W)], Kingdom of Solomon [Brettspiel, Minion Games, 2013 (V/W)], Walk to Jesus [Brettspiel, unbekannt, 2013 (V/W)], Road to Heaven [Brettspiel, Eigenverlag, 2014 (V/W)]). Freilich bei den meisten heutigen religiösen Spielen, weiss man nicht genau, was man mit ihnen anfangen soll.

Soccero (2007). Bekommt eine Erwähnung als vielleicht bestes Fussball-Brettspiel. Irgendwie fehlt all diesen Fussball-Brettspielen doch aber ein bisschen der Pepp. Vermutlich eher etwas für ins Alter gekommene Fussballfreaks.

(Kleiner Beitrag zu den Fussball- und Sportspielen.) Es gibt viele Versuche, das Fussballspiel in ein Brettspiel zu verwandeln, jedoch ist wohl bisher keiner so wirklich ganz restlos überzeugend geglückt). Weitere Fussballspiele: Playing for the Cup (aka Spear's Pokal Fussball-Spiel, Brettspiel/Sportspiel, Spear's Games, 1925 [V/W]), GOAL Fussball-Schach (Brettspiel/Sportspiel, Tip, 1958 [V/W]), Pro Soccer (Brettspiel/Sportspiel, MB, 1968 [V/W]), Fussball (Brettspiel/Sportspiel, 1 Stein Spiele, 1986 [V/W]), Soccer League Training Game (Brettspiel/Sportspiel, Eigenverlag [Jörg Kappeser], 1986 [V/W]), Soccer Tactics World (Brettspiel/Sportspiel, Stein-Thompson Games, 2006 [V/W]), Soccero (Brettspiel/Sportspiel, Peliko, 2007 [Erste Edition: V/W, Zweite Edition (2012): V/W]), To Je Fotbal (Brettspiel/Sportspiel, Sportable s.r.o., 2013 [V/W]), Fussball-Duell (Brettspiel/Sportspiel, Kosmos, 2018 [V/W]). Allgemein ist die Umsetzung von Sportspielen - anders etwa als im Online-Bereich - für Brettspiele recht schwierig, so dass diese Fussballspiele sogar noch zu den besten Sportspielen überhaupt gehören (ausgenommen vielleicht den orginelleren Rennspielen - aber wieviel interessanter ist da etwa das gute alte Tipp-Kick-Spiel [aus dem Jahr 1921, notabene! - diese Fussball-Brettspiele haben natürlich aber auch eine grosse Konkurrenz, mit Tipp-Kick und dem Fussballkasten]). Den grössten Anteil an Sportspielen machen neben den alten Pferderennspielen vermutlich (in Europa weniger beliebte und bekannte) American-Football- und Baseball-Spiele aus (herausragend vielleicht: 1st & Goal [Brettspiel/Sportspiel, R&R Games, 2011 (V/W)]). Fast schon kläglich sind alle bisherigen Versuche, das Tennisspiel in eine Brettspielform zu bringen - auch mit Karten oder Würfeln (Passing Shot [2010]) funktioniert es - trotz einem unverständlich ansprechenden Rating bei BoardGameGeek - leider überhaupt nicht, und auch der Versuch, ein mechanisches Tennisspiel zu begründen, scheiterte mehr oder weniger kläglich, wirklich!; es müsste doch irgendwie gehen, dachten sie sich immer wieder, aber es ging nicht (ganz im Gegensatz zum elektronischen Spielebereich, wo Tennis For Two oder Pong zu den wichtigsten Begründern des Genres gehörten). Einen zumindest originellen Versuch oder Ansatz eines Tischgolfspiels bietet Golfwinks (Brettspiel/Sportspiel, Waddingtons, 1973 [V/W]) - freilich fragt es sich, warum hier nicht gleich ein abgewandeltes Flohspiel gemacht wurde.

Dixit (Ratespiel, Libellud, 2008 [V/W]). Bei diesem Spiel müssen Karten geraten werden. Ein Spieler tritt als Rätselgeber auf. Er beschreibt eine seiner Karten mit einem Satz, einem Wort, einem Ton, einer Geste. Er legt die Karte verdeckt hin, und die Rätselrater geben nun eine ihrer Karten dazu, von denen sie finden, dass sie am Besten zur Beschreibung passen. Nun wird mit offenen Karten geraten, welches die Beschreibungskarte war. Um maximal zu punkten, sollte die Beschreibung nicht zu gut/einfach und nicht zu schlecht/schwierig sein.

Dominion (Kartenspiel/Deck-Building-Spiel, Rio Grande Games, 2008 [V/W]). Gilt als Anfang der modernen Deck-Building Card Games (DCG). Der Spieler, welcher Herrscher eines Königsreichs ist, startet mit einem vorgegebenen Kartendeck und kann dieses durch Kauf von weiteren Karten ausbauen. Gekauft werden die Aktions-, die Geld- und die Punktekarten, welche letztlich die Siegpunkte bringen. Das Spiel ist relativ leicht verständlich, aber reichlich komplex zu spielen, weil es sehr variantenreich ist.

Le Havre (Brettspiel/Eurogame, Lookout Games, 2008 [V/W]). Ein bedeutendes und beliebtes komplexeres Worker-Placement-Eurogame - es stammt vom Agricola-Autor Rosenberg. Thema: die Stadt und ihr Hafen - Gebäude bauen und Ressourcen beschaffen (tonnenweise Ressourcen [Fisch, Holz, Ton, Eisen, Getreide, Vieh sowie Kohlen und Häute, die in entsprechenden Fabriken, die der Spieler baut und weiter entwickelt, verarbeitet werden]). Die Komplexität nimmt während des Spiels ständig zu.

Pandemic (dt. Pandemie, Brettspiel [USA], Z-Man Games, 2008 [V/W]). Das etwas andere Spiel, auf welches man lange warten musste: ein kooperatives Spiel, das so interessant ist wie ein Konkurrenzspiel. Gegen verschiedene Krankheiten müssen Gegenmittel gefunden werden. Das Ziel ist es nicht, die Mitspieler zu besiegen, sondern das Spiel zu besiegen bzw. gemeinsam das negative Szenario zu verhindern. Es braucht aber hier noch immer das Negative zur Kooperation. Auch: Pandemic Legacy (Brettspiel, Z-Man-Games, 2015 V/W]).

Stone Age (Brettspiel/Eurogame, Hans im Glück, 2008 [V/W]). Ein typisches Worker-Placement-Game, in welchem die verschiedenen Arbeiten in einem Steinzeitdorf und dessen Umgebung möglichst gut koordiniert werden müssen, denn mit der besten Koordination erhält man die meisten Siegpunkte. Untypischerweise für Eurogames spielen in diesem Spiel auch Würfel eine gewisse Rolle. Brett, Karten, Würfel - alles vorhanden. Einfach und klar: vermutlich eines der besten Spiele der 2000-er Jahre.

Wealth of Nations (2008). Reines (Markt-) Wirtschaftsspiel. Wer schon immer auf einen etwas erweiterten Modus aus den alten Wirtschaftsspielen gewartet hat, der könnte mit diesem Spiel glücklich werden. (Siehe: Liste Wirtschaftsspiele.)

Alea Iacta Est (Würfelspiel, Ravensburger, 2009 [V/W]). Dies ist vermutlich eines der derzeit interessantesten (einfachen) Würfelspiele. Der Würfelmechanismus ist relativ einfach: ein Pokerspiel mit vielen Würfeln in verschiedenen Runden. Mit den Würfeln kann nun aber Einfluss genommen werden im römischen Senat, im Castrum (Militärlager) und/oder im Forum Romanum. Hier kommen die Entscheidungen ins Spiel. Würfel- und Brettspiele vermischen sich immer stärker - hier quasi ein erweitertes Würfelspiel (oder ein moderneres Yatzy).

Carson City (Brettspiel/Westernspiel/Eurogame, Quined White Goblin Games, 2009 [V/W]). Ein Westernspiel*, in welchem der Spieler Land kaufen und darauf verschiedene Dinge bauen kann: Häuser und andere Gebäude, Strassen, Ranches oder Minen. Cowboys können als Temporärarbeiter eingesetzt werden, so dass ein Worker-Placement-Element gegeben ist. Durch verschiedene Aktionen kann man Siegpunkte gewinnen; am Ende des Spiels werden die Bauten und das Geld dazu gewertet. Vermutlich das beste Westernspiel bis dahin/dato.

* (Kleiner Beitrag zu den Westernspielen.) Dieses Spiel ist recht spät in diese Liste gekommen, und dies aus einem speziellen Grund. Ich habe mir überlegt, was eigentlich früher das Hauptthema war, vor Fantasy und Science Fiction. Es war der Western. Dieses Thema war sehr präsent, eigentlich fast in allen Bereichen der Kultur - v.a. im Film, aber auch beim Spielen, sei es in Rollenspielen oder auch mit Plastikfiguren (unter vielen anderen Themen natürlich, wie heute auch). Es gibt aber erstaunlicherweise kein einziges bekanntes Spiel zu diesem Thema. Es finden sich ein paar wenige ältere Spiele, die man halbwegs ernstnehmen kann (Wild Bill Hickok's the Cavalry and the Indians Game [1955], The Battle of the Little Big Horn [1962 - Kriegsspiel (mit Plastikfiguren)], Rancher [1970 - ein deutsches Spiel], 7th Cavalry [1976 - Kriegsspiel], Play Western [1977 - ein Spiel von einer unbekannten schwedischen Firma], Apache [1981], Fort Apache [1982 - Kriegsspiel], Winnetou [1984?] - vermutlich habe ich nicht ganz alle Spiele gefunden, die man hierzu anführen könnte oder müsste [es werden aber nicht allzu viele sein, und davon praktisch keine wirklich interessanten Spielen; einfache Laufspiele gab es dagegen schon früh: Buffalo Bill [1898]]). In der Brettspielwelt tauchte das Thema bedeutend erst in den späteren 1990-er Jahren auf! Hier ein paar der neueren Spiele zu diesem Thema: Deadlands: Doomtown (Kartenspiel/Westernspiel, Alderac Entertainment Group, 1998 [V/W]), Bang! (Kartenspiel/Westernspiel, dV Giochi, 2002 [V/W]), Carson City (Brettspiel/Westernspiel, Quined White Goblin Games, 2009 [siehe: Hauptliste (oben)]), Deadwood (Brettspiel/Westernspiel, Dust Games, 2011 [V/W]), Revolver (Kartenspiel/Westernspiel, White Goblin Games, 2011 [V/W]), Great Western Trail (Brettspiel/Eurogame, Eggertspiele, 2016 [V/W]), Tiny Epic Western (Brettspiel/Westernspiel, Gamelyn Games, 2016 [V/W]). Warum dieses Thema wieder aufkommt heute, weiss ich auch nicht. Ich glaube auch nicht, dass dieses kleine Revival von allzu grosser Bedeutung ist, sondern erwähne dies nur aus Nostalgiegründen, quasi (weil heute die Spiele zu diesem Thema kommen, die früher gefehlt haben - nicht in der Quantität, aber in der Qualität), und weil dieses Thema der Vollständigkeit halber irgendwie nicht fehlen sollte. Interessant zu diesem Thema ist auch die Begriffswandlung: früher hiess es Wild West, heute Old West (und manchmal auch Weird West, wenn das Thema mit anderen entsprechenden Themen kombiniert wird [klassisch ist etwa die Verbindung von Western und Science Fiction in Film und TV, aber es gibt auch andere]).

Cyclades (Brettspiel, Matagot, 2009 [V/W]). Ein Spiel, welches weniger bekannt ist, als es sein könnte. Die Kritiker im Web waren jedenfalls des Lobes voll. Es spielt in der griechischen Antike, in deren Inselwelt man für die Götter Städte auf Inseln baut. Das Thema ist vielleicht nicht das allerneuste, aber das Spiel scheint sehr interessant zu sein (dagegen scheinen die Erweiterungen unnötig zu sein [was nicht allzu selten ist, notabene]). Vom selben Verlag: Kemet (Brettspiel, Matagot, 2012 [V/W]).

Erosion (Kartenspiel, Sierra Madre Games, 2009 [V/W]). Interessantes Kartenspiel, in welchem es um die geologische Erosion von Gesteinsschichten geht. Diese können verwittert werden und erodieren, ebenfalls können sich wertvolle Versteinerungen in ihnen finden. Eines von bis dahin noch immer wenigen, einigermassen gelungenen eigenständigen, interessanten und unterhaltenden Spiele mit wissenschaftlichem Thema. Siehe auch: Rock On! (Kartenspiel, unbekannt, 2015 [V/W]).

Jaipur (Kartenspiel, GameWorks SàRL, 2009 [V/W]). Interessantes, einfaches, kleines Handels-Kartenspiel mit einer Kamel-Karawane im indischen Rajasthan (mit dessen Hauptstadt Jaipur). Transportiert und gehandelt werden Teppiche, Gewürze, Leder, Edelsteine, Gold und Silber. Wer am Besten handelt und ein bisschen Glück dazu hat bzw. wer zuerst zwei Siegel der Güte erhält, gewinnt das Spiel. Sehr beliebt als Zwei-Spieler-Spiel; die Kommentatoren im Web meinen, es sei eines der besten Zwei-Spieler-Spiele.

Tales of the Arabian Nights (2009). Sehr spezielles, textbasiertes Spiel, in welchem es um Abenteuergeschichten im Stil von 1001 Nacht geht. Ein grosses Geschichtenbuch mit rund 2000 Geschichten gibt an, wie das Spiel weitergeht.

Tobago (Brettspiel, Zoch Verlag, 2009 [V/W]). In diesem Abenteuerspiel gehen die Spieler auf Schatzsuche auf der Insel Tobago im karibischen Meer. Sie haben verschiedene Ausschnitte von Schatzkarten - mehr Informationen durch weitere Schatzkartenausschnitte führen während des Spiels auf die Fährte der entsprechenden Orte. Wer die meisten Schätze findet, gewinnt das Spiel. Einfach zu spielen und doch strategisch - mit einem ansprechenden Brett sowie feinen und gelungenen Supplements in der Ausstattung.

Bangkok Klongs (Brettspiel, dlp games, 2010 [V/W]). Das Legespiel spielt auf einem Flussmarkt, in den Klongs (Kanälen) von Bangkok. Es gilt die Spielteile (Boote mit Waren) so zu legen, mit Spielfiguren zu besetzen und wieder aus dem Spiel zu nehmen, dass sie möglichst viele Punkte einbringen - die besten Plätze bringen das grösste Einkommen. Punkte gibt es auch an kleinen und grossen Markttagen. Das Spiel fand keine allzu grosse Beachtung, überzeugt aber durch einen grossen künstlerischen und spielerischen Wert.

Onirim (Kartenspiel, Z-Man Games, 2010 [V/W]). Ein originelles Kartenspiel mit dem klassischen Ablegemodus (kein collectible und kein deckbuilding Spiel), in welchem Karten nach ungleichen Symbolen abgelegt werden müssen. Doch das Spiel hat auch eine spannende Geschichte. Der Spieler ist als Schlafwandler im mysteriösen Oniversum verloren und versucht nun, während er von Albträumen heimgesucht wird, Türen zu öffnen, um diesem zu entkommen. Siehe auch: Zweite Ausgabe mit acht Erweiterungen.

7 Wonders (Brettspiel/Eurogame, Repos Production, 2010 [V/W]). Vermutlich eines der stärksten Spiele der letzten Zeit (inkl. den Erweiterungen: Leaders und Cities - eine gelungene Mischung zwischen Komplexität und Einfachheit). Eigentlich ist dies eher ein Kartenspiel, als ein Brettspiel. Der Spieler bekommt zuerst eines von mehreren Wunderbrettern, für die verschiedenen Aktionen des Spiels sind aber die Karten verantwortlich. Siehe auch: 7 Wonders - Duel (Kartenspiel, Repos Production, 2015 [V/W]).

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Drum Roll (Brettspiel/Eurogame, Artipia Games, 2011 [V/W]). Dies gehört in den Bereich der speziellen Spiele. Das Spiel beinhaltet einerseits eine gut aufgemachte, farbenfrohe Grafik zu einem speziellen Thema, andererseits ist es aber aufgrund der vielen Funktionen auch recht kompliziert*. Der Spieler spielt einen Zirkusdirektor, welcher die beste Show der Welt zusammenstellen will. Also letztlich eine sogenannte Wirtschaftssimulation (ebenfalls ein Worker-Placement-Game), aber sicher eine der etwas besonderen Art.

* Vielleicht beginnt etwa hier - wenn nicht schon bei Pandemic (2008) - eine teils auch fragwürdige Steigerung des Komplexitätsgrades. Zu sehen ist dies u.a. in weiteren bzw. folgenden Spielen wie Archipelago (2012), Terra Mystica (2012), AquaSphere (2014), Scythe (2016) oder Gaia Project (2017), auch etwa Gloomhaven (2018), wobei dieses nicht als Eurogame betrachtet wird (was zeigt, dass sich diese Neigung zu immer höherer Komplexität auf die ganze Spielewelt auszudehnen scheint). Teils sind diese Spiele auf dieser Seite in verschiedenen Rubriken angeführt (in der Hauptliste bin ich vorsichtig mit allzu vielen allzu komplizierten Spielen, an ein paar solchen kommt man aber fast nicht vorbei). Solche Komplexitätsgrade kennt man von früheren Kriegs- bzw. Militärspielen, welche aber nicht in den Mainstream gelangt sind. Zu bemerken ist dazu, dass die Steigerung des Komplexitäts- und Strategiegrades umgekehrt proportional zur Zeit ist, welche die Vielspieler, die diese Spiele bevorzugt spielen, für einzelne Spiele heute einsetzen, so dass sie das Strategiepotenzial solcher Spiele oft nicht annähernd ausschöpfen. Vielleicht müsste man hier vermehrte Überlegungen anstellen zu einem sinnvollen Mischverhältnis zwischen Komplexität für besonders Komplexitätsfreudige und Spielvergnügen für die grosse Masse (sicher wird es in der Folge auch Spiele geben, welche sich zwischen diesen Faktoren bewegen).

Eclipse - New Dawn for the Galaxy (2011). Grosser Wurf eines finnischen Spielautors (namens Touko Tahkokallio). Dies gilt als eines der epischsten, wenn nicht überhaupt als das epischste Science-Fiction-Spiel überhaupt. (Siehe: Liste Science-Fiction-Spiele.)

Eselsbrücke (2011). Originelles Spiel, bei welchem ein Spieler aus verschiedenen Karten eine erfundene Geschichte erzählt, während die Anderen die Stichworte heraushören und sich merken müssen. Sie werden später abgefragt.

Fortuna (Brettspiel/Eurogame, The Game Master, 2011 [V/W]). Alle Wege führen nach Rom - das ist der Untertitel des Spiels. Ein sehr schön gemachtes, leichteres Eurogame. Auch in diesem Eurogame müssen die Figuren zuerst Punkte machen, um sich vorwärtsbewegen zu können. Hier wurde aber nicht mit einer speziellen Punkteleiste gearbeitet, sondern diese wurde quasi in einen klassischen Laufspielmodus eingearbeitet. Nette Idee - und eine gelungene Kombination von klassischen und modernen Spielmechanismen.

King of Tokyo (Brettspiel, Iello, 2011 [V/W]). Ein Würfelspiel, in welchem mit Zahlen- und Symbolwürfeln (kniffelmässig) gewürfelt wird. Jeder Spieler hat Ruhmespunkte und Lebensenergie (und mit beiden kann man gewinnen und/oder verlieren). Die Monsterfigur kommt auf das Spielbrett, wenn sie Tokyo erobern will. Für die Eroberung und Haltung der Stadt gibt es Ruhmespunkte. Während ein Monster in Tokyo ist, wird es von allen ausserhalb angegriffen und greift seinerseits alle ausserhalb an. Siehe auch: King of New York (2014).

Risk Legacy (dt. Risiko Evolution, 2011). Das erste der sogenannten Legacy-Spiele, in welchen der Spielmechanismus und die Entscheidgrundlagen der Spieler in jedem Spiel anders sind. Das bekannteste Legacy-Spiel ist Pandemic Legacy [Season 1] (2015). [Kritik.]

Kleine Liste von bedeutenden Legacy-Spielen: Risk Legacy (2011), Pandemic Legacy: Season 1 (2015), Android: Netrunner - Terminal Directive (Expansion, 2016), SeaFall (2016), Charterstone (2017), Gloomhaven (2017).

Schachen (2011). Ein netter Versuch, aus dem Schachspiel ein simpleres Brettspiel modernerer Art zu machen. Nicht ganz uninteressant. (Man sollte allerdings die Schachregeln schon ein bisschen kennen.)

Archipelago (Brettspiel/Eurogame, Ludically, 2012 [V/W]). Vielleicht eines der interessantesten Eurogames und Worker-Placement-Games überhaupt. Es bleibt allerdings bei einem 'vielleicht' - das semi-kooperative Spiel (d.h. entweder es gewinnt ein Spieler oder alle verlieren gemeinsam) ist extrem umfangreich und das Thema recht heikel (aber interessant behandelt). Der Spieler kolonialisiert eine Insel in der Neuen Welt und muss schauen, dass keine grössere Rebellion ausbricht (denn die Kolonialisierung schafft auch Arbeitslosigkeit).

Clash of Cultures (2012). Ein massives Zivilisationsspiel, welches von einem europäischen Autor stammt, aber für eine US-Firma produziert wurde (also: eine Mischung zwischen Euro- und US-Game). Für die Meisten vermutlich zu massiv.

Die Legenden von Andor (engl. Legends of Andor, Brettspiel/Eurogame/Fantasyspiel, Kosmos, 2012 [V/W]). In diesem speziellen, kooperativen Spiel werden fünf verschiedene Legenden gespielt (eine weitere, sechste kann von den Spielern selber erfunden werden), in welchen - nebst der Erfüllung anderer Spezialaufgaben - das Königreich von Andor verteidigt wird. Speziell: in diesem Spiel gibt es keine Spielanleitung. Aus dem Spiel entstand eine Reihe von Legenden und Spielen sowie 2015 sogar auch ein Roman.

Drecksau (2012). Ein lustiges Kartenspiel, in welchem es darum geht, die eigenen Säue dreckig zu machen, während die Anderen versuchen, sie reinzuwaschen. Nicht gerade der allergrösste Hit, aber offenbar ein Sauspass. [Siehe: Liste Tierspiele.]

Freedom: The Underground Railroad (2012). Schwieriges Thema, interessante Umsetzung: es geht Sklavenbefreiung von den USA nach Kanada (also für einmal die Aufarbeitung eines negativ besetzten politischen Themas).

Hanabi (2012). Kartenspiel, bei welchem ein Feuerwerk ausgelegt wird, indem man in fünf Farben je fünf Zahlen von 1-5 auslegt. Das Problem dabei besteht darin, dass man die Karten verkehrt herum hält und auf Tipps der Mitspieler angewiesen ist.

Qwixx (Würfelspiel, Nürnberger-Spielkarten-Verlag, 2012 [V/W]). Kleine Überraschung im trendigeren Gamebereich: dieses Spiel kommt mit sechs Würfeln und einem Schreibblöckchen aus. Aus vier 12-er Reihen können von links nach rechts pro Reihe fünf Zahlen angekreuzt werden. Es wird mit zwei verschiedenen Arten Würfeln gewürfelt - weisse und farbige. Jeder Spieler - das ist das Besondere - ist auch am Wurf seiner Gegenspieler beteiligt. Es gibt mehrere Varianten und Nachfolger (wie Qwinto [2015] und Noch mal [2016]).

Robinson Crusoe: Adventures on the Cursed Island (Brettspiel, Portal Games, 2012 [V/W]). Dieses kooperative Spiel ist hier gegeben, weil es einer der Lieblinge der Youtube-Spielevorsteller ist (kommt fast bei allen sehr gut weg). In der Wildnis der einsamen Insel können verschiedene Szenarien durchgespielt werden. Das vorgegebene Thema ist sehr interessant und vielfältig ausgestaltet. Gehört auf jeden Fall zu den besten Spielen im Bereich der Abenteuerspiele.

Terra Mystica (Brettspiel/Eurogame, Feuerland Spiele, 2012 [V/W]). In diesem Spiel können 14 verschiedene Völker in sieben verschiedenen Landschaften gespielt werden. Das Spiel, in welchem das Land bewirtschaftet werden muss, ist hoch strategisch und einigermassen komplex. Es geniesst eine hohe Beliebtheit in den Vielspielerszenen. Guter Spielmechanismus, aber eben: fast etwas zu komplex für das eigentlich sehr einfache Thema (Terraforming, oder eben ganz einfach: Landbewirtschaftung oder Landwirtschaft).

Caverna - The Cave Farmers (Brettspiel/Eurogame, Lookout Games, 2013 [V/W]). Just another Eurogame? Manche halten dies für eines der besten aus diesem Bereich. Dieses agricola-ähnliche Spiel bietet noch mehr Möglichkeiten als übliche Eurogames es sonst schon tun, hat aber auch wiederum ein sehr familiäres Thema. Es geht natürlich um Landwirtschaft und Worker-Placement - dies ist quasi eine Deluxe-Variante eines typischen Eurogames (und aus diesem Grund auch in dieser Liste aufgeführt).

Forbidden Desert (Brettspiel, Gamewright, 2013 [V/W]). Ein interessantes, kooperatives Spiel, in welchem die Spieler einem Sandsturm in der Wüste entfliehen müssen, indem sie eine Flugmaschine aus ihren Einzelteilen zusammenbauen. Das Spielbrett wird hier durch Kärtchen gebildet, auf welchen sich die Spieler bewegen. Das Spielgeschehen wird durch Karten bestimmt. Zudem bringt auch der Sandsturm alles immer wieder durcheinander. Verwandtes Spiel: Forbidden Island (Brettspiel, Gamewright, 2010 [V/W]).

Le Petit Prince: Fabrique-moi une Planète (dt. Der Kleine Prinz: Mein Zuhause ist zu klein, Brettspiel/Kinderspiel [ab 8 J.], Asmodee, 2013 [V/W]). Ein bisschen Philosophie, ein bisschen Science Fiction und sehr viel Fantasy der illustren Art - das ist: der kleine Prinz. Hier mit einer gelungenen Spielidee: die Spieler machen je einen Planeten aus Kärtchen, welche abwechselnd gezogen werden. Wenn alle Planeten fertig sind, ergeben die Eckkarten derselben die Siegpunkte. Das Spiel glänzt auch durch die künstlerische Grafik.

Star Realms (2013). Relativ einfaches und klar gestaltetes Deckbuilding-Card-Game mit toller Science-Fiction-Grafik. Eignet sich, da es in einer kleinen Box geliefert wird, auch sehr gut als Reisespiel (siehe: Liste Science-Fiction-Games).

Camel Up (Brettspiel/Rennspiel/Familienspiel, Eggertspiele, 2014 [V/W]). So etwas wie die Renaissance der guten alten Familienspiele. Das Spiel findet in Ägypten statt und besteht aus zwei Elementen: einerseits aus einem Kamelrennen und andererseits aus dem Wettbetrieb dazu. Der Clou des Rennens besteht darin, dass die Figuren bzw. Kamele im Verlauf des Rennens übereinander gestapelt werden, was zu lustigen und interessanten Situationen führt. Vermutlich eines der besten Familienspiele der letzten Jahre.

Evolution (Brettspiel/Naturspiel, North Star Games, 2014 [V/W]). Interessante Annäherung an das Thema der Evolution - der Mensch kommt dabei nicht vor: es geht alleine um die Tierwelt. Dabei kann man sich quasi sein eigenes Tier zusammenbauen. Das Spiel beginnt mit Pflanzenfressern, die an einem Wasserloch leben und fressen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Tiere zu Fleischfressern auszubilden, was der Clou dieses Spiels ist. Kooperation gibt es auch, doch das grosse Fressen ist hier bedeutender. Siehe auch: Evolution Climate (2016).

(Kleiner Beitrag zu den neuen Naturspielen.) Irgendwie scheint das Thema von Evolution nicht ganz allen zu behagen, so dass das grosse Klassikerpotenzial bisher nicht ganz zum Tragen gekommen zu sein scheint. Dieses Spiel kann auch als herausragendstes Spiel einer neuen Spielgattung von Naturspielen betrachtet werden, welche in den 2010-er Jahren aufgekommen sind und die Fauna und Flora nicht mehr überzeichnet oder verfremdet, sondern sie naturgetreu darzustellen versucht - im Grossen (hier) wie im Kleinen. Dies z.B. bei Salmon Run (Brettspiel/Naturspiel, Eagle-Gryphon Games, 2013 [siehe: Liste Tierspiele]). Eine der beliebtesten Tiergattungen sind dabei - erstaunlicherweise oder auch nicht - die Ameisen, z.B. u.a. im Spiel Myrmes (Brettspiel/Naturspiel, Ystari Games, 2012 [siehe: Liste Eurogames]). Auch um die Natur im wissenschaftlichen Stil geht es etwa in Ursuppe (Brettspiel, Eigenverlag [Doris & Frank], 1997 [V/W]) und Photosynthesis (Brettspiel/Naturspiel, Blue Orange Games, 2017 [V/W]). Ein weiteres interessantes Spiel zum Thema der Evolution ist Evo (Brettspiel/Naturspiel, Eurogames, 2001 [V/W]).

Hearthstone (2014). Das einzige Online-Game, welches in dieser Liste erscheint, weil alle zuerst dachten, dies sei eine Videogame-Adaption eines analogen Kartenspiels, tatsächlich gibt es dieses Sammelkartenspiel (vermutlich erstmalig) aber nur online.

Bereits im Jahr 1990 ist jedoch ein Arcade-Game konzipiert worden, welches an ein Brettspiel erinnert (Ataxx, 1990). Dieses Spiel wurde nie als Brettspiel herausgegeben.

Orléans (Brettspiel/Eurogame, dlp games, 2014 [V/W]). Dieses Spiel gehört zu den beliebtesten Eurogames-Entwicklungsspiele der letzten Zeit: es hat überall sehr gute Rezensionen und ist auch vom Komplexitätsgrad her relativ gut spielbar. Spiele nach europäischen Städten zu benennen, ist derzeit gross in Mode (weitere: Le Havre, Troyes, Lisboa, Ulm, u.v.a.). Das Spiel ist auch ein typischer Vertreter der sogenannten Bag-Building-Games (d.h. die Aktionsplättchen werden zufällig aus einem Beutel gezogen).

Marvel Dice Masters: Avengers vs. X-Men (2014). Erwähnenswertes Würfelspiel, in welchem verschiedenste Marvel-Superhelden miteinander kombiniert werden können - eine Art Magic: The Gathering als Würfelspiel. (2014 war [auch] das Jahr der Würfelspiele.)

Roll for the Galaxy (Würfelspiel/Science-Fiction-Spiel/Siedlungsspiel, Rio Grande Games, 2014 [V/W]). Dies ist ein relativ komplexes und vielfältiges Weltraumbesiedlungsspiel, welches mit Würfeln gespielt wird. Es basiert auf dem Spiel Race for the Galaxy (Brettspiel, Rio Grande Games, 2007 [V/W]) - die Spiele sind aber unabhängig voneinander. Die Würfel repräsentieren Arbeiter, welche neue Technologien entwickeln, neue Welten besiedeln und mit Waren handeln. Es gilt, die meisten erfolgreichen Imperien zu begründen.

Splendor (Kartenspiel, Space Cowboys, 2014 [V/W]). Ein einfach zu lernendes und trotzdem sehr interessantes und schnelles Kartenspiel, in welchem die Spieler mittelalterliche Edelsteinhändler sind. Mit der Währung der Edelsteinchips kann man Karten kaufen und damit sein Prestige entwickeln (zuerst durch verschiedene einfachere und qualifiziertere Mitarbeiter, ferner durch Stadtbeziehungen und den Einfluss von Adelspersonen). Wer zuerst 15 Prestigepunkte erreicht, gewinnt das Spiel.

Star Wars: Imperial Assault (2014). Gilt als das beste Star-Wars-Game bis dato (und daher auch als eines der besten Franchise- und Kooperativ-Spiele). Grund: es fühle sich am Meisten wie Star Wars an. (Siehe: Liste Science-Fiction-Spiele.)

Xia: Legends of a Drift System (2014). Wer Science-Fiction-Spiele mit grossen Boxen, viel Material und ausführlichem Gameplay mag, findet hier vermutlich eines der interessantesten Spiele dieser Art. (Siehe: Liste Science-Fiction-Spiele.)

Through the Ages: A New Story of Civilization (2015). So etwas wie das ultimative Zivilisationsspiel - über die Geschichte der Menschheit. Ein in jeglicher Hinsicht grosses Spiel. Und so ist es fast unmöglich, dieses Spiel hier nicht zu erwähnen.

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Dream Islands (Brettspiel, Schmidt Spiele, 2016 [V/W]). 'Pretty Nice Little Game' ist die richtige Bezeichnung für dieses Spiel: ein einfaches und leichtes Familienspiel (und ein kleiner Geheimtipp in diesem Bereich). Es geht darum, durch Karten vorgegebene Aufgaben zu lösen (z.B. Mehrheiten auf bestimmten Inseln oder eine bestimmte Anzahl auf einer Insel). Die schöne Grafik lädt geradezu dazu ein, die nächsten Ferien zuhause beim Spielen zu verbringen (oder für jene, die keine Ferien haben, gar nicht an richtige Ferien zu denken).

Exit: Das Spiel – Das Geheimnis der Premiere (2016). Angelehnt an die Erfolge der Escape-Videogames geniesst diese Reihe eine grosse Popularität. Nachteil: man kann das selbe Spiel mit den selben Leuten nur einmal spielen, weil dann die Lösung bekannt ist.

Santorini (Brettspiel, Roxley, 2016 [V/W]). Dies ist eine witzige, einfache und trotzdem interessante Spielidee: griechische Götter mit verschiedenen Fähigkeiten und Vorgaben im Bau-Wettstreit auf der malerischen Insel Santorini. Das Ziel ist es, ein Gebäude aus drei Teilen fertig zu bauen, aber das ist gar nicht so einfach, denn der Gegenspieler versucht dasselbe. Aus der einfachen Ausgangslage wird eine verzwickte Sache, in der es gilt, die Übersicht zu behalten. (Nachteil: etwas viel Plastik - die Vorgängerversion 2004 bestand aus Holzteilen.)

Axio (2017). Strategisches Legespiel, in welchem Dominosteine in ein vorbestimmtes Spielbrett gelegt werden müssen - dabei können auch noch Pyramiden ausgespielt werden. Verwandtes Spiel: Ingenious (2004).

Azul (Brettspiel, Plan B Games, 2017 [V/W]). Erfreulich, dass die abstrakten Spiele weiterhin eine bedeutende Rolle in der Spiele-Entwicklung spielen. Ob die gegebene Hintergrundgeschichte mit dem portugiesischen König wirklich zum Spiel passt, ist eine andere Frage, die hier aber nicht von Belang ist. Das Spiel ist grafisch ansprechend und spielerisch interessant. Es geht darum, nach bestimmten Regeln Teilchen aufzunehmen und abzulegen, so dass ein bestimmtes Muster entsteht, was interessanter ist, als es hier vielleicht tönt.

Battlestations: Second Edition (2017). Annäherung an das perfekte Science-Fiction-Spiel? Die erste Ausgabe war von einer schwachen Qualität, diese zweite Ausgabe aber überzeugt (Science-Fiction-Fans) in fast jeglicher Hinsicht. (Siehe: Liste Science-Fiction-Spiele.)

(Wettlauf nach) El Dorado (engl. [The Quest for] El Dorado, Brettspiel, Ravensburger, 2017 [V/W]). Im Dschungel von Südamerika wird das sagenhafte Goldland gesucht. Laut Dice-Tower-Experten eine Mischung zwischen der einfachsten Form von einem Deck-Building-Game und einem Racegame. Ein gut gemachtes Spiel, welches man vermutlich (fast) allen empfehlen kann (auch wenn das Thema natürlich nicht das alleroriginellste ist), und das hat schon Seltenheitswert in der heutigen Zeit (perfekt auf den Weltmarkt ausgerichtet).

Element (Brettspiel, Rather Dashing Games, 2017 [V/W]). Interessantes Spiel mit den Elementen (Erde, Wasser, Wind, Feuer [dies entspricht den griechischen Elementen der Antike (mit Wind statt Luft)]). Die Elemente verursachen für sich selber, in der Summe oder auch in der Kombination mit anderen Elementen verschiedene Naturphänomene. Jeder Spieler versucht je eine (voraus-) bestimmte andere Spielfigur einzuschliessen (mit Elementsteinen und der eigenen Figur). Kleine, grosse Idee - das mag ich besonders in den Spielen.

Gloomhaven (2017). Dungeon Crawler Super Deluxe - oder: etwas überdimensional konzipiertes Legacy-Spiel. Die aktuelle Nummer 1 der BoardGameGeek-Rangliste und als solche hier vertreten. (Siehe: Liste Fantasyspiele.)

Dies ist in einem gewissen Sinn das Gegenteil von (Kultur-) Spielen wie Civilization, Pandemic oder Archipelago, wo sehr komplexe Themen möglichst einfach - wenngleich in immer noch recht komplexen Spielen - dargestellt werden, während hier ein einfaches Thema möglichst kompliziert dargestellt wird, so dass es aber trotzdem gut spielbar bleibt. Auch eine Kunst, natürlich - und das gehört mit zur Spielkultur (und kann auch grossen Spielfreude bewirken). Fazit aus dieser Überlegung: nicht jedes komplexe Spiel ist aus demselben Grund komplex. Es geht letztlich um die Balance - ob diese in diesem Spiel gefunden wurde, das muss jeder für sich selber entscheiden (für meinen Geschmack, wie gesagt: etwas überdimensional [wie einige der aktuellen grösseren Spiele]).

Tak (Brettspiel, Cheapass Games, 2017 [V/W]). Untertitel: A Beautiful Game - ein hoher Anspruch, welchem das Spiel aber einigermassen gerecht wird. Das Spiel ist hübsch und solid gemacht und auch interessant zum Spielen, auch wenn es eigentlich bloss bereits vorhandene Mechanismen kombiniert (Linie vom einen zum anderen Ende des Bretts, Stapeln der Figuren und weitere physikalische Elemente). Vermutlich eines der interessantesten abstrakten Strategiespiele überhaupt bis dato.

Château Aventure (2018). Eigenwilliger Spielmechanismus. Nachgestellt wird der Anfang der textbasierten Abenteuervideogames. Nur der Spielleiter (bzw. der Computer) kennt das ganze Szenario und kommuniziert die Folgen der Aktionen der Spieler.

Fairy Tile (Brettspiel/Märchenspiel, Iello, 2018 [V/W]). Dies ist wieder mal eine hübsche, nette Märchenspielidee (mit originellem Titel: fairy tale bedeutet Märchengeschichte, tile bedeutet Spielstein). Der Spieler muss Aufgaben erfüllen, die auf Kärtchen stehen, welche zu einem Märchen gehören. Das Problem liegt darin, die Kärtchen des Spielfelds so zu legen und die Figuren so zu bewegen, dass die Aufgaben gelöst werden können. (Kleiner Nachteil: es gibt nur ein Märchen zum Bespielen.)

Woodlands (Brettspiel/Märchenspiel, Ravensburger, 2018 [V/W]). Noch ein spezielles und originelles Märchen- und Fantasyspiel. Gespielt werden vier Geschichten - Themen: Rotkäppchen, Robin Hood, Artus, Dracula. Eine Folie zeigt die Ausgangslage, in welcher mit neun ausgelegten Teilchen bestimmte Aufgaben erfüllt werden müssen. Das tönt sehr einfach, weil es nur wenige Teile sind, ist aber eher schwierig. Es geht hier um visuelle Wahrnehmung und intellektuelle Verarbeitung. Verwandtes Spiel: Loony Quest (2015).

Legende: V = Video (Youtube - Spielerklärung), W = Website (BoardGamesGeek - Originalspiel/-material).

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Anmerkung: Die Jahrzahlen bezüglich der Spiele beziehen sich auf das Jahr der Erstveröffentlichung, nicht auf das Jahr der Erfindung (daher differiert die hier angegebene Zahl zuweilen mit jener, die von BoardGameGeek angegeben wird).

Bei den Boxcovern habe ich leider nicht in jedem Fall ein Bild der Originalversion gefunden - dies sind Bilder der jeweils frühsten Version, die ich im Web gefunden habe. [Die Liste ist noch nicht abgeschlossen. Natürlich ist heute noch nicht abzusehen, welches die wirklichen Klassiker von Morgen sein werden. Zusätzlich schwieriger wird das durch das grösser gewordene Angebot, welches dafür sorgt, dass kaum mehr ein Spiel über längere Zeit gespielt wird - dies gilt insbesondere für Kenner- und Expertenspiele, gegenüber welchen die guten (alten) Familienspiele eher zur Rarität geworden sind.]

Folgende Verlage bin ich für diese Liste bei BoardGameGeek/Publishers speziell durchgegangen: Alga (Schweden), Amigo (Deutschland), Asmodee (Frankreich), ASS Altenburger Spielkarten (Deutschland - gehört zu Cartamundi), Avalon Hill (USA - gehört zu Wizards of the Coast), Bandai (Japan), Bioviva (Frankreich - ökologisch orientierter Verlag), Carlit (Schweiz - gehört zu Ravensburger), Cartamundi (Belgien), Clementoni (Italien), Columbia Games (USA), Czech Games Edition (Tschechien), Days of Wonder (Frankreich/USA - gehört zu Asmodee), Descartes Editeur (früher: Jeux Descartes, Frankreich - gehört zu Asmodee), Eagle-Gryphon Games (USA), Eggertspiele (Deutschland), Fantasy Flight Games (USA), Feuerland Spiele (Deutschland), F.X. Schmid (Deutschland - gehört zu Ravensburger), Gibsons/H.P. Gibson & Sons/Gibsons Games (Grossbritannien [ältester britischer Spielehersteller]), Haba (Deutschland - v.a. Kinderspiele [was hier weniger das Thema ist]), Hans im Glück (Deutschland), Hasbro (USA), Heidelberger Spieleverlag (Deutschland - gehört zu Asmodee), Iello (Frankreich), International Team (Italien - aufgelöst [einige Spiele wurden von Eurogames übernommen]), Kosmos (Deutschland), McLoughlin Brothers (USA [eingestellt]), Nathan (aka Jeux Nathan, Frankreich), Lookout Games (Deutschland - gehört zu Asmodee), Mattel (USA), Mayfair Games (USA - gehört zu Asmodee), MB (Milton Bradley/USA), Parker Brothers (USA), Pegasus Spiele (Deutschland), Piatnik (Österreich), Portal Games (Polen), Queen Games (Deutschland), Ravensburger (Deutschland), Rio Grande Games (USA), Schmidt Spiele (Deutschland), Selchow & Righter (USA - gehörte zu Coleco, heute zu Hasbro), Sierra Madre Games (Deutschland), Splotter Spellen (Niederlande), Waddingtons (Grossbritannien), Wizards of the Coast (USA), Z-Man Games (USA), Zoch Verlag (Deutschland), 3M (d.h. Minnesota Mining and Manufacturing/USA), 999 Games (Niederlande).

Es sind auf dieser Seite nun mittlerweilen zwar recht viele Spiele vertreten, aber natürlich ist diese alles andere als vollständig - es bleibt eine (persönliche) Auswahl von Spielen (die mir besonders gefallen haben oder aufgefallen sind, oder die sich im Verlauf der Jahre einen bedeutenden Namen gemacht haben, oder mir aus irgendeinem anderen Grund besonders bedeutend erschienen sind).

Bedeutendste Spieleautoren: Sid Sackson (1920-2002 - Acquire, Bazaar, Can't Stop, Focus, Metropolis, Sleuth, Venture), Alex Randolph (1922-2004 - Sagaland, TwixT, Inkognito, Känguruh/Mahé, Breakthru), Eric (W.) Solomon (geb. 1935 - Alaska, Entropy [aka Hyle], Black Box, Sigma File [aka Conspiracy], Billabong), Francis G. Tresham (geb. 1936 - Civilization, 1830, 1825), Peter Olotka (Cosmic Encounter, Dune), Wolfgang Kramer (geb. 1942 - auch: Kramer/Kiesling - Tikal, Java, Torres, El Grande, Big Boss, Colosseum, Asara, Heimlich & Co., 6 nimmt!, Abluxxen), Klaus Teuber (geb. 1952 - Die Siedler von Catan, Löwenherz, Adel verpflichtet, Tintenherz), Reiner Knizia (geb. 1957 - Der Herr der Ringe, Euphrat & Tigris, Wettlauf nach El Dorado, Lost Cities, Amun-Re, Keltis), Andreas Seyfarth (geb. 1962 - Puerto Rico, Thurn und Taxis, Manhattan), Uwe Rosenberg (geb. 1970 - Agricola, Ein Fest für Odin, Caverna - Die Höhlenbauern, Viticulture, Le Havre, Bohnanza, Ora et labora, Merkator, Vor den Toren von Loyang), Antoine Bauza (geb. 1978 - 7 Wonders, Hanabi, Takenoko, Days of Wonder, Oceanos).

Frühere Spiele wurden nicht von berufsmässigen Spieleautoren erfunden, weil es solche noch gar nicht gab, sondern z.B. von Universitätsprofessoren (Broker), Regisseuren (Risk), Schauspielerinnen (Landlord's Game/Monopoly) oder Musikern (Clue[do]) und deren Freunden (Buccaneer), oder auch von Patentanwälten und Maschinenzeichnern (The Checkered Game of Life - usw. usf., etc. etc.).

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Board Game Ranking. Dies ist die aktuelle Beliebtheitsrangliste der Website von BoardGameGeek, der bedeutendsten Brettspielplattform im Web. Diese Liste ist einigermassen relevant, da sie von vielen Votern bestritten wird, andererseits handelt es sich hierbei doch um eine (erstaunlich grosse) Kenner- und Expertenszene, welche auch eher solche (d.h. komplexe [und aktuelle und natürlich auch kommerzielle]) Spiele bevorzugt (und eher Go als Schach [z.B. auch (siehe Liste)]). Hier das aktuelle Ranking der (szene-) trendigsten Spiele (per 1.8.2018 - Geek Rating [d.h. es gehört zu den Moden der Zunft, dass derzeit in einer solchen Rangliste fast nur komplizierte Expertenspiele erscheinen]):

1. Gloomhaven (2017 [V/W) 8,619. 2. Pandemic Legacy: Season 1 (2015 [V/W]) 8,498. 3. Through the Ages: A New Story of Civilization (2015 [V/W]) 8,293. 4. Terraforming Mars (2016) 8,205. 5. Twilight Struggle (2005) 8,195. 6. Star Wars: Rebellion (2016) 8,164. 7. Scythe (2016) 8,104. 8. Terra Mystica (2012) 8,084. 9. Gaia Project (2017) 8,060. 10. Great Western Trail (2016) 8,056.

P.S. Die aktuell Führenden in der Liste sind sowohl Kooperations- wie auch Legacy-Spiele bzw. kooperative Legacy-Spiel. Das ist also der relativ klare (vielleicht aber auch relativ kurzlebige?) Trend derzeit (so viel lässt sich mindestens oder immerhin aus einer solchen Liste herauslesen). Die Regeln von Gloomhaven sind dermassen kompliziert, dass gesagt wird, es reiche schon, wenn einer der Spieler die Regeln genauer kennt (da es ja auch ein kooperatives Spiel ist).

Ranker - beste Spiele, vom Publikum bewertet (per 1.8.2018): 1. Schach, 2. Risk, 3. Catan, 4. Clue(do), 5. Battleship, 6. Trivial Pursuit, 7. Stratego, 8. Pandemic, 9. Ticket to Ride, 10. Dominion.

The Richtest - die bestverkauften Brettspiele aller Zeiten (per 1.8.2018): 1. Schach, 2. Dame/Checkers, 3. Backgammon, 4. Scrabble, 5. Monopoly, 6. Clue, 7. Othello/Reversi, 8. Trivial Pursuit, 9. Pictionary, 10. Risk. Und... die bestverkauften Spiele bei amazon.com (per 1.8.2018 [aktuell]): 1. Connect4, 2. Azul, 3. Let's Go Fishin', 4. Catan, 5. Guess Who?, 6. Monopoly, 7. Candy Land, 8. Yahtzee, 9. Sorry!, 10. Sequence.

Top-10 der Videoreviewer. Rahdo von Rahdo Runs Through: 1. Agricola, 2. Dungeon Petz, 3. Pandemic, 4. Troyes, 5. Die Burgen von Burgund, 6. Keyflower, 7. 7 Wonders, 8. Peloponnes, 9. Nations, 10. Die Werft. - Cron von Hunter & Cron (März 2017): 1. Terra Mystica, 2. Eclipse, 3. Robinson Crusoe, 4. Star Wars: Rebellion, 5. Food Chain Magnate, 6. Battlestar Galactica, 7. Scythe, 8. Mage Knight, 9. Pandemic Legacy, 10. Galaxy Trucker. Hunter von Hunter & Cron (Juli 2017): 1. Eclipse, 2. AquaSphere, 3. Battlestar Galactica, 4. Arkham Horror, 5. Mysterium, 6. Scythe, 7. Mombasa, 8. Blood Rage, 9. Agricola, 10. Robinson Crusoe. Sam (Healey) von Dice Tower (November 2017): 1. Blood Rage, 2. Twilight Imperium, 3. Memoir '44, 4. Star Wars: Rebellion, 5. Zombicide: Black Plague, 6. Deception: Murder in Hong Kong, 7. Rum & Bones: Second Tide, 8. Conan, 9. Sword & Sorcery, 10. Tournament at Camelot. Tom (Vasel) von Dice Tower (November 2017): 1. Gloomhaven, 2. Cosmic Encounter, 3. Le Havre, 4. Summoner Wars, 5. Kemet, 6. Heroscape, 7. Arcadia Quest, 8. Caverna, 9. Dice Masters, 10. Viticulture. Zee (Garcia) von Dice Tower (November 2017): 1. Pandemic, 2. Onirim, 3. Neuroshima Hex!, 4. 7 Wonders Duel, 5. Blue Moon Legends, 6. Ghost Stories, 7. 7 Wonders, 8. King of Tokyo, 9. Deus, 10. Deception: Murder in Hong Kong. Fabi von SpieLama (Juni 2016 [keine Rangfolge]): Arcadia Quest, Blood Rage, Chaos in der alten Welt, Chaosmos, Codenames, New Dawn, Pandemic Legacy, Suburbia, T.I.M.E. Stories, Dead of Winter. Jan von SpieLama (April 2016): 1. Der eiserne Thron (engl. Game of Thrones), 2. Blood Rage, 3. Brügge, 4. Polis, 5. Arcadia Quest, 6. Star Realms, 7. Runewars, 8. Terra Mystica, 9. Sheriff of Nottingham, 10. Discworld. Sebastian von SpieLama (September 2016, keine Rangliste): Agricola, Android: Netrunner, Battlelore, Maka Bana, Skat, Tabu, Terra Mystica, Werwölfe, Zug um Zug (dies sind auch beim 100sten Nachzählen nur neun Spiele, aber: item). Matt, Paul & Quintin von Shut Up & Sit Down (Website, Dezember 2015): 1. Pandemic Legacy, 2. Cosmic Encounter, 3. Consultig Detective, 4. Memoir '44, 5. Android: Netrunner, 6. Codenames, 7. Monikers, 8. Skull, 9. Tales of the Arabian Nights, 10. The X-Wing Miniatures Game & Star Wars Armada.

Spielepreise. Spiel des Jahres: 1979 Hase und Igel, 1980 Rummiklub, 1981 Focus, 1982 Sagaland, 1983 Scotland Yard, 1984 Dampfross, 1985 Sherlock Holmes Criminal-Cabinet, 1986 Heimlich & Co., 1987 Auf Achse, 1988 Barbarossa und die Rätselmeister, 1989 Café International, 1990 Adel verpflichtet, 1991 Drunter & Drüber, 1992 Um Reifenbreite, 1993 Bluff, 1994 Manhattan, 1995 Die Siedler von Catan, 1996 El Grande, 1997 Mississippi Queen, 1998 Elfenland, 1999 Tikal, 2000 Torres, 2001 Carcassonne, 2002 Villa Paletti, 2003 Alhambra, 2004 Zug um Zug, 2005 Niagara, 2006 Thurn und Taxis, 2007 Zooloretto, 2008 Keltis, 2009 Dominion, 2010 Dixit, 2011 Qwirkle, 2012 Kingdom Builder, 2013 Hanabi, 2014 Camel Up, 2015 Colt Express, 2016 Codenames, 2017 Kingdomino, 2018 Azul. - Deutscher Spielepreis: 1990 Adel verpflichtet, 1991 Das Labyrinth der Meister, 1992 Der fliegende Holländer, 1993 Modern Art, 1994 6 nimmt!, 1995 Die Siedler von Catan, 1996 El Grande, 1997 Löwenherz, 1998 Euphrat & Tigris, 1999 Tikal, 2000 Tadsch Mahal, 2001 Carcassonne, 2002 Puerto Rico, 2003 Amun-Re, 2004 Sankt Petersburg, 2005 Louis XIV, 2006 Caylus, 2007 Die Säulen der Erde, 2008 Agricola, 2009 Dominion, 2010 Fresko, 2011 7 Wonders, 2012 Village, 2013 Terra Mystica, 2014 Russian Railroads, 2015 Auf den Spuren von Marco Polo, 2016 Mombasa, 2017 Terraforming Mars. - As d'Or - Super As d'Or - As d'Or-Jeu de l'Année - Prix du Jury - Jeu de l'Année Expert (französischer Spielepreis): 1988 Super Gang, 1989 Abalone, 1990 Toutankhamon, 1991 -, 1992 Quarto!, 1993 S.O.S. Plombier, 1994 Pusher, 1995 Condottiere, 1996 Magic: l'assemblée, 1997 Gang of Four, 1998 Zatre, 1999 La Route des Epices, 2000 Kahuna, 2001 Blokus, 2002 Bakari, 2003 Alhambra, 2004/2005 Les Aventuriers du Rail, 2006 Time's Up!, 2007 Du Balai! und La Nuit des Magiciens, 2008 Les Chevaliers de la Tour und Marrakech, 2009 Agricola, 2010 Small World, 2011 7 Wonders, 2012 Sherlock Holmes Détective Conseil, 2013 Star Wars X-Wing le Jeu de Figurines, 2014 Les Batisseurs, 2015 Loony Quest, 2016 Pandemic Legacy, 2017 Scythe, 2018 Terraforming Mars. - Golden Geek Award (von BoardGameGeek): 2006 Caylus, 2007 Shogun, 2008 Agricola, 2009 Dominion, 2010 Hansa Teutonica, 2011 Dominant Species, 2012 Eclipse, 2013 Terra Mystica, 2014 Splendor, 2015 Pandemic Legacy, 2016 Scythe, 2017 Gloomhaven.

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Euro- und US-Games, Kenner- und Expertenspiele - oder: von den Fachbegriffen. Die Spieleszene bzw. die Kenner und Experten sprechen heute von Eurogames und Amitrash (ursprünglich: Ameritrash). Eurogames sind typischerweise komplex angelegte und grafisch gut aufgemachte Entwicklungsspiele (oft mit einem historischen Thema, oft mit einer Worker-Placement-Umsetzung [d.h. als eigentliche Wirtschaftssimulation konzipiert]). Amitrash-Games beinhalten oft ein starkes und bekanntes Thema (wie Fantasy, Science Fiction, Franchise) und sind oft sehr stark materialorientiert (wer den vermutlich etwas zu scharfen Begriff vom Amitrash wirklich verstehen will, muss über die Brettspielszene hinaus in die Toys-Welt hineinschauen [V]). Fairer wäre wohl ein Begriff von US-Games gegenüber den Eurogames - auch dabei werden die wesentlichen Unterschiede deutlich (ohne Diffamierung). Nirgendwo sonst - als in der Brettspielwelt - hat sich (wider die lange US-Kulturdominanz in fast jedem Kulturbereich) ein Gefühl von einem Neuen Europa, welches neue Dinge für die Welt schafft, etabliert, welches bemerkenswert ist. Allzu komplizierte Eurogames-Spiele habe ich hier nur wenige angeführt, da es sich dabei um Expertenspiele handelt, welche man in der Regel nicht allgemein empfehlen kann. Mich interessieren auch eher die Durchschnitts- und Gernspieler, als die extremsten Vielspieler - also Leute, die vielleicht einmal ein Kennerspiel spielen, aber eher keine Expertenspiele. Es geht dabei sowohl um Zeit- wie um Lustfragen. Während man kleinere Spiele halt mal einfach so spielt, fragt es sich - für alle, die noch Fragen stellen - natürlich bei Kenner- und insbesondere bei Expertenspielen schon: warum sollte ich ein solches Spiel spielen, und warum - im immer rascher sich erneuernden Angebot - gerade dieses? Und an dieser Frage scheitern denn auch die meisten dieser Spiele im Mainstream, welcher andererseits auch immer kleiner zu werden droht (aufgrund der heutigen und zunehmenden Video- und Online-Ausrichtung). Man darf also gespannt sein, wie sich die analoge Spieleszene weiterentwickeln wird. Es scheint noch einiges Potenzial zu geben (sowohl quantitativ wie auch qualitativ).

[Weitere Begriffserklärungen (dito) - und ein Video über Spielmechanismen (Liste bei Boardgamegeek).]

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Philosophische Spiele? Spiele, in welchen die Philosophie eine (aktive) Rolle spielt, sind sehr selten. Aber es gab doch in den letzten Jahren ein paar wenige Spiele, in welchem zumindest Philosophen vorkommen. Die einzigen grösseren Spiele, die ich zum Thema der Philosophie kenne, sind: Sophie's World (Brettspiel/Wissensspiel, Orion, 1998 [V/W]), eine Art Trivial Pursuit für Philosophen, und Arete (Brettspiel, Eigenverlag [Agon Games], 2016 [V/W (TGC)]). Dies ist das einzige grössere mir bekannte Spiel, in welchem die (antike) Philosophie im Zentrum steht. Es wurde von einem Philosophiestudenten entwickelt und richtet sich v.a. an Lehrer/Professoren und Studenten (ab Alter 18!) und/oder 'just for friends and family, really', wie der Autor in einer Äusserung meint (hier gibt es einen näheren Einblick in dieses Spiel und dessen Entwicklungsgründe). Obwohl das Spiel, welches recht kompliziert zu sein scheint, gut aufgemacht erscheint, scheint es keinen kommerziellen Erfolg anzustreben (bzw. anstreben zu wollen und/oder zu können). Ob es interessant ist, weiss ich natürlich nicht. Andere Spiele, in denen Philosophen vorkommen: 7 Wonders Leaders (Brettspiel [Erweiterung], Repos Production, 2011 [V/W]), Genies (Kartenspiel, Haas Games, 2017 [V/W (BSB)]) oder Newton (Brettspiel [V/W]). Aber auch etwa in Talisman, wo es eine Philosophenfigur gibt, oder in Civilization, wo die Philosophie ein hochgeschätztes Kulturgut ist. Dies hier nur am Rande angemerkt (da ich mich natürlich besonders auch für philosophische Spiele bzw. für die Philosophie in den Spielen und die - vermutlich nicht so einfache - Verbindung von Philosophie und Spiel interessiere). Natürlich kann auch das Spiel Ökolopoly im weitesten Sinn als ein philosophisches Spiel aufgefasst werden. Dagegen hat das Spiel Hyle, angepriesen als 'Das Spiel des Aristoteles' (aka Entropy [u.a.], Brettspiel, franjos, 1979 [V/W]), eher wenig bis gar nichts mit Aristoteles zu tun.

Interessant: die Geschichte der Brettspiele führt uns auch zur Philosophie - mehr über das Spiel Rithmomachie (lat. numerorum conflictus, grch.-lat. rithmomachia oder arithmomachia, auch: Zahlenkampfspiel oder Philosophenspiel) .

P.S. Das bedeutendste philosophische Spiel - fast wäre es mir nicht einmal aufgefallen - ist natürlich Survive bzw. Atlantis, welches auf der entsprechenden platonischen Sage vom Untergang von Atlantis beruht (weitere Atlantis-Spiele: Atlantis [2009], Atlantis Rising [2012], End of Atlantis [2013], u.a. - neuerdings, in mehreren neuen Spielen, fast schon ein überstrapaziertes Thema [offenbar wird es immer populärer in der Kultur und Kunst, die (religiöse) Metapher von Babylon durch jene von Atlantis zu ersetzen (und sie mit immer wilderen Spekulationen auszuschmücken - das sieht man jüngst in der Spielewelt)]).

Vermutlich, oder ziemlich sicher, werde ich mich früher oder später auch mit Spiel-Philosophie beschäftigen. Einen interessanten Ansatz dazu lieferte der niederländische Kulturhistoriker Johan Huizinga mit seinem Buch "Homo ludens" (1938). Zu erwähnen ist ebenfalls die bereits früher begründete Spieltheorie, begonnen bei der Arbeit "Zur Theorie der Gesellschaftsspiele" (Mathematische Annalen, Band 100, 1928) von John von Neumann. Die Spieltheorie ist eine mathematische Theorie der Entscheidungssituationen. Nicht wenige heutige Spieleautoren sind übrigens Mathematiker (der bekannteste unter ihnen dürfte Reiner Knizia sein, welcher Physik und Mathematik studierte, aber auch etwa Uwe Rosenberg oder Eric Solomon sind sehr bedeutend dazu zu nennen). Natürlich glaube ich weder, dass der Mensch grundsätzlich ein Spieler (homo ludens) ist, noch dass er eine reine Spielfigur der Mächtigen ist, sondern ein Mensch eben, und als solcher u.a. auch ein spielender Mensch.

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Elektronische Spiele. Hier gibt es noch einen kleinen Bogen zu den elektronischen Spielen - mit einer Liste von Videogamegenres und wegweisenden frühen Spielen dazu. Natürlich gibt es gewisse gegenseitige Beeinflussungen zwischen den analogen und den digitalen Spielen. Die meisten alten Arcade-Spiele können auf Retro-Game-Seiten wie game-oldies.com oder classicreload.com gespielt werden. Und wer schon immer wissen wollte, wie aus dem guten alten Pong jemals Pacman werden konnte, wird hier informiert. [Interessante und ausführliche Schilderung der reichlich harzigen Anfänge der Videospiele und der Videospielindustrie: History of Video Games by Irate Gamer (Parts 1-10)].

Zehn Videogame-Spielprinzipien (mit frühen Vertretern der Gattung [sowie Flashgame-Beispielen]). Adventure Games (Action Adventure [Zork, King's Quest, The Legend of Zelda (Bsp. Scooby Doo: Pirate Ship of Fools)], Role-Playing Games RPG [speziell Fantasy: Dungeon, Rogue, Final Fantasy*], Point&Click- sowie Drag&Drop-Puzzle/Adventure-Games [speziell: Escape Games oder Escape-Room-Games (Maniac Mansion, Crimson Room, Submachine [Bsp. Bermuda Escape)])], Massively Multiplayer Online Role-Playing Games MMORPG [Neverwinter Nights, Ultima Online, World of Warcraft]), Fighter Games (Kung-Fu Master, Street Fighter, Mortal Kombat [Bsp. Electric Man 2]), Hidden Object Games bzw. Wimmelspiele oder Wimmelbildspiele (Alice: An Interactive Museum, Dream Chronicles, Mystery Case Files [Aladins Wunderlampe]), Jump&Run Games (Donkey Kong, Mario Bros., Bubble Bobble [Bsp. Gandy's Quest]; ferner: Only Run [Pac-Man, Frogger, Burgertime (Bsp. Froggit)]), Physics Games (Tetris, Crush The Castle, Expand It [Bsp. Dock Tris]), Pinball Games (Video Pinball, David's Midnight Magic, Pin Bot [Bsp. Starsky & Hutch Pinball]), Racing Games ([Formula] Racing [Rally X, Turbo, Pole Position (Bsp. Formula Racer)]; ferner: Drifting Race [Bsp. Grand Prix Go 2], Moto-Rush-Games bzw. Trial-Games [Bsp. Trial Bike Pro]), Shooter Games (Space Shooter oder Shoot 'em up [Spacewar!/Computer Space, Space Invaders, Galaga (Bsp. Space Vaders)], Bullet-Hell-Shooter [Batsugun, DonPachi, Battle Garegga (Bsp. Galagian)]; ferner: Military/Army/War Shooter [Tank, Missile Command, 1943 The Battle of Midway (Bsp. Dogfight 2)], Ego Shooter [Maze War, Wolfenstein 3D, Doom (Bsp. Cowboy School)], Tower Defense [Rampart, Desktop Tower Defense, GemCraft (Bsp. Azgard Defense)], Portal Shooter [Portal (Bsp. Portal The Flash Version)]), Strategy Games (Empire, Civilization III, StarCraft [Bsp. World Wars 2**]; ferner: Real Time Strategy Games RTS [Utopia, Cytron Masters, Herzog zwei], Wirtschaftssimulationen [Kingdom (aka Hamurabi), M.U.L.E., Sim City (Bsp. Carnival Tycoon Fastpass)]), Match-3 Games bzw. 3-Gewinnt-Spiele (Bertie the Brain [Tic-Tac-Toe], Bejeweled, Zuma [Bsp. Puzzle Bobble]). Weitere Kategorien: Sports Games (Bsp. CentreCourt), Art Games (Bsp. Drifting Afternoon), Abstract Games (Bsp. The World's Hardest Game). [Anmerkung: ein paar der besten Minigames gibt es aus verschiedenen Gründen (z.B. Rückzug des Betreibers, Inkompatilität aufgrund des Formats [z.B. Shockwave- oder Unity-Spiele] oder Aussortierung durch die Plattformbetreiber) bereits nicht mehr, ich musste daher jene suchen, die noch verfügbar sind.]

* Die beiden Bereiche Adventure Game und (Adventure) Role-Playing Game überschneiden sich. Streng genommen oder allgemein gesagt, ist eigentlich ein RPG jedes Spiel, in welchem der Spieler in die Rolle eines anderen schlüpft. Typischerweise - oder in einem engeren Sinn - werden indessen bloss spezifische Fantasygames als RPG bezeichnet. Das heisst: die allgemeine Definition deckt sich nicht ganz mit dem in der Praxis eingeführten und verwendeten Begriff, was manchmal im Web zu Diskussionen führt (weil der Eine vom Praxisverständnis ausgeht, der Andere von der allgemeinen Definition). Ein Beispiel für ein reines Adventure Game ohne RPG-Charakter wäre z.B. das textbasierte Spiel Zork, denn das Spiel spricht einen (ohne Rolle) in der Ich-Form an.

** Hier wurde eine Brettspielidee in ein Flashgame umgewandelt (das Prinzip stammt aus dem Spiel Risk); ein anderes solches Spiel ist Railroad Tycoon 3 (nach dem gleichnamigen Brettspiel - zwei interessante Minigame-Umsetzungen. Heute gibt es die meisten Videospiele in Digitalformat, sei es in Online-, Download- oder Playstation-Version. Dabei wird das Brett- oder Kartenspiel meist 1:1 umgesetzt. Dass es auch ein bisschen interessanter geht (mit einer etwas phantasievolleren Umsetzung, so dass auch wirklich eine Mischung zwischen einem Brett- und einem Videospiel entsteht), zeigt - nicht erstaunlich, vielleicht - die DOS-Version von HeroQuest - ziemlich retro, aber interessant (Video). Natürlich ist eine solch spielerische Version (heute) aufwändiger und wird daher meist nicht angeboten.

Auch hierzu: die meisten Minigames (bzw. Flashgames) im Web gehören vermutlich zum Bereich des Trashs (und einiges ist auch nervig, und soll es vermutlich sogar auch sein). Es gibt aber durchaus auch interessante und originelle Sachen. Vielleicht müsste man zu den Minigamebeispielen noch je ein Beispiel von einem aktuellen Videogame dazugeben, doch ich denke, dies würde hier zu weit führen, schliesslich ist das eine Seite für analoge Spiele (und die Beispiele dienen eigentlich nur der Übersicht über die Spielkategorien der elektronischen Spiele). Interessant ist an diesen Minigames v.a. auch, dass sie sämtliche Spielprinzipien der grösseren oder eigentlichen Videogames umfassen, im Kleinformat mit einfacher Grafik (ebenso viele Nachbildungen alter, bedeutender Arcade-Spiele). Interessant - und teilweise auch bedeutend für die Entwicklung - ist übrigens auch der Formatwandel der Videogames im Allgemeinen. Diese gab es nämlich schon in sehr vielen verschiedenen Formaten (z.B. nach Endgeräten, Programmen oder Plattformen [oder sogar Verteil- oder Wettkampfmodi]) - Grossrechner, Arcade, TV, Playstation (mit verschiedenen Marken: Telstar/Magnavox, Nintendo, Atari, Sega, Sony, u.a.), PC, DOS, Handheld, Shareware/CD, Windows, Download, Online (Flash, Shockwave, Unity - Multiplayer), Minigames (-Plattformen/-Communitys), Turnier-/Wettkampf- (-Plattformen oder -Events), Casino/Geldspiele, Smartphone/Android, Google - und das ist auch noch fast eine eigene Kategorie: DDR-Spiele. Habe ich etwas vergessen? Das Meiste davon - wenn auch nicht ganz alles - habe ich natürlich selber auch mitgemacht [von Arcade an aufwärts (als ein - nicht ganz zu allen, aber zu den meisten meiner bisherigen Lebenszeiten - an Spielen interessierter Mensch)]; und ferner also: ohne Shareware kein Fortnite - wer hätte das je gedacht?, aber item. In jeder Zeit wurde technisch ausgereizt, was ging, und die besten Spiele der verschiedenen Zeiten, machten dies auf ihre je spezifische Art so gut, einen quasi ewigen (Retro-) Wert besitzen.

Bestverkaufte Videospielserien aller Zeiten (Wikipedia, per 1.8.2018): 1. Mario 295 Mio., 2. Grand Theft Auto 220 Mio., 3. Pokémon 193 Mio., 4. Tetris 125 Mio., 5. Sims 125 Mio., 6. Minecraft 120 Mio., 7. Call of Duty 100 Mio., 8. Need for Speed 100 Mio., 9. Final Fantasy 97 Mio., 10. Madden NFL 75 Mio. - Bestverkaufte Videospiele aller Zeiten (Wikipedia, per 1.8.2018): 1. Tetris 170 Mio., 2. Minecraft 145 Mio., 3. Grand Theft Auto V 95 Mio., 4. Wii Sports 83 Mio., 5. PlayerUnknown's Battlegrounds 50 Mio., 6. Super Mario Bros. 40 Mio., 7. Mario Kart Wii 37 Mio., 8. Wii Sports Resort 33 Mio., 9. Pokémon Red and Blue 32 Mio., 10. New Super Mario Bros. 31 Mio. Von den alten Arcade-Klassikern findet sich nur einer in den vorderen Positionen: Frogger, immerhin auf Rang 28. Dass in der Videospielewelt nicht eine besonders grosse Rücksicht auf die Klassiker genommen wird, ist nichts Neues - in der Brettspielwelt ist es ähnlich (etwa im Umgang mit Monopoly oder anderen Spieleklassikern [ich gehöre natürlich zu den Klassikliebhabern in jedem Bereich, so auch in diesem - ebenso wie ich mich auch für das Neue begeistern kann, wenn es denn begeisternswert ist]).

Zu beidem: der Entwicklung der digitalen wie der analogen Spiele, ist vielleicht zu sagen, dass der Spielfaktor heute teils ein bisschen vergessen geht. Es sollen hier Spiele angeboten werden, welche Spiele sind. Und das ist der Hauptansatzpunkt einer Kritik der heutigen Spielindustrie, in den Punkten, in welchen sie zu kritisieren ist. Übertriebene Komplexität in analogen Spielen hat für mich ebenso wenig eigentlichen Spielcharakter wie übertriebene Brutalität in digitalen Spielen. Hier müsste man vielleicht eben je zu wirklichen Spielen zurückkehren. (Zumindest ist das meine Meinung.) Man soll mich nicht falsch verstehen: ich spreche mich nicht gegen einzelne Spiele aus. Ich finde, (fast) jedes Spiel hat seine Berechtigung. Was mich stört, sind nur falsche Trends und fehlende Diversifizität im Mainstream (und das gilt eigentlich für jeden Kulturbereich so heute).

Boardgames online. Auf verschiedenen Online-Plattformen können moderne Brettspiele gespielt werden - darunter auch einige Spiele aus meiner Hauptliste: Brettspielwelt (aus meiner Hauptliste: Atlantis, Bohnanza, Can't Stop, Carcassonne, Catan, Evolution, Ligretto, Puerto Rico, Stone Age, Tichu, 7 Wonders, 6 nimmt! - inkl. Brettspielwelt-Magazin [diese Plattform besteht seit 1998 - sie wurde nach dem Grosserfolg des Catan-Spiels aufgebaut]), Boardgamearena (aus meiner Hauptliste: Carcassonne, Roll for the Galaxy, Schiffe versenken, Stone Age, Tobago, 7 Wonders, Yahtzee), Tabletopia (engl.) (aus meiner Hauptliste: Orléans, Survive!, viele weitere bekannte Spiele, auch ein paar Expertenspiele - die grafisch beste Online-Boardgamesite: Tabletopia-Runthrough). Natürlich fragt sich immer, inwieweit der Reiz eines Brettspiels verloren geht, wenn es online gespielt wird und nicht als Gesellschaftsspiel. Andererseits gibt es vielleicht auch Spieler, welche die Online-Variante bevorzugen (und sicher ist es auch eine Alternative zu den üblichen Videogames). Fragen eröffnen sich mit einer zunehmenden Präsenz der Brettspiele im Web auch diesbezüglich, ob damit die Beeinflussungen nicht zu einseitig von der digitalen Spielwelt ausgehen wird; andererseits ist auch klar, dass alles, was digitalisiert werden kann, heute digitalisiert wird.

Bloxels - eine neue Schnittstelle zwischen Video- und Boardgames. Mit dem Spiel Bloxels (2016) kann auf einem Brett ein Videospiel gestaltet werden (als wäre man in einem Brettspiel). Ist das Spiel gestaltet, kann es mit einer App fotografiert und weiterbearbeitet werden. Die Spielewelt scheint einigermassen verwirrt über den Status dieses Spiels: in einem lokalen Verkaufsladen sah ich das Spiel unter den Brettspielen, BoardGameGeek listet es aber nicht als solches auf. Sicher wird es noch mehr solche Verbindungen und Schnittstellen geben.

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Outdoor-Spiele (und Sportarten, inkl. Halle). Im Zeitalter der Computer- und Tischspiele sollte man vielleicht auch bedeutend auf die Outdoor-Spielen aufmerksam, welche natürlich nicht zu vernachlässigen sind: hier eine Liste mit bekannten Outdoorspielen, wobei die Abgrenzung zwischen Spiel und Sport hierbei fliessend ist. Der moderne Mensch ist ja extrem... vielseitig... gefordert (Tendenz: ständig zunehmend [trotz aller konservativistischen Reaktion, welche natürlich den Fortschritt der Zeit nicht aufhalten kann]). Links: Outdoor-Spiele, Sportarten.

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Mein persönlicher Bezug zur Welt der Brett-, Würfel- und Kartenspiele. Dieser ist natürlich neuerdings - durch die Entdeckung dieses Gebiets (möglicherweise auch als neues Betätigungsfeld [Spiele-Autor bzw. -Designer]) - recht bedeutend. Das Brettspielthema kenne ich von früher her - in meiner früheren und späteren Jugendzeit spielte ich öfter einmal Spiele wie (alphabetisch - Brett-, Würfel- und Kartenspiele [und ein paar weitere]): Acquire, Backgammon, Broker, Cluedo, Dame, Domino, Hütchenspiel, Jassen (Schieber, Differenzler, Coiffeur, Tschau Sepp), Leiterlispiel, Lotto, Mastermind, Mensch ärgere dich nicht, Mikado, Monopoly, Mühle, Puzzle, Quartett, Racetrack, Schach, Schiffe versenken, Scotland Yard, Serata (Mancala), Scrabble, Schweizerreise, Stratego, Tipp-Kick, Trivial Pursuit, Verkehrsspiel (Beilage einer Spielesammlung [von Carlit?] - habe ich im Web noch nicht wiedergefunden), Wild Life, Yahtzee. Ohne dass wir uns bewusst gewesen wären, dass wir etwas Besonderes tun würden, haben wir zu unserer Zeit also doch schon recht viele verschiedene Brettspiele gespielt (und ich habe auch bereits in meiner Jugendzeit, in sehr kleinem Stil, Spiele selber erfunden). Zu meinen lustigsten und besten Spielerfahrungen der Vergangenheit gehören die Spielabende, die ich mit ein paar Kollegen zu jener Zeit sporadisch veranstaltete (wir spielten da jeweils an einem Abend verschiedene kleinere, teils auch selber erfundene Spiele, die in einer Tageswertung, einem kleinen Wettbewerb also, zusammengefasst wurden). In den früheren 1980-er Jahren verflüchtigten sich meine Kenntnisse über die Entwicklung der Brettspiele. Gleichzeitig hatte ich zu dieser Zeit eine Arcadephase, eine Spielkonsole habe ich nie besessen, später auch - nach einer langen, gänzlich spiellosen Zeit eine Online- und eine Minigamesphase (um ein bisschen den Spielmechanismen von Videogames nachzuspüren [die ursprüngliche Motivation war allerdings eine andere: langezeit hatte ich den Grundsatz, im Web keine Spiele zu spielen, bis ich die alten Arcadegames (wie Space Invaders, Galaxian, Phoenix, Moon Cresta, Galaga, Pole Position, Track & Field oder Tehkan World Cup, u.a.) entdeckt habe, was am Beginn meiner Beschäftigung mit den Minigames stand (während ich - ausser den frühen Arcadegames - grössere Videogames eigentlich nie gespielt habe [ich informiere mich auch über diesen Bereich über die Videokanäle im Web, allerdings nicht allzu ausführlich])]). Mit Brettspielen hatte ich aber seit meiner späteren Jugendzeit nie mehr etwas zu tun. Irgendwie hatte ich einmal irgendetwas von Catan gehört, aber ich hätte dieses nicht eindeutig als ein Brettspiel identifizieren können, sondern vermutlich eher als Videospiel eingeordnet. Von Agricola, Dominion oder Pandemic - u.v.a. - hatte ich noch nie etwas gehört. Auf diesem Stand der Kenntnisse, welcher vielleicht auch etwas aussagt über den allgemeinen Kenntnisstand von nicht mehr direkt jugendlichen Generationen, begann ich im Sommer 2018 meine Erkundungen der Brettspielwelt. Ich fing also mit einem beträchtlichen Rückstand an. Das Problem dabei: man kann so viele Spiele, wie sie sich inzwischen angehäuft hatten, innert nützlicher Frist weder ökonomisch erwerben noch irgendwie zeitlich nachspielen. Die Lösung: sehr viele Youtube-Videos auch in diesem Bereich. Ich habe mir also tonnenweise Youtube-Videos über Brettspiele zu Gemüte geführt, um mich dem Thema zu nähern, und dann auch diese Seite hier gemacht, um die vielen neuen Informationen ein bisschen aufzuarbeiten und einzuordnen. Dies war nicht allzu schwierig, da ich dasselbe ja vorher 25 Jahre lang in der Philosophie gemacht habe (zuerst tonnenweise Bücher gelesen und dann die Dinge für mich eingeordnet). Selber etwas zu kreieren dürfte freilich etwas schwieriger werden, aber ich schaue mal, was ich für Ideen dazu habe und ob diese brauchbar sind.


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