Kleines Interview mit mir selber.

J [Journalist/Journalistin]: Herr Hirt, dies ist ja nicht gerade eine Zeit für grosse systematische Philosophie heute. Sie meinen also, dass die Welt ein (philosophisches) System benötigt?
H [Hirt]: Genau, die unsystematische Philosophie der heutigen Zeit genügt mir nicht. Wir müssen doch sagen, was die Welt (für uns) ist - darum habe ich ein bzw. das System gemacht.

J: Welches da wäre?
H: (Da-) Sein, Leben, Glauben, (Nach-) Denken, Handeln (sowie Gut-Handeln und Nicht-Handeln) - ein sogenanntes Schichtenmodell.

J: Ist das alles? (Irgendwie simpel.)
H: Das ist das Grundsystem (von Natur und Kultur). (Ich weiss auch nicht, warum vorher niemand darauf gekommen ist - aber in der Philosophie ist das so [und das kann man sich immer fragen; nicht selten braucht der Mensch Jahrtausende, um einfache Antworten zu finden im ganzen Nebel der Scheinwahrheiten].)

J: Irgendwie scheint das ja recht vernünftig zu sein.
H: Das ist es auch - und ebenso sind es die ewigen Ziele der Menschheit (im Handeln): Sozialgerechtigkeit und Umweltverträglichkeit - bei möglichst guter Wirtschaftlichkeit.

J: Einmal nachgefragt. Was verstehen Sie unter 'Gerechtigkeit'? Wenn ich dieses Wort höre taucht bei mir ein Fragezeichen auf.
H: Jedem/jeder das Seine/Ihre, keinem/keiner alles, niemandem nichts.

J: Also einfach allen etwas...??
H: Genau, das Ihre. Gerechtigkeit bedeutet eigentlich nichts anderes, als dass alle zu ihrem Recht kommen sollen.

J: Leicht gesagt, schwierig zu erreichen...
H: Wenn wir alle daran arbeiten, können wir es vielleicht (irgendwann) schaffen*. Wir müssen die richtigen Ziele haben, wenn wir etwas erreichen wollen.

* Anm. Gelingt es uns nicht, entstehen Nachteile für die Gesellschaft/Menschheit: «Die Ordnung der Zeit verlangt Busse von ihnen, so sie einander nicht einen gerechten Ausgleich schaffen - dies mit Notwendigkeit.» (Anaximander, erster Satz der Philosophie - meine Übersetzung bzw. Interpretation). Das konnte man immer wissen, aber heute merken wir es.

J: Sonst noch etwas?
H: Ja, vieles, sehr vieles, alles!, aber Sie interessieren sich ja hier nur für die Hauptsachen.

J: Ja.
H: Vielleicht noch die Weltregierung in der (Welt-) Politik, das Bewusstsein als Orientierung, Konzentration und Koordination in der Psychologie und die Feldtheorie im Aufbau der realen, konkreten Welt: Materie - Feld - Energie. Das ist Physik (die heutige Physik hatte noch nicht den Mut, die Feldtheorie stärker zu betonen). Und... natürlich (?!): Demokratie über alles.

J: Hmm... und nichts zur Religion?
H: Nein, hier nicht. Ich habe meine relativ klaren Vorstellungen dazu, aber ich überlasse es jedem/jeder selber.

J: Eine Frage habe ich noch: Sie haben mir nun gesagt, was Ihre Philosophie hauptsächlich ist, aber noch nicht, was Sie mit ihrer Philosophie denn eigentlich wollen...
H: Ich habe die Philosophie der letzten 2346 Jahre aufgearbeitet (ich denke Aristoteles war der Letzte, welcher das in dieser Form gemacht hat - er hatte aber nur 161 Jahre zu bearbeiten), um (all) ihre (Haupt-) Widersprüche zu beseitigen und die Philosophie auf einen neuen Grund und Boden zu stellen.

J: Ist dieser Anspruch nicht ein bisschen (zu) hoch?
H: Nein, ich habe dafür gearbeitet (über das Resultat kann man diskutieren - ich bin damit sehr zufrieden).

J: Herr Hirt, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.
H: Gerne.




Im April, 2024.


[Anm. Dies ist keine offizielle Webpublikation (welche als solche meinen Büchern gleichgestellt sind) - ich werde es trotzdem in mein nächstes Buch integrieren (als kürzeste Grundzusammenfassung meiner Philosophie).]


Und dies... Kleines Interview mit einem Ahnungslosen [A]. J: Was steht am Anfang der Welt? - A: Der Urknall. - J: Wer sagt das? - A: Die Wissenschaft! - J: Glaubst du das? - A: Nein. - J: Hast du eine andere Idee? - A: Nein. - J: Und was steht am Ende der Welt? - A: Der Weltuntergang (Apokalypse). - J: Wer sagt das? - A: Die Religion. - J: Bist du sicher? - A: Nein. (usw. usf., etc. etc.). Irgendwann wird es dem Ahnungslosen dann zu dumm, und er sagt: Ich weiss, dass ich nichts weiss über solche Fragen - aber ich kann trotzdem ein guter Vater, Berufsmann und Hobbyirgenetwas sein. - J: Bist du es denn? - A: Ich weiss es nicht. (Falsche Antwort. Die richtige wäre gewesen: 'ja', denn schon der Glaube daran bringt uns der Wahrheit ein Stück näher.)



[Hintergrundbild: Agnes Martin, Affection, 2001 (im Alter von 89 Jahren), Acrylic and graphite on canvas - eine interessante Malerin, die auch interessante kunst- und lebensphilosophische Texte geschrieben hat.]






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