Meine Philosophie (auf den Punkt gebracht).


Urgrund, Schöpfung, System. Gehen wir mit unserem Bewusstsein bis zu einem letzten möglichen Urgrund zurück, so muss dort eine Leere sein. Die Leere ist nicht dasselbe wie das Nichts, was es (nach dem ersten Seinsphilosophen Parmenides) nicht gibt. In die Leere kann oder muss etwas hineinkommen – sonst ist es keine Leere, denn in der Leere fehlt etwas: das (Da-) Sein. Gott, der Geist des Universums – und hier beginnt das Wort Gottes – schöpfte das Sein, welches die Leere erfüllte, ins Dasein (das ist die Schöpfung [Gottes]). Alles materielle Dasein ist begründet in Raum und Zeit (d.h. in der Welt [bzw. in der Raum-Zeit-Welt*]) – die reinen Formationen des Daseins ebenso wie auch die Informationen des Lebens. Das Glauben oder Der Glauben im Leben entspricht dem immateriellen Dasein bzw. dem ersten Bewusstsein. Wir glauben, also sind wir, bevor wir (nach-) denken und also sind. Das (menschliche) Bewusstsein, welches an diesem Punkt bereits auftritt, steht in einer seinswesentlichen Einheit von Sein, Dasein und Bewusstsein (inkl. dem Bewusstsein vom Verbundensein [religio bedeutet: (Wieder-) Verbundenheit]). Das (Ur-) Bewusstsein besteht, zurückgehend bis auf frühe Lebensformen, aus Orientierung und Konzentration bzw. aus der Koordination dieser beiden (denn wir glauben, eine Orientierung zu haben, und wir denken, sie in der Konzentration festigen – oder korrigieren – zu können; heute geht es ferner auch um Fragen der Stimmung und Bestimmung – oder allgemeiner: um bewusste Koordination von allem, was uns betrifft und ausmacht). Schliesslich handeln wir, so dass wir also sind (denn, was sich innen zusammenfügt, hat einen äusseren Ausdruck, so wie das, was aussen ist, hineingekommen ist – zur Information und deren Wahrnehmung). Dem Glauben folgt ergo das (Nach-) Denken und dem (Nach-) Denken das Handeln (inkl. Gut-Handeln und Nicht-Handeln). Daher besteht mein philosophisches bzw. ontologisches System aus diesen fünf Dimensionen: (Da-) Sein, Leben, Glauben, (Nach-) Denken, Handeln (inkl. Gut-Handeln und Nicht-Handeln – siehe meine Bücher, insbesondere: "Postmoderne Ontologie" [2003] sowie "Vom Sein, vom Wahren und vom Guten" [2017]). Das Handeln wird hinterfragt durch die zehn W-Fragen (analog den Kategorien bei Aristoteles: Was? Wie? Wo? Wann? Wer? Wessen? Wem? Wen? Warum? Wozu?**). Das Sein ist der in die Leere hineingekommene, zum Dasein gewandelte Urgrund von allem, das Wahre ist die Religion und/oder die im gesamten Wahrgenommenen wie auch immer geartete Glaubenswahrheit, das Gute soll sein: die Bestimmung der Wissenschaften – meiner Meinung nach in einem soziologischen und ökologischen Paradigma. Dies entspricht dem Hauptzielpunkt meiner Philosophie: dass der Mensch, wenn er eine menschliche Zukunft will, sich soziologisch und ökologisch wird verbessern müssen (und dass er diese Verbesserung in den Wissenschaften, in den Geistes- und Naturwissenschaften, anstreben und verankern muss). Was sollte man in der heutigen Philosophie sonst postulieren und/oder propagieren? Natürlich ist die Forderung nach mehr Sozialgerechtigkeit und Umweltverträglichkeit letztlich international und global gemeint. Nach der Lösung des 1000-jährigen Ost-/West-Problems – die Lösung ist nach der Eskalation im Kalten Krieg gegen Ende des 20. Jahrhunderts (trotz aktueller Schwierigkeiten und Rückschritte) zumindest auf gutem Weg – steht heute das Süd-/Nord-Problem an (mit einer mindestens ebenso bedeutenden Problematik).

* Die Raum-Zeit-Welt hat für mich drei grundlegende Faktoren: 1. Ihre (einfache) Daseinsweise als Wesen vom Sein (im Dasein), 2. Ihre (doppelte) Kausalität in Ursache und Wirkung (regressiv und reflexiv) sowie Grund und Folge (progressiv und intentional), 3. Ihre (dreifache) Ausprägung in Gebundener Energie (in der Physik: 'Materie'), Energiefeld/Feldenergie ('Feld') und Freier Energie ('Energie') – einsehbar in den Wesenheiten der atomaren Ebene sowie (feldtheoretisch betrachtet) in allen übrigen Wesenheiten (die subatomare Ebene betrachte ich nicht, weil sie für mich nur ein mehr oder weniger chaotischer Zustand auf dem Weg zur Ordnung der atomaren Ebene darstellt, in welchem offenbar – wie die Quantentheorie sagt – die Energieformen sehr kurzfristig ineinander übergehen können). Dies – die Welt als Materie, Feld und Energie (mit dem Feld im Zentrum der Organisation) – entspricht meiner physikalischen Weltanschauung (bzw. meiner Anschauung der Welt in der ersten Dimension des Daseins [Existenz/Physik/Chemie – von der atomaren Ebene aus kann ferner ein dreifacher Zusammenhang im Aufbau zur Körperwelt formuliert werden: von Atom-Molekül-Körper; in der Körperwelt wiederum sind die Zusammenhänge als Verhältnisse und die menschlichen Verhältnisse als Beziehungen bezeichnet – alle Körper oder Dinge stehen in einfacheren oder komplexeren Zusammenhängen, Verhältnissen und Beziehungen zuneinander). Ich ordne diese Auffassung der Feldtheorie zu bzw. einer Physikalischen Feldtheorie (und sehe diese Auffassung als einen möglichen neuen [und sinnvolleren] Ansatz zu einer Grand Unified Theory in der Physik).

** Ich weiss (dies als Anmerkung für die Vertreter der linguistischen Wende), dass diese zehn W–Fragen sich v.a. auf den deutschen Sprachgebrauch beziehen – trotzdem scheinen sie mir geeignet dazu, die alten aristotelischen Kategorien (welche schon Kant – wenn auch nicht hinlänglich – uminterpretierte) adäquat zu vertreten.


Weltreligion, Maitreya und Alpha. Wenn ich in meinen Büchern (u.v.a.) auch im Rahmen von einer Weltreligion, in einer fernen und sehr fernen Zukunft, von Maitreya (Weltlehrer) und Alpha (Weltkönig) spreche, so mögen manche eine solche Esoterik* in der Religion - und erst recht in der Philosophie - für verfehlt betrachten. Meine Meinung dazu ist diese: dass weder die Religion noch die Philosophie noch auch die Wissenschaften gänzlich ohne Esoterik, Mystik und/oder Mythologie auskommen (ja selbst die Wissenschaften: weil [auch] sie die letzten Fragen [bis dato] nicht aus sich selber heraus lösen, beantworten und erklären können – wir können natürlich den Traum von einer alles erklärenden Wissenschaft weiterträumen, und das tun wir auch, aber davon, dass dies eine Realität wäre, sind wir noch immer sehr weit entfernt). Was ist meine religiöse Überzeugung? Ich bezeichne meine Konfession als christlich-ökumenisch – der reine Fundamentalismus hat kein sinnvolles Ziel, die reine Ökumene keinen festen Grund. Ich gehe vom Christus Jesus aus, und ich bin der Meinung, dass dieser für eine Person als religiöser Grund vollkommen genügen kann (im Sinn von Weg, Wahrheit und Leben**), nicht aber für die Ökumene in der Weltreligion. Demgegenüber bin ich (entgegen etwa Rudolf Steiner [oder auch Morris und Creme (bzw. der gesamten bisherigen Maitreya-Rezeption)]) der Meinung, dass keine religiöse Figur der Zukunft stärker und höher auftreten können wird als der Christus Jesus (der Messias ist im Menschlichen als solcher nicht zu übertreffen - wir können demnach nicht auf eine neue übermächtige Religion hoffen, sondern höchstens auf eine bescheidene Erklärung der Religion). Weitere Gesandte der Religion können für mich nur einen Sinn und Zweck haben, und das ist die Ökumene zwischen den Religionen und Ideologien (und ich sehe sie in diesem Sinn bloss als Ergänzungen zur bestehenden Religion – ich möchte deren Bedeutung also keineswegs hochspielen, sondern im Gegenteil: sie relativieren [wir können das Heil der Zukunft, so glaube ich, nicht mehr anders erwarten, als durch menschliches Nachdenken und menschliche Arbeit***, aber trotzdem]). Die Ökumene ist (nach Hans Küng) eine Voraussetzung für den Weltfrieden. Neue Religionen und Kirchen benötigen wir nicht unbedingt (die Ökumene kann - auch wenn das oft nicht einfach ist - innerhalb der bestehenden Religionen, Konfessionen und Kirchen vertreten werden [würde die Ökumene eine eigene Kirche bilden, wäre dies ein Konkurrenzwesen zu den bestehenden Kirchen, und als solches der Ökumene wahrscheinlich sogar eher abträglich als zuträglich: dieser Gedanke führt dazu, dass die Ökumene zwischen den religiösen und anderen Ideologien auch oder sogar wesentlich auch in der Philosophie vertreten werden muss (mit einer Ökumene, welche über die rein religiöse hinausgeht)]). Was gibt es überhaupt heute für einen allgemeinen Grund zum Glauben für einen Philosophen? Der Grund ist die Ordnung der Gedanken und Ideen (und deren Ausrichtung). Wenn eine Philosophie, welche mit dem Glauben gar nichts mehr anfangen kann, in einer reinen Kulturkritik aufgeht, dann ist das intellektuell zwar interessant, kulturell aber nicht unproblematisch. Ich sehe mich einerseits als Verteidiger des (religiösen) Glaubens, andererseits muss ich doch einwenden, dass insbesondere der Sozialismus – im Verbund mit dem Liberalismus – einen besseren und geregelteren sozialen Ausgleich geschaffen hat, als alle früheren Religionen, Konfessionen und Kirchen dies jemals vermochten (die Stärken und die Schwächen sowohl des Liberalismus wie auch des Sozialismus sind heute ebenfalls hinlänglich bekannt).

* Der Begriff der Esoterik hat offenbar zu verschiedenen Zeiten verschiedene Bedeutungen (und dasselbe gilt auch für den Begriff des Spiritualismus [und andere Begriffe, notabene - teils sind die verschiedenen Auffassungen sogar auch noch politisch mitgeprägt (wobei die spezifischen Interpretationen oft gar nicht so einfach zuzuordnen sind)]). Während er zu jener Zeit, in welcher ich in die Philosophie eingestiegen bin (in den früheren 1990-er Jahren) - und in den Jahren und Jahrzehnten davor - noch einen klar positiven Wert hatte, scheint ihm heute zunehmend ein negativer Wert beigemessen zu werden. Vielleicht müssten wir daher von einer hellen und einer dunklen Esoterik (und einem ebensolchen Spiritualismus) sprechen (ich möchte aber eigentlich solch allzu strikte Bewertungen eher unterlassen). Die Begriffe, wie ich sie verwende, sind im Zusammenhang mit meiner ganzen Philosophie zu sehen, einzuordnen und zu bewerten (das gilt für diese und natürlich auch für andere Begriffe). Für mich bedeutet Esoterik in erster Linie ein Phänomen der Religionsphilosophie (ähnlich der Auffassung von Steiner diesbezüglich).

** Ich möchte indes aufmerksam machen auf die schwierigen Perspektivenwechsel, die wir beim Lesen der Heiligen Schrift der Bibel beachten müssen - so heisst es z.B. über den Christus: zur (rechten) der himmlischen Kraft, aber (auf Erden) mitten unter uns. Die Bibel ist voller solcher Perspektivenwechsel (in einem Wechselspiel verschiedener Medien [wie etwa Himmel, Gott, Engel, Propheten, Christus, Apostel, Menschen]), die man verstehen muss, und die auch viele Missverständnisse im Zusammenhang mit diesem Buch erklären können.

*** Wir haben heute einen Überblick über die drei grössten Irrtümer der Menschen: 1. dass Gott das Gute schafft, ohne dass die Menschen etwas dazu tun müssten, 2. dass eine (philosophische) Ideologie das Gute schafft, ohne dass die Menschen etwas dazu tun müssten, 3. dass die Wissenschaft das Gute schafft, ohne dass die Menschen etwas dazu tun müssten. Es macht jedoch auch keinen Sinn, diese Dinge zu verleugnen. Was wir tun müssen, ist: den Wert des Menschen in allem erhöhen. Wir brauchen dafür keinen Übermenschen, sondern einen Superhumanismus (jedoch keinen unbewussten - welcher den Menschen ins Zentrum stellt gegen alles andere - sondern einen bewussten, welcher sich bewusst ist, dass das Wohl der Menschen auch von den anderen Dingen abhängt). Ich denke, dass dieser Gedanke (oder diese Entwicklung, falls sich - trotz allem politischen Reaktionismus der Gegenwart - schon Ansätze dazu zeigen) aus den Krisen des 20. Jahrhunderts entstanden ist: mit (u.a.) zwei schlimmen Weltkriegen, einer vernichtenden philosophischen Kulturkritik und einer epochalen Ökoproblematik. Alles Dinge, die den Menschen gezeigt haben, dass es so nicht mehr lange weitergehen kann. Wir wissen das heute und müssen uns unsere Gedanken dazu machen. Sicher ist ein Superhumanismus nur ein Traum, aber die Träume sind das wichtigste Kapital der Menschen. (Ich sage das nicht von irgendwoher, sondern vom Rand aus von einem der reichsten, bestorganisiertesten, saubersten, engsten und kleinbürgerlichsten Länder der Welt [manche Leute denken, dies sei immer so gewesen, aber das stimmt natürlich nicht: früher waren die Schweizer in ganz Europa bekannt als Reisläufer und Stallknechte, und dies nicht ohne Grund, aber item].)


Politik und Bezeichnung. Ich sehe die Aufklärung als das ewige Wirken der Philosophie – allerdings nicht im alten Sinn (des 18. Jahrhunderts: alleine gegen alte Ordnungen), sondern im Sinn einer neuen Aufklärung nach allen Seiten hin. Weltpolitisch gehöre ich zu den Vertretern einer Weltregierung – die Stärken und Schwächen einer solchen sind jedoch genau zu analysieren und zu beobachten. Es wird eine richtige Zeit dafür geben, welche heute – vielleicht auch aufgrund von demokratischen Mängeln in der Weltpolitik – noch nicht da zu sein scheint (obwohl schon gewisse Ansätze und Notwendigkeiten heute einsehbar sind). Es scheint letztlich keinen Grund dafür zu geben, wieso ausgerechnet in der Welt im Gesamten keine Regierung bestehen soll, wenn doch alle Territorien der Welt eine Regierung haben. Es gibt globale Probleme, welche vermutlich nicht anders gelöst werden können, als mit einer Weltregierung. Diese Probleme – wie das ökologische Problem, die Welthungerfrage oder auch der Regierungsmissbrauch auf allen Ebenen der Regierungstätigkeit, u.a. – müssen nicht nur gelöst werden, sondern die entsprechenden Lösungen müssen auch gesichert werden. Wo sich Menschen zusammentun, entstehen Regierungen gegen Willkür, Chaos und Unrecht. In der Ökonomie, welche ein sehr bedeutender Faktor auch der Politik ist (wir sehen das auch in den grossen Ideologien, die im Zuge der Aufklärung entstanden sind), vertrete ich eine Mischform zwischen liberalistischen und sozialistischen Anliegen – die Stärken beider Einstellungen sollten genutzt, die Schwächen je verhindert werden. Daraus entsteht jene – durchaus aber noch verbesserungsfähige – Soziale Marktwirtschaft, die sich in der Politik des 20. Jahrhunderts herausgebildet hat. Es ist sowohl eine sozial abgemilderte freie Marktwirtschaft denkbar, wie auch eine freiheitlich ergänzte soziale Staatswirtschaft. Das Verhältnis zwischen dem Liberalismus und dem Sozialismus wird in einer Demokratie durch die Politik von den Bürgern festgelegt. Der soziale Ausgleich sollte durch eine starke Wissenschaft der Soziologie gesichert werden (Soziale Sicherung – diese kann durch eine fest abgesicherte, krisenresistente Sozialhilfe oder evtl. durch ein allgemeines Grundeinkommen gewährleistet werden). Ich hoffe, ich habe mit diesen kurzen und knappen Ausführungen meine Grundphilosophie so dargelegt, dass sie allgemein verständlich ist (kürzer und knapper geht es vermutlich nicht). Meine Philosophie nenne ich: Integralontologie (in einer begrifflichen Gegenüberstellung zur Fundamentalontologie von Heidegger).


Abschliessend/Weiteres. Als ausseruniversitärer Autodidakt stehe ich in keiner besonderen philosophischen Tradition (nicht einmal innerhalb der Ontologie), habe mich aber gerade auch deswegen besonders intensiv mit der gesamten Philosophiegeschichte auseinandergesetzt. In meiner Philosophie trete ich insbesondere der grossen Lüge vom Ende der Metaphysik entgegen (etwa bei Blumenberg, Foucault oder Rorty, früher bei Armstrong, Sartre oder Quine, abgeschwächt bei Heidegger, ansatzweise bei Kierkegaard, Nietzsche oder Wittgenstein [u.v.a.]), ebenso der grossen Lüge vom Ende der Systematik in der Philosophie. Die systematische Philosophie stand im 20. Jahrhundert zwar nicht im Vordergrund, sondern im Hintergrund, kann aber doch etwa mit Alexander, Hartmann oder Gebser einige bedeutende Vertreter vorweisen. Es wird in der Zukunft weder eine reine Religion noch eine reine Philosophie noch eine reine Wissenschaft geben, demgegenüber aber auch kein Ende derselben. Die Philosophie ist noch immer zuständig sogar für die Systematik in der Wissenschaft, da es keine Gesamtwissenschaft gibt, sondern nur Einzelwissenschaften bzw. sogar nur Teildisziplinen und Forschungsgebiete. (Leute, welche ein Ende der Metaphysik, der Philosophie und/oder der Systematik behauptet haben und weiter behaupten, bezichtige ich – seien sie auch noch so prominent innerhalb der Philosophiegeschichte – in diesem Punkt des blossen, unsinnigen und hohlen Geschwätzes. Nichts von allem geht verloren, schon gar nicht in der gegenwärtigen und kommenden digitalen und virtuellen Welt der gespeicherten Informationen, und die Ansätze von allem bleiben zur weiteren Entwicklung immer vorhanden. Die Datenmengen machen diese Weiterentwicklung zwar nicht einfacher oder leichter, aber doch – und dies gesehen auf eine ferne bis sehr ferne Zeit – eben: weiterhin immer möglich. Ich möchte dem drei Hauptsätze der ontologischen Philosophie anschliessen [und mit diesen diese Kurzdarstellung meiner Philosophie abschlieissen]: 1. Alles Seiende ist, und es gibt kein Nichtseiendes [Parmenides], 2. Es gibt eine Wissenschaft vom Seienden als solchem [Aristoteles (bzw. eine Wissenschaft, die vom Seienden als solchem ausgeht)], 3. Nichts Seiendes, was gewesen ist, kann je wieder ungewesen sein [da alles Seiende und Gewesen-Seiende – und insbesondere auch jeder Mensch auf Erden, mögen sie im Grossen auch noch so klein erscheinen – seine Spuren in der Welt hinterlässt, die aufgrund der kausalen Weltbedingungen unendlich und unausgelöscht in die Zukunft fortexistieren; der Mensch kommt also nicht nur von einer unglaublich fernen Zeit her, sondern er wirkt auch auf eine unglaublich ferne Zeit hin: das können und sollen wir von Zeit zu Zeit bedenken bei all den heutigen Individualitäts– und Freiheitsidealen; wir leben jedoch in einer ambivalenten Zeit, in einer Zeit, deren Hauptbegriff die Ambivalenz ist: von Information und Propaganda/Desinformation, Freiheit und Ordnung/Überwachung, Mehr Freizeit und mehr Arbeitsdruck (auch mehr Freizeitdruck, notabene), Immer verrücktere Fantasy im Kino und immer striktere Normierung im Alltag, Neuem Atheismus und Neuer Religiosität, Zunehmender politischer Links-/Rechtspolarität, Technikverherrlichung und Technikangst, usw. usf., etc. etc. – manchmal denke ich sogar, dass es einen Kreislauf gibt von Magiern, Propheten, Philosophen und Wissenschaftlern, und dass wir in einer Zeit leben, in welcher wieder die Magier an der Reihe sind*, aber ich könnte, würde und möchte dies nicht mit Bestimmheit sagen, was wissen wir?, ich nenne diese Zeit Spätmoderne, und es könnte eine lange, schwierige und verwirrliche Zeit werden – desto wichtiger ist, gerade in solchen Zeiten, die Klarheit, notabene].)

* Dies bedeutet nicht, dass wir Technik verlieren würden. Die Schrift besteht in der Menschenkultur – durch verschiedene Paradigmen hindurch – seit 3000 v. Chr., der Schiffsbau seit 6000 v. Chr., das Rad seit 9000 v. Chr., der Ackerbau seit 10'000 v. Chr., das Feuer gar seit einer Million Jahren. Die Dinge gehen nicht verloren, und wie sich ein jeweiliges Paradigma genau äussern wird, das können wir im Voraus nicht sagen. Wir können nur feststellen, dass das Magische derzeit an Einfluss gewinnt, das Rationale dagegen an Einfluss verliert (einer der ersten, welcher in einer voraussagerischen, seherischen Art und Weise davon gesprochen hat, war übrigens der jamaikanische Musiker Robert Nesta 'Bob' Marley ["Natural Mystic", 1977 – freilich ist das Phänomen von einem unabgeschlossenen und unerfüllten Paradigma der Wissenschaft in der Kultur schon früher bedeutend aufgetreten, etwa im Film des 20. Jahrhunderts und in der Literatur des 19. Jahrhunderts]). Ich denke, dass die Menschen auf solche zyklischen Paradigmen einen gewissen Einfluss nehmen, dass sie sie aber nicht gänzlich umkehren können. Es gibt übrigens verschiedene Paradigmen, auch etwa ein kulturelles oder ein astrologisches, und andere, die sich gemeinsam zu einem aktuellen Paradigma ergänzen. (Wir können also nicht meinen, dass wir alleine anhand von einem einzigen Faktor eine aktuelle oder kommende Zeit bestimmen könnten.)


Was sind die Neuigkeiten und die Wichtigkeiten in meiner Philosophie? Da gibt es einige. Wiederaufnahme der systematischen Philosophie (wider die reine Kulturkritik dieser Zeit). Neubegründung einer ontologischen Systematik (gegenüber Hartmann). Tiefen- und Integralontologische Erwägungen (gegenüber Heidegger). Neue Begründung eines philosophischen Urgrundes der Welt. Darstellung der Philosophie-, Kultur- und Ideengeschichte von der Urzeit bis zur Aktualität (mit ideengeschichtlicher Erweiterung der reinen Philosophie). Tafel der Philosophen nach Richtungen (sowie ausführlichste Liste der Philosophen aller Zeiten und Richtungen [auf meiner Website]). Grundlegende Anwendung der Feldtheorie in der Physik (als grundsätzlich neuer Ansatz zu einer physikalischen bzw. wissenschaftlichen Grand Unified Theory). Erklärung zum Ursprung der materiellen Welt (anhand des Periodensystems der Elemente). Neue Ausrichtung der Wissenschaften in einem soziologischen und ökologischen Sinn. Betrachtung der Weltreligion. Erwägung einer modernen Himmelsordnung in der Theologie/Esoterik. Maitreya- und Alpha-Rezeption. Christus-Behauptung gegen übertriebene Esoterik (sowie neureligiöse Phänomene der Spätmoderne, welche die Tradition der Religion nicht beachten). Betrachtung der Schweizer Politik als (kleines) Teilgebiet der politischen Philosophie*. Gedanken zur Gegenwart und Zukunft der Schweizer Politik. Und schliesslich: Pioniertätigkeit im Bereich der Webphilosophie. (Dies sind - u.a. - etwa die wesentlichsten Punkte aus meiner rund 25-jährigen philosophischen Tätigkeit.)

* Das ist sicher erklärungsbedürftig. Die Schweizer haben abseits der grossen philosophischen Diskussion - und sogar abseits der grossen Weltpolitik - eine Direkte Demokratie begründet (im Wesentlichen mit den demokratischen Erweiterungen 1874 [Fakultatives Gesetzesreferendum] und 1891 [Verfassungsinitiative]). Sie haben (nach der Begründung des Bundesstaates 1848) nicht allzu lange theoretisiert, sondern einfach gehandelt (frei nach Marx, quasi: es kömmt darauf an, die Welt zu verändern, eigentlich hätte er sagen sollen: sie zu verbessern [und - wenn es um die ganz grossen Dinge und deren Realisierung geht - nicht alleine im reinen Glauben und/oder im reinen Denken zu verharren]). So haben sie sich gesagt: lasst das Volk entscheiden über die neuen und die alten Dinge. Natürlich aber gehört die Direkte Demokratie auch in das Feld der politischen Philosophie - als weitestgehende Demokratie, welche es in der Welt bis dato gibt. Erstaunlicherweise sind sogar einige Philosophen an der Entstehung der Demokratie in der Schweiz und speziell auch der Direkten Demokratie beteiligt (auch dies rechtfertigt diesen Ansatz bzw. diese Auffassung [des Einbezugs der Schweizer Politik in die Philosophiegeschichte]). In der heutigen politischen Situation müssen wir vielleicht sogar sagen: das Überleben der Direkten Demokratie in der Schweiz wird davon abhängen, wie sie von aussen bzw. von den europäischen (und vielleicht sogar von den weltweiten) Mächten betrachtet wird. Dafür aber müssen wir sie stärker und besser thematisieren und positionieren. Für mich ist die Politik ein sehr wichtiges Thema der Philosophie - wenn nicht sogar das Haupt- und/oder Endthema. Hierin folge ich insbesondere Marx und Sartre (nicht in deren Philosophie, aber in deren Behauptung von der Bedeutung der Politik). Es ist für mich daher fast unvorstellbar, dass die Direkte Demokratie in der Philosophie heute keine Rolle spielt. Die Philosophie ist eigentlich die Sache des Denkens, aber ihre Infragestellung erfolgt dann, wenn sie eine falsche Politik betreibt oder gar keine (d.h. wenn sie falsche Grundlagen für eine falsche Politik setzt, oder wenn sie im reinen Denken verharrt, was vielleicht einer Person alleine nützen kann, nicht aber einer Gesellschaft oder einer Menschheit [die ersten politischen Philosophen waren - nicht ganz unbedeutend - Platon und Aristoteles, weitere etwa die Staatstheoretiker, die Aufklärer, Kant und eben Marx und Sartre: durch die Politik gestalten wir das Recht und die Zukunft der Menschen; eine Philosophie, die nicht politisch ist, soweit dies überhaupt möglich ist in der heutigen Zeit, ist legitim, aber sie kann nicht den Anspruch haben, die Zukunft aktiv mitzugestalten: Philosophie und Politik, das ist und bleibt ein sehr interessantes Thema]).

Die Weltformel der Wissenschaft ist schon längstens gefunden (E=mc2), der weiseste Satz der Philosophie ist auch bereits gesprochen («Sapere aude») und selbst das motivierendste Wort der Religion («Fürchtet euch nicht!»). Offenbar gibt es aber dennoch immer wieder genügend Gründe für die Philosophie.


Bücher.

Postmoderne Ontologie (2003). In diesem Buch ist meine philosophische/ontologische Systematik vom (Da-) Sein dargelegt und erklärt. Dieses philosophische Schichtenmodell basiert auf den fünf Grundeinheiten (Dimensionen): (Da-) Sein, Leben, Glauben, (Nach-) Denken, Handeln. Im Grundbuch meines Denkens sind viele weitere Gedanken zu verschiedenen Themen angeführt (zu den Bereichen Philosophie [Verschiedenes], Wissenschaft [Natur- und Geisteswissenschaften (Physikalische Erklärungsversuche zur Entstehung der Welt, Postulat der Soziologie als Führerin der Sozialwissenschaften)], Religion [Christentum und Weltreligion (Himmelsordnung)], Esoterik). [612 Seiten.]

Politika 2000+ (2016). In diesem Buch gebe ich Anregungen für die (Schweizer) Politik, anhand eines 13-Punkte-Programms (welches ursprünglich als Parteiprogramm für eine neue Partei gedacht war, welche dann aber nicht gegründet wurde [stattdessen flossen die entsprechenden Ideen in dieses Buch ein]). Zentrale Punkte sind etwa: EU-Beitritt mit Sonderstatus (zum Schutz der Direkten Demokratie), Allgemeine Anerkennung der Sozialen Marktwirtschaft – evtl. mit einer Festlegung des Begriffs in der Bundesverfassung als offizielle Bezeichnung der Wirtschaftsordnung – oder Wahl- und Stimmpflicht für Schweizer sowie Wahl- und Stimmrecht für Ausländer. [124 Seiten.]

Vom Sein, vom Wahren und vom Guten (2017). In diesem Buch, welches als mein Hauptwerk deklariert ist, gebe ich einen Überblick über meine Gedanken zur Philosophie, Religion und Wissenschaft. Mit einer Verfeinerung meiner Systematik vom (Da-) Sein (sowie weiteren philosophischen Überlegungen zur Metaphysik, Systematik, Logik, Ethik und Politik), einer Maitreya- und Alpha-Rezeption in der Weltreligion sowie meinen Postulaten von der Soziologie als Führerin der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie der Ökologie als Führerin der Natur-, Technik- und Ökowissenschaften. Meine Philosophie zielt damit letztlich auf eine soziologische und ökologische Ausrichtung in den Wissenschaften. [144 Seiten.]

Geschichte der Philosophie (2018). In diesem Buch liefere ich eine Dar-stellung der Philosophiegeschichte – von der Ur-Idee bis zum Welt-All. Dazwischen liegt ein weites Feld der Menschheits-, Kultur- und Ideen-geschichte, oder eben: die Philosophiegeschichte (inkl. Religion und Wissenschaft), gegliedert in die Zeitepochen der Antike, des Mittelalters (Christentum), der Neuzeit (Wissenschaft, 17./ 18. Jh.) sowie deren Moderne: Moderne I (Aufklärung/Liberalismus, 18./19. Jh.), Moderne II (Sozialismus, 19./20. Jh.), Moderne III (oder: Spätmoderne, Existentialismus, 20./21. Jh.). Angeführt ist eine Tafel zu den Philosophen nach Richtungen sowie eine Zusammenfassung meiner eigenen Philosophie (auf den Punkt gebracht). [288 Seiten.]

P.S. Dieser Text ist Bestandteil meines vierten Buches "Geschichte der Philosophie - Von der Ur-Idee zum Welt-All" (2018). Er entspricht der Zusammenfassung meiner Philosophie, wie sie in diesem Buch gegeben ist. (Siehe auch: Verlag-Seite und Philorel-Seite).



Nachträge. Ich gehe in meiner Philosophie von drei Teilgebieten der Philosophie aus: Metaphysik, Systematik, Logik, Ethik, Politik. Die Metaphysik - also: die Philosophie des Seins - ist für mich die Bestimmung des Seins als Urgrund der Philosophie und damit die Voraussetzung von aller Philosophie, sich grundsätzlich mit dem gesamten (Da-) Sein bzw. Seienden auseinanderzusetzen und nicht bloss mit ausgewählten (tendenziösen) Teilen desselben. Die Systematik ist für mich das Erheben eines (philosophischen) Systems als geistiges Modell der Wirklichkeit des Seienden (Realität [inkl. Idealität der Realität]). Die Logik ist für mich die Vorstellung vom Ineinandergreifen der Faktoren des Systems (auf das System bezogen) oder der Dinge bzw. des Seienden der Welt überhaupt (allgemein). Die Ethik ist für mich die Erwägung davon, wie Menschen gut zusammenleben wollen - es ist die Konzentration der Philosophie auf das Menschliche. Die Politik ist für mich das Gebiet, auf welchem eine Ethik für eine bestimmte Gesellschaft von Menschen besprochen und ausgehandelt wird (von der lokalen über die regionale und nationale bis zur supranationalen bzw. kontinentalen und terrestrischen [und allenfalls extraterrestrischen bzw. galaktischen und intergalaktischen bzw. universalen (und allenfalls multiversalen)] Ebene). [Sommer 2018.]

Drei Gesetze des (Da-) Seins. 1. Nichts in der Welt entsteht zweifach, sondern alles nur einfach - an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit. 2. Überall, wo etwas entsteht, entsteht es aus Mangel an etwas (darum frag dich, was heute fehlt, und du weisst, was morgen ist). 3. Was über das Sein hinausgeht, ist das Wesen (im Dasein [Ausdehnung, Ausprägung - siehe auch: Thomas von Aquino (De ente et essentia), hier: Wesen als Was-Sein [im Dasein], Sein als das Sein]). Bei den Entstehungen in Satz 1 und 2 sind neue Entstehungen gemeint.

Ich würde aus heutiger Optik allfällig kommende religiöse Ereignisse als rein geistige Phänomene deuten (wie ich es in meinen Büchern schon angetönt habe).


Die Startseite dieser Website.
INTERNE NAVIGATION

Allgemeine Seiten   -   HOMEPAGE   Sitemap   Person   Kontakt   -
Philosophie und Kultur   -   Philorel   myphilosophy   Philotimeline   Verlag   Spiele   -
Web und Info   -   Links   Internetbegriffe   Web-Publishing   -    Schweiz   -    Daten    Geschichte    Wahlen    -

SCREEN-ZOOM. 0.5, 0.75, 0.8, 0.9, 1.0, 1.1, 1.2, 1.25, 1.5, 2.0.

© Hirt Verlag + Publikation