Meine Philosophie (auf den Punkt gebracht).



Hier versuche ich, meine Philosophie kurz und internetgerecht(er) darzustellen. Der erste Versuch ist etwas zu ausführlich geworden, also versuche ich es noch einmal.



Die Kürzestformel meiner Philosophie heisst: "Sein, Leben, Glauben, Denken, Handeln - Ernst und Spiel." (Letztere [Zwei] werden in meinem nächsten Buch die Hauptrolle spielen, Erstere [Fünf] entsprechen den Kernbegriffen meiner philosophischen Systematik vom [Da-] Sein.) Was damit in etwa gemeint ist, das ist in den folgenden Abschnitten dargelegt.

System und Ausrichtung. Braucht der Mensch ein Weltbild oder nicht? Der erste Philosoph, welcher ein philosophisches Weltsystem aufstellte, war Empedokles. Für ihn bestand die Welt aus vier Elementen (Erde, Wasser, Luft, Feuer) und zwei Kräften (Liebe, Streit). Das ist ein Weltsystem. Heute sollten wir ein bisschen weiter sein, aber sind wir das wirklich? Die Physik hat die Elementenlehre von Empedokles verworfen, und die Philosophen haben manch anderes erwogen. Die heutige Philosophie aber kann und will kein Weltsystem mehr anbieten. Ein bedeutender Grund dafür ist vermutlich die Enttäuschung mit den grossen politischen Systemen, aber das waren ja keine Weltsysteme, sondern eben nur politische Systeme. Man kann zwar sagen, dass derjenige, welcher die Welt verändern will, die Politik verändern muss, aber trotzdem sind politische Systeme keine philosophischen Weltsysteme - sondern: sie sind politisch tendenziös (daher bin ich in der Politik für einen vernünftigen Ausgleich der Tendenzen [wie es in der schweizerischen Politik einigermassen bzw. derzeit am Besten gegeben zu sein scheint]). Die Politik bestimmte das Weltgeschehen im 20. Jahrhundert, mit dem politischen Kampf zwischen dem Liberalismus und dem Sozialismus. Auch die Philosophie ist im 20. Jahrhundert politisch geworden (zumindest ein bedeutender Teil der Philosophie, und in diesem Prozess der Politisierung von allem stecken wir immer noch drin). Unser heutiges Weltbild wird aber v.a. auch von der Wissenschaft geprägt - so bedeutend, dass wir offenbar meinen: die Wissenschaft wird schon alles richten und wir benötigen gar kein (philosophisches) Weltbild mehr. Im 20. Jahrhundert gab es nur wenige Systemphilosophen - ich sehe zwei Namen diesbezüglich im Vordergrund: Hartmann (Aufbau der realen Welt: Unorganisches, Leben, Seele, Geist) und Gebser (Strukturmodell der Bewusstseinsgeschichte: Archaisches, Magisches, Mythisches, Mentales, Integrales [vgl. Integrale Theorie]). Beide vertraten ein sogenanntes Schichtenmodell bzw. ein System mit verschiedenen Ebenen - das tue ich ebenfalls (und schliesse mich in meiner Systematik damit philosophiegeschichtlich an diese beiden Philosophen an). Meine Systematik vom (Da-) Sein hat fünf verschiedene Dimensionen: (Da-) Sein, Leben, Glauben, (Nach-) Denken und Handeln1 (sowie Gut-Handeln und Nicht-Handeln2). In meinem System steht also am Anfang das (Da-) Sein - mit der Erklärung von einer Schöpfung vom (reinen) Sein durch Gott ins Dasein3 - und am Ende das Handeln, d.h. das bewusste Tun: das Dasein ist sozusagen das erste Wesentliche der Welt, das Handeln die letzte bzw. bewusste bzw. bewusst gewählte Tätigkeit des Menschen (als Individuum) bzw. der Menschen (im Kollektiv): das ist der Sinn dieser Aufstellung (in der Mitte steht das Glauben, wobei ich hier nicht einen bestimmten religiösen Glauben meine, sondern das Glauben allgemein [jeder Mensch glaubt an irgendetwas, oder an verschiedene Dinge]). Die bedeutendsten Grundsätze in diesem bewussten Tun sind für mich - auf einer allgemein menschlichen Ebene - die Sozialgerechtigkeit und die Umweltverträglichkeit4.* Daher vertrete ich eine Neuausrichtung der Wissenschaften: die Naturwissenschaften sollen ökologisch, die Geisteswissenschaften soziologisch ausgerichtet werden5. Dies ist für mich die einzige Möglichkeit, wie wir den Problemen der Zukunft adäquat begegnen können.

* Der Begriff der Sozialgerechtigkeit ist sicher schwierig zu definieren. Einen kleinen Anhaltspunkt kann vielleicht das Credo der bürgerlichen Revolution im 18. Jahrhundert geben: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit (sowie Schwesterlichkeit [oder allgemein: Verwandtschaftlichkeit]). Die Revolution gegen einen unverhältnismässigen Absolutismus ist eigentlich gemacht, es würde nur noch gelten, sie adäquat umzusetzen, denn im Zuge der Revolution hat man versucht, ein Credo zu formulieren, welches allen und allem gerecht zu werden versucht. Zum Begriff der Umweltverträglichkeit kann man sagen, dass die Ökologie in der heutigen Philosophie eine erstaunlich untergeordnete Rolle spielt. Sie war kurze Zeit von einer gewissen Bedeutung - etwa bei Jonas oder Naess, v.a. aber auch in der esoterischen New-Age-Philosophie - spielt aber seither eigentlich keine Rolle mehr. Das zeigt auf welchen falschen und unzulänglichen Wegen die heutige Philosophie allgemein ist - wäre dies doch das eigentliche grosse Thema dieser Zeit. (Und so hat nicht die grosse Philosophie den Takt der Zeit vorgegeben, sondern eine kleine Schülerin musste dies tun [die 15-jährige Umweltaktivistin Greta Thunberg, welche drauf und dran ist, zur wichtigsten politischen Person der heutigen Zeit zu werden (!)]. Heidegger meinte schon, die Philosophie könne die Welt nicht mehr verändern - in jenem Sinn, wie Marx sie verändern wollte - aber vielleicht kann sie sie wenigstens noch ein bisschen verbessern: das müsste eigentlich das heutige Ziel sein [und nicht auf einen Gott zu warten, wie Heidegger vorschlug (nach der Christus-Erfahrung, meine ich, dass wir, wenn wir noch etwas von Gott wollen, uns zuerst würdig erweisen müssten dafür, dass wir wenigstens unsere eigenen Dinge mehr oder weniger im Griff haben: wir können nicht mehr einfach nur auf einen Gott warten, und wir brauchen eine aktive, nicht eine passive Menschheit [daher vertrete ich auch die Meinung, dass ein allfälliger weiterer Gesandter Gottes nicht kommen wird, um die Menschenwelt zu retten, sondern: dass die Menschen selber mit einer entsprechend verbesserten Welt seinen Weg ebnen müssten, damit er überhaupt in der Menschheit auftreten kann6; d.h. wir können die grössten Probleme der Zeit, der Zukunft und der Welt auch ohne Esoterik lösen: bedeutend ist, dass wir sie lösen])].)


Weiteres. Auf dem Weg zu meiner Philosophie gab und gibt es natürlich noch viele andere Erwägungen zu diesem und jenem. Das möchte ich aber hier nicht alles anführen, weil es sonst zu ausführlich wird und die Erfassung des Kerns im Ganzen untergeht - daher nur kurz ein paar Erwähnungen. Wozu habe ich mir sonst noch Gedanken gemacht? Die Philosophie habe ich eingeteilt in fünf (Grund-) Gebiete: Metaphysik, Systematik, Logik, Ethik, Politik7. In der Metaphysik habe ich die Frage nach dem Urgrund behandelt: der Urgrund ist das (Da-) Sein8 (Gott tritt in der Religion als Schöpfer vom Sein ins Dasein auf9). In der Logik habe ich die (regressive) Ursache-Wirkungs-Beziehung klar von der (intentionalen) Grund-Folge-Beziehung unterschieden10: das sind die beiden unterschiedlichen Grundprinzipien der Natur- und der Geisteswissenschaften. In der Ethik habe ich auf die erstaunliche Übereinkunft in der östlichen und westlichen Philosophie der Antike bezüglich der Tugend, welche auf die Mitte zielt, hingewiesen11 (Konfuzius/Aristoteles). In meinen Erwägungen zum Bewusstseinsbegriff habe ich von drei Faktoren des Ur-Bewusstseins gesprochen: Orientierung, Konzentration, Koordination12. Bezüglich der Raum-Zeit der Physik habe ich den Raum und die Zeit wechselseitig definiert: den Raum als Anordnung in der Zeit, die Zeit als Veränderung im Raum13 (so ähnlich zu finden auch bei Schelling [wobei ich das aber selbstständig erarbeitet habe*]). In der Physik habe ich ebenfalls eine feldtheoretische Ansicht des Daseins geliefert, mit den Faktoren der materiell gebundenen Energie, der organisierenden Feld-Energie und der freien Energie14. Bezüglich des in der heutigen Philosophie oft zitierten Leib-Seele-Problems habe ich darauf hingewiesen, dass dieses Problem längst gelöst ist durch die Vorstellung vom dreigliedrigen Menschen (Körper, Seele, Geist15, oder: Hand, Herz, Kopf [nach Pestalozzi]), wie sie u.a. in der Philosophie von Steiner vorkommt (die Vorstellung stammt, so habe ich einmal gelesen, von altägyptischen Wanderpredigern um die Zeit Christi - jedenfalls aus einer alten Zeit). In der Religion habe ich das Verhältnis zwischen dem Christus und dem kommenden Gesandten der Weltreligion zu klären versucht. Diese Figur ('Weltlehrer', 'Maitreya') steht für mich - im Gegensatz zur fast gesamten westlichen Maitreya-Rezeption - nicht höher als der Christus (sondern auf der selben Stufe16; zudem bin ich der Meinung, dass diese Figur auch weiblich sein könnte17 [das ist offen]). Ferner habe ich eine neue Himmelsordnung18 erwogen (dieses Thema wurde seit dem Mittelalter nicht mehr aufgegriffen). In diesen (religiösen) Fragen habe ich eine längere, schwierige persönliche Entwicklung durchgemacht (während der Aufbau der eigentlichen Philosophie eigentlich kontinuierlich und logisch erfolgte). In der Politik habe ich ein Buch geschrieben zur Schweizer Politik (immerhin das einzige direktdemokratische Land der Welt, und daher für mich auch von philosophischer Relevanz [in diesem Buch habe ich u.a. die Zauberformel19 besprochen [bzw. die Machtverteilung in systematisch-mathematisch-ästhetisch-symmetrisch-politologischer Hinsicht: wird im kommenden Essayband noch ausgeführt], einen EU-Beitritt der Schweiz mit Sonderstatus zum Schutz der direkten Demokratie vorgeschlagen20 sowie die Einführung der Wahlpflicht zur Aufhebung des Problems der Wahlbeteiligung unter 50% seit den späteren 1970-er Jahren21]). In der Wirtschaft habe ich ein Modell der Weltwirtschaft aufgestellt, in welchem die Produktionsfaktoren (Boden, Arbeit, Kapital) erweitert werden durch Sozialverträglichkeit und Umweltgerechtigkeit; dies ist mein modellhafter Vorschlag zu einer Verbesserung des Wirtschaftssystems22 - wir benötigen in Zukunft eine sozialgerechtere und umweltverträglichere Wirtschaft]). Schliesslich habe ich zwei verschiedene Zeiteinteilungen begründete: eine kulturgeschichtliche23 und eine astrologische Zeitrechnung24 (zu diesem Thema gibt es verschiedene Rechnungen, ich habe eine neue Rechnung dazu angeführt). Bedeutend ist sicher auch die Kleine Tafel der Philosophen nach Richtungen25 (was vermutlich der erste Versuch überhaupt ist, die gesamte Philosophie in einer Philosophenliste zu kategorisieren). Neue Themen gibt es teils im kommenden bzw. geplanten Essayband, u.a. bezüglich der Spieltheorie.

* Es kommt manchmal vor, dass man plötzlich herausfindet, dass ein anderer, früherer Philosoph etwas bereits so ähnlich gesagt oder verwendet hat - besonders als Generalist, der alles von Grund auf neu bedenken und begründen möchte (einerseits sind dies dann zwar interessante Bestätigungen, andererseits aber eben auch eine unbewusste Nachahmung [oder Erweiterung]). Ein anderer Fall in meinen Büchern ist etwa die Klassifizierung der Wissenschaften (im ersten Buch) - bereits vorgenommen von Comte (in ähnlicher Art und Weise). Ferner hat Morris bereits vor mir den Begriff von einer Weltreligion verwendet. Dies sind die (wenigen) Fälle, die mir in den letzten Jahren aufgefallen sind. Wo ich etwas bewusst erweitert habe, ist es meist auch so deklariert. Ansonsten sind die Gedankengänge in meinen Büchern reine und originale Eigenkreationen (unter der Berücksichtigung natürlich, dass man bei einer intensiven philosophischen Lektüre immer wieder auch von den verschiedensten Philosophen beeinflusst wird).



Meine bisher publizierten Bücher.

Postmoderne Ontologie (2003). In diesem Buch ist meine philosophische/ontologische Systematik vom (Da-) Sein dargelegt und erklärt. Dieses philosophische Schichtenmodell basiert auf den fünf Grundeinheiten (Dimensionen): (Da-) Sein, Leben, Glauben, (Nach-) Denken, Handeln. Im Grundbuch meines Denkens sind viele weitere Gedanken zu verschiedenen Themen angeführt (zu den Bereichen Philosophie [Verschiedenes], Wissenschaft [Natur- und Geisteswissenschaften (Physikalische Erklärungsversuche zur Entstehung der Welt, Postulat der Soziologie als Führerin der Sozialwissenschaften)], Religion [Christentum und Weltreligion (Himmelsordnung)], Esoterik). [612 Seiten.]

Politika 2000+ (2016). In diesem Buch gebe ich Anregungen für die (Schweizer) Politik, anhand eines 13-Punkte-Programms (welches ursprünglich als Parteiprogramm für eine neue Partei gedacht war, welche dann aber nicht gegründet wurde [stattdessen flossen die entsprechenden Ideen in dieses Buch ein]). Zentrale Punkte sind etwa: EU-Beitritt mit Sonderstatus (zum Schutz der Direkten Demokratie), Allgemeine Anerkennung der Sozialen Marktwirtschaft - evtl. mit einer Festlegung des Begriffs in der Bundesverfassung als offizielle Bezeichnung der Wirtschaftsordnung - oder Wahl- und Stimmpflicht für Schweizer sowie Wahl- und Stimmrecht für Ausländer. [124 Seiten.]

Vom Sein, vom Wahren und vom Guten (2017). In diesem Buch, welches als mein Hauptwerk deklariert ist, gebe ich einen Überblick über meine Gedanken zur Philosophie, Religion und Wissenschaft. Mit einer Verfeinerung meiner Systematik vom (Da-) Sein (sowie weiteren philosophischen Überlegungen zur Metaphysik, Systematik, Logik, Ethik und Politik), einer Maitreya- und Alpha-Rezeption in der Weltreligion sowie meinen Postulaten von der Soziologie als Führerin der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie der Ökologie als Führerin der Natur-, Technik- und Ökowissenschaften. Meine Philosophie zielt damit letztlich auf eine soziologische und ökologische Ausrichtung in den Wissenschaften. [144 Seiten.]

Geschichte der Philosophie (2018). In diesem Buch liefere ich eine Darstellung der Philosophiegeschichte - von der Ur-Idee bis zum Welt-All. Dazwischen liegt ein weites Feld der Menschheits-, Kultur- und Ideen-geschichte, oder eben: die Philosophiegeschichte (inkl. Religion und Wissenschaft), gegliedert in die Zeitepochen der Antike, des Mittelalters (Christentum), der Neuzeit (Wissenschaft, 17./ 18. Jh.) sowie deren Moderne: Moderne I (Aufklärung/Liberalismus, 18./19. Jh.), Moderne II (Sozialismus, 19./20. Jh.), Moderne III (oder: Spätmoderne, Existentialismus, 20./21. Jh.). Angeführt ist eine Tafel zu den Philosophen nach Richtungen sowie eine Zusammenfassung meiner eigenen Philosophie (auf den Punkt gebracht). [288 Seiten.]


Wo sich die entsprechenden Passagen der Kernpunkte meiner Philosophie (siehe: Text) in meinen Büchern finden. 1 Postmoderne Ontologie, Kap. 3.3-3.6 u. 3.8, S. 71-87 u. 92-101. 2 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 1.3, S. 33 u. 34. 3 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 1.2, S. 21-29. 4 Postmoderne Ontologie, Kap. 3.9, S. 101. 5 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 3.1, S. 118. 6 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 2.2., S. 98. 7 Politika 2000+, 5.[0], S. 108; Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 5.[0], S. 59. 8 Postmoderne Ontologie, Kap. 3,2, S. 65. 9 Postmoderne Ontologie, Kap. 3,2, S. 71. 10 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 3.3, S. 128. 11 Postmoderne Ontologie, Kap. 2.1 u. 2.2., S. 38 u. 39. 12 Geschichte der Philosophie, Kap. 7.[0], S. 276. 13 Postmoderne Ontologie, Kap. 3.3, S. 72. 14 Postmoderne Ontologie, Kap. 3.3, S. 72 u. 73. 15 Postmoderne Ontologie, Kap. 3.4, S. 76; Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 1.4, S. 55. 16 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 2.2, S. 91. 17 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 2.2, S. 92. 18 Postmoderne Ontologie, Kap. 12.3, S. 446-459; Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 2.1, S. 85-88. 19 Politika 2000+, Kap. 2.2, S. 35-37. 20 Politika 2000+, Kap. 3.4, S. 68 u. 69. 21 Politika 2000+, Kap. 3.7, S. 71 u. 72. 22 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 3.3, S. 139 u. 140. 23 Geschichte der Philosophie, Inhaltsverzeichnis, S. 5-6. 24 Postmoderne Ontologie, Kap. 11.4, S. 404-411; Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 2.2, S. 93-95. 25 Geschichte der Philosophie, Kap. 6, S. 255-273. Da ich in meinen Büchern jeweils auch eine Zusammenfassung meiner Philosophie bis dahin gemacht habe, finden sich die Dinge teils in verschiedenen Büchern - ich habe hier jeweils die Ersterwähnung bzw. die eigentliche oder bedeutende Erwähnung angegeben (wo zwei Erwähnungen gleich relevant sind, habe ich beide angegeben). Die Angaben zu meinem zweiten Buch "Politika 2000+" beziehen sich auf die 2. Auflage - die erste war leider fehlerhaft korrigiert, und ich betrachte diese daher als nicht relevant. Natürlich findet sich in meinen Büchern noch sehr viel mehr, was für den Leser je nach Interesse interessanter oder weniger interessant ist - dies ist eine Auflistung meiner vielleicht bedeutendsten Ideen. Das Meiste vom Diversen findet sich in meinem ersten Buch. Eine Darstellung der Philosophiegeschichte findet sich in meinem vierten Buch "Geschichte der Philosophie" (in diesem Buch findet sich auch eine Tafel der Philosophen nach Richtungen - dies ist der erste Versuch, eine allgemeingültige Ordnung in die Philosophiegeschichte zu bringen bzw. eine Art Klassifizierung der Philosophie).


Was ist Philosophie überhaupt? Die Menschen sind verschieden, und daher ist auch die Philosophie für verschiedene Menschen verschieden (das kann sie auch viel eher sein als Religion, welche im Kultus zur Gemeinschaft tendiert, und Wissenschaft, welche die Allgemeingültigkeit anstrebt). Fichte hat dies so beschrieben: "Was für eine Philosophie man wähle, hängt davon ab, was man für ein Mensch ist." Trotzdem gibt es wohl auch so etwas wie ein allgemeines, weitverbreitetes (klassisches) Klischee. Diesem gemäss ist Philosophie vielleicht etwas Schönes, Gutes und Luftiges. Im Gegensatz dazu war Philosophie im 20. Jahrhundert sehr oft kritizistisch bis negativistisch. Für mich besteht die Philosophie hauptsächlich aus Weltkonzepten und Ideengeschichte. Ich würde mich in der Philosophie eher als ein Generalist bezeichnen denn als ein Spezialist - trotzdem habe ich auch philosophische Hauptgebiete, etwa: Ontologie, Systematik und Spielphilosophie (sowie auch Esoterik [worunter ich nicht pseudozauberische Scharlatanerei verstehe, sondern spirituelle Alternative (inkl. Christologie und/oder Weltreligionsverständnis)] und Problematik [worunter ich die Problematik der Zeit verstehe (oder der Welt überhaupt - das ist ein neues Gebiet in der Philosophie und überhaupt, eines aber, welches sehr bedeutend ist für die Zukunft: wie wir Menschen mit [Welt-] Problemen umgehen)]). Summa summarum, vielleicht: spielt mehr (natürlich nicht nur Videospiele), glaubt an den Christus (und/oder was ihr sonst für gut und richtig haltet), lasst die Philosophen sein (bzw. arbeiten) und lenkt eure Wissenschaft in die richtige(n) Richtung(en).

Es gibt viele Kontroversen zwischen der Religion, der Philosophie und der Wissenschaft (die folgenden Aussagen sind überspitzt, um diese Kontroversen deutlich zu machen). Die extremsten Religionsvertreter können behaupten, es brauche keine Wissenschaft, weil ja alles von Gott bestimmt sei, und sie können auch behaupten, es brauche keine Philosophie - aus dem selben Grund. Die extremsten Philosophievertreter können behaupten, es brauche keine Religion, weil der Austausch (im Frieden) wichtiger ist als die Beharrlichkeit, und sie können auch behaupten, es brauche keine Wissenschaft, weil die Wissenschaft letztlich mit ihrer (härtesten) Technik alles zerstören statt erhalten würde*. Die extremsten Wissenschaftsvertreter können behaupten, es brauche keine Philosophie, weil die Philosophen nur Behauptungen aufstellen würden, ohne sie beweisen zu wollen/können, und sie können auch behaupten, es brauche keine Religion, weil der Gott, von welchem diese rede, (wissenschaftlich) nicht beweisbar sei. Natürlich gehöre ich nicht zu den extremsten Vertretern einer Zunft. Vielmehr bin ich der Meinung, dass die Menschen letztlich alles aufbieten müssen, was sie überhaupt zur Verfügung haben, um in dieser Welt bestehen zu können. Das heisst: wir benötigen eben letztlich alles - Religion, Philosophie und Wissenschaft - und von allem das Beste. Darum nehme ich alles gleich ernst und wichtig (wir könnten auch sagen, die Wissenschaft sei das Wichtigste, die Philosophie das Zweitwichtigste und die Religion das Drittwichtigste - oder irgendetwas Anderes, in einer anderen Reihenfolge - aber damit würden wir ja schon wieder anfangen mit den Abwertungen, die zu den Negierungen führen** [als Philosoph kann und will ich eben über dasjenige reden, welches über die reinen Ansichten hinausgeht, und ich versuche dies mit einer allgemeinverständlichen (durch eine breitabgestützte philosophische Lektüre geschulten) philosophischen Logik zu tun]). Ich bin auch der Meinung, dass alles Geistige - die Religion, die Philosophie und die Wissenschaft (vielleicht sogar auch Kunst und Spiel) - aus verschiedenen Gründen in der Zukunft gefährdet ist: zumindest in der Bedeutung, welche es in der Vergangenheit hatte und in der Gegenwart noch immer hat. Es ist eben alles kritisierbar und wird auch kritisiert (ohne Rücksicht auf Vorteile, welche dadurch errungen werden konnten, und ohne Rücksicht auf die Grundlage der Kultur). Für die Philosophie bedeutet die dreifache Form des Geistigen - als Religion, Philosophie und Wissenschaft (nebst etwa Kunst und Spiel) - dass sie der Wahrheit und dem Wissen verpflichtet ist, viel mehr aber noch der Weisheit bzw. (wörtlich) einer Freundschaft mit der Weisheit (nach Duden - philo: Freund, Verehrer [von etwas], Liebhaber, Anhänger; Liebe, Verehrung, Neigung [zu etwas], wissenschaftliche Beschäftigung; sophie/sophia: Weisheit).

* Die Sätze der Religions- und Wissenschaftsvertreter liegen vielleicht hier eher auf der Hand, als jene der Philosophievertreter (man findet aber hierzu durchaus Philosophen, von welchen sich das ableiten liesse [etwa: Xenophon/Capra]). Man könnte vielleicht auch andere Sätze nehmen für die Philosophie, weil sie so weit und breit ist, ich habe jetzt aber diese genommen. Schon Hegel musste indes die Philosophie gegen eine Wissenschaft verteidigen, welche sich immer mehr von ihr abwandte. Er meinte: «Sie [Anm. die Philosophie] wird häufig für ein formelles inhaltleeres Wissen gehalten, und es fehlt an der Einsicht, dass, was auch dem Inhalte nach in irgendeiner Kenntnis und Wissenschaft Wahrheit ist, diesen Namen allein dann verdienen kann, wenn es von der Philosophie erzeugt worden ist; dass die anderen Wissenschaften, sie mögen es mit Räsonieren ohne die Philosophie versuchen, soviel sie wollen, ohne sie nicht Leben, Geist, Wahrheit in ihnen zu haben vermögen.» [Georg Wilhelm Friedrich Hegel: "Phänomenologie des Geistes", 1804.] Vielleicht ist diese Position ein bisschen überheblich, jedoch auch verständlich - die Philosophie hat zwar nicht die gesamte Wissenschaft erzeugt, aber immerhin die Wissenschftstheorie geliefert (und die meisten Wissenschaftsgebiete kamen auch wirklich direkt aus der [Natur-] Philosophie heraus).

** Wir sollten auch nicht sagen, das Glauben, der Verstand oder die Vernunft sei wichtiger als das andere, sondern: wenn wir etwas glauben wollen, dann benötigen wir das Glauben, wenn wir etwas verstehen wollen, dann benötigen wir den Verstand, und wenn wir vernünftig sein wollen, dann benötigen wir die Vernunft. Wir können nicht mit der Vernunft verstehen, mit dem Verstand glauben, mit dem Glauben vernünftig sein, mit dem Verstand vernünftig sein, mit dem Glauben verstehen oder mit der Vernunft glauben. Sondern: das sind verschiedene Kräfte und Vermögen, auch wenn erst ihr Zusammenspiel den (ganzen) Menschen ausmachen (bzw. das ganze Denken des Menschen, denn es kommen im Bewusstsein ja noch das Fühlen von der Seele und das Empfinden vom Körper dazu [und schliesslich noch das Vor-, Nach- und/oder Unbewusstsein]).


Anmerkungen/Reaktionen. 'Absolute Wahrheit'. Manche Absolutheitsneurotiker meinen offenbar, die Philosophie suche und/oder behaupte 'Absolute Wahrheit' und greifen sie deswegen an. Interessanterweise war es ausgerechnet Einstein - der grosse Relativist - welcher sich noch anfangs des 20. Jahrhunderts bös verschätzte, was einsehbar ist, im berühmt gewordenen Zitat: «Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.» Dies entspricht dem alten wissenschaftlichen Determinismus davon, dass es eine absolute und begrenzte Wahrheit gibt (ausdrücklich behauptet bei Laplace [am Anfang des 19. Jahrhunderts]). Dies ist aber unmöglich, weil die Welt sich - wie wir spätestens seit Darwin und dessen Evolutionstheorie (in der Mitte des 19. Jahrhunderts) wissen sollten - ständig verändert. In einer Welt, die an jedem einzelnen Tag eine neue - und nicht nur eine andere (wie beim antiken Philosophen Heraklit), sondern auch eine erweiterte - Welt ist, quasi, kann gar niemand ernsthaft eine absolute Wahrheit begründen und vertreten. Das bedeutet natürlich überhaupt nicht - und hier machen die Absolutheitsneurotiker ihren Denkfehler - dass wir keinerlei Weltbild haben oder kreieren dürften, welches uns zu einem bestimmten Zeitpunkt adäquat erscheint. Und ferner... soll ich noch davon reden, dass die Phrase, wonach alles relativ sei (und nichts absolut), im Grunde ein Absolutismus ist (und vielleicht sogar der Schlimmste überhaupt?)? Dazu sage ich hier nichts - darunter kann sich jeder/jede selber etwas vorstellen. Hingegen möchte ich an dieser Stelle noch sagen, dass diejenigen, welche die Religion und die Philosophie zu vernichten trachten, auch danach trachten werden, die Wissenschaft zu vernichten (denn es hängt alles sehr viel mehr miteinander zusammen, als die meisten Leute denken - ich bin ein Verteidiger der Religion, der Philosophie und der Wissenschaft). Was Gott betrifft - in meiner Philosophie - so habe ich mir die Frage nie gestellt, ob Gott für mich ein absoluter oder ein relativer Gott ist, vermutlich eher ein relativer Gott (wir sprechen im Christentum ja auch von einem 'persönlichen Gott' und ein solcher ist sicher ein relativer Gott; ob man Gott als gross oder klein bezeichnet, tut keinen Abbruch: der Theologe Max Huber sagte, Gott sei im Christus ein Kind geworden - es geht bei der Konzeption von Gott doch nicht um die Bedeutung eines einziges Wortes). Ferner: ich bin auch gegen eine absolutistische Politik (jeglicher Art), aber deswegen sehe ich doch nicht in einem philosophischen System einen Absolutismus (die ganze Philosophiegeschichte zeigt ja eben gerade, dass es in der Philosophie immer wieder neue und verschiedene Systeme gibt; wie kann man da der Philosophie einen generellen Vorwurf von 'Absoluter Wahrheit' machen? Ich weiss nicht, ob dies nur kleingeistige und -karrierte Schweizer tun können, oder ob es auch andere Menschen gibt, die so denken). - Philosophie und Schweiz... ist eigentlich etwas, was irgendwie nicht zusammenzupassen scheint - und trotzdem bin ich Philosoph und Schweizer. Weltbedeutende Philosophen gibt es in der Schweizer eigentlich praktisch nicht: De Botton (nur in der Schweiz geboren) ist ebenso wenig ein richtiger Schweizer wie Rousseau (Genf gehörte noch nicht offiziell zur Eidgenossenschaft). Ganz anders sieht es bei den Schriftstellern aus, mit Frisch und Dürrenmatt im 20. Jahrhundert (diese erreichten, wohl nicht zuletzt dank einer gewissen Kulturschwäche in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, eine gewisse Weltbedeutung), oder auch bei den Theologen übrigens, mit Barth und Küng, oder auch bei den Psychologen und Psychiatern, mit Bleuler und Piaget. Die bedeutendsten Schweizer Philosophen im 20. Jahrhundert - vermutlich: Häberlin und Künzli (nicht Fritz Künzli, der Fussballer, sondern Arnold Künzli, der Philosoph) - kennt heute bereits niemand mehr, und eigentlich hat sie auch damals nie jemand gekannt (ausser ein paar wenigen, die sich speziell mit Schweizer Philosophie beschäftigten). Eine solche Vernachlässigung der Philosophie in der Schweiz im 20./21. Jahrhundert - trotz einer SRF-Sendung namens "Sternstunde Philosophie", welche sogar eine der ersten ihrer Art war, welche aber auch nicht dazu geführt hat, dass irgendjemand auf der Strasse heute irgendeinen Schweizer Philosophen kennen würde - ist eigentlich trotzdem erstaunlich. Denn vor dem letzten Jahrhundert waren Philosophen zumindest innerhalb der Schweiz bedeutende Personen: sie waren wesentlich beteiligt beim Aufschwung der Aufklärung (siehe: Helvetische Gesellschaft - Hirzel, Iselin, Schlosser, Zimmermann, auch: Pestalozzi) und ebenso bei der Gründung des Bundesstaates (Troxler) und bei der Herausbildung der Direkten Philosophie (Lange). Immer wenn in der Schweiz früher etwas Positives geschehen ist, waren die Philosophen also mittendrin statt nur dabei. Das ist für mich Grund genug gewesen, quasi, mich auch mit der Schweizer Politik zu beschäftigen (und die realexistierende Direkte Demokratie als eine philosophisch relevante Sache zu betrachten [in meinem politischen Buch (2016)]), obwohl dies im weltphilosophischen Kontext einen so typischen schweizerischen Hauch von Provinzialität vermittelt (dieser ging nur wenigen deutschschweizerischen Philosophen ab, z.B. Hebler, welcher von Deutschland heimkehrte und dann nur noch hochdeutsch gesprochen haben soll, wie ich einmal gelesen habe [das ist vielleicht auch keine allzu authentische Variante]). Der Schweizer und die Schweizerin definieren sich in erster Linie traditionell durch ihre eidgenössische und freiheitliche Politik und modern auch durch deren Wirtschaft (die freiheitliche Wirtschaft in der Direkten Demokratie der schweizerischen Eidgenossenschaft), da braucht es eigentlich gar keine Philosophen mehr dazu (man braucht sicher noch Wissenschaftler und vielleicht sogar auch Theologen, aber Philosophen eigentlich nicht), denkt man/frau, aber trotzdem... ist hier von Philosophie die Rede. Auf Weltberühmtheit kann ich in meiner Philosophie übrigens sehr gut verzichten, nicht aber auf Weltrelevanz. Und daher nervt mich eigentlich nicht die Nichtbeachtung, sondern vielmehr die Ignoranz und Arroganz, welcher man in diesem Land nicht selten begegnet, wenn es um die Philosophie geht.

[P.S. Ich frage mich einigermassen, warum ich mich eigentlich wehren muss für Dinge, die ich auf meiner eigenen Website schreibe - das ist meine persönliche Website hier (manchmal habe ich das Gefühl, dass manche Leute heutzutage nicht einmal mehr unterscheiden können zwischen einer persönlichen Website eines einzelnen Menschen und einem Massenmedium; vielleicht kommt das auch von den Sozialen Medien, weil dort immer alle durcheinander reden: das ist kein Soziales Medium hier, das ist eine persönliche Website) - aber ich tue das trotzdem, weil es mich auch immer wieder weiterbringt in den Erklärungen. Dies sind Reaktionen auf die Onlinezeitung watson.ch von der AZ Media, einem der grössten Medien- und Zeitungsverlage in der Schweiz, und deren perfide und miese Propaganda, welche sie seit dem Jahr 2020 gegen die Philosophie veranstaltet (wie sie dies seit einigen Jahren schon gegen die Religion getan hat [übernommen vom Tagesanzeiger, insgesamt dauert diese Propagandakampagne bereits rund 15 Jahre, glaube ich] - ich könnte da einiges dazu sagen, möchte dies aber lieber nicht tun, sondern nur sagen, warum diese Reaktionen hier gegeben sind [was man da im Bereich der Religion gemacht hat, erscheint noch halbwegs nachvollziehbar, auch wenn ich diese Meinungen nicht teile, diese neu aufgekommene Philosophiefeindlichkeit kann ich jedoch ganz und gar nicht mehr nachvollziehen (es ist wohl eine relativ seltsame [und seltene] Krankheit, den Menschen das Glauben und das Denken austreiben zu wollen)].)


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