Meine Philosophie (auf den Punkt gebracht).


Hier ist das Allerwesentlichste über meine Philosophie kurz zusammengefasst. Meine Website beinhaltete zwar seit ihren Anfängen (2000/2001) philosophische Inhalte, aber ich habe bis zur Publikation meines dritten Buches (2017) eigentlich hier - ausser einem Verlagshinweis auf das erste Buch (bzw. die ersten zwei Bücher) - nie über meine eigene Philosophie gesprochen (Grund: vielleicht deswegen, weil ich für mich selber noch nicht in allen Bereichen auf einer hinreichenden Position angekommen war). Dies sei hiermit geändert bzw. nachgeholt.



I. Sloterdijks Frage. Können die Philosophen noch unsere Freunde sein? Die Frage, ob die alten verstaubten Philosophen überhaupt noch unsere Freunde sein können (vgl. Peter Sloterdijk: "Regeln für den Menschenpark", 1997/1999), traf mich abrupt mitten in meiner eigenen philosophischen Tätigkeit, welche ich in den frühen 1990-er Jahren begann - mit etwa 27 Jahren, quasi aus dem Nichts und einer grossen Lebens- und Sinnkrise heraus. Ich beantworte die Frage mit: ja. Auch wenn manche der früheren Gedanken uns im Einzelnen oder im Allgemeinen nicht mehr zeit- und sinngemäss erscheinen, so finden wir doch bei verschiedenen Philosophen verschiedene Gedanken, die interessant sind - und eben auch solche, die weniger interessant sind, oder uns weniger interessant erscheinen. Was wollen wir allgemein damit anfangen? Vielleicht nicht mehr und nicht weniger als dies: dass wir das Interessantere aus der Philosophie-, Kultur- und Ideengeschichte entnehmen und etwas damit anfangen und das weniger Interessante einfach stehen- und seinlassen (frei nach Paulus eigentlich: prüft alles und das Gute behaltet).

II. Mein Ausgangspunkt ist der Begriff vom (Da-) Sein. Ausgegangen bin ich philosophisch eigentlich vom französischen bzw. einem künstlerischen Existentialismus (v.a. mit Sartre, De Beauvoir und Camus - ich wollte ja ursprünglich, bevor ich mich mit der Philosophie beschäftigte, auch eigentlich belletristischer Schriftsteller werden). In der Auseinandersetzung mit dem Begriff des (Da-) Seins zeigte sich rasch, dass ein System um diesen Begriff, wie ich es begründen wollte, weg vom reinen Existentialismus und hin zu einer Ontologie führen muss. Das ist einer der zentralen Gedanken und Entwicklungen ganz im Anfang meiner Philosophie. Alle Seinsphilosophie beginnt mit Parmenides, in der Antike. Dieser meinte: Es kann kein Seiendes nichtsein, es kann aber auch kein Nichtseiendes sein. Dieser erste Satz der (sogenannt) Ersten Philosophie von Parmenides ist das tiefste und letzte - wie auch das einfachste, naheliegendste und offenste - Geheimnis der Seinslehre. Der Titel meines ersten Buches "Postmoderne Ontologie" beinhaltet - vermutlich sogar eher unbewusst - zwei grosse Richtungen der europäischen (Festland-) Philosophie des 20. Jahrhunderts: in Frankreich (Postmoderne bzw. Poststrukturalismus) und in Deutschland (Ontologie und Existenzphilosophie). Das ist ein schöner Zufall bzw. eine unbewusste Inspiration. Mit der Postmoderne meine ich jedoch eine Zeit, welche weit in der Zukunft liegt, und welche irrtümlicherweise zu früh von einigen französischen und anderen Philosophen bereits herbeigeredet wurde. Ich sehe die Postmoderne an und für sich als eine ethische Zeit: ich bin überzeugt davon, dass es eine ethische Position ist - vermutlich in Form von einem Weltethos (vgl. Küng) bzw. weltethischen Übereinkünften - welche die moderne Zeit, also die Zeit der sich ständig (und derzeit auch immer rascher) wandelnden Modi des Daseins, ablösen wird.

III. Und Heidegger? An Heidegger kommt man heute natürlich nicht vorbei, wenn man sich mit dem Begriff des Seins beschäftigt (auch wenn er wegen seiner zeitweiligen politischen Haltung etwas in Verruf geraten ist). Was mich an Heidegger am Meisten faszinierte, wie auch verstörte, war - wie ich auch im Klappentext meines ersten Buches schrieb - sein Begriff vom Ende der Philosophie. "Aletheia 1964: Martin Heidegger ruft das Ende der Philosophie aus. Nicht als wirklichen Schluss, aber als die Versammlung ihres Ganzen und ihrer äussersten Möglichkeiten. [...]." Der Ansatz von Heidegger ist interessant, aber irgendwie ist er dann doch nicht richtig weitergekommen und hat uns letztlich mehr Fragen als Antworten hinterlassen. Interessante Fragen aber immerhin - und eine eigentliche Aufgabe. Vom heutigen Standpunkt aus erwarte ich eher, dass wir vor einer Überflutung mit Philosophie und vor einer Inflation der Philosophen und Neos aller Arten und Weisen stehen, als vor einem Ende der Philosophie. Und vielleicht geht es heute auch eher darum, noch etwas zurechtzuschaffen vor der grossen Flut, als etwas abzuschliessen. Wie die Universitäten, als vergangene, gegenwärtige und vermutlich auch zukünftige Hauptträger des philosophischen Erbes, damit umgehen werden/wollen, dass die Übersicht in der Philosophie immer schwieriger wird, das steht in den Sternen geschrieben. Es wird je länger je mehr - zumal: wenn wir in Zeitdimensionen von Hunderten, Tausenden oder Zehntausenden von Jahren denken (wie sie ja zumindest absehbar sind [wenn wir nicht gerade der schlimmsten Apokalyptik folgen wollen]) - nicht nur eine Archivierung, sondern auch eine Konzentrierung des Wissens gefragt sein.

IV. Die Kernpunkte meiner Philosophie. Ich betrachte die Philosohpie nicht abgeschottet, sondern in Zusammenhängen - primär in einem Zusammenhang und Spannungsverhältnis von Religion (inkl. Esoterik), Philosophie (inkl. Kunst) und Wissenschaft (inkl. Wirtschaft). Die Philosophie teile ich in fünf philosophische Einzeldisziplinen oder Teilgebiete ein: Metaphysik, Systematik, Logik, Ethik und Politik. Ich beschäftige mich mit all diesen Teilgebieten, d.h. mit der gesamten Philosophie. Mein erstes und ursprüngliches Ziel in der Philosophie war die Anfertigung eines neuen philosophischen Systems bzw. Weltbildes. Schliesslich entwickelte sich die Systematik vom (Da-) Sein mit fünf verschiedenen Dimensionen: vom (Da-) Sein, vom Leben, vom Glauben, vom (Nach-) Denken und vom Handeln (Anmerkung: die Dimension vom Glauben kann sowohl religiös wie auch nicht-religiös aufgefasst werden [als: der Glaube(n) oder das Glauben - dieses philosophische System ist also offen konzipiert worden, für jeglichen religiösen Bezug wie auch für eine unreligiöse Auffassung]). Dieses philosophische bzw. ontologische System - inkl. viele Gedanken zu weiteren Themen, die sich in einem breit gefächerten Essayismus dazu ergeben hatten, publizierte ich in meinem ersten Buch ("Postmoderne Ontologie", 2003). In meinem zweiten Buch ("Politika 2000+", 2016) ging es um eine politische Erwägung - im Besonderen geht es darum um die Schweizer Politik, mit 13 Punkte zu derselben. Bezüglich der Weltpolitik habe ich die grosse Bedeutung der supranationalen Organisationen betont. Ein weiteres Thema im zweiten Buch war die Ethik, in welcher ich drei verschiedene Bereiche sehe: die Kondition, die Mediation und die Perfektion. Der Mensch strebt die Perfektion an, aber er erreicht sie meist nicht. Politisch wie ethisch und alltäglich am Bedeutendsten ist die Position der Mitte. In einer kurzen Definition und Deklarierung meiner Philosophie kam ich im zweiten Buch auch noch einmal auf mein System aus dem ersten Buch zurück, wobei ich die fünfte Dimension der Systematik etwas genauer fasste: als Handeln, inkl. Nicht-Handeln und Gut-Handeln (dieser Zusatz - des Stoischen und des Moralischen zum Praktischen und Pragmatischen - schien mir bedeutend zu sein). Die Logik habe ich in meinem dritten Buch behandelt: ich sehe eine Dreiheit von Logos, Logik und Logistik - die Grundlogik besteht aus seriellen, dialektischen und fuzzylogischen Prozessen. Dieses bringt insgesamt eine Zusammenfassung und Erweiterung meiner Philosophie - dazu eine neue Grundansicht der Physik, eine Theorie des Bewusstseins sowie ein Modell für eine soziologisch-ökologisch ausgerichtete Wirtschaft und Wissenschaft.

V. (Kürzest-) Zusammenfassung meiner Philosophie, Religion und Wissenschaft (findet sich wörtlich so als Anhang in meinem dritten Buch). "Philosophie. 1. Das (Da-) Sein ist der Urgrund der Welt, und Gott ist der Schöpfer vom Sein ins Dasein. 2. Die Systematik vom (Da-) Sein hat fünf Dimensionen: vom (Da-) Sein, Leben, Glauben, (Nach-) Denken, Handeln (inkl. Nicht-Handeln und Gut-Handeln). 3. Die Ethik hat drei Stufen: Kondition, Mediation und Perfektion - am bedeutendsten für den Alltag sind bewusste und unbewusste Prozesse der Mediation. Religion. 1. Es gibt ein Phänomen der Welt-Religion. 2. Jesus (aus dem Judentum) und Buddha (aus dem Hinduismus bzw. dem Brahmanismus) sind die beiden Erlöserfiguren vom Westen und vom Osten her. 3. Maitreya entspricht dem Phänomen des kommenden Weltlehrers bzw. (in allen Religionen) noch erwarteten Gesandten vom Religiösen (für eine ökumenische Weltreligion [jedoch steht er nicht höher als der Christus]). Wissenschaft. 1. Die spät- und postmoderne Wissenschaft benötigt klarere Richtlinien, Gründe und Ziele. 2. Die Ökologie ist die führende Disziplin der Natur-, Technik- und Ökowissenschaften (zur Förderung des Natur- und Umweltschutzes), die Soziologie jene der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften (zur Förderung der Gesellschafts- und Weltgerechtigkeit). 3. Die Sozialgerechtigkeit und die Umweltverträglichkeit sind auch die beiden wesentlichen Faktoren in einem Wirtschaftsmodell der Zukunft: über diese beiden Faktoren führt der lange und schwierige Weg zu einer allgemeinen (Welt-) Wohlfahrt." [Marco Hirt: "Vom Sein, vom Wahren und vom Guten", 2017.]




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