Schweizer Städte und Regionen

Touristische Videos über Schweizer Regionen und Städte sowie kleine Ortschaftenporträts speziell aus der Nordwestschweiz.



Der Tourismus ist für die Schweiz ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor, beginnend natürlich mit dem Aufkommen des Wintertourismus in den Alpen: sinnbildlich steht das Alpengedicht von Hallers 1729 für die Entdeckung der Alpen als kultureller Wert, literarisch bekannt geworden sind die Schweizer Reisen Goethes 1775, 1780 und 1797, während wiederum das berühmte Tell-Drama von Schiller 1804, welcher selber nie in der Schweiz gewesen ist, auf die Reisen Goethes und deren Schilderung zurückgeht. Der Stoff soll allerdings schon 1512 erstmals in Altdorf dramatisiert und aufgeführt worden sein. Der eigentliche Wintertourismus setzte im späteren 19. Jahrhundert v.a. durch Besucher aus England ein, welche zu den ersten touristischen Bewunderern der (Schweizer) Alpenwelt gehörten. Verantwortlich für den Wintertourismus in der Schweiz soll eine Wette des St. Moritzer Hoteliers Badrutt mit Engländern 1864 gewesen sein. Neben touristischen Videos aus verschiedenen Städten und Regionen der Schweiz gibt es auf dieser Seite einen speziellen Fokus auf die Nordwestschweiz sowie eine kleine Fotogalerie.




Schweizer Städte und Regionen (kurze touristische Bildershow-Videos).

1 Der Saurierberg Monte San Giorgio, 2 Magischer Doubs, 3 Traumrouten über den Genfersee, 4 Tal der Wasserfälle - das Lauterbrunnental, 5 Mit Napoleon im Thurgau unterwegs, 6 Tal der Naturwunder - Val de Travers, 7 Mythos Gotthard, 8 Via Spluga - Säumerwege, 9 Bern wirkt Wunder, 10 Über dem Aletschgletscher, 11 Geheimnisvoller Waadtländer Jura, 12 Naturwunder Nationalpark, 13 Grimselwelt - Mehr als ein Naturwunder, 14 Nendaz - Paradies der Suonen, 15 St. Gallen - Unesco-Welterbe in der Ostschweiz, 16 Solothurn - Die schönste Barockstadt der Schweiz, 17 Bernina Express - Bahnkultur pur, 18 Thunersee - Riviera im Berner Oberland, 19 Engelberg - Berge und Seen, 20 Toggenburg - Familien-Wanderparadies, 21 Saas Fee - Perle der Alpen, 22 Vierpässe-Fahrt - Bergromantik mit der Post, 23 Auf Jakobswegen durchs Fribourgerland, 24 Kleines Land - Grosse Vielfalt - Fürstentum Liechtenstein, 25 Kastanienland Malcantone, 26 Zürich - Die Erlebnismetropole am Wasser, 27 Basel - Die Stadt am Rhein, 28 Lugano - Der Traum vom Süden, 29 Montreux-Vevey - Die Riviera der Schweiz, 30 Luzern - Stadt, See und Berge, 31 La Chaux-de-Fonds - Kultur und Natur im Jura, 32 Chur - Die Alpenstadt, 33 Winterzauber Glacier Express, 34 Crans Montana - Schnee- und Sonnenparadies im Wallis, 35 Engadin-St.Moritz - Der Wintertraum, 36 Jungfrauwinter in Grindelwald und Wengen, 37 Stoos - Die Aussichtskanzel am Vierwaldstättersee, 38 Winterwandern zwischen Kandersteg und Leukerbad, 39 Lenzerheide - Wintersonneninsel in Graubünden, 40 Adelboden - Winterklassiker im Berner Oberland, 41 Verbier - Wintersport der Weltklasse, 42 Goms - Das Langlaufparadies im Wallis, 43 Flumserberge - Wintertraum in der Ostschweiz, 44 Melchsee-Frutt - Winterferien für Familien, 45 Leysin - Sonne und Schnee in den Waadtländer Alpen, 46 Gstaad - Wintertraum im Berner Oberland, 47 Savognin - Wintertraum für Familien, 48 Naturpark Binntal - Das Reich der Mineralie, 49 Naturpark Sihlwald - Wildnis vor den Toren der Stadt Zürich, 50 Thal - Juwel im Solothurner Jura, 51 Unesco-Biosphären Reservat Entlebuch, 52 Naturpark Chasseral - Dem Himmel ein Stück näher, 53 Gornergrat - Aussichtsberg der Superlative, 54 Parc Ela - Naturjuwel im Herzen Graubündens, 55 Naturpark Gantrisch - Paradies in den Voralpen, 56 Val Müstair - Das unbekannte Tal in Graubünden, 57 Naturpark Hohgant - Urlandschaft über dem Thunersee, 58 Vierwaldstättersee - Ferienparadies im Herzen der Schweiz, 59 Lausanne - Die Ferienstadt am Genfersee, 60 Bellinzona - Die Stadt der Schlösser, 61 Greyerzerland - Naturjuwel und Kulinarikparadies, 62 Swiss Tectonic Arena Sardona - Weltwunder der Geologie, 63 Interlaken - Traumort zwischen Seen und Jungfrau-Eisriesen, 64 Freiberge - Paradies für Pferde, Biker und Wanderer, 65 Sierre-Val d'Anniviers - Tal der Weinberge und Viertausender, 66 Diemtigtal - Unbekanntes Bergtal im Berner Oberland, 67 Arosa - Winterklassiker in Graubünden, 68 Villars und Les Diablerets, 69 Haslital - Familienparadies im Berner Oberland, 70 Matterhorn-Gotthard-Bahn - Wintererlebnis-Reisen, 71 Grächen - Familienferienort der Superlative, 72 Brigels - Der kleine und feine Ferienort, 73 Vallee de Joux - Winterparadies im Jura, 74 Lenk - Schneeparadies im Simmental, 75 Lavaux-Genfersee - Die Weinroute, 76 Doubstal-Jura - Die Flussroute, 77 Nendaz-Wallis - Die historische Wasser-Route, 78 Greyerzerland - Die Schoko-Käse-Route, 79 Wallis-Aletschgletscher-Panoramaweg, 80 Jungfrau-Region - Der Eigertrail, 81 Luzern-Vierwaldstättersee - Der Weg der Schweiz, 82 Zentralschweiz - Der Bergbahnen-Weg, 83 Verzascatal - Die Wildwasser-Route, 84 Graubünden - Der Nationalpark-Trail, 85 Graubünden - der Rheinschlucht-Weg, 86 Appenzellerland - Die Floraroute.


Das sind touristische Videos, welche von der Tourismus-Plattform myswitzerland.com stammen. Die Schweiz von ihrer schönsten Seite! Ein paar weitere Freizeitideen und Ausflugsziele in der Schweiz gibt es auf dieser Website: ausflugsziele.ch. Wer die Schweiz spielerisch erkunden möchte, kann dies z.B. tun mit diesem Geographiespiel. Und hier auch noch ein Hinweis auf die SRF-Serie Wunderland - Wanderungen durch die Schweiz mit Nik Hartmann.





Fokus: Nordwestschweiz


Hier wird v.a. die Region der Nordwestschweiz etwas genauer vorgestellt. Ich habe dazu eine Einteilung in vier Himmelsrichtungsgebiete vorgenommen (siehe Karte): NW (Nordwesten), NO (Nordosten), SW (Südwesten) und SO (Südosten). Weiter vorgestellt werden hier nachfolgend auch angrenzende und (kantonal oder geografisch) verwandte Gebiete/Orte (und als besonderer Gast quasi ist sogar auch die Stadt Zürich vertreten).











Aarau (AG). Hauptort des Kantons Aargau. Heute ist Aarau, an der A1-Autobahn zwischen Bern und Zürich gelegen, grössenmässig nur noch die zweitgrösste Stadt im Kanton Aargau (hinter Wettingen: der zürichnähere Grossraum Baden-Wettingen hat doppelt so viele Einwohner wie die Hauptstadt), einst aber war es die erste Hauptstadt der Schweiz (wenn auch nur für ein halbes Jahr, 1803 [das Aarauer Bürgertum gehörte, damals seit 1415 unter Berner Herrschaft, zu den treibenden Kräften beim Zusammenbruch der Alten Eidgenossenschaft]). Obwohl die Stadt Aarau derzeit vielleicht nicht mehr zu den grössten und bedeutendsten Schweizer Städten gehört (der Osten des Kantons ist heute noch stärker als früher nach Zürich ausgerichtet), ist sie doch eine der schönsten und erhabensten geblieben. Gegründet wurde sie in der Mitte des 13. Jahrhunderts von den Kyburgern. – Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Schlössli, Oberertorturm, Regierungsgebäude, Rathaus, Stadtkirche, Gerechtigkeitsbrunnen, Stadtmuseum, Kunsthaus, Haus zum Schlossgarten (Erstes Bundeshaus), Alte Kantonsschule (inkl. Albert-Einstein-Haus), Naturama (Naturkundliches Museum), Meyersche Stollen, Wildpark Roggenhausen, Kaserne, Aare; in der Agglomeration: Bally-Park in Schönenwerd, Bio-Schwimmbad in Biberstein, Staffelegg, Städtchen Suhr. – Sportvereine: FC Aarau (Fussball), SC Aarau (Eishockey), HSC Suhr Aarau (Handball). – Medien: Aargauer Zeitung (Tageszeitung), Radio Argovia (Radio), Tele M1 (Fernsehen).

Aarberg (BE-Seeland). Der Ort ist bekannt für seine Zuckerfabrik (heute gibt es in der Schweiz zwei Zuckerfabriken: in Aarberg und Frauenfeld TG - die Aarberger Zuckerfabrik ist die ältere und hat ihren Ursprung im Jahr 1899). Besucher finden ein nettes kleines Städtchen mit einer intakten Altstadt, rund um den grossen Stadtplatz, und einer sehenswerten Holzbrücke (sowie einer schönen Erholungszone direkt unter der Brücke an der Alten Aare). Gleich unter und neben der Brücke findet sich vermutlich einer der schönsten Abschnitte der Alten Aare - das ist der ursprüngliche Flusslauf der Aare zwischen Aarberg und Büren a.d. Aare, vor der Juragewässerkorrektion. Gegründet wurde das Städtchen um 1220 von einem Grafen von Neuenburg. – Sehenswürdigkeiten: Holzbrücke, Altstadt, Stadtplatz, Aare (Alte Aare und Hagneckkanal), Schloss Aarberg, Zuckerfabrik; in der Umgebung: Frienisberg, Stadt Lyss.

Die Schweiz ist auch ein Land des Wassers - mit vielen Seen, und auch Flüssen - und somit auch ein Land mit vielen Brücken: hier eine wundervolle Website über Holzbrücken in der Schweiz. Die Holzbrücke von Aarberg gehört zu den bekanntesten in der Schweiz (u.a.).

Aarburg (AG). Die Aare-Kleinstadt liegt am nördlichen Rand des Wiggertals; direkt über dem mittelalterlichen Städtchen prägen an einem Felssporn des Säli-Hügels Festung und Kirche das originelle und einmalige Ortsbild. Diese Art von Felsenburgen ist typisch für den Kanton Aargau, jedoch die Altstadt gleich unterhalb der Burg zu haben, das ist vermutlich eben einmalig. Gebaut wurde die eindrückliche Festung, die heute ein Jugendheim beherbergt, von den Grafen von Frohburg (später haben die Habsburger sie übernommen und als regionale Hauptbefestigung eingesetzt). – Sehenswürdigkeiten: Schloss Aarburg, Reformierte Kirche, Altstadt, Aare, Woog (Aarewirbel); in der Umgebung: Stadt Olten, Sälischlössli in Starrkirch-Wil (Neu-Wartburg), Alt-Wartburg in Oftringen.

Arlesheim (BL). Der beschauliche Ort liegt im Birseck, welches bekannt ist für seine Schlösser, Burgen und Burgruinen. Im 17./18. Jahrhundert war die Kirche von Arlesheim das Domkapitel (mit dem leitenden Gremium der katholischen Bischofskirchen). – Sehenswürdigkeiten: Domkirche Arlesheim, Eremitage, Schloss Birseck, Burg Reichenstein (auch: Rychenstein), Trotte (Ortsmuseum); in der Umgebung: Schloss Angenstein in Duggingen, Ruine Münchenstein, Schloss Aesch, Ruine Pfeffingen, Städtchen Dornach mit Ruine Dorneck und Goetheanum, Stadt Reinach.

Avenches (dt. Wiflisburg/Wifflisburg, VD). National (und international) bekannt ist der Ort, der südwestlich des Murtensees liegt, als ehemals grösste und bedeutendste Stadt der Römer auf Schweizerboden: das römische Amphitheater ist denn auch das bedeutendste Überbleibsel der Römerzeit in der Schweiz (es dient heute auch als Hintergrund für diverse Anlässe). Auch das Musée Romain erinnert an die glorreiche Vergangenheit des Ortes. Sehenswert ist aber auch die Altstadt mit dem Schloss Avenches. - Sehenswürdigkeiten: Römisches Theater Aventicum, Schloss Avenches, Altstadt, Musée Romain, Bischofsturm, Kirche Sainte-Madeleine, Tour de Vully, Nationalgestüt; in der Umgebung: Murtensee. - Anlässe: Opernfestival im Amphitheater, Avenches Tattoo (ehemals: Musical Parade), Rock oz'arènes, Les Swiss Equidays (Pferdetage).

Balsthal (SO). Der beschauliche Ort in der Region Thal im Solothurner Jura bietet Interessantes für Schlossliebhaber, denn hier finden sich gleich zwei bedeutende und sehenswerte Schlösser: Alt- und Neu-Falkenstein. Zu erwähnen ist auch die bemerkenswerte geographische Lage des Städtchens am Jurafuss und bei der Klus (zwischen Balsthal und Oensingen). – Sehenswürdigkeiten: Schloss Alt-Falkenstein, Schloss Neu-Falkenstein, Katholische Pfarrkirche Unserer Lieben Frau, Reformierte Kirche, Kornhaus, Altes Amtshaus, Naturpark Thal, Mühle mit Papiermuseum; in der Umgebung: Innere und Äussere Klus, Hauenstein, Passwang.

Hier die vermutlich ausführlichste Seite zum Thema 'Burgen und Schlösser der Schweiz' (mit vielen Bildern und französischem Text).

Basel (BS). Die Stadt im Dreiländereck (Schweiz, Deutschland/Baden-Württemberg, Frankreich/Elsass) bezeichnet sich selber als Grossstadt im Kleinformat. Basel ist aber (nach Zürich und Genf) die drittgrösste Schweizer Stadt (eigentlich sind dies die drei Schweizer 'Grossstädte'); aufgrund ihrer geografischen Lage hat sie den Ruf einer weltoffenen Kulturstadt. Die internationale Region ist in vieler Hinsicht bedeutend für Basel. Der breite Rhein strahlt ein bisschen Ruhe und Gemütlichkeit aus, und verleiht der Stadt vielleicht (auch) etwas Grossstädtisches; die Frachthäfen der Region Basel sind die einzigen in der Schweiz. Die Stadt Basel gliedert sich in Grossbasel (südwestlich des Rheins) und Kleinbasel (einschliesslich des früheren Fischerdorfes Kleinhüningen). Basel ist heute wirtschaftlich v.a. bekannt als ein bedeutendes Zentrum der Chemie- und Pharmaindustrie (Novartis [Fusion von Ciba-Geigy und Sandoz], Hoffmann-La Roche). Viele internationale Persönlichkeiten der Wissenschaft und Kultur weilten oder lebten in Basel: Arp, Barth, Bernoulli-Familie, Böcklin, Burckhardt, Erasmus von Rotterdam, Euler, Hebel, Hesse, Holbein der Jüngere, Merian-Familie, Münster, Nietzsche, Oekolampad, Paracelsus, Spitteler, u.a.; weitere bedeutende Basler Persönlichkeiten sind auch etwa Cohn, Federer (der Tennisstar ist derzeit vielleicht der international bekannteste Schweizer) oder Tschudi. Historisch verweist die Stadt auf erste Siedlungsgebiete im 5. Jahrhundert v. Chr., erstmals erwähnt ist sie im 3. Jahrhundert; 917 wurde die Stadt von den Magyaren zerstört, 1439 richtete sie das Konzil von Basel aus (der Bischof des Bistum Basels weilt seit 1828 in Solothurn), 1460 wurde Basel lange vor den anderen die erste Universitätsstadt der Schweiz. – Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Marktplatz, Rathaus, Basler Münster, Barfüsserkirche, Elisabethenkirche, Spalentor, St. Alban-Tor, St. Johanns-Tor, Rhein/Rheinfahrten (inkl. Rhytaxi), Frachthafen, Mittlere Brücke, Messeturm, Lonza-Haus, Tinguely-Brunnen, Wildt'sches Haus, Spiesshof, Grand Hotel Les Trois Rois, Zoo Basel, Botanischer Garten der Universität Basel, aquabasilea, Rangierbahnhof Basel SBB in Muttenz, St. Chrischona/Dinkelberg, Kunstmuseum Basel u. Museum für Gegenwartskunst, Museum Tinguely, Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig, Naturhistorisches Museum, Historisches Museum u. Haus zum Kirchgarten, Pharmazie-Historisches Museum der Universität Basel, Schweizerisches Papiermuseum (und Museum für Schrift und Druck), Spielzeug Welten Museum Basel, Jüdisches Museum der Schweiz, Museum der Kulturen, Moderne Architektur; in der Umgebung: Fondation Beyeler in Riehen, Merian Park in Münchenstein, Fernsehturm St. Chrischona in Bettingen (höchstes Gebäude der Schweiz), Schloss Bottmingen, Stadt Allschwil (grösste Stadt im Kanton Basel-Landschaft), Burg Rötteln bei Lörrach (Deutschland), Petite Camargue Alsacienne (Frankreich), EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg (Frankreich). – Sportvereine: FC Basel (Fussball), BSC Old Boys Basel (Fussball), EHC Basel-Kleinhünigen (Eishockey), RTV 1879 Basel (Handball), Starwings Basket Regio Basel (Basketball). – Veranstaltungen: Basler Fasnacht, Mustermesse Basel (auch: muba), Uhren- und Schmuckmesse BASELWORLD, Art Basel (Kunstmesse), Swiss Indoors (Tennisturnier), BuchBasel im Literaturhaus Basel, Basel Tattoo (Dudelsack- und Militärmusikfestival), AVO SESSION (Musikfestival), Basler Herbstmesse, Fest der Drei Ehrengesellschaften Kleinbasels.

Reisezeiten per Zug von der Stadt Basel aus (jeweils mit der schnellsten Verbindung). Liestal 0:09, Mulhouse (FR) 0:23, Olten 0:24, Lörrach (DE) 0:25, Delémont 0:34, Aarau 0:35, Freiburg i. Breisgau (DE) 0:41, Solothurn 0:52, Bern 0:53, Zürich 0:53, Luzern 1:01, Burgdorf 1:02, Biel/Bienne 1:07, Porrentruy 1:14, Strasbourg (FR) 1:20, Thun 1:21, Fribourg 1:24, Winterthur 1:24, Neuchâtel 1:28, Schaffhausen 1:40, Schwyz 1:53, La Chaux-de-Fonds 1:57, St. Gallen 2:02, Lausanne 2:09, Chur 2:15, Sion 2:28, Metz (FR) 2:35, Vaduz (FL) 2:35, Stuttgart (DE) 2:36, Genève 2:41, Frankfurt (DE) 2:47, Paris (FR) 3:03, Bellinzona 3:18, Luxemburg (LUX) 3:22, Lyon (FR) 3:22, Nancy (FR) 3:23, Lugano 3:43, Milano (IT) 4:06, Chiasso 4:26, Como (IT) 4:44, Müstair 4:46, München (DE) 5:21, Brussel (BE) 5:22, Hamburg (DE) 6:29, Salzburg (OE) 6:30, London (GB) 6:42, Berlin (DE) 6:57, Roma (IT) 7:17, Amsterdam (NL) 7:21, Wien (OE) 8:57, Prag (Tsch) 9:15. [Stand Sommer 2016.]

Bern (BE-Mittelland). Die Hauptstadt der Schweiz (und der Hauptort des Kantons Bern) ist eine schöne Stadt. Gegründet wurde sie 1191 vom Zähringer Herzog Berchtold V. (also just 100 Jahre vor der Gründung der schweizerischen Eidgenossenschaft, und ähnlich wie diese ist sie von zahlreichen alten Legenden umwoben; in einer lose organisierten Eidgenossenschaft stieg die Republik Bern unter der Herrschaft der alten Berner Aristokratie zu einer bedeutenden Macht auf). Goethe beschrieb die Stadt Bern einst als schönste Stadt, die er auf seinen Reisen angetroffen habe. Ein grosses Lob mit Nachwirkungen bis heute, und die schöne Berner Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbegut. Die Alte Stadt wurde in den Aarebogen hineingebaut; typisch für die Altstadt sind die Laubengänge (gedeckte Einkaufspromenaden). Bei der Bundesstaatsgründung 1848 wurde die Stadt Bern (v.a. wahrscheinlich auch aus geographischen Gründen) zur Hauptstadt der Schweiz gewählt (der Kanton Bern hat gemeinsame Grenzen mit nicht weniger als elf anderen Kantonen: AG, SO, JU, NE, VD, FR, VS, UR, OW, NW, LU - BL nicht mehr seit der Abtretung des Laufentals). Keine Frage: Bern ist eine (relativ) kleine aber stolze Hauptstadt. Die Stadt Bern wird oft als Brunnen- und/oder Brückenstadt bezeichnet, was anzeigt, dass diese Objekte besonders interessant sind, ist aber auch aussergewöhnlich interessant als Shopping- und Wanderstadt: in den Laubengängen finden sich viele Luxus- aber auch Allerleigeschäfte; das Wandern ist besonders der Aare entlang sehr schön, und... in wenigen Minuten ist man hier ausserhalb der Stadt auch gleich schon mitten in einer ländlichen Landschaft. Aufgrund der vielen Verwaltungssitze (von Staat, Kanton und Stadt) gilt Bern auch als Beamtenstadt; einige aktuelle oder ehemalige Staatsbetriebe sind hier angesiedelt (Schweizerische Bundesbahnen SBB, Die Post, Swisscom [mit Hauptsitz mittlerweilen in der steuergünstigeren Agglomerationsgemeinde Ittigen] oder Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG [früher: Schweizerische Rundspruchgesellschaft SRG: die Hauptstudios des Schweizer Fernsehens befinden sich aber in Zürich]). Eine Vielzahl von nationalen und internationalen Künstlern und weiteren bedeufDoztenden Persönlichkeiten haben kürzere oder längere Zeit in Bern gelebt; herausgreifen muss man dabei die Zeit während des Ersten Weltkriegs, etwa 1912-1919, als Bern für eine kurze Zeit so etwas wie das kulturelle Zentrum Europas war, u.a. Ball, Benjamin, Bloch, Hesse, Lenin oder Scheler (in kurzer politischer Mission) hatten sich zu dieser Zeit in der Stadt Bern aufgehalten. Der grösste Name ist und bleibt aber natürlich Einstein, der hier seine Relativitätstheorie begründet hat. Auch erwähnen muss man wohl den grossen deutschen Philosophen Hegel, der vier Jahre als Hauslehrer in Bern verbrachte (kaum beachtet und erwähnt). Sehr bedeutend sicher auch der Schriftsteller Dürrenmatt, der aber nicht sehr lange in Bern selber lebte. Viele weitere Namen könnten angeführt werden (wie in allen grösseren Schweizer Städten notabene). – Sehenswürdigkeiten: Bundeshaus, Altstadt (UNESCO-Welterbegut), Mattequartier und Schwellenmätteli, Aare, Zeitglockenturm, Münster und Münsterplattform, Heiliggeistkirche, Nydeggkirche, Kindlifresserbrunnen und andere alte Brunnen, Brücken, Bärenpark, Historisches Museum, Naturhistorisches Museum, Museum für Kommunikation, Schweizerisches Alpines Museum, Schweizer Schützenmuseum, Zentrum Paul Klee, Einstein-Haus, Von-Wattenwyl-Haus (nicht öffentlich), Stadttheater, Junkerngasse, Stade de Suisse (ehemals: Wankdorf-Stadion), Bahnhof mit Baldachin-Dach, Tierpark Dählhölzli, Dalmaziquai, Rosengarten, Einkaufszentrum Westside, Bernaqua, Schloss Bümpliz; in der Agglomeration: Wohlensee, Gurten, Bantiger, Flughafen Bern-Belp (auch: Flughafen Belpmoos). – Sportvereine: BSC Young Boys Bern (Fussball), FC Breitenrain (Fussball), FC Bern (Fussball [historisch]), SC Bern (Eishockey), BSV Bern Muri (Handball), ST Bern (Leichtathletik). – Medien: Berner Zeitung (Tageszeitung), Der Bund (Tageszeitung), Capital FM (Radio), RaBe (Radio), TeleBärn (Fernsehen). – Anlässe: Zibelemärit (dt. Zwiebelmarkt, Volksfest), BeaExpo (Ausstellung), GP Bern (Stadtlauf), Schweizer Frauenlauf, Gurten Festival (Musik-Openair [auf Könizer Gemeindegebiet: der Gurten gilt aber auch als Hausberg Berns]), Internationales Jazzfestival, Buskers Strassenmusik-Festival, Suisse Toy (Spielzeugmesse), Grand Prix de Berne (Weltcupturnier Degenfechten), Museumsnacht, Bundesfeier (Nationalfeiertag [ganze Schweiz]).

Reisezeiten per Zug von der Stadt Bern aus (jeweils mit der schnellsten Verbindung). Burgdorf 0:13, Thun 0:18, Fribourg 0:21, Biel/Bienne 0:25, Olten 0:26, Langenthal 0:31, Murten 0:34, Neuchâtel 0:34, Aarau 0:36, Solothurn 0:43, Basel 0:55, Zürich 0:56, Luzern 1:00, La Chaux-de-Fonds 1:05, Lausanne 1:06, Mulhouse (FR) 1:19, Porrentruy 1:23, Sion 1:25, Winterthur 1:25, Schaffhausen 1:41, Genève 1:42, Freiburg i. Breisgau (DE) 1:43, Schwyz 1:47, St. Gallen 2:13, Chur 2:20, Strasbourg (FR) 2:35, Vaduz (FL) 2:40, Bellinzona 3:21, Stuttgart (DE) 3:45, Lugano 3:46, Lyon (FR) 3:48, Frankfurt (DE) 3:49, Metz (FR) 4:03, Paris (FR) 4:03, Como (IT) 4:12, Nancy (Fr) 4:15, Varese (IT) 4:17, Chiasso 4:30, Müstair 4:40, Milano (IT) 4:48, München (DE) 4:57, Brussel (BE) 6:13, Salzburg (OE) 6:31, Roma (IT) 6:48, Hamburg (DE) 7:31, London (GB) 8:05, Berlin (DE) 8:19, Wien (OE) 8:58, Amsterdam (NL) 9:06, Barcelona (SP) 9:54. [Stand Sommer 2016.]

Biel/Bienne (BE-Seeland). Biel/Bienne – der Doppelname ist erst seit 2005 der offizielle Stadtname – ist die grösste Bilingue-Stadt der Schweiz*. In Biel sind Bilinguismus und Multikulturalität eine Selbstverständlichkeit, und der welsche Einfluss oder ein welsches Flair ist nicht nur sprachlich unverkennbar, sondern allgegenwärtig. In der Deutschschweiz, an deren westlichem Rand (vielleicht aber auch in der Romandie), geht die Stadt Biel oft etwas vergessen: zu unrecht. Biel hat eine sehenswerte Altstadt vorzuweisen, in welcher sich kurz sogar der grosse französische Philosoph Rousseau aufgehalten hat. Zu den weiteren Markenzeichen der Stadt gehören etwa der See und das Hafengebiet sowie der Palais des Congrès (zu erwähnen ist sicher auch das Sportzentrum in Magglingen, am Jurafuss direkt über der Stadt). Gegründet wurde die Stadt zwischen 1220 und 1230 vom Fürstbischof von Basel, als Verteidigungsstadt gegen die Neuenburger Grafen auf Schloss Nidau; bereits 1275 erhielt sie aber von ihm den Freibrief und wurde eine eigenständige Stadt, die mit der Stadt Bern ein Schutzbündnis schloss. Bedeutende Einflüsse gab es von Basel, Bern, Solothurn oder der Romandie (kurze Zeit gehörte die Stadt unter Napoleon gar zu Frankreich). Heute ist der Bieler Kompass vierpolig, und die Pole heissen etwa: Bern-Seeland, Neuchâtel/Trois Lacs, (Berner) Jura und Grenchen/Solothurn; trotz oder gerade wegen der vielfältigen Umgebung ist Biel auch stets eine relativ unabhängige und eigenständige Stadt gewesen. Zwei ehemalige Bundesräte sind in Biel geboren (zwei weitere dazu noch im angrenzenden Nachbarstädtchen Nidau!), oder auch etwa der Kabarettist und Schriftsteller Hohler; der grosse Ehrenbürger der Stadt ist aber Nicolas Hayek, der Retter der Uhrenindustrie. Als bedeutendste Schweizer Uhrenmetropole, spätestens seit dem Erfolg der Swatch Group, ist Biel sogar auch eine internationale Grösse. – Sehenswürdigkeiten: Altstadt (Ring), Bielersee mit Hafen und Schiffahrt, Hayek-Park und Europaquai (Hafenpromenade), Kongresszentrum (Palais des Congrès), Zentralplatz, Volkshaus mit Rotonde, Suze-Promenade (Oberer Quai u. Unterer Quai), Stadtkirche, Französische Kirche, Engelsbrunnen, Vennerbrunnen (und andere Brunnen), Bäsätööri, CentrePasquArt, Museum Schwab, Neues Museum Biel NMB (ehemals: Museum Neuhaus), Centre Müller, Musée Omega (inkl. Sportzeitmessung und Weltraumuhren), Firmensitze der Uhrenunternehmen von Swatch, Omega (gehört zu Swatch) oder Rolex (Hauptsitz in Genf, grosse Manufaktur in Biel), LaserCity, Bahnhof, Stadtpark, Tierpark (Wald- und Wild-Tiere), Strandbad am See (Biel u. Nidau), Rebbau in Vingelz (sowie in weiteren Orten entlang des nördlichen Bielerseeufers am Jura), Seerestaurants, Einkaufszentren Bahnhof und Boujean; in der Agglomeration: Nidau, Schloss Nidau, Taubenlochschlucht, Sportzentrum Magglingen, FUNIC-Drahtseilbahnen nach Magglingen und Leubringen (frz. Evilard), Skifahren in Prés-d'Orvin und Langlauf in Magglingen, Nationales Velomuseum in Brügg, Ehemaliges Kloster Gottstatt in Orpund (der bekannte Physiker Ohm unterrichtete da), Von-Rütte-Gut in Sutz (letztes Patriziergut am Bielersee), Winzerdorf Ligerz mit Rebbaumuseum (und weitere Winzerdörfer am nördlichen Ufer des Bielersees), Flugplatz Biel-Kappelen (in Kappelen), Jäissberg, Jura. – Sportvereine: FC Biel-Bienne (Fussball), EHC Biel-Bienne (Eishockey). – Medien: Bieler Tagblatt (Tageszeitung), Le Journal du Jura (Tageszeitung), Biel/Bienne (Wochenzeitung), TeleBielingue (Fernsehen), Canal 3 (Radio). – Anlässe: Braderie (Volksfest), Bielerseefest, Biel Chess Festival (Internationales Schachturnier), Lauftage mit 100km-Lauf, Biennathlon, Certina Inline Race, Festival du Film Français d'Helvétie, Bieler Fototage, International Old Time Jazz Meeting, Vinifera (Weinausstellung), Altstadtchilbi, Weihnachtsmarkt, Bieler Messe La Foire.

* Eigentlich sogar die einzige offizielle Bilingue-Stadt, wie ich glaube (in Biel/Bienne ist [fast] alles zweisprachig: von den Stationsanschriften im Bus bis zum Regionalfernsehen, u.v.a.). Weitere Kandidaten wie Fribourg/Freiburg oder Murten/Morat sind (vielleicht) auf dem Weg zu mehr (offiziellem) Bilinguismus. Als zweisprachige Kantone gelten (bloss drei): BE, FR, VS (GR ist sogar dreisprachig, also trilingue, aber ohne Französisch: Deutsch, Italienisch und Rätoromanisch); rein französischsprachig sind vier Kantone: JU, NE, VD, GE.

Brugg (AG). Altes Städtchen mit sehenswerter Altstadt und interessanten kulturhistorischen Stätten auch in der Umgebung. Der namensstiftende Brückenübergang über die Aare, welcher eine wichtige Kreuzung der Strassen über den Bözberg nach Augst (ins Baselbiet) war, ist sehr alt. Die spätere Habsburgersiedlung gehörte nach der Eroberung des Aargaus auch lange Zeit zum Kanton Bern*. Direkt angrenzend befindet sich das Städtchen Windisch (ebenfalls mit interessanten Sehenswürdigkeiten), ebenso in der Nähe liegt die alte Habsburg (Ausgangsort der späteren österreichischen und europäischen Habsburger). – Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Hofstatt (-platz), Schwarzer Turm der Wehranlage, Ehemalige Lateinschule bei der Stadtkirche, Schlösschen Altenburg, Vindonissa-Museum; in der Umgebung: Schloss Habsburg, Römersiedlung in Windisch (Vindonissa, inkl. Amphitheater und Legionärspfad), Kloster Königsfelden in Windisch, Pestalozzi-Gedenkstätte und -kreisel in Birr, Neuhof (Pestalozzi-Wirkungsstätte) in Birr, Bözberg, sog. Wasserschloss der Schweiz (Zusammenfluss von Aare, Reuss und Limmat zwischen Brugg und Baden).

* Brugg hatte früher aufgrund zahlreicher bernstämmiger Pfärrer und Gelehrter den Beinamen von einer Prophetenstadt. Die sehenswerte Lateinschule diente als Vorbereitung für die Akademie in Bern.

Büren a.d. Aare (BE-Seeland). Im 12. Jahrhundert von den Freiherrn von Strassberg gegründet, erhielt Büren bereits 1260 das Stadtrecht. Das historische Landstädtchen erscheint fast wie eine Art dörfliches Bern: was Goethe über die Altstadt Berns sagte, vom Eindruck der schlichten bürgerlichen Gleichheit, das trifft auch auf Büren zu. Dieses gehört sicher mit zu den schönsten ländlichen Städtchen der Schweiz. Büren ist auch der Ausgangsort der Alten Aare, über das Naturschutzgebiet Häftli nach Aarberg (dieser Abschnitt gilt als eine der schönsten Flusslandschaften des Schweizer Mittellandes [Wanderweg 17km, exkl. Häftlischlaufe: 8km]). – Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Holzbrücke, Aare, Ländti, Stadtkirche, Schloss der ehemaligen Landvögte, Ortsbrunnen, Alte Mühle, Schulhaus; in der Umgebung: Naturschutzgebiet Häftli, Alte Aare.

Burgdorf (BE-Emmental). Eigentlich ist Burgdorf ein Knotenpunkt zwischen dem bernischen Mittelland, Emmental und Oberaargau, wird aber doch am Ehesten zum Emmental gezählt. In der einzigen grösseren Stadt der Region Emmental fällt natürlich v.a. die wuchtige Burg auf, die im 12. Jahrhundert erstmals erwähnt ist, in einer Schenkungsurkunde eines Zähringer Herzogs. Burgdorf bietet einiges an Überraschungen - die eindrückliche Altstadt könnte man vom Baustil her fast ein bisschen als 'Little Bern' bezeichnen. Kulturell erwähnenswert ist die Lebenszeit Pestalozzis in Burgdorf, wo dieser seine Unterrichts- und Erziehungsmethode entwickelt hat (und der Bewusstseinsphilosoph Gebser wurde in seiner Burgdorfer Zeit da eingebürgert). – Sehenswürdigkeiten: Schloss Burgdorf, Altstadt, Stadtkirche, Kornhaus, Schützenmatte, Luginbühl-Museum, Museum Franz Gertsch, Galerie im Park, Planetenweg, Emme; in der Umgebung: Wandern im Emmental. – Anlässe: Burgdorfer Krimitage, Mittelalterliche Spektakel Burgdorf. – Sportvereine: SC Burgdorf (Eishockey).

Delémont (dt. Delsberg, JU). Die Stadt Delémont trägt einen Baselstab im Wappen, wie auch der Kanton Jura (der Ort, welcher 737 erstmals erwähnt wurde, bekam im 13. Jahrhundert durch einen Freibrief vom Basler Bischof das Stadtrecht und gehörte im Mittelalter zum Fürstbistum Basel*). Delémont wurde 1979 die Hauptstadt des neuen Kantons Jura (sie war ab 1793 kurz bereits die Haupstadt des französischen Département du Mont-Terrible, aus den damals von den Franzosen eingenommenen Juragebieten). Die Stadt liegt im Delsberger Becken zwischen Basel und Biel, an der Sorne, einem Zubringer der Birse (dt. Birs). Sie ist mit einer diversifizierten Industrie das wirtschaftliche Zentrum der Region; bekannt ist etwa die Messerfabrik Wenger (einer von zwei Herstellern des Original-Schweizer-Taschenmessers, 2005 vom Konkurrenten Victorinox übernommen). Auffällig im Stadtbild sind die farbenfrohen Häuser. Das Château de Delémont strahlt mit seinem grossen Vorplatz fast einen kleinen Hauch von Versailles aus. – Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Porte de Porrentruy (auch: Porte Monsieur), Porte au Loup, Stadtmauer mit Tour des Archives, Eglise Saint-Marcel, Hôtel de Ville, Château de Delémont, Château de Domont (heute ein Restaurant), Stadtbrunnen, Sorne, Birse, Musée jurassien d'art et d'histoire, Chapelle Notre Dame du Vorbourg. – Medien: Le Quotidien Jurassien. – Sportvereine: SR Delémont (Fussball).

* Das alte Fürstbistum Basel entsprach dem früheren weltlichen Herrschaftsbesitz des Basler Bischofs (dieses Gebiet ist nicht identisch mit dem Gebiet des Bistums Basels). Zum Gebiet des Fürstbistums gehörten in dessen grösster Ausdehnung Teile der heutigen Kantone Basel-Stadt (die Stadt Basel ging schon vor 1500 verloren), Basel-Land, Jura, Bern (Berner Jura), Solothurn und Aargau sowie Gebiete im heutigen Frankreich und Deutschland (siehe Karte); die zum reformierten Glauben übergetretenen Regionen gehörten zur Eidgenossenschaft, der Fürstbischof selber war ab 1579 ein Verbündeter der katholischen Orte der Eidgenossenschaft. Dieses Juragebiet (d.h. heutiger Kanton Jura und Berner Jura) nahm in diesem Fürstbistum eine sehr bedeutende Stellung ein, wie auch der Umzug des Basler Bischofs im Zuge der Reformation 1527 von Basel nach Porrentruy (dt. Pruntrut**) zeigt (damals der bedeutendste Ort dieses Juragebiets). 1797 fielen diese Juragebiete an Frankreich, 1815 wurden sie (nach dem Ende Napoleons) dem Kanton Bern zugeteilt. Der Ausgangspunkt der modernen Schweizer Geschichte liegt ganz klar bei der Bundesstaatsgründung von 1848, trotzdem sind auch diese älteren Sachen interessant (teils aber auch ein bisschen kompliziert [man sieht auch hierbei: die Alte Eidgenossenschaft war keineswegs ein irgendwie einheitliches Gebiet, und es ist einigermassen erstaunlich, mit wie wenig politischer Konferenz eigentlich, sprich: Tagsatzung, dieses Gebiet so lange, und trotz natürlich auch immer wieder verschiedensten Interessen, die da mitspielten, zusammengehalten werden konnte]). Für den Nordwesten der Schweiz war das Fürstbistum Basel von grosser Bedeutung, daher hier ein kleiner Exkurs dazu; im Mittelalter gab es im Gebiet der heutigen Schweiz also zwei bedeutende Mächte: das Fürstbistum Basel eben sowie die Republik Bern; heute ist das Eine nicht mehr Fürstbistum und das Andere nicht mehr Republik, aber Bern und Basel sind die beiden bedeutendsten Städte der Region Nordwestschweiz geblieben.

** Die älteren deutschen Namen im Jura sind heute eigentlich nicht mehr gebräuchlich, ich habe sie hier trotzdem angeführt (die Ortsbezeichnungen sind aber heute klar französisch).

Dornach (SO). Natürlich ragt in der Gegend um Dornach der in jeder Beziehung originelle Goetheanum-Bau von Rudolf Steiner hervor, und dieser als Persönlichkeit. Aber auch sonst ist das Städtchen sehenswert; und unter den Persönlichkeiten findet sich sogar einer der interessantesten Bundesräte (Stich, geb. in Basel). – Sehenswürdigkeiten: Goetheanum, (Ehemaliges) Kapuzinerkloser, Alte Birsbrücke, Kirche St. Mauritius, Schlossruine Dorneck, Schlachtdenkmal des Schwabenkrieges, Heimatmuseum Schwarzbubenland; in der Umgebung: Städte Arlesheim, Liestal und Reinach, verschiedene Burgen.

Erlach (frz. Cerlier, BE-Seeland). Dieses Städtchen am Bielersee ist auf jeden Fall sehenswert: man findet hier ein schönes historisches Städtchen mit Weinbautradition und auch den Ausgangspunkt zur St. Petersinsel, auf welcher über den Heidenweg das Rousseau-Zimmer zu erreichen ist. Der grosse französische Aufklärungsphilosoph Rousseau selber bezeichnete diese Halbinsel* als einen seiner schönsten Aufenthaltsorte. Das Schloss Erlach ist eines der ältesten im Kanton Bern. – Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Schloss Erlach, Ulrich-Kirche, Bielersee, Hafen; in der Umgebung: St. Petersinsel mit Heidenweg und Rousseauzimmer, Neuenburgersee, Jolimont.

* Bis zur ersten Juragewässerkorrektion** 1891, die eine Senkung des Seespiegels um zweieinhalb Meter bewirkte, (also auch zur Zeit Rousseaus) war es noch eine reine Insel, d.h. es waren zwei Inseln: die St. Petersinsel und die kleinere Chüngeliinsel. Durch die Juragewässerkorrektion fielen diese beiden Inseln (mitten im Bielersee, wie Rousseau sagte) zusammen, ebenfalls freigelegt wurde dabei eine Landzunge, welche die Insel mit dem Festland verbindet, so dass die heutige längliche Halbinsel dabei entstand (4,7 Kilometer lang und maximal 750 Meter breit).

** Die sogenannten Juragewässerkorrektionen (1868-1891, 1939 u. 1962-1973) waren notwendig aufgrund der häufigen grossflächigen Überschwemmungen im Berner Seeland, hervorgerufen durch das geringe Gefälle im Bereich der Alten Aare zwischen Aarberg und Büren/Solothurn. Die erste Korrektion fand Ende des 19. Jahrhunderts unter der Leitung von Johann Rudolf Schneider statt. So entstand nach und nach das heutige Kanalsystem im Drei-Seen-Land.

Fribourg/Freiburg (FR). Vom Bahnhof aus geht man am Besten zuerst über die Rue des Alpes Richtung Altstadt (oder eigentlich: Unterstadt, frz. Basse-Ville), wo man gleich das wohl schönste Panorama Freiburgs in Sicht hat. Dazu gehört natürlich auch die Cathédrale Saint-Nicolas, in welcher es heilige Überreste des echten Sankt Nikolaus (bzw. Nikolaus von Myra) haben soll. Läuft man Richtung Altstadt, steht man in engen Gassen plötzlich und überraschend just vor der Kathedrale, was einen mächtigen Eindruck macht: wie bei französischen Kathedralen teils gibt es hier keinen grossen Vorplatz oder Umschwung, sondern die Häuser sind fast an die Kathedrale herangebaut. Die Stadt Freiburg wird manchmal auch Freiburg im Üechtland genannt, v.a. in einem internationalen Kontext: zur Abgrenzung von der Stadt Freiburg im Breisgau (welche auch oft mit dem Zusatz bezeichnet wird, was immerhin zeigt, wie gross die historische Bedeutung des üechtländischen Freiburg ist [das Üechtland ist eine alte und nicht mehr verwendete Bezeichnung für eine Landschaft, in welcher etwa die Städte Bern und Freiburg liegen]). Wie Bern sind auch das schweizerische wie das deutsche Freiburg Zähringergründungen (das deutsche Freiburg ist die Herkunftsstadt der Zähringer, das schweizerische stammt aus dem Jahr 1157 und ist somit älter als die Stadt Bern). Heute ist Freiburg mehrheitlich französischsprachig (rund 70:30). Die Saane (frz. Sarine), welche die Stadt Freiburg durchfliesst, gilt als Fluss des bekannten und berüchtigten Röstigrabens (Sprachgrenze zwischen der Deutschschweiz und der Romandie). Die Stadt hat im 20. Jahrhundert erstaunlich viele grosse Persönlichkeiten hervorgebracht, darunter drei Bundesräte, der bestverdienendste Schweizer Manager (Vasella), der verrückteste Schweizer Plastiker (Tinguely), oder auch der beliebteste Schweizer Autorennfahrer (Siffert). – Sehenswürdigkeiten: Cathédrale Saint-Nicolas, Altstadt, Stadtmauer, Augustinerkirche, Kirche Notre-Dame, Murtentor, Bürglentor, St. Johann-Brücke, Bernbrücke, Zähringerbrücke, Mittlere Brücke, Saane, Rathaus, Ratzéhof, Mattenkaserne, Frauenkloster Magerau (Maigrauge), Universität, Musée d'histoire naturelle, Musée d'art et d'histoire, Musée Suisse de la marionette, Musée Wassmer (Musée Suisse de la machine à coudre et des objets insolites), Espace Jean Tinguely - Niki de Saint Phalle und Skulpturenweg, Musée BIBLE + ORIENT, Musée Gutenberg, Musée de la bière Cardinal, Bains de la Motta (Schwimmbad); in der Umgebung: Kloster Hauterive in Posieux, Schiffenensee mit Staumauer, Städtchen Düdingen. – Sportvereine: FC Fribourg (Fussball), HC Fribourg Gottéron (Eishockey), Benetton Fribourg Olympic (Basketball).

P.S. Wie auch in der Stadt Bern (mit dem 'Mattenenglisch') gibt es in Freiburg in der Altstadt eine eigene Sprache: das 'Bolze', welches von älteren Unterstädtern noch gesprochen wird. Es ist eine Mischung zwischen Französisch und Deutsch (manche Wörter werden in Französisch verwendet, manche in Freiburgerdeutsch). Entsprechend heisst die traditionelle Fasnacht in der Freiburger Unterstadt: Bolzenfasnacht (in dieser wird der Rababou verbrannt, ein verkleideter Holzdieb).

Grandson (dt. Gransee, VD). Der kleine Ort, welcher unweit von Yverdon-les-Bains am Neuenburgersee liegt, ist bekannt durch das Schloss Grandson: eines der bedeutendsten und imposantesten Schlösser der Schweiz. – Sehenswürdigkeiten: Château de Grandson (mit Oldtimer- und Waffensammlung), Vielle Ville, Eglise Saint-Jean-Baptiste, Champs des Châtelards (mit neolitischem Menhir), Yachthafen.

Grenchen (frz. Granges, SO). Das Industriestädtchen zwischen Biel und Solothurn hat wenig Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt zu bieten (und keine eigentliche Altstadt), aber die Gemeinde ist demgegenüber auch relativ weitläufig: v.a. durch die grosse Ebene im Südosten (genannt: Witi; solche grösseren Ebenen sind in der hügeligen bis bergigen Schweiz relativ selten). Daher sind auch die Sehenswürdigkeiten weit verteilt. Der (Regional-) Flughafen Grenchen ist der aktivste Flugplatz der ganzen Region Nordwestschweiz (innerhalb der Schweizer Grenzen), und daher auch ein bekanntes und beliebtes Ausflugsziel (bei guter Wetterlage herrscht hier ein ständiges Kommen und Gehen von Klein-, Sport- und Segelflugzeugen, auch mit touristischen Angeboten). Der Flughafen und die eindrückliche neue Aarebrücke verleihen dem Städtchen eine technische Aura. Am Jurafuss gelegen, ist Grenchen auch eine der bedeutendsten deutschweizerischen Uhrenindustrieorte (mit bekannten Marken wie Breitling, Fortis oder Titoni). Auffallend sind auch die vielen interessanten Skulpturen. – Sehenswürdigkeiten: Flughafen Grenchen, Aarebrügg (zwischen Grenchen und Arch), Stadthaus, Katholische Pfarrkirche St. Eusebius, Evangelisch-reformierte Kirche mit Zwinglihaus, Jura/Grenchenberg, (Grenchen-) Witi, Aare, Kunsthaus, Firmensitz Breitling, Skulpturen* (Ikarus beim Flughafen, Zyklus Gruppen beim Stadthaus), Sportzentrum (mit zahlreichen Sportanlagen, u.a. Velodrome Suisse); in der Umgebung: Storchensiedlung in Altreu, Witi (-Ebene, in den Gemeinden Grenchen, Bettlach und Selzach). – Sportvereine: FC Grenchen (Fussball). – Medien: Grenchner Tagblatt.

* Zwischen 2010 und 2013 war die sogenannte 'Staunende Berta' die auffälligste Skulptur in Grenchen. Im November 2013 wurde das scheussliche Ding (endlich) aus dem Stadtzentrum entfernt.

Ins (frz. Anet, BE-Seeland). Die Seeländer Gemeinde befindet sich im Grossen Moos (frz. Grand Marais), einer der grössten Ebenen der Schweiz - zentral im Drei-Seen-Land, welches im Zuge der Juragewässerkorrektionen von einem Sumpfgebiet zu einem der wichtigsten Gemüseanbaugebiete der Schweiz wurde. Ins ist ein grosses Dorf, mit einer gewissen dörflichen Weitläufigkeit und einer Fläche, die fast die Hälfte der Stadt Bern ausmacht. Im Ankerhaus kann man die alte Werkstatt des Heimatmalers Albert Anker betrachten (Besichtigung mit Führung: jeden 1. und 3. Sonntag im Monat). – Sehenswürdigkeiten: Albert-Anker-Haus, Reformierte Kirche, Rosenhof-Park (mit Arena, Labyrinth und Astrolabium), Ofenhäuser, Pont Rotary*; in der Umgebung: Bieler-, Neuenburger- und Murtensee, Städtchen Erlach, Mt. Vully, Jolimont.

* Die Pont-Rotary- oder HPM-Brücke (Human Powered Mobility) ist eines der bedeutendsten Überbleibsel der Expo.02. Während die Arteplages selber abgebaut wurden, ist dieser Teil des Verbindungswegnetzes zwischen den Arteplages erhalten geblieben. Die Brücke führt zwischen den Gemeinden Bas-Vully (dt. Unterwistenlach) und Ins über den Broye-Kanal. (Sie symbolisiert den Röstigraben, also die deutsch-französische Sprachgrenze.)

Köniz (BE-Mittelland). Der Stadtkern von Köniz gleicht eigentlich eher einem (unbedeutenderen und touristisch wenig relevanteren) Dorf. Stadt oder Dorf also? Das ist hier die Frage. Immerhin taucht die Gemeinde Köniz, in der unmittelbaren Agglomeration der Stadt Bern gelegen, in Städtelisten unter den 15 grössten Städten der Schweiz auf. Eigentlich ist Köniz (traditionell) eine Zusammenfassung verschiedener bzw. vieler Landgemeinden* (Gasel, Hahlen, Herzwil, Köniz, Liebefeld, Liebewil, Mengestorf, Mittelhäusern, Moos, Niederscherli, Niederwangen, Oberried, Oberscherli, Oberwangen, Ried, Schlatt, Schliern, Schwanden, Spiegel, Thörishaus, Ulmiz, Wabern). Eine Fusion von Köniz mit der Stadt Bern ist in der ständigen Diskussion, aber nicht ganz unproblematisch**. Immerhin dürfte es aber die Stadt Bern etwas stören, dass 'ihr' (sogenannter) Hausberg, der Gurten, eigentlich auf dem Gemeindegebiet der Stadt Köniz liegt (welche durchaus auch sonst einige interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten hat). In Köniz-Liebefeld befindet sich das Bundesamt für Gesundheit BAG. – Sehenswürdigkeiten: Kirche und Schlösschen Köniz, Gurten, Ulmizer, Köniztal (zwischen Gurten und Ulmizer bzw. Köniz und Kehrsatz), Gut Morillon (nicht öffentlich), Mani-Matter-Wohnhaus (nicht offiziell) und Gebser-Gedenkstele in Wabern, Camping Eichholz, Saane, bäuerliche Umgebung (z.B. mit dem Weiler Herzwil); in der Agglomeration: Schloss Kehrsatz, Kirche Zimmerwald, Langlauf und Winterwandern in Zimmerwald, Alte Mühle Oberwangen, Stadt Bern. - Anlässe: Gurten Festival.

* Wenn man dem heutigen Trend zu Gemeindefusionen zustimmt (was man aber natürlich auch differenziert betrachten kann), dann wäre also die heutige Stadt Köniz so etwas wie ein frühes Vorbild für diesen aktuellen Trend (die politische Gemeinde Köniz entstand in der heutigen Form aber bereits 1846).

** Einerseits herrscht in der Gemeinde Köniz traditionell ein relativ grosses Eigenständigkeitsdenken, andererseits ist auch zu bedenken, dass die Stadt Bern mit einer Fusion nur relativ wenig Stadt- dafür aber sehr viel Landgebiet dazu gewinnen würde (was den Charakter der Stadt Bern vielleicht wesentlich verändern würde: grössenmässig sind die Gemeinden Bern und Köniz praktisch gleich gross!, d.h. bei einer Fusion würde sich die Fläche der Stadt Bern auf einen Schlag verdoppeln [eine Möglichkeit wäre natürlich auch, dass die Stadt Bern nur das städtische Gebiet von Köniz übernehmen würde, während aus den Landgebieten, inkl. vielleicht sogar weiteren Gebieten, eine neue Landgemeinde gemacht wird, aber das steht, glaube ich, politisch nicht in der Diskussion]).

La Chaux-de-Fonds (NE). Die grösste Stadt des Hochjuras, die aufgrund ihrer genauen und industriellen Planung bei der Stadterweiterung als Reissbrettstadt gilt (konzipiert von Architekt Junod), ist eine bedeutende Uhrenmetropole (mit Marken wie Corum, Girard-Perregaux, Ebel oder TAG Heuer [gegründet in Saint-Imier] und Movado [beide heute mit Sitz in den USA]). Nach Genf und Lausanne ist La Chaux-de-Fonds die drittgrösste Stadt der rein französisch sprachigen Romandie (und die grösste des Kantons Neuenburg). Zu den bekanntesten Söhnen der Stadt gehört der Auswanderer Louis Chevrolet, der in den USA die weltbekannte Automobilfirma begründete. Zu erwähnen sind auch der Stararchitekt Le Corbusier, der ein paar Häuser in der Stadt konstruiert hat, sowie der Schriftsteller Cendrars. Sie alle zeugen von der Weltoffenheit, welche diese Stadt ausstrahlt; es gibt kaum eine andere Stadt dieser Grösse und landschaftlichen Abgeschiedenheit, die rein von ihrer Bauweise her eine Weltstadtatmosphäre ausstrahlt: La Chaux-de Fonds ist defintiv eine spezielle und besondere Stadt. 2009 wurde sie in das UNESCO-Welterbegut aufgenommen. – Sehenswürdigkeiten: Musée International d'Horlogerie, Grand Temple (Reformierte Kirche), Eglise du Sacré Coeur, Synagoge, Grotte du Bichon, La Villa turque und La Maison blanche (Bauten von Le Corbusier), Espacité, Le musée des Beaux-Arts, Le musée d'histoire, Le musée paysan et artisanal, Fontaine Monumentale, Tierpark, Vivarium; in der Umgebung: Städtchen Le Locle, Doubs, Saut du Doubs, Vue des Alpes. – Sportvereine: FC La Chaux-de-Fonds (Fussball), HC La Chaux-de-Fonds (Eishockey). – Anlässe: Meeting internationale de Natation, Meeting international d'athlétisme Résisprint, La Plage des Six-Pompes (Festival der Strassenkunst), 2300 Plan 9 - Les étranges nuits du cinéma (Film-Festival).

La Neuveville (dt. Neuenstadt, BE-Seeland). Es gibt kaum ein so kleines Städtchen (immerhin sind es doch rund 3500 Einwohner) mit so vielen Sehenswürdigkeiten: die sehr schöne Altstadt, die wunderbare Hafenpromenade und die schmucke Burg über dem Ort etwa, mit einem schön gemachten blumigen Innenhof (bei einer kleinen Wanderung zur Burg hinauf sollte man in der Direttissima, aufgrund seiner beeindruckenden Steilheit, unbedingt den alten Schlossweg benützen!). Auffallend auch: die vielen interessanten Türme im Ortsbild. Zum Ort gehört auch der Weiler Schafis (frz. Chavannes), von welchem eine bekannte Bielerseeweinmarke herstammt (Schafiser); interessant für Stadtberner: ein Teil der Neuenstädter Weingüter gehören der Stadt Bern, der entsprechende Wein stammt somit aus dem 'Cave de la ville de Berne'. La Neuveville ist auch der letzte Ort des Kantons Bern am Jurafussufer des Bielersees (gerade anschliessend folgt der Neuenburger Ort Le Landeron). – Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Hafenpromenade, Bielersee, Burg Schlossberg, Tour de Rive, Tour Carrée, Tour Rouge, Tour Baillif, Tour Hildebrant, Tour Jaggi, Blanche Eglise, Maison de Berne; in der Umgebung: andere Winzerdörfer (wie Ligerz oder Twann-Tüscherz), Städtchen Le Landeron, Montagne de Diesse (Tessenberg), Téléski Nods, Sankt Petersinsel.

Langenthal (BE-Oberaargau). Die bedeutendste Stadt im bernischen Oberaargau ist schwierig beschreibbar: irgendwie will sie so gar nicht herausragen, sondern eher normal, durchschnittlich und unspektakulär sein, ist aber doch irgendwie bedeutend. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Langenthal (v.a. dank der Eisenbahnlinie Herzogenbuchsee-Olten) zu einem wichtigen Industriestädtchen: grosse Bekanntheit erreichte etwa die Porzellanfabrik Langenthal (bdt. Porzi). Auch etwa im Textil- und Maschinenbereich entstanden bedeutende Firmen. Landesweit bekannt geworden ist auch die Langenthaler Rede Pestalozzis, welche 1826 die Bildungsreform in der Schweiz einleitete. – Sehenswürdigkeiten: Reformierte Kirche, Katholische Kirche, Kaufhaus (bdt. Choufhüsi), Amthaus, Verwaltungszentrum, Museum, Design Center, Marktplatz, Langete; in der Umgebung: Kloster St. Urban (LU), Schloss Thunstetten, Colani's Welt in Aarwangen, Wässermatten, Aspisee in Obersteckholz, Waldgeister- und Figurenweg in Lotzwil, Städtchen Herzogenbuchsee. – Anlässe: Designers Saturday. – Sportvereine: SC Langenthal (Eishockey).

Langnau (auch: Langnau i. Emmental, BE-Emmental). Der Hauptort des bernischen Verwaltungskreises Emmental ist die bedeutendste Ortschaft zwischen Bern und Luzern, also: zwischen der Hauptstadt und der Innerschweiz (in der direkten Verbindung). Er hatte schon seit jeher eine besondere Bedeutung im Kanton Bern und in der Schweiz, und so bekam Langnau daher auch schon im Mittelalter als ländliches Dorf ein Marktrecht. Hier ist auch der weltbekannte löchrige Emmentaler Käse beheimatet. – Sehenswürdigkeiten: Reformierte Kirche, Regionalmuseum Chüechlihus, Moosbrücke, Ilfis, Bauernhäuser; in der Umgebung: Hochwacht (Aussichtspunkt). – Sportvereine: SC Langnau (Eishockey).

Laufen (BL). Nebst der sehenswerten (aber leider nicht autofreien) Altstadt gilt es besonders auch den Birsfall zu erwähnen (ein kleiner Wasserfall mit Fontäne). Die Stadt wurde offenbar an diesem Ort gegründet; der Name Laufen oder Lauffen ist typische für Orte an Stromschnellen oder Wasserfällen. Ebenfalls sehenswert ist die katholische Kirche. Das 1295 von einem Basler Bischof gegründete Städtchen liegt im Laufental, welches bekannt wurde durch die Abstimmung seiner Kantonszugehörigkeit 1989 (nach der Abspaltung des Kantons Jura von Bern zehn Jahre zuvor, entschloss sich die nunmehr abgelegene Exklave von Bern zum Kanton Basel-Land zu wechseln). Wie ein Teil des Juras gehörte auch Laufen, welches an der Jurabahnlinie von Basel nach Delémont liegt, nach der französischen Revolution zur französischen Republik (1793-1813). Landesweit bekannt ist Ricola, der bekannte Schweizer Hersteller von Kräuterbonbons ('wer hat's erfunden?'). Natürlich gibt es auch in Laufen eine eigene Basler Fasnacht. – Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Birs, Birsfall, Katholische Kirche, Obertor mit Zeitturm, Untertor, Wassertor, Stadtmauer, Stadthaus, Katharinenkirche, Planetenweg; in der Region: Segelflugplatz Dittingen.

Laupen (BE-Mittelland). Klein, aber fein. Das mittelalterliche (Zähringer-) Städtchen Laupen ist ideal für einen kleinen kulturellen Ausflug, und es gehört sicher zu den schönsten kleinen Städtchen des Kantons Bern und der Schweiz überhaupt. Für die Alten Berner hatte es oft eine grosse Bedeutung als umstrittener Grenzposten (z.B. im bedeutenden Laupenkrieg 1339, in welchem die Eidgenossen mit den Bernern erstmals unter dem Schweizer Kreuz gekämpft haben sollen). – Sehenswürdigkeiten: Altstadt (mit Lauben), Schloss Laupen; in der Umgebung: Bramberg-Denkmal oberhalb Neuenegg, Schiffenen/Schiffenensee.

Le Landeron (NE, dt. Landern). Wenn man am Jurafuss dem Bielersee entlang fährt, ist Le Landeron der erste Ort im Kanton Neuenburg, gleichzeitig auch der Abschluss der Bielersee-Orte. Das Städtchen reiht sich nahtlos ein in die Orte mit einer kleinen aber sehenswerten Altstadt dieser Region (vgl. La Neuveville, Erlach - vor der Erbauung des Städtchens im 14. Jahrhundert bestand auf der Anhöhe die im 13. Jahrhundert in einem Konflikt zwischen den Grafen von Neuenburg und dem Fürstbischof von Basel zerstörte Festung Nugerol). – Sehenswürdigkeiten: Vieille Ville, Château du Landeron, Porte nord, Porte sud, Hôtel de Ville, Chapelle des Dix-Mille Martyres, Brunnen, Musée de l'Hôtel de Ville, Antiquitätengeschäfte, Bielersee; in der Umgebung: Städtchen La Neuveville und Erlach, Jolimont, Canal de la Thielle.

Le Locle (NE). Der Bahnhof liegt hoch über dem Ort - in Le Locle muss man gut zu Fuss sein. Das hübsche Städtchen, welches sich in einem abgeschlossenen Hochtal im Neuenburger Jura befindet, gilt als eigentliche Wiege der Schweizer Uhrenindustrie (heute mit Marken wie Tissot, Zenith, Certina, Ulysse Nardin oder Mido [gegründet in Solothurn]). Zusammen mit ihrer Zwillingsstadt La Chaux-de-Fonds wurde der Ort 2009 in das UNESCO-Welterbegut aufgenommen. – Sehenswürdigkeiten: Musée d'Horlogerie du Locle, Le Château des Monts, Hôtel de Ville (Rathaus), Haus Du Bois, Reformierte und Katholische Kirche, Musée des Beaux-Arts; in der Umgebung: Stadt La Chaux-de-Fonds, Unterirdische Mühlen von Col des Roches (zwischen Le Locle und Morteau [Frankreich]).

Liestal (BL). Der Hauptort des Halbkantons Basel-Land wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts von den Froburgern gegründet. Seine Entwicklung im Basler Hinterland verdankt er v.a. den beiden Hauensteinpässen (der Obere führt nach Balsthal/Solothurn, der Untere nach Olten/Aarau). Auch im Kantonshauptort der Basler Landschaft gibt es eine bedeutende Fasnacht mit Lokalkolorit. Der erste Schweizer Literaturnobelpreisträger Spitteler stammt aus Liestal; sein Werk ist u.a. das Thema des lokalen Dichtermuseums. – Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Rathaus, Obertor (auch: Törli), Dichtermuseum, Ergolz; in der Umgebung: Städtchen Dornach mit Goetheanum, Stiftskirche in Arlesheim.

Lyss (BE-Seeland). Das Industriestädtchen liegt zwischen Bern und Biel und ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt im Berner Seeland*. Der Bau der entsprechenden Bahnlinie über Lyss im späteren 19. Jahrhundert war sehr wichtig für die Entwicklung des Ortes, der in seiner Frühgeschichte zur Grafschaft Aarberg gehörte. Mit der neugemachten kleinen Bahnhofstrasse hat die zweitgrösste Stadt im Seeland auch wirklich einen Hauch von kleinstädtischer Atmosphäre bekommen (als Städtchen ohne alte Stadttradition, trotz einer Erwähnung bereits im Jahr 1009, wird man in Lyss auf die Moderne bauen; die eine oder andere künstlerische oder architektonische Attraktion würde dem Städtchen, welches sich eigentlich, obwohl es eines der wichtigsten Regionalzentren im Seeland ist, immer noch vorwiegend als Ort zwischen Bern und Biel definiert, gut tun; allerdings hat sich das Städtchen in den letzten Jahren auch gut entwickelt und hat auch noch einiges Potenzial). – Sehenswürdigkeiten: Alte Kirche St. Johannes Evangelista (Johanniskirche), Alte Aare, Lyssbach, Kart-Bahn, Alte Mühle, Bahnhofstrasse, Aussichtsturm, Waffenplatz, Dampflokomotive (nicht öffentlich); in der Agglomeration: Städtchen Aarberg, Flugplatz Biel-Kappelen (in Kappelen). – Medien: Lokalfernsehen Lyss und Umgebung Loly. – Sportvereine: SC Lyss (Eishockey).

* Dieser verlagerte sich erst im späteren 19. Jahrhundert, mit der Eisenbahnlinie Bern-Biel, vom Nachbarstädtchen Aarberg nach Lyss. Auf dem alten Aare-Flussweg wuchs Aarberg zu einem wichtigen Warenumschlagsplatz und einer alten Stadt mit Marktrecht. 1864 entstand die Bahnlinie Bern-Biel über Lyss, und zwölf Jahre später die Linie Lausanne-Solothurn; die Eisenbahn ist somit verantwortlich für die Entwicklung des Städtchens Lyss.

Moutier (dt. Münster, BE-Jura bernois). Die Geschichte und Entwicklung des Städtchens im bernjurassischen Grand Val geht auf das alte Kloster Moutier-Grandval zurück (eine Gründung von Geistlichen aus dem Elsass). – Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Collégiale Saint-Germain (Stiftskirche), Château de Moutier, Hôtel de Ville (Stadthaus), Eglise Notre Dame de la Prévoté, Chapelle de la Chalière, Birse (dt. Birs), Musée Jurassien des Arts, Le Pantographe (Kunstwerkstätte und Kulturraum); in der Umgebung: Mt. Raimeux, Tour de Moron (Aussichtsturm von Stararchitekt Botta). – Anlässe: Salon des industries de l'automation, des microtechniques et de la sous-traitance SIAMS, Festival jurassien de cinéma.

Murten (frz. Morat, FR). Das Städtchen Murten ist eines der vielen Kleinode in der Schweiz, dank seiner schönen und historischen Altstadt sowie der Lage am See (im Drei-Seen-Land ist es die kleinste Seestadt nach Biel und Neuenburg). Historisch bedeutend war das bereits 515 erstmals erwähnte (und im Mittelalter zur Zähringerstadt gewordene) Murten bei der berühmten Schlacht bei Murten 1476 in den Burgunderkriegen (gegen den letzten Burgunderherzog Karl den Kühnen). Ein weltbekannt gewordener Murtener war Teddy Stauffer (Swing-König Deutschlands der 1930-er Jahre), ebenfalls in Murten geboren ist der religiöse Bauern- und Heimatschriftsteller Jeremias Gotthelf (also: einer der grössten Musiker und einer der grössten Schriftsteller der Schweiz). – Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Schloss Murten, Ringmauer, Berntor, Brunnen, Murtensee; in der Region: Papiliorama in Kerzers, Expodrom in Muntelier (Indoor- und Offroad-Karting), Schloss Münchenwiler (in Münchenwiler, frz. Villars-les-Moines, BE-Mittelland), Römisches Theater Aventicum in Avenches (VD).

Neuchâtel (dt. Neuenburg, NE). Die am Jurahang gelegene Universitätsstadt Neuchâtel, welche heute praktisch rein französischsprachig ist, hat eine sehr bewegte Geschichte: im 12.-14. Jahrhundert residierten die Herren und Grafen von Neuenburg im Schloss über der Stadt*, danach fiel Neuenburg an verschiedene Herrschaftshäuser, 1707 an die Preussen, 1806 an Napoleon (der es an einen Marschall verschenkte), 1814 wurde es ein Kanton der Eidgenossenschaft (aber wieder als preussisches Fürstentum), und erst mit der Bundesstaatsgründung 1848 ein eigenständiger Kanton. Am Neuenburgersee wurden die bekannten Ausgrabungen der frühen keltischen La-Tène-Kultur** gemacht. Nicht nur die historischen Bauten, sondern auch die Hafenpromenade am Neuenburgersee machen die Unterstadt Neuchâtels zu einer der schönsten Stadtgegenden der Romandie. Der weltbekannte Schriftsteller und Dramatiker Dürrenmatt wählte Neuenburg als seine Wahlheimat. Seit 1998 befindet sich das Eidgenössische Statistische Amt in Neuenburg. Dieses hat nicht nur eine historische Tradition in der Uhren-, sondern auch in der Schokoladenindustrie (Suchard***); der in Neuchâtel geborene Abraham-Louis Breguet (1747-1823) gilt als einer der bedeutendsten Uhrmacher der Industriegeschichte. – Sehenswürdigkeiten: Neuenburgersee mit Hafen und Schiffahrt, Hafenpromenade, Château de Neuchâtel (mit den Grabmälern der Grafen von Neuenburg), Musée d'art et d'histoire (mit den Automaten der Brüder Jaquet-Droz), La Collégiale (Kollegiatskirche Notre-Dame), Hôtel Du Peyrou, Tour des Prisons, Tour de Diesse, Maison des Halles, Grande Rochette, Fontaine du Banneret, Fontaine de la Justice (und andere Brunnen), Centre Dürrenmatt; in der Umgebung: Laténium in Hauterive (Keltenmuseum), Schloss und Städtchen Boudry (Geburtsort von Marat und Suchard). – Sportvereine: FC Neuchâtel Xamax (Fussball), HC Université Neuchâtel (Eishockey), Young Sprinters HC (Eishockey [historisch, aufgelöst]), Union Neuchâtel Basket (Basketball). – Medien: L'Express de Neuchâtel (Tageszeitung), L'Impartial (Tageszeitung), RTN (Radio, in Marin-Epagnier), Canal Alpha (Fernsehen, in Cortaillod). – Anlässe: Fête des Vendanges (Winzerfest).

* Fürsten von Neuenburg gab es indessen über verschiedene andere Zweige (darunter auch etwa die Zähringer) bis ins 18. Jahrhundert, deren Dynastie wurde 1707 durch die Preussen bzw. preussische Gouverneure (bis 1848) abgelöst. Begründet wurde die erste Dynastie der Herren von Neuenburg durch Rudolf I. 1125.

** La Tène war früher eine althistorische Umgebung am Neuenburgersee: seit 2009 existiert jedoch auch eine Gemeinde mit diesem Namen (diese formierte sich im Zuge der Gemeindefusion von Marin-Epagnier und Thielle-Wavre).

*** Suchard gehört zu den ersten grossen Chocolatiers der Schweiz (und zu den berühmtesten bis heute). Die erste Tafelschokolade stammt allerdings von Cailler, in der Nähe von Vevey (VD, die Firma Cailler übersiedelte aber später nach Broc/FR).

Nidau (BE-Seeland). Für Bieler gehört Nidau irgendwie zur Stadt, kein Wunder: ein paar wenige Gehminuten vom Bieler Bahnhof entfernt ist man bereits in Nidau. Dieses ist aber eine eigenständige Gemeinde und auch ein sehenswerter Ort; den Sperrsitz am Kopf des Bielersees teilen sich die beiden Orte gemeinsam. Gleich zwei ehemalige Bundesräte stammen aus Nidau (u.a.): einer davon ist mit Ulrich Ochsenbein ein Baumeister des modernen Bundesstaates. – Sehenswürdigkeiten: Schloss Nidau, Altstadt, Nidau-Büren-Kanal (Aare), Schlossmuseum (mit einer Ausstellung zur Juragewässerkorrektion), Bielersee; in der Umgebung: Stadt Biel.

Olten (SO). Die Eisenbahn- und Industriestadt ist heute die grösste Stadt im Kanton und Solothurn. Sie liegt in einem Talkessel am Jurasüdfuss und ist ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt (mit der Nord-Süd-Achse Basel-Mailand und der West-Ost-Achse Genf-St.Gallen, inkl. Bern-Zürich). Landesweite Bekanntheit hat der Bahnhof Olten als Gründungsort verschiedener Vereinigungen erreicht, wahrscheinlich wegen seiner zentralen Lage (zwischen Bern, Basel und Zürich): so wurde z.B. die literarische Gruppe Olten im Oltner Bahnhof gegründet, eine dissidente Schriftsteller-Vereinigung (1971-2002, inkl. Frisch und Dürrenmatt), oder auch der Fussballverband, der Alpen-Club, der Gewerkschaftsbund, der Evangelische Kirchenbund oder die Freisinnig-Demokratische Partei. Olten war/ist Lebensraum für verschiedene Schweizer Schriftsteller (Capus, Lenz, oder Walter, auch Bichsel oder Hohler hielten sich hier auf). Die Spannweite zwischen Industriestadt und Schriftstellerstadt ist interessant. Geprägt ist das Stadtbild durch die breite Aare mit dem Bahnhof auf der einen und der Innenstadt auf der anderen Seite sowie den beiden Aarebrücken (Neue Bahnhofbrücke und Alte Holbrücke). Obwohl vermutlich einiges nachzubessern wäre, macht Olten insgesamt doch den Eindruck einer überdurchschnittlich gemütlichen und sympathischen Stadt. – Sehenswürdigkeiten: Bahnhof, Aare, Holzbrücke, Altstadt, Stadtkirche, Stadtturm, Stadthaus, Kunstmuseum, Wertpapierwelt (Museum für historische Wertpapiere), Munzinger-Denkmal, Reiter-Pferd-Skulptur; in der Umgebung: Unterer Hauenstein, Belchen, Städtchen Aarburg, Tüfelsschlucht bei Hägendorf. – Sportvereine: EHC Olten (Eishockey). – Anlässe: Kabarett-Tage Olten, Buchmesse Olten, Oltner Chilbi.

Porrentruy (dt. Pruntrut, JU). Der Hauptort der Region Ajoie (dt. Elsgau), dem nordwestlichen Zipfel des Schweizer Juras, wird durchflossen von der Allaine (dt. Hall), einem Nebenfluss des Doubs. Erstmals erwähnt ist der Ort 1136 als Purrentru. Nach der Reformation in Basel machte der Basler Bischof 1527 Pruntrut zu seinem neuen Bischofssitz (seit 1828 ist es Solothurn), was zu einer Blütezeit des Ortes führte; bis in die Zeit des Ersten Weltkriegs war die Stadt der Mittelpunkt des Juras (später: Delémont, die nachmalige Hauptstadt des neuen Kantons Jura 1979). Sie besitzt ein altes Markt- und Stadtrecht, jedoch heute weniger als 7000 Einwohner. Porrentruy ist eine spannende kleine Stadt und, etwas abgelegen in der Ajoie (14 Kilometer entfernt vom französischen Grenzstädtchen Delle), eine der grösseren Unbekannten der Schweiz. Auf jeden Fall sehenswert (und wie gesagt: historisch bedeutend für die gesamte Nordwestschweiz). – Sehenswürdigkeiten: Château de Porrentruy, Tour du Coq, Vieille Ville, Hôtel de Ville, Allaine, Tour Réfous, Porte de France, Faubourg, Eglise des Jesuites, Eglise Saint-Pierre, Eglise Saint-Germain, Musée de l'Hôtel-Dieu, Musée jurassien des sciences naturelles, Jardin botanique de Porrentruy; in der Umgebung: Hôtel de la Gare von Courgenay (bekannt durch das alte Soldatenlied 'Gilberte de Courgenay'), Mt. Terri (gab 1793-1800 dem früheren französischen Département du Mont-Terrible den Namen, in welchem sich auch die Gebiete des Schweizer Juras befanden), Ajoie. – Sportvereine: HC Ajoie (Eishockey).

Rheinfelden (AG). Für manche oder viele wahrscheinlich aufgrund ihrer geografischen Lage, direkt an der deutschen Grenze, ein bisschen eine vergessene Stadt, nichts destotrotz aber eine sehr interessanteste Stadt. Ersturkundlich erwähnt im Jahr 851; im 11. Jahrhundert ging die Stadt an Berthold II. von Zähringen, dessen Enkel ihr das Stadtrecht verlieh, und somit wurde Rheinfelden die erste und älteste Zähringerstadt der Schweiz (und ebenso die älteste Stadt im heutigen Kanton Aargau). In der Folge war die Stadt begehrt und umkämpft, u.a. von den Sachsen, Habsburgern, Burgundern, Franzosen, Spaniern und sogar Schweden. 1844 wurden reiche Salzvorkommen entdeckt, und damit begann der wirtschaftliche Aufschwung; die Bözbergbahnlinie zwischen Basel und Zürich bracht ab 1875 die Ansiedlung weiterer Industrien. Im folgenden Jahr etwa wurde die Feldschlösschen AG gegründet, die grösste Bierbrauerei der Schweiz. Im späteren 19. Jahrhundert (wie etwa auch das Bundeshaus in Bern) im historistischen Stil erbaut, ist dies vermutlich das schönste Firmengebäude der Schweiz. Und wenn das nichts Besonderes ist: in Rheinfelden muss man nur über die Grenze marschieren, und schon steht man in einem deutschen Städtchen gleichen Namens*. – Sehenswürdigkeiten: Rhein, Altstadt mit Wehrgang, Rathausturm, Storchennestturm, Obertorturm, Messerturm, Rathaus, St.-Martins-Kirche, Alte Rheinbrücke, Reformierte Kirche, Christkatholische Kirche, Brauerei Feldschlösschen, Fricktaler Museum; in der Umgebung: Römisches Theater Augusta Raurica in Augst (BL), Städtchen Möhlin, Naturschutzgebiet Breitsee in Möhlin, Städtchen Rheinfelden in Deutschland.

* Der Grund dafür: in den Friedensschlüssen nach dem zweiten und dritten Koalitionskrieg zwischen Frankreich und den alliierten Mächten zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde eine strenge Rheingrenze gezogen, was manche Stadtgebiete teilte, z.B. eben jenes von Rheinfelden, oder auch jenes von Laufenburg ein bisschen weiter rheinaufwärts: auch dort gibt es einen bekannteren deutschen sowie einen schweizerischen Ort gleichen Namens.

Saint-Imier (dt. Sankt Immer, BE-Jura bernois). Der Ursprung des Ortes soll auf den heiligen Himerius zurückgehen, einen Eremiten aus der Ajoie (um das Jahr 600). Ähnlich wie La Chaux-de-Fonds weist St-Imier ein rechtwinkliges Strassensystem auf. Viele Kulturbauten wurden bei drei grossen Stadtbränden im 19. Jahrhundert zerstört (1839, 1843 und 1856). Bedeutende Uhrenfirmengründungsstadt*: Marken wie Breitling (heute mit Hauptsitz in Grenchen), Heuer oder Longines wurden in Saint-Imier begründet (historisch bekannt ist auch die Begegnung Bakunins mit Uhrenarbeitern im Tal von St-Imier). – Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Marktplatz, Stiftskirche, Tour Saint-Martin (auch: Tour de la Reine Berthe), Stadtmuseum, Musée Longines, Suze, Mont Soleil mit Photovoltaikanlage und Sternwarte; in der Umgebung: Chasseral (höchster Punkt des Schweizer Juras), Mont Crosin mit Windkraftanlage. – Sportvereine: HC Saint-Imier-Sonceboz (Eishockey).

Saint-Ursanne (dt. Sankt Ursitz, JU, Gemeinde: Clos du Doubs). Der Ort liegt etwas abgelegen tief unterhalb der Eisenbahnlinie zwischen Juraketten im engen Doubstal. Sicher einer der schönsten Jura-Orte überhaupt, mit mittelalterlichem Flair und einer malerischen Brücke am Doubs. Namensgeber des Dorfes war ein heiliger Eremit namens Ursicinus. – Sehenswürdigkeiten: Vielle Ville, Doubs, Porte St-Jean, Pont St-Jean, Statue de Saint Jean Népomucène, Porte St-Paul (auch: Porte de Porrentruy), Porte St-Pierre, Collégiale et Cloître St-Ursanne (Stiftskirche und Kloster), Eremitage, Schlossruine, Eisenbahnviadukt, Naturreservat Clos du Doubs; in der Umgebung: Mont Terri. – Anlässe: Les Médiévales (Mittelalterfest), Les Estivades (Sommermarkt).

P.S. Hier zeigen sich Schattenseiten der Gemeindefusionen (was ich anführe, weil dies hier zu einer Art aktuellem Dauerthema geworden ist): der Ort St. Ursanne z.B. scheint keine eigene Website mehr zu haben, und die Informationen dazu muss man sich mühsam im Web zusammensuchen (der Ort ist zwar geeignet für Tourismus, aber doch zu wenig bedeutend für eine eigene touristische Website, und die Gemeinde-Website gibt es nicht mehr, weil es keine Gemeinde mehr ist [so büssen interessante Orte in Randgebieten evtl. sogar etwas von ihrer touristischen Bedeutung ein]).

Sarnen (OW). Der Hauptort des Kantons Obwalden - 1291 zusammen mit Nidwalden als Unterwalden eines der Gründungsgebiete der Eidgenossenschaft - liegt am Sarnersee. Die idyllische Lage in der Bergwelt am See erinnert an die Orte am Vierwaldstättersee, das Städtchen an einen typischen Innerschweizer Ort. Bedeutend in der Region ist auch etwa die Gemeinde Flüeli-Ranft, welche eine Pilgerstätte für Niklaus von Flüe (aka Bruder Klaus) ist (hier gibt es das Geburts- und Wohnhaus sowie die Einsiedelei des Eremiten zu sehen [mit dem Bus von Sachseln aus]). – Sehenswürdigkeiten: Pfarrkirche St. Peter und Paul, Beinhaus St. Michael, Kollegiumskirche St. Martin, Schützen- und Zeughaus Landenberg, Dorfplatz, Rathaus, Altes Gymnasium, Hexenturm, Sarnersee, Wichelsee, Sarner Aa, Seepark, Lourdesgrotte; in der Umgebung: Flüeli-Ranft, Melchaa, Vierwaldstättersee, Stanserhorn, Stätdchen Sachseln.

P.S. Da die Urschweiz* (mit den drei Gründungsgebieten bzw. vier Gründungskantonen der Schweiz) ziemlich genau in der Mitte der Schweiz liegt, wenn auch leicht östlich, hat jedes der vier Himmelsrichtungsgebiete auch ein kleineres oder grösseres Stück Urschweiz* für sich. Das grösste Gebiet der Urschweiz liegt in der Nordostschweiz (mit dem ganzen Kantonen Schwyz sowie Teilen von allen anderen Urschweizer Kantonen), das zweitgrösste (mit einem grösseren Teil des Kantons Uri und einem kleinen Zipfel von Nidwalden) in der Südostschweiz, das drittgrösste - mit dem grösseren Teil des Kantons Obwalden eben - in der Nordwestschweiz und das kleinste (nur mit einem kleinen Zipfel von Obwalden) in der Südwestschweiz. Der Kanton Obwalden hat dabei eine Sonderstellung, da er (mit der Älggi-Alp) das geografische Zentrum der Schweiz bildet und somit in allen vier Himmelsrichtungsgebieten vertreten ist. Dieses Zentrum - mit seinen Himmelsrichtungsgebieten - ist natürlich nicht für alle Zeiten gegeben, sondern nur solange, wie die Schweizer Grenzen unverändert bleiben: dies ist nun aber praktisch schon seit 200 Jahren der Fall! (Und dies u.a. durch zwei schlimme Weltkriege hindurch - eine solche Gebietsfestigkeit und -sicherheit ist, wenn man die bewegte Geschichte Mitteleuropas betrachtet, keinesfalls selbstverständlich, sondern vielmehr höchst erstaunlich: und sicher auch ein wesentlicher Punkt in der politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung der Schweiz; dabei hat sie sogar eine Erweiterung ihres Gebietes abgelehnt: im Jahr 1919, als der österreichische Vorarlberg nach dem Untergang der alten Donaumonarchie zur Eidgenossenschaft stossen wollte - der vorwiegend liberal-bürgerliche Bundesrat lehnte dieses Begehren, trotz einer wuchtigen Ja-Abstimmung im Vorarlberg, und als ob der alte Bruder Klaus persönlich Pate gestanden wäre, ab: mit dem Argument der konfessionellen und linguistischen Ausgewogenheit der Schweiz [bzw. der Gefährdung derselben**].)

* Normalerweise macht man einen Unterschied zwischen den Begriffen der Urschweiz und der Innerschweiz (auch: Zentralschweiz), indem zu dieser auch die Kantone Luzern und Zug hinzugezählt werden (während Glarus zur Ostschweiz gezählt wird).

** Ein ebenfalls bedeutender und vielleicht noch tieferer Grund dürfte gewesen sein, dass der Vorarlberg keinen bedeutenden historischen Bezug zur Eidgenossenschaft hat - im Gegensatz zu allen, auch später (d.h. erst im 19. Jahrhundert - 1803 und 1815), hinzugekommenen heutigen Gebieten (d.h. es könnte hierbei auch die historische Konstitution der Eidgenossenschaft als Bund von Orten, mit weiteren engverbündeten Orten, eine gewisse Rolle gespielt haben - aber: wie auch immer).

Sempach (LU). Wenn es um die Kenntnisse und die Glorifizierung der Schlachten der Alten Eidgenossen zur Verteidigung der frühen Schweiz geht, kommen einem v.a. zwei Namen in den Sinn: Morgarten (1315 - dieses liegt heute in der Gemeinde Oberägeri ZG beim Ägerisee) und Sempach (1386). Der Ort hat aber mehr zu bieten, als bloss die Erinnerung an alte Zeiten (auch wenn die Historie hier verständlicherweise grossgeschrieben wird). So etwa die sehenswerte Altstadt und den Sempachersee. National bekannt ist auch die Schweizerische Vogelwarte. – Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Luzerner Tor, Rathaus, Hexenturm, Kirche St. Stefan, Löwen-Denkmal (zu Ehren von Petermann von Gundoldingen und Arnold Winkelried), Gedenkstätte Schlachtkapelle Sempach, Schweizerische Vogelwarte, Sempachersee; in der Umgebung: Stadt Sursee. – Anlässe: Gedenkfeier zur Schlacht bei Sempach.

Solothurn (SO). Die Barockstadt ist bekannt als Bischofssitz des Bistums Basel (heute mit den Kantonen: AG, BL, BS, BE, JU, LU, SH, SO, TG, ZG): seit 1828 residiert nämlich der Basler Bischof in Solothurn (bis zur Zeit des sogenannten Kulturkampfs wohnte er im Palais Besenval). Die St. Ursenkathedrale prägt, nebst der gegen Osten hin breiter werdenden Aare, das Stadtbild. Die Stadt hat auch einen heiligen Schutzpatron: Ursus von Solothurn (gest. um 303). Früher wurde Solothurn als Ambassadorenstadt bezeichnet, aus der Zeit der Botschafter des französischen Königshauses im 16.-18. Jahrhundert; ebenfalls gilt Solothurn als eine der bedeutendsten Städte der Uhrenindustrie in der deutschsprachigen Schweiz. Als eines der schönsten Gebäude gilt der Zeitglockenturm (wie in der Stadt Bern mit einem astronomischen Uhrwerk, es ist auch das älteste Gebäude der Stadt, anfangs 13. Jahrhundert [die Kathedrale stammt in ihrem heutigen Bauwerk aus dem späteren 18. Jahrhundert]). Die schöne und sehenswerte Altstadt ist bekannt als gemütlicher Kaffee- und Entspannungsraum. Die Stadt strahlt eine gewisse gut- oder alteidgenössische Ruhe aus. Die Schriftsteller Bichsel und Walter stammen aus Solothurn, ebenso mit Von Rohr einer der bekanntesten Rockmusiker der Schweiz (von der Gruppe Krokus). – Sehenswürdigkeiten: St. Ursenkathedrale, Aare, Altstadt, Zeitglockenturm, Baseltor, Bieltor, Rathaus, Festungsmauern (Schanzen), Krummturm, Palais Besenval, Museum Altes Zeughaus, Kunstmuseum, Naturhistorisches Museum, Computermuseum Enter, 11 Brunnen*; in der Umgebung: Einsiedelei Sankt Verena in der Verenaschlucht, Weissenstein, Städtchen Wangen a.d. Aare mit Holzbrücke (BE-Oberaargau). – Medien: Solothurner Zeitung, Radio 32. – Sportvereine: FC Solothurn (Fussball). – Anlässe: Solothurner Filmtage, Classic Openair.

* Die Stadt Solothurn hat eine lustige und seltsame numerologische Affinität zur Ziffer 11, die offenbar in sehr frühen Zeiten schon vorhanden war und später noch gepflegt wurde. Der genaue Grund für diese spezielle Affinität ist nicht bekannt.

Tramelan (dt. Tramlingen, BE-Jura bernois). Vielleicht ein eher unscheinbares Städtchen, aber ein geografisch zentraler Ort im Berner Jura. Ein grosser Teil des Dorfes wurde 1839 bei einem Dorfbrand zerstört, daher sind die meisten Häuser neueren Datums. – Sehenswürdigkeiten: Eglise Saint-Michel, Hôtel de Ville, Centre interrégional de perfectionnement CIP, Skigebiet Tramelan; in der Umgebung: Franches-Montagnes (dt. Freiberge), Moorseeregion Étang de la Gruère (zwischen Tramelan und Saignelégier), Städtchen Tavannes*, Col de Pierre Pertuis.

* In dieser Region gibt es ein Fusionsprojekt 'Haut de la Vallée de Tavannes' (mit den bisherigen Gemeinden Loveresse [Geburtsort von Grock], Reconvilier, Saicourt, Tavannes und Tramelan).

Val-de-Travers (NE). Eigentlich die Bezeichnung eines Tals: nach der Fusion von neun Gemeinden des Bezirks 2009* nun flächenmässig eine der grössten Städte der Schweiz (zumindest in der Statistik). Den Namen (von 'Vallis Transversa' in der Römerzeit) hat der Ort von der Tatsache, dass das Tal quer zu den übrigen Juratälern des Kantons Neuenburg liegt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war das Tal das Zentrum der Absinthproduktion. Der grösste Ort Fleurier ist eine bedeutende Uhrenstadt. – Sehenswürdigkeiten: Creux du Van, Areuse-Schlucht, Karstquelle der Areuse, Industriemuseum des Val de Travers, Asphaltminen von La Presta, Städtchen Fleurier (keine eigene Gemeinde mehr!), Môtiers (Wohnort Rousseaus).

* Erste Pläne gab es bereits 2007, aber zwei Gemeinden wollten diese Fusion nicht. Die anderen erarbeiteten dann ein neues Projekt, welches 2009 angenommen wurde. Val-de-Travers ist damit eine der ersten Grossfusionen in der spätmodernen Schweiz (weitere dürften folgen, da solche Gemeindefusionen derzeit im Trend liegen: vermutlich wird die Gemeinde- bzw. Ortsstruktur in der Schweiz schon bald eine ganz andere sein [oder: was ist denn nun überhaupt ein Ort? Na ja: in 50 oder 100 oder 200 Jahren wird vermutlich niemand mehr darüber reden, heute ist das aber eine Aktualität und auch ein Problem]).





Angrenzende Orte (Regionen sowie volle Kantone). Den 'Grenzort' Fribourg (zwischen der Nordwestschweiz und der Südwestschweiz) habe ich oben aufgeführt. Weitere bedeutende Orte, die (nach dieser Einteilung) knapp ausserhalb der engeren Nordwestschweiz und/oder weiter in den Kantonen Bern, Freiburg oder Aargau liegen:



Adelboden (BE-Oberland). Die Gemeinde Adelboden im Engstligental ist einer der bedeutendsten Orte in der Tourismuswelt des Berner Oberlandes; weltbekannt ist im FIS-Skiweltcup der Riesenslalom von Adelboden. – Sehenswürdigkeiten: Dorfkirche, Engstligenalp, Engstligenfälle, Engstligen; in der Umgebung: Gemeinden Frutigen und Lenk (gehören zum Skigebiet Adelboden/Lenk, Frutigen), Wildstrubel, Gemeinde Kandersteg im Nachbartal (mit Oeschinensee).

Baden (AG). Die alte Badestadt zwischen Aarau und Zürich liegt nur 11 Kilometer vom deutschen Land Baden-Württemberg entfernt. Schon die Römer nutzten im damaligen Aquae Helveticae die warmen Thermalquellen: es waren die ersten Bäder, welche die Römer in der Schweiz erbauten. Formell wurde die Stadt 1297 durch die Habsburger gegründet; auch im Mittelalter galt die Stadt als bedeutender Kurort: in der Alten Eidgenossenschaft war Baden ein wichtiger Versammlungsort von Tagsatzungen (zur Zeit der Helvetik auch Hauptort des Kantons Baden). Baden ist ein bedeutendes Zentrum der Elektrotechnik: Brown, Boveri & Cie. (BBC, heute ABB) wurde da gegründet, der französische Konzern Alstom hat in Baden einen wichtigen Standort und auch der Schweizer Energiekonzern Axpo ist hier angesiedelt. – Sehenswürdigkeiten: Stadtturm, Landvogteischloss, Altstadt, Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt, Kursaal, Bäderquartier, Römische Bäder, Museum Langmatt (Haus der Familie Brown), Villa Boveri, Kurtheater Baden, Burgruine Stein, Historisches Museum, Kindermuseum; in der Umgebung: Stadt Wettingen, Bareggtunnel, Teufelskeller. – Sportvereine: FC Baden (Fussball). – Anlässe: Badenfahrt, Fantoche (Festival des Animationsfilmes), Figura Theater Festival (Figurentheater).

Bremgarten (AG). Ein geschichtsträchtiges und sehenswertes Städtchen im südöstlichen Aargau*, im unteren Reusstal. – Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Marktgasse mit Spittelturm, Reuss, Schlössli, Muri-Amthof, Stadtkirche St. Nikolaus, Rathaus, Hexenturm, Obertor, (Ehemaliges) Kapuzinerkloster, Naturschutzgebiet Flachsee; in der Umgebung: Städtchen Wohlen, Bünztal.

* Interessantes Detail: in dieser Gegend im Aargau finden sich die Namen der grössten Orte in der unmittelbaren Agglomeration der Stadt Bern wieder. Bremgarten, Muri oder Wohlen, das kommt Stadtbernern sehr bekannt vor, sind aber hauptsächlich Ortsnamen eben in diesem Teil des Aargaus. Den Zusammenhang kann ich nicht erklären, vermutlich aber gibt es irgendeinen.

Bulle (FR). Verkehrsmässig für die Deutschschweizer etwas abgelegen, liegt Bulle - welches übrigens tatsächlich einen Bullen im Wappen trägt - beim Lac de Gruyère (also in der Gegend des berühmten Greyerzerkäses). Hier befindet sich auch ein Musée Gruérien (Greyerzermuseum). Das malerische Stadtbild wird noch aufgewertet durch das Schloss Bulle. – Sehenswürdigkeiten: Château Bulle, Vielle Ville, Eglise Saint-Pierre-aux-Liens, Chapelle de Notre-Dame-de-Compassion, Café des Halles, Musée Gruérien; in der Umgebung: Moléson, Städtchen Gruyères, Städtchen Broc, Lac de Gruyères. – Anlässe: Les Francomanias (Festival des französischen Chansons).

Grindelwald (BE-Oberland). Die weiträumige Gemeinde ist die zweitgrösste Gemeinde im Kanton Bern und eine der wichtigsten Tourismusdestinationen im Berner Oberland. – Sehenswürdigkeiten: Unterer und Oberer Grindelwaldgletscher, Grindelwalder Gletscherschlucht, Schwarze Lütschine, Bachlägerwasserfall, Heimatmuseum; in der Umgebung: Kleine Scheidegg zwischen Grindelwald und Lauterbrunnen, Eiger/Eigernordwand, Schreckhorn, Wetterhorn, Gemeinden Wengen, Mürren und Lauterbrunnen im Nachbartal (mit Jungfraujoch mit Eispalast, Schilthorn/Piz Gloria, Lauberhornabfahrt [Skigebiet Jungfrauregion mit Grindelwald, Wengen, Mürren und Lauterbrunnen]).

Gruyères (dt. Greyerz, FR). Zwar nur ein sehr kleines Städtchen im unteren Zipfel des Kantons Fribourg, mit nicht ganz 2000 Einwohnern, und doch mit einer reichen Bedeutung. Zum Einen aufgrund seiner mittelalterlichen Bedeutung mit dem Schloss, zum Anderen durch den See, oder auch durch eine der bekanntesten Käsemarken der Schweiz (Greyerzer Käse). – Sehenswürdigkeiten: Vieille Ville, Château de Gruyères (dt. Schloss Greyerz), Stadtmauer, Église Saint-Théodule, Le Calvaire, Musée HR Giger, Tibet Museum; in der Umgebung: Lac de la Gruyère, Stadt Bulle, Château de Bulle, La Maison de Gruyères in Pringy-Gruyères, Jauntal (vor dem Jaunpass), Lac de Montsalvens.

Interlaken (BE-Oberland). Der Ort liegt, wie der Name sagt, zwischen zwei Seen: dem Thuner- und dem Brienzersee (die Ebene zwischen diesen beiden Seen heisst Bödeli). Bedeutend ist er als Ausgangspunkt und touristisches Zentrum für das Alpengebiet im Berner Oberland. Seit 2003 ist der JungfrauPark (ehemals: Mystery Park vom Mystery-Schriftsteller Erich von Däniken) eine zusätzliche Attraktion. Aus Interlaken stammt Polo Hofer, der Vater des Berner Mundartrocks. Zu den berühmten historischen Gästen der Stadt gehören u.a. die Dichter Goethe und Byron. – Sehenswürdigkeiten: Kloster und Schloss Interlaken, Harder Kulm, Hardermannli, Aare, Schleuse, Casino Interlaken, JungfrauPark (mit Mystery World und Kinderparadies Mysty Land), Japanischer Garten, Touristik-Museum der Jungfrau-Region sowie diverse Hotelbauten und Alpensicht; in der Umgebung: Thunersee, Brienzersee, Schynige Platte, Beatenberg, Beatushöhlen, Altstadt von Unterseen. – Medien: Radio BeO (Radio) – Anlässe: Unspunnenfest (Schwingest), Tellspiele, Greenfield Festival (Musik-Openair), Jungfrau-Marathon (mit Start in Interlaken). – Sportvereine: SC Unterseen-Interlaken (Eishockey).

Luzern (LU). Für den Westen des Landes ist Luzern das Tor zur Inner- bzw. Zentral- und Urschweiz (bedeutend ist dabei die Verbindung des bernischen Emmentals und des luzernischen Entlebuchs, die beiden verbindenden Täler zwischen Bern und Luzern). Die Stadt am Vierwaldstättersee gehört zu den schönsten Städten der Schweiz (bei entsprechenden Umfragen belegt sie oft den zweiten Rang, hinter Bern [dieses auch mit einem Hauptstadtbonus, notabene]). Eine gewisse wohltuende Frische weht durch die Stadt Luzern: wahrscheinlich ist es die Kombination von See und Alpen. Touristisch weltbekannt ist das Bild vom Stadtzentrum mit Kapellbrücke und Wasserturm (vor einem Alpenpanorama: Pilatus, Rigi oder Bürgenstock gehören dazu, auch die Innerschweiz hat eine interessante Alpenwelt zu bieten). Luzern hat aber noch viel mehr Sehenswürdigkeiten, wozu viele prächtige alte Hotelbauten gehören, und auch einige interessante Museen: das Verkehrshaus ist immer noch eine bedeutende Attraktion der Stadt (mit einer grossen Sammlung an Lokomotiven, Autos, Schiffen und Flugzeugen). Die Fasnacht Luzerns gilt als zweitgrösste der Schweiz (nach Basel) und hat einen sehr eigenen Charakter (sie gilt vielleicht auch als wiederbelebendes Element der Fasnachtskultur in der ganzen Deutschschweiz). Zu den bekanntesten Söhnen der Stadt gehören der Kabarettist 'Emil' Steinberger oder der Schriftsteller Bichsel (allerdings verliess er schon in Kindheitsjahren die Stadt Richtung Olten und später Solothurn). – Sehenswürdigkeiten: Vierwaldstättersee, Wasserturm, Kapellbrücke, Altstadt, Spreuerbrücke, Jesuitenkirche, Hofkirche St. Leodegar, Rathaus, Museggmauer und Museggtürme, Löwendenkmal, Gletschergarten, Alpineum, Bahnhof, Quai-Promenade, Reuss, Kultur- und Kongresszentrum, Verkehrshaus der Schweiz, Planetarium, Hans Erni Museum, Kunstmuseum, Sammlung Rosengart, Bourbaki-Panorama, Hotel Château Gütsch und andere Hotelbauten; in der Umgebung: Pilatus, Rotsee, Schloss Meggenhorn (zwischen Luzern und Meggen), Städtchen Kriens, Städtchen Küssnacht a. Rigi, Hohle Gasse, Sempach u. Sempachersee. – Sportvereine: FC Luzern (Fussball), HC Kriens-Luzern (Handball). – Medien: Neue Luzerner Zeitung (Tageszeitung), Radio Pilatus (Radio), Tele 1 (ehemals: TeleTell, Fernsehen). – Anlässe: Fasnacht, Rose d'Or (Festival der Fernsehunterhaltung, früher in Montreux), Lucerne Festival (Klassische Musik, früher: Musikfestwochen), Luzerner Fest, Lucerne Blues Festival, Fumetto (Comic-Festival), Luzerner Stadtlauf, Spitzenathletik Luzern, Funk am See (Musik-Openair), LUGA (Luzerner Gewerbeausstellung).

Spiez (BE-Oberland). Wenn man mit dem Zug in Spiez ankommt, hat man gleich einen schönen Ausblick auf das Städtchen unterhalb. Das Ortsbild wird natürlich geprägt vom Schloss Spiez, welches sich im Bereich des (Thuner-) Sees und der Schiffländte befindet. Das Hotel Belvédère in Spiez war während der Fussballweltmeisterschaft 1954 Quartier der deutschen Nationalmannschaft; deshalb sprach man damals oft vom Geist von Spiez.– Sehenswürdigkeiten: Schloss Spiez, Reformierte Schlosskirche, Neue protestantische Kirche, Heimat- und Rebbaumuseum, Rebberg, Schiffländte; in der Umgebung: Strandweg Spiez-Faulensee.

Thun (BE-Oberland). Thun ist eine ruhig erscheinende Stadt, vielleicht deswegen, weil hier die Seeluft vom Thuneree einerseits und die Alpenluft aus dem Berner Oberland andererseits zusammenkommen. Die Stadt Thun ist v.a. als das Tor zur touristischen Alpenwelt des Berner Oberlands bekannt: so kann man hier ein wunderschönes Alpenpanorama immer aus einer gewissen Nähe bewundern. Thun ist aber für Kulturfreunde auch ein Entdeckungsort der Schlösser: schon in der Stadt selber gibt es zwei Schlösser (Schloss Thun, das Wahrzeichen der Stadt, und Schloss Schadau, dazu auch noch die Burgruine Strättligen), und in der Umgebung die weiteren von Spiez, Wimmis und Oberhofen. Der Name der Stadt soll sich vom keltischen Wort 'dunum' (befestigter Hügel oder Burg) herleiten, was auf eine frühe Besiedlung schliessen lässt. Von 1798 bis 1802 war Thun die Hauptstadt des Kantons Oberland zur Zeit der Helvetik. Thun ist auch die grösste Garnisonsstadt der Schweizer Armee; die Maschinenbaufirma Ruag ist eine ehemalige Produktionsstätte der Armee. General Dufour war Mitbegründer der Militärschule von Thun. Kulturell sticht der Name des deutschen Dichters Kleist heraus, der in Thun lebte, ferner gehören Rilke oder Brahms zu den berühmtesten Gästen der Oberländer Stadt. Einer der berühmtesten in Thun geborenen Persönlichkeiten ist der linke Soziologe Jean Ziegler. – Sehenswürdigkeiten: Alpenpanorama, Thunersee mit Hafen und Schiffahrt, Aare, Schloss Thun, Schloss Schadau, Altstadt, Rathaus, Reformierte Kirche St. Mauritius, Kirche Scherzligen, Kunstmuseum, Wocher-Panorama, Aare; in der Umgebung: Schloss Spiez, Schloss Wimmis, Schloss Oberhofen, Cholerenschlucht. – Anlässe: Seespiele, Ausschiesset mit Fulehung, Drehorgelfestival. – Sportvereine: FC Thun (Fussball), EHC Thun (Eishockey), Wacker Thun (Handball). – Medien: Thuner Tagblatt (Tageszeitung), Radio BeO (Radio [Zweitstudio, Hauptsitz in Interlaken]).

Wettingen (AG). Etwas unscheinbar, neben dem vielleicht bekannteren Nachbarstädtchen Baden, hat sich Wettingen zur grössten Stadt im Kanton Aargau entwickelt (und hat damit bevölkerungsmässig auch die Hauptstadt Aarau überholt). Die Region Baden/Wettingen gehört zu den dynamischeren Entwicklungsregionen im Mittelland, vermutlich v.a. als zürichnahe Grossregion auf der Achse Zürich-Bern/Solothurn/Basel. – Sehenswürdigkeiten: Kloster Wettingen (ehemaliges Zisterzienserkloster), Kirche St. Sebastian, Restaurant Schloss Schartenfels, Affebrünnli, Limmat, Staumauer, Stausee, Holzbrücke, Lägeren (Jura-Ausläufer); in der Umgebung: Stadt Baden, Einkaufszentrum Spreitenbach (erstes grosses Shopping-Center der Schweiz). – Sportvereine: FC Wettingen (Fussball [historisch: zwischenzeitlich aufgelöst, scheinbar ein Opfer der Dynamik, und dann wiedergegründet, derzeit im Aufbau])

Yverdon-les-Bains (dt. Ifferten, VD). Eine schöne Altstadt, ein markantes Schloss, und auch sonst gehört Yverdon zu den architekturgeschichtlich interessantesten Städten der Schweiz (daher darf die Stadt am Südfuss des Neuenburgersees hier nicht fehlen, auch wenn sie bereits im Kanton Waadt liegt). Bereits um 4000 v. Chr. war das Gebiet von Yverdon besiedelt, durch neolithische Siedler der sogenannten Chassey-Lagozza-Cortaillod-Kultur; in der römischen Zeit hiess die Stadt Eburodunum, später Yverdunum (die frühere Bezeichnung des Neuenburgersees lautet lacus Everdunensis, was die grosse Bedeutung des Ortes zeigt). Geprägt wurde der Ort u.a. durch eine savoyische und bernische Herrschaft. Kulturell zu erwähnen ist das Pestalozzi-Denkmal auf dem Place Pestalozzi (sicher einer der schönsten Plätze der Schweiz!), welches an eine von ihm geleitete Erziehungsanstalt erinnert. – Sehenswürdigkeiten: Vieille Ville, Château d’Yverdon, Théâtre Benno Besson, Hôtel de Ville, Temple d'Yverdon, Eglise Saint-Pierre, Villa d'Entremonts, Statue de Pestalozzi, Les Statues Menhirs de Clendy (bedeutendste Megalithanlage in der Schweiz), Castrum romain (nur ein Stück Restmauer), Centre Thermal, La Maison d'Ailleurs (Science-Fiction-Museum), Musée suisse de la Mode, Centre de recherche et de documentation Pestalozzi, Lac de Neuchâtel, Thielle, Canal Oriental; in der Umgebung: Château de Grandson. – Anlässe: Brandons (Karneval), Abbaye (Schützenfest), Festival Baleinev (Musikfestival). – Sportvereine: HC Yverdon-les-Bains (Eishockey).

Zürich. Zürich ist als Wirtschafts- und Kulturmetropole so etwas wie die heimliche Hauptstadt - und damit die zweitwichtigste Stadt der Schweiz (manche sagen auch: die wichtigste, aber so genau wird das in der Schweiz mit ihren vielen mittelgrossen oder -kleinen Städten* nicht unbedingt, und etwa Basel, Genf oder Luzern hätten sicher auch ihre Argumente). Dass Zürich historisch als Zwinglistadt bezeichnet wird, hängt mit dem Namen des grössten Schweizer Reformators Huldrych Zwingli zusammen (auch Limmatstadt ist eine häufige Bezeichnung). Heute ist sie aber v.a. bekannt durch die Banken am Paradeplatz, dem Sinnbild des Schweizer Wohlstandes. Natürlich aber hat Zürich viel mehr zu bieten als nur Banken und Geschäfte. Am Schönsten ist die Stadt sicher entlang der Limmat im Bereich des historischen Stadtkerns (Altstadt). Das Kulturangebot ist reichlich, an Museen Theatern und weiteren Kulturinstitutionen (inkl. Cabaret Voltaire, der berühmten Wiege des Dadaismus). Zahlreiche berühmte Persönlichkeiten haben in Zürich vorübergehend oder länger gewohnt, hier ein paar Namen aus der Literaturgeschichte: Brecht, Büchner, Döblin, Einstein, Frisch, Joyce, Keller, Lenin, Loetscher, Mann, Meyer, Pestalozzi, Spyri. – Sehenswürdigkeiten: Grossmünster, Fraumünster (mit Chorfenstern von Marc Chagall), Münsterbrücke, Rathaus, Altstadt, Niederdorf, Limmatquai, Bahnhofstrasse, Paradeplatz, Bürkliplatz, Eidgenössisch Technische Hochschule ETH, Universität, Opernhaus, Tonhalle, Schauspielhaus, Cabaret Voltaire, Schweizerisches Landesmuseum, Kunsthaus, Zoologisches Museum, Völkerkundemuseum, Nordamerika Native Museum, Museum für Gestaltung, Helmhaus, Museum Rietberg, Museum Bellerive, Stiftung Sammlung E.G. Bührle, Centre Le Corbusier, Tram-Museum, Mühlerama, Kulturama, Museum Rietberg, FIFA Museum, Migros-Museum, Zivilschutz-Museum, Uhrenmuseum Beyer, Haus Konstruktiv, Rote Fabrik, Heureka-Installation von Tinguely, Einkaufszentrum Sihlcity, Letzigrund, Polybahn, Schipfe, Zürichhorn, Chinagarten, Zoo Zürich, Botanischer Garten, Alter botanischer Garten, Friedhof Fluntern, Irchelpark, Frauenbad, Bahnhof Stadelhofen, Geschäftshaus Metropol, Stadthaus, Hauptbahnhof, St.-Peter-Kirche, Wasserkirche, Adlisberg, Käferberg, Zürichsee mit Seepromenade, Limmat, Sihl, Katzensee (mit Seebad); in der Umgebung: Flughafen Zürich-Kloten, Städtchen Dübendorf, Städtchen Küsnacht, Üetliberg (der Gipfel gehört geografisch zur Gemeinde Stallikon), Bruno Weber Park (in den Gemeinden Spreitenbach und Dietikon), Shoppi Tivoli Spreitenbach.

* Grösste Städte der Schweiz. Nach Einwohnern: 1. Zürich 400'028, 2. Genf 195'177, 3. Basel 172'662, 4. Lausanne 130'515, 5. Bern 127'515, 6. Winterthur 104'468, 7. Luzern 79'478, 8. St. Gallen 74'111, 9. Lugano 56'038, 10. Biel/Bienne 52'351 (gefolgt von zwei weiteren Berner Städten/Gemeinden: Thun und Köniz). So kennen wir die Grösseliste der Schweizer Städte, in welcher es nur um die Einwohner geht. Interessant ist aber auch die Liste nach der Fläche (nach Quadratkilometern): 1. Glarus 107.20 (nach einer grossen Gemeindefusion), 2. Zürich 91.88, 3. Lugano 75.80, 4. Sarnen 70.01, 5. Winterthur 68.05, 6. La Chaux-de-Fonds 55.66, 7. Schwyz 53.28, 8. Bern 51.60, 9. Köniz 51.10, 10. Schaffhausen 41.78, ferner: (11.) Lausanne 41.37, Basel 22.75, Genf 15.90 (mitgezählt wurden hier nur wirkliche Städte, d.h. Orte ab 10'000 Einwohnern, ohne Orte mit altem Marktrecht, sowie Kantonshauptorte). Und schliesslich gibt es auch noch eine Liste nach Einwohnerdichte (nach Einwohnern pro Quadratkilometer): 1. Genf 12'261, 2. Basel 7590, 3. Lancy 6131, 4. Vernier 4536, 5. Zürich 4176, 6. Fribourg 3931, 7. Lausanne 3155, 8. Luzern 2735, 9. Solothurn 2618, 10. Dietikon 2592, ferner: (11.) Bern 2471.

Reisezeiten per Zug von der Stadt Zürich aus (jeweils mit der schnellsten Verbindung). Baden 0:15, Aarau 0:24, Winterthur 0:24, Zug 0:26, Olten 0:30, Schaffhausen 0:38, Luzern 0:45, Waldshut (DE) 0:47, Schwyz 0:50, Basel 0:53, Solothurn 0:53, Bern 0:56, Glarus 1:00, St. Gallen 1:02, Biel/Bienne 1:10, Kreuzlingen 1:13, Chur 1:15, Mulhouse (FR) 1:19, Thun 1:19, Fribourg 1:23, Freiburg i. Breisgau (DE) 1:47, La Chaux-de-Fonds 1:58, Lausanne 2:08, Porrentruy 2:14, Bellinzona 2:16, Sion 2:27, Strasbourg (FR) 2:38, Lugano 2:41, Genève 2:42, Stuttgart (DE) 2:58, Chiasso 3:16, Müstair 3:20, Como (IT) 3:24, Innsbruck (OE) 3:31, München (DE) 3:50, Frankfurt (DE) 3:53, Milano (IT) 4:03, Paris (FR) 4:04, Nancy (Fr) 4:10, Varese (IT) 4:45, Lyon (FR) 4:50, Salzburg (OE) 5:23, Brussel (BE) 7:13, Roma (IT) 7:23, Hamburg (DE) 7:35, Wien (OE) 7:50, London (GB) 7:56, Berlin (DE) 8:09, Amsterdam (NL) 8:45, Prag (Tsch) 9:19. [Stand Sommer 2016.]


Weitere bedeutendere Orte in der Nordwestschweiz (u.a., mit besonderen Sehenswürdigkeiten). Aarburg (AG), Aarwangen (BE), Aegerten (BE), Aesch (BL), Affoltern (i.E., BE - Schaukäserei), Alle (JU), Alpnach (OW), Augst (BL - Römisches Theater Augusta Raurica), Bassecourt (JU), Beinwil (AG), Beinwil (SO - Benediktinerkloster Mariastein [bedeutender Wallfahrtsort]), Bellelay (BE - Kloster Bellelay [Ursprung der Käsesorte Tête de Moine]), Belp (BE - Flughafen Bern-Belp), Beromünster (AG), Biglen (BE), Binnigen (BL), Birr (AG - Pestalozzi-Gedenkstätte, Flugplatz und Naturpark Birrfeld), Birsfelden (BL), Bolligen (BE), Boncourt (JU), Bonfol (JU), Boudry (NE - Gorges de l'Areuse zwischen Boudry und Noiraigue [Areuseschluchten]), Brügg (BE), Bure (JU), Choindez (JU - Industriesiedlung), Colombier (NE - Schloss Colombier), Cornol (JU), Courgenay (JU - bekannt durch das Soldatenlied 'Gilberte de Courgenay' [Wirtstochter im Hôtel de la Gare]), Couvet (NE), Cudrefin (VD - Fanel, Chablais et Bas-Lac de Cudrefin und La Sauge [Naturschutzgebiet]), Dagmersellen (LU), Düdingen (FR), Entlebuch (LU - UNESCO Biosphäre), Eptingen (BL), Estavayer-le-Lac (FR - Schloss Chenaux, Froschmuseum), Fleurier (NE [heute: Gemeinde Val-de-Travers, siehe oben]), Flüeli-Ranft (OW - Geburts- und Wohnhaus von Niklaus von Flüe sowie Pilgerkapellen und Eremitenzelle [Wallfahrtsort], Dorfkapelle St. Barromäus), Frick (AG - Sauriermuseum und -lehrpfad), Gelterkinden (BL), Gerzensee (BE - Neues Schloss Gerzensee), Giswil (OW), Gletterens (FR - Village Lacustre [Pfahlbauerdorf]), Glovelier (JU), Goumois (JU), Gretzenbach (SO - Buddhistisches Zentrum), Grosshöchstetten (BE), Habsburg (AG - Schloss Habsburg), Hallwil (AG - Hallwilersee), Herzogenbuchsee (BE), Hinterkappelen (BE - Wohlensee), Hochdorf (LU), Hornussen (AG), Huttwil (BE), Ittigen (BE - Illusorialand), Jegenstorf (BE - Schloss Jegenstorf), Kehrsatz (BE), Kerns (OW), Kerzers (FR - Papiliorama), Kirchberg (BE), Koblenz (AG - Zusammenfluss von Aare und Rhein mit Aarebrücke Koblenz-Felsenau), Küttigen (AG), La Brévine (NE - hält den temperaturmässigen Kälterekord in der Schweiz), Lamboing (BE), Laufenburg (AG - Altstadt une Wehranlagen, Cheisacherturm), Le Roselet (JU - Pferdeheim), Lengnau (BE), Lenzburg (AG - Schloss Lenzburg, Hero-Fabrik), Les Breuleux (JU), Les Verrières (NE), Ligerz (BE), Lützelflüh (BE - Gotthelf-Zentrum), Magglingen/Macolin (BE - Nationales Sportzentrum), Malters (LU), Marin (NE), Melchtal (OW - Kloster Melchtal), Mellingen (AG), Menziken (LU), Menznau (LU), Moosseedorf (BE - Grauholzdenkmal, Moossee), Möriken-Wildegg (AG - Schloss Wildegg), Môtiers (NE - Musée Jean Jacques Rousseau, Musée La Grange [collections d'art aborigène d'Australie]), Münchenbuchsee (BE), Münchenstein (BL), Münsingen (BE), Muri (b. Bern, BE), Muttenz (BL), Niederbuchsiten (SO - JURAworld of Coffee), Oensingen (SO - Schloss Neu-Bechburg), Oftringen (AG), Ostermundigen (BE), Payerne (VD - Abteikirche, Militärflugplatz), Pfaffnau (LU - Kloster St. Urban), Pieterlen (BE), Pratteln (BL), Réclère (JU - Préhisto-Parc), Reinach (AG), Reinach (BL), Riehen (BS), Riggisberg (BE), Röthenbach (i.E., BE - Kirche Würzbrunnen), Rothrist (AG), Rüschegg (BE - Natur- und Seilpark Gantrisch), Ruswil (LU), Sachseln (OW - Älggi-Alp [geografischer Mittelpunkt der Schweiz]), Saignelégier (JU), Saint-Aubin (NE), Sainte-Croix (VD - Spieldosen- und Automaten-Museum), Salavaux (VD - Schlosshotel), Schiffenen (FR - Schiffenensee), Schnottwil (SO), Schöftland (AG), Schönbühl (BE - Einkaufszentrum Shoppyland), Schönenwerd (AG - Bally-Park und alte Bally-Firmen-Gebäude), Schüpbach (BE), Schüpfen (BE), Schüpfheim (LU), Schwarzenburg (BE - Frühmesskapelle St. Maria Magdalena), Seengen (AG - Wasserschloss Hallwyl), Seon (AG), Signau (BE), Sissach (BL - Henkermuseum), Sonceboz (BE), Stettlen (BE), Studen (BE - Zoo Seeteufel, Restaurant Florida), Subingen (SO - Raubtierpark), Suhr (AG), Sumiswald (BE), Sursee (LU), Tafers (FR), Tavannes (BE), Täuffelen (BE), Trub (BE - typisches Emmentalerdorf, Napfbergland), Trubschachen (BE), Turgi (AG), Twann (BE), Utzenstorf (BE - Schloss Landshut), Valangin (NE - Schloss Valangin), Vaumarcus (NE - Schloss Vaumarcus), Villmergen (AG), Walkringen (BE - Sensorium Rüttihubelbad), Willisau (LU), Wangen (a.d. Aare, BE - Holzbrücke), Wasen (BE), Windisch (AG), Wohlen (AG), Wolhusen (LU), Worb (BE), Würenlingen (AG), Zofingen (AG - Firmensitz Ringier), Zollikofen (BE). - Region Thuner- und Brienzersee sowie Berner Oberland: Bönigen (BE), Boltigen (BE), Brienz (BE - Brienzersee, Freilichtmuseum Ballenberg), Frutigen (BE), Innertkirchen (BE), Kandersteg (BE), Kiental (BE), Lauenen (BE - Lauenensee), Lauterbrunnen (BE), Lenk (BE), Oberhofen (BE - Schloss Oberhofen), Meiringen (BE), Mürren (BE - Drehrestaurant Piz Gloria), Saanen (BE), Saanenmöser (BE), Steffisburg (BE), Unterseen (BE), Wengen (BE - Lauberhorn-Skiabfahrt), Wimmis (BE - Schloss Wimmis), Zweisimmen (BE). Region Freiburg: Broc (FR - Maison Cailler), Bulle (FR), Charmey (FR), Romont (FR - Kollegiatskirche Notre-Dame-de-l'Assomption). Kanton Aargau: Bünzen (AG - Fluss Bünz), Muri (AG - Kloster Muri), Sins (AG), Würenlos (AG), Zurzach (AG). Andere: Ebikon (LU), Hergiswil (LU), Horw (LU), Kriens (LU), Lungern (OW - Lungernsee).

Und... hier noch die grösseren Skigebiete im Berner Oberland im Überblick: Adelboden-Lenk, Gstaad Mountain Rides: Gstaad-Saanen-Schönried-Saanenmöser-Zweisimmen, Jungfrau Ski Region: Grindelwald-Wengen-Lauterbrunnen-Mürren, Kandersteg-Oeschinensee, Meiringen-Hasliberg.


Andere Regionen (nach der Windrichtungseinteilung): Nordostschweiz (AG [Baden, Bremgarten, Muri, Spreitenbach, Wettingen - andere: siehe Nordwestschweiz], ZH [Bülach, Dietikon, Dübendorf, Kilchberg, Kloten, Kyburg, Richterswil, Stäfa, Uster, Wallisellen, Wetzikon, Winterthur, Zürich], ZG [Baar, Ober-/Unterägeri, Zug], LU [Emmen, Eschenbach, Kriens, Luzern, Meggen, Weggis, Wolhusen - andere: siehe Nordwestschweiz (inkl. Luzern)], OW [siehe Nordwestschweiz: Flüeli-Ranft, Sarnen], NW [Beckenried, Engelberg, Stans], SZ [Arth, Brunnen, Einsiedeln, Freienbach, Gersau, Goldau, Küssnacht a. Rigi, Lachen, Muotathal, Sattel, Schwyz], UR [Altdorf, Flüelen - andere: siehe Südostschweiz], GL [Elm, Glarus, Näfels], SG [Altstätten, Arbon, Bad Ragaz, Gossau, Lichtensteig, Rapperswil-Jona, Rorschach, Sargans, St. Gallen, Walenstadt, Weesen, Werdenberg, Wil], AR [Heiden, Herisau, Trogen, Urnäsch], AI [Appenzell], GR [Chur, Davos, Flims, Klosters, Laax, Langwies, Maienfeld, Scuol, Tarasp - andere: siehe Südostschweiz], TG [Arbon, Bischofszell, Diessenhofen, Frauenfeld, Gottlieben, Kreuzlingen, Romanshorn, Weinfelden], SH [Neuhausen a. Rheinfall, Schaffhausen, Stein am Rhein]), Südostschweiz (UR [Andermatt, Silenen], GR [Arosa, Guarda, Juf, Lenzerheide, Müstair, Pontresina, Poschiavo, Savognin, Sils, Silvaplana, St. Moritz, Thusis, Valbella, Vals, Zernez, Zuoz - andere: siehe Nordostschweiz], TI [Ascona, Bellinzona, Biasca, Bosco Gurin, Brissago, Chiasso, Locarno, Lugano, Maggia, Melide, Mendrisio, Mesocco, Morcote]), Südwestschweiz (BE [Adelboden, Brienz, Grindelwald, Gstaad, Interlaken, Kandersteg, Meiringen, Mürren, Oberhofen, Saanen, Spiez, Steffisburg, Thun, Wengen, Wimmis, Zweisimmen (alles auch unter Nordwestschweiz: siehe oben)], FR [Bulle, Gruyères, Vaulruz, Villars-sur-Glâne - Fribourg und andere: siehe Nordwestschweiz], GE [Genf, Vernier], VD [Château-d'Oex, Echallens, La Tour-de-Peilz, Lausanne, Le Brassus, Les Diablerets, Leysin, Montreux, Morges, Nyon, Rolle, Saint-Prex, Vevey, Villars-sur-Ollon, Yverdon-les-Bains - Grandson: siehe Nordwestschweiz], VS [Betten/Bettmeralp, Brig, Champéry, Crans-Montana, Grimentz, Leukerbad, Martigny, Monthey, Nendaz, Saas-Fee, Sierre, Sion, Stalden, Verbier, Visp, Zermatt]).

Auch diese Einteilung habe ich hier nicht nach Kantonen gemacht, sondern streng nach den Himmelsrichtungsgebieten (aufgrund der sprachlichen und kantonsmässigen Zugehörigkeit ist aber etwa das Berner Oberland natürlich nach Bern in der Nordwestschweiz ausgerichtet, während der ganze Kanton Graubünden eher der Südostschweiz zugeteilt wird). Dank einer ausgedehnten Inner- und Ostschweizer Reise (inkl. Liechtenstein), welche zu meinen bedeutendsten bisherigen Reiseaktivitäten zählt, kenne ich übrigens auch diese Region ein bisschen vom eigenen Anschauen, ebenso die Romandie und das Tessin durch Ferien und/oder Kurzaufenthalte (grössere Lücken in der eigenen Anschauung gibt es vielleicht noch in den Grosskantonen Wallis und Graubünden, was ich sicher noch nachholen werde, wenn ich einmal ein bisschen Zeit habe). Natürlich gibt es auch in den anderen Grossregionen viele interessante Orte, ich kann diese Gebiete aber hier nicht behandeln, schon der Überblick über die Region der Nordwestschweiz gibt genug zu tun. Daher zu diesen Regionen hier nur ein paar interessante Orte zur Anregung (u.v.a. natürlich immer).

Wie oben habe ich - um es einheitlich zu machen - jeweils die offizielle Seite der Städte und Orte angegeben. Manche führen getrennt eine Verwaltungs- und eine Tourismusseite; dabei ist es manchmal so, dass man auf der Verwaltungsseite kaum einen oder gar keinen Link zur Tourismusseite findet - das erstaunt natürlich ein wenig im Tourismusland Schweiz (also: wenn man eine spezielle Tourismusseite hat, gehört natürlich ein gut sichtbarer Link dazu auf die offizielle Seite der Stadt - ebenso Links zu allfälligen Tourismusseite von entsprechenden Regionen [schon alleine deswegen übrigens, weil es nicht nur einen ausländischen, sondern auch einen inländischen Tourismus in der Schweiz gibt - und natürlich wäre es auch die Aufgabe von Marketing-Experten, zu schauen, dass ihre Tourismus-Website gut vernetzt ist]). Interessante touristische Informationen über die Regionen, Städte und Orte gibt es auch auf der Seite von MySwitzerland.

Grenzgebiet. Bedeutende Orte des unmittelbaren Grenzgebiets im benachbarten Ausland (ganze Schweiz, u.a.): Annemasse (FRA), Bad Säckingen (DEU), Balzers (LIE), Bormio (ITA), Bregenz (OES), Breuil-Cervinia (ITA), Büsingen (DEU - deutsche Exklave im Schweizer Gebiet), Campione (aka Campione d'Italia, ITA - italienische Exklave im Schweizer Gebiet), Chiavenna (ITA), Como (ITA), Delle (FRA), Domodossola (ITA), Dornbirn (OES), Evian (FRA), Feldkirch (OES), Friedrichshafen (DEU), Gex (FRA), Konstanz (DEU), Laufenburg (DEU - historisch verbunden mit dem gleichnamigen kleineren Schweizer Ort), Lindau (DEU), Livigno (ITA), Ludwigshafen (DEU), Lörrach (DEU), Luino (ITA), Morteau (FRA), Morzine (FRA), Nauders (OES), Pfunds (OES), Pontarlier (FRA), Radolfzell (DEU), Saint-Louis (FRA), Saint-Julien (aka Saint-Julien-en-Genevois, FRA), Saint-Hippolyte (FRA), Singen (DEU), Sondrio (ITA), Stühlingen (DEU), Thonon (FRA), Tiengen (DEU), Tirano (ITA), Überlingen (DEU), Vaduz (LIE), Varese (ITA), Waldshut (DEU). Mehrere Städte im unmittelbaren Grenzgebiet würden sich übrigens locker in eine Top-10-Liste der Schweizer Städte nach Einwohnerzahl einreihen, nämlich: Como, Varese und Friedrichshafen (was zeigt, dass die grössten Schweizer Städte im Vergleich mit dem Ausland eben nicht so gross sind - dafür ist die Schweiz, besonders im Mittelland, recht dicht besiedelt). Weitere grössere und bedeutendere Städte in einer gewissen Nähe zur Schweizer Grenze (u.a.): Annecy (FRA), Belfort (FRA), Bergamo (ITA), Besançon (FRA), Bolzano (dt. Bozen, ITA), Chamonix (FRA), Dijon (FRA - war zweimal Austragungsort eines Formel-1-GPs der Schweiz [1975 und 1982]), Merano (dt. Meran, ITA), Montbéliard (FRA), Mulhouse (dt. Mülhausen, FRA - gehörte 1515-1798 als zugewandter Ort zur Eidgenossenschaft), Freiburg i. Breisgau (DEU), Lyon (FRA), Milano (dt. Mailand, ITA), Novara (ITA), Ravensburg (DEU), Saint-Gervais (FRA), Villingen-Schwenningen (DEU). Interessant natürlich - und besonders schweizerisch: dass alle Grenzorte der Nachbarstaaten eine Sprache sprechen, die auch in der Schweiz nicht nur gesprochen wird, sondern auch eine offizielle Amtssprache ist. Das vergisst man oft - dass es nicht nur innerhalb des Gebietes der Schweiz viel Interessantes gibt, sondern auch gleich hinter den Grenzen einige bedeutende und interessante Städte und Orte.


Spezial - Philosophische Orte in der Schweiz. Hier gibt es - last but not at all least - noch die Top-10 der philotouristischen Orte in der Schweiz. 1. Einstein-Haus in Bern (klein, aber oho!, v.a. natürlich was das geistige Gedenken betrifft - ein weiterer Höhepunkt in der Bundeshauptstadt ist das Einstein-Museum, welches im Bernisch Historischen Museum integriert ist). 2. Centre Dürrenmatt Neuchâtel (sicher etwas vom Interessantesten, was man philotouristisch in der Schweiz erleben kann: das Dürrenmatt-Museum im ehemaligen Haus des philosophischen Schriftstellers). 3. Rousseau-Zimmer auf der St. Petersinsel (das Zimmer alleine ist vielleicht eine eher kleine Sache, dagegen kann auf der Wanderung dorthin, auf der St. Petersinsel, dem biologischen Rousseau ein bisschen nachgespürt werden* [in der Altstadt Biels findet sich zudem ein Haus, in welchem sich Rousseau kurz aufgehalten hat; Rousseau-Museen gibt es in Genf, der Espace Rousseau in dessen Geburtshaus, sowie ein kleineres Musée Môtiers im Neuenburger Jura]). 4. Goetheanum in Dornach (speziell: das anthroposophische Zentrum, welches Rudolf Steiner in der Schweiz errichten liess). 5. Pestalozzi-Gedenkstätte in Birr (inkl. Wirkstätte Neuhof und [ziemlich neu!] Pestalozzi-Kreisel [Pestalozzi ist wohl auch der am bedeutendsten statuierte Philosoph der Schweiz, etwa mit Statuen auch in Yverdon oder Zürich]). 6. Monte Verità (ein Hügel im Westen Asconas, auf welchem sich eine bedeutende Reformbewegung niederliess, u.a. mit Gusto Gräser [auch der Schriftsteller Hesse oder die Philosophen Bloch, Bakunin und Kropotkin gehörten zu den Freunden und Besuchern des Zirkels, u.v.a.]). 7. Reformationsdenkmal in Genf (mit Calvin, Farel und De Bèze [sowie dem grossen schottischen Reformator Knox]). 8. Cabaret Voltaire in Zürich (ein spezielles Café in Zürich [Wiege des Dadaismus, u.a. mit Hugo Ball - vielleicht eher der Kunst zuzurechnen, als der Philosophie, aber das hat hier natürlich auch Platz]; in der unmittelbaren Nähe befinden sich verschiedene ehemaliger Wohnhäuser bedeutender Philosophen [Lavater, Lenin]). 9. Einsiedelei Niklaus von Flües in Flüeli-Ranft (sowie auch dessen Geburts- und Wohnhaus; hier nur auf Platz 9, weil es eine eher religiöse Stätte ist - in der Religion dagegen für mich die Nr. 1 in der Schweiz). 10. Grabstätten von Philosophen in der Schweiz (z.B. Gräber von Jaspers auf dem Friedhof am Hörnli in Basel oder von Bakunin auf dem Bremgartenfriedhof in Bern sowie Gedenkstele von Gebser auf dem Friedhof in Wabern b. Bern). Von mir aus dürfte es natürlich noch viel mehr solche Orte geben; wer sucht der findet auch die kleineren Dinge wie ehemalige Wohnhäuser grosser Philosophen (inkl. Hegel, Nietzsche oder Lenin, aber auch Jaspers, Bloch oder Herbart, u.a.), oder auch Denkmäler und andere Gedenkstätten und Aufenthaltsorte. Die Schweiz hat nicht nur selber mehr Philosophen, als man gemeinhin meint und/oder kennt, sondern es gab auch relativ viele ausländische Philosophen, welche an Schweizer Universitäten lehrten, oder sich sonst für eine längere bzw. bedeutende Zeit in der Schweiz aufhielten**.

* Wer Zeit hat, begibt sich auf eine weitere kleinere Wanderung ob Ligerz am Bielersee nach Schernelz hinauf: dies ergibt eine schöne Aussicht auf die St. Petersinsel. Dürrenmatt lebte in Schernelz und sagte, er sei v.a. deshalb nach Neuenburg weitergezogen, weil er diese Idylle mit der Petersinsel nicht ausgehalten habe (auch ein Stück Dürrenmatt!).

** Zählt man nur die ganz grossen Namen der Philosophie-, Gelehrten- und Intellektuellengeschichte auf (und ein paar weitere Philosophen dazu), so kommt man vielleicht etwa auf folgende Liste: Althusius, Andersch, Andreas-Salomé, Bakunin, Ball, Ball-Hennings, Balzac, Barth, Bayle, Benjamin, Bernays, Berners-Lee, Bleuler, Bloch, Bochenski, Bonhoeffer, Brecht, Brentano, Büchner, Burckhardt, Calvin, Cendrars, Chaplin, Clausius, De Botton, De Maupertuis, De Saussure, De Staël, Dilthey, Döblin, Dunant, Dürrenmatt, Einstein, Einstein-Maric, Erasmus, Eucken, Euler, Feyerabend, Fichte, Frisch, Fromm, Godard, Gräser, Guareschi, Hegel, Herbart, Hersch, Herzen, Hesse, Holzapfel, Horkheimer, Jacobi, Jaspers, Joyce, Jung, Keller, Kishon, Klages, Klee, Kleist, Korsch, Kropotkin, Knox, Küng, Lange, Lavater, Le Corbusier, Lenin, Mann, Marat, Marcuse, Musil, Nabokow, Nietzsche, Ohm, Paracelsus, Pareto, Pauli, Pestalozzi, Piaget, Piccard, Plechanow, Rilke, Röntgen, Röpke, Rousseau, Saint-Simon, Servetus, Simenon, Spyri, Steiner, Strawinsky, Strindberg, Trotzki, Tugendhat, Tumarkin, Voltaire, Von Haller, Von Mises, Von Neumann, Wagner, Walras, Wedekind, Windelband, Wundt, Zeller, Zuckmayer, Zweig (u.v.a.). Das ist doch eine beachtenswerte Liste für ein relativ kleines Land, in welchem die Philosophie einen sehr niedrigen Stellenwert hat (und die Liste könnte natürlich beliebig verlängert werden, mit weiteren internationalen und nationalen Grössen [speziell erwähnen kann ich zusätzlich Gebser, Hebler und Troxler, drei Schweizer Philosophen, die für mich persönlich eine grössere Bedeutung haben, ebenso Andersch, welcher zwar kein Philosoph ist, aber einer meiner Lieblingsschriftsteller der Belletristik] - ebenso bedeutend ist auch eine Liste der Durchreisenden oder Kurzaufenthalter, zu welcher u.v.a. Goethe oder Mozart gehören, oder von den Philosophen ferner etwa Montaigne, Scheler oder Schelling). Die Schweiz war bekannt als Reiseland und Kurort, aber auch die Lage im Zentrum Europas und die bedeutenden Nachbarländer machten die Schweiz zu einem Ort, wo viele berühmte Menschen irgendwann einmal hinkamen (wenn wir in der Vergangenheit sprechen wollen - interessanterweise treten all diese vielen grossen Berühmtheiten selten bis gar nie in der Schweizer Öffentlichkeit auf - darum nimmt man sie hier auch nicht besonders wahr - sondern: sie leben hier eher zurückgezogen bzw. im kleineren Kreis). Natürlich wären entsprechende Listen in den grösseren europäischen Ländern noch bedeutender, schon alleine mit ihren vielen nationalen Weltgrössen, und vielleicht kommt es auch nur Schweizern in den Sinn, überhaupt eine solche Liste zu machen (vielleicht deswegen, weil sie sich dann etwas weniger weltabgewandt vorkommen hinter ihren sieben Bergen), aber trotzdem. Und hier gibt es interessante Listen, in welchen man fast alles zu diesem Thema entnehmen kann (Prominente Schweizer sowie Schweizer im Ausland und Ausländer in der Schweiz).


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